6 Jahre später stecken Fans noch immer irre viel Geld in Star Citizen

Die CitizenCon 2018 war für Star Citizen ein voller Erfolg, zumindest finanziell. Statt großer Versprechen backte man nun kleinere Brötchen. Den Fans scheint es zu gefallen: Mit 1 Millionen Dollar in 4 Tagen kam mehr Geld rum, als sonst in Wochen – und das 6 Jahre nach Start des Crowdfundings.

So viel Geld nahm Star Citizen in 6 Jahren ein: Die Entwicklung von Star Citizen begann 2011, in 2012 startete eine Crowdfunding-Kampagne. Spieler „pledgen“ hier Geld und bekommen im Austausch dafür virtuelle Schiffe. Die meisten von denen sind aber noch nicht im Spiel, sondern kommen dann in ferner Zukunft.

Highlights sind immer „große Sales“, wenn besondere Schiffe angeboten werden.

Insgesamt hat Star Citizen über 195 Millionen US-Dollar an Crowdfunding eingenommen. Aber das meiste davon stammt noch aus der goldenen Zeit, als sich Ambitionen und Stretch-Goals bei Star Citizen ein Wettrennen in die Höhe lieferten. Das anfängliche Release-Datum, 2014, verschob sich immer weiter nach hinten und die Crowdfunding-Dimensionen stiegen immer weiter an (via StarCitizen-wikia):

  • Am 26. September 2013 erreichte man die 20 Millionen US-Dollar
  • Am 15. August 2014 hatte Star Citizen 50 Millionen US-Dollar eingenommen
  • Am 13. Dezember 2015 knackte man die 100 Millionen
  • Am 19. Mai 2017 dann die 150 Millionen
  • Am 28. Dezember 2017 war man bei bei 175 Millionen angelangt
  • Jetzt im Oktober 2018 steht man bei 195 Millionen US-Dollar

In den letzten Wochen hatte sich der Cash-Flow deutlich abgekühlt. So hatte Star Citizen in der Woche vor der CitizenCon nur 171.582 US-Dollar eingenommen.

Diese Zeit der „immer größeren Ambitionen“ hat Star Citizen den Ruf eingebracht, ein Luftschloss zu bauen, das niemals erscheinen werde. Für seine schärfsten Kritiker ist Chef Chris Roberts ein Schwindler, für seine Fans ein Visionär.

Star-Citizen-Squadron

So hat sich der Vibe um Star Citizen verändert: Zumindest aber war Star Citizen lange Zeit ein Projekt, das sich den Vorwurf gefallen lassen musste, sich verzettelt zu haben und unter einem Feature-Creep zu leiden. Manche Fans sind des Wartens schlicht überdrüssig geworden und wollen ihr Geld zurück.

Aber das war das Star Citizen von einst. 2018 ist es um das Spiel vergleichsweise ruhig bestellt. Den Terminplan für die bisher drei Alpha-Release 2018 hat man ziemlich gut einhalten können, bislang ist jedoch wenig Spektakuläres oder Kontroverses in diesem Jahr passiert.

Nur unmittelbar vor der CitizenCon gab es Ärger um einen LiveStream.

Mustang Alpha Variant

So nahm Star Citizen 1 Millionen Dollar in 4 Tagen von Fans ein

So viel Geld nahm Star Citizen in den letzten Tagen ein: Seit der neuen Convention rasselt es im virtuellen Klingelbeutel:

  • Am Mittwoch, während des Trailers, gab es 380.000$
  • Am Donnerstag 325.000$
  • Und am Freitag und Samstag je 190.000$

Das führt dazu, dass Star Citizen in nur 4 Tagen mehr als 1 Millionen Dollar über Mikrotransaktionen oder „Crowdfunding-Pledges“ verdient hat, obwohl das Spiel noch weit von einem Release entfernt ist. Aktuell ist es in der Alpha 3.3.

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Wann soll denn mal was veröffentlicht werden? Das nächste, was wir von Star Citizen wohl erfahren, ist eine „volle Roadmap“ zum Release, allerdings nicht für Star Citizen, sondern für den Singleplayer-Modus „Squadron 42.“ Die Roadmap dafür soll Dezember 2018 kommen.

Bei Star Citizen selbst erscheinen vierteljährlich größere Updates. Das sind allerdings noch Alpha-Patches.

Squadron-42-Hamill

Mark „Luke Skywalker“ Hamill spielt in Squadron 42 mit

„Luftschloss auf den Boden gestellt“

So war die CitizenCon: Aber wie hat Star Citizen 6 Jahre nach der Crowdfunding-Phase seine Fans davon überzeugt, eine weitere Millionen US-Dollar locker zu machen? Mit immer größeren Versprechen? Nein.

Im Vergleich zu früher war die CitizenCon solide – so wie das Jahr 2018 bisher. Statt neue Features vorzustellen und immer größere Ambitionen zu präsentieren, scheint man bei CIG akribisch daran zu arbeiten, die gefassten Pläne in die Tat umzusetzen.

Wie die GameStar schreibt, sei es Chris Roberts und seinem Team gelungen, sein „Luftschloss der Vergangenheit“ jetzt endlich auf den Boden zu setzen.

Statt großer Versprechungen und wilder Zukunftsvisionen, beschränkte man sich nun vor allem darauf, das vorzustellen, was jetzt demnächst seinen Weg ins Spiel findet oder gerade mit der Alpha 3.3 ins Spiel gekommen ist. So können Spieler jetzt über Mikrofon und Webcam ihre Stimme und ihre Mimik auf den Avatar im Spiel übertragen.

FoIP powered by Faceware

Ansonsten konzentrierte man sich darauf, den neuen Planeten, Hurston, vorzustellen und es gab jede Menge neue Schiffe zu sehen. Die sind natürlich nicht billig.

Allein das ist schon durch die hohe Produktionsqualität von Star Citizen enorm beeindruckend und einigen wohl richtig viel Geld wert.

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Autor(in)
Quelle(n): PcGamer
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