Fallout 76: Spieler baut eigene Stadt – MeinMMO war vor Ort

Charleston, die ehemalige Hauptstadt West Virginias, wurde im Großen Krieg zerstört. Der Xbox-Spieler Ghulasch hat Charleston erneut aufgebaut und New Charleston in Fallout 76 erschaffen. Reporter Florian Franck von der MeinMMO-Gazette Appalachia, West Virginias Top 1 Magazin für alles rund um den Vault, war live für Sie vor Ort und hat mit dem Bauherren und Bürgermeister gesprochen.

Wir befinden uns in West Virgina, einige Jahre nach dem Krieg. Über die Charleston Station erreichen wir nach einem kurzen Fußmarsch die Ruinen der einstigen Hauptstadt. An der Mündung der Flüsse Elk und Kanawha entstand im 18. Jahrhundert eine einst blühende Metropole. Bis vor kurzem war davon nicht mehr viel zu sehen. Doch die Stadt lebt wieder und bereits am Eingang werden wir von ihrem Bürgermeister Ghulasch begrüßt.

Der New Charleston Market – gebaut von Ghulasch auf der Xbox.

Live in New Charleston – das ist unser Eindruck

Die Highlights in New Charleston: Der Bürgermeister zeigt und stolz die Stadt, die er in schweißtreibender Arbeit eigenhändig neu errichtet hat. Er schwärmt von dem großen Marktplatz für Waffen und Munition, präsentiert voller Stolz das moderne medizinische Zentrum, in dem auch kostenlose Impfungen verabreicht werden und nimmt uns anschließend mit in den Untergrund. Im Atomschutzbunker von New Charleston ist es alles andere als trist. Das „New Charleston Diner“ ist ein Treffpunkt für Bewohner und Reisende. Ghulasch führt uns weiter und stellt das Verteidigungszentrum mit eigener Werkstatt vor. Hier hat jeder die Möglichkeit schwere Rüstungen anzufertigen oder beschädigte Ausrüstung zu reparieren. 

Einer der C.A.M.P.-Unterkünfte von New Charleston. Ideal für die Anfertigung und Reparatur von Rüstungen.

Der Bürgermeister führt uns weiter und zeigt uns die Unterkünfte und den Freizeitbereich. Uns stockte kurz der Atem, als wir den „Naked Fight Club“ betraten. Einem Kampf konnten wir leider nicht beiwohnen, dazu waren wir zu früh dran, aber zu später Stunde kommen Box-Fans bei einer kühlen Nuka-Cola voll auf ihre Kosten. Welche Sorte zu euch passt, könnt ihr in unserem Fallout 76 Quiz herausfinden!

Im Naked Fight Club gibt es Regeln, jedoch nicht sehr viele.

Die ersten Eindrücke von New Charleston konnten wir in den hochmodernen Konferenz- und Meetingräumen verarbeiten. In diesen erhielten wir außerdem ein exklusives Interview mit dem Bürgermeister, der sich ein wenig Zeit für unsere Fragen nahm.

Die Konferenz- und Meetingräume eignen sich für Interviews und Geschäftstermine.

Das Interview mit dem Bürgermeister von New Charleston

MeinMMO: Wie hast du Charleston vorgefunden und wie kamst du auf die Ideen des Wiederaufbaus?

Ghulasch: Auf meiner Reise quer durch Appalachia habe ich viele Siedlungen und C.A.M.P.s gesehen, denen Leben fehlte. Ich wollte etwas lebendiges erschaffen, was natürlich wirkt und sich in dieser postapokalyptischen Welt gut eingliedert.

MeinMMO: Welcher Teil der Stadt hat dir beim Bauen den meisten Spaß bereitet und welcher den größten Frust?

Ghulasch: Die meiste Freude hat mir der Bau des „Naked Fight Club“ und der Stadt an der Oberfläche bereitet. Auf verhältnismäßig kleinen Arealen kann man einen starken Detailreichtum präsentieren. Ratlosigkeit und Frust hat das Atrium verursacht – einfach wegen der phänomenalen Größe. Mittlerweile ist das Baubudget allerdings auch im Atrium vollends aufgebraucht und ich hätte gern noch 10 % mehr zum Dekorieren. Er lacht.

MeinMMO: Welche besonderen Herausforderungen gab es beim Bau? 

Ghulasch: Das Schwierigste war sicherlich die Stadt selbst. Das Platzieren der Böden um das Haus und die Integration der riesigen Vault-Tür und der Red-Rocket-Garage haben mich fast in den Wahnsinn getrieben. Der Bau in den Sheltern ist klasse, da man die Objekte auch frei schwebend platzieren kann.

MeinMMO: Hattest du Hilfe? Mit wem hast du gebaut?

Ghulasch: Ich habe New Charleston alleine aufgebaut. Nach stressigen Touren durch das Ödland war der Wiederaufbau der perfekte Ausgleich. Die Baumöglichkeiten sind ideal und wirklich entspannend.

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MeinMMO: Hast du Tipps für Ödländer, die selbst etwas so cooles bauen wollen? Kannst du die wichtigsten 3 nennen?

Ghulasch: Seid kreativ, seid verrückt und vor allem: Gebt nicht auf, wenn euch einige Limitierungen mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Es gibt immer Mittel und (Um)Wege, um das gewünschte C.A.M.P. zu bauen.

Fallout 76 zeigt im Video, wie leicht ihr richtig coole Vaults selbst bauen könnt

MeinMMO: Wünschst du dir bestimmte neue Features für Fallout 76, die das Bauen verbessern würden?

Ghulasch: Ja durchaus. An der Mechanik selbst habe ich nicht viel zu meckern. Da wäre es schön, wenn man Objekte wie Böden freier nutzen könnte. Nichts ist frustrierender, als die Böden mühevoll auszurichten und beim letzten Objekt dann die Meldung bekommt, dass es nicht platziert werden kann. Bei meinem Brücken-C.A.M.P. habe ich sicher 8- oder 9-mal neu angefangen.

Ich würde mir noch eine Reihe weiterer Features wünschen. Zum Beispiel die Möglichkeit, viel mehr vorhandene Gebäude mit in den Bau einbeziehen zu können, damit die C.A.M.P.s noch realistischer wirken. Das Aufstellen von Automaten, Powerrüstungen und Schaukästen im Shelter wäre ebenfalls ziemlich gut.

Bei dekorativer Art fände ich es klasse, wenn Bethesda viel mehr natürliche Objekte als Baupläne anbieten würde. Eine stehende und liegende Bierflasche, Teller, Besteck, Pflanzen, Zigarettenschachteln, verschiedene andere große Buchstaben für Wände oder Ähnliches.

Die Objekte im Shelter lassen sich aktuell an der Wandkonsole nur zerlegen. Ein „Alle Objekte Lagern“-Knopf wäre sinnvoll.

MeinMMO: Was planst du nach deiner Zeit als Bürgermeister in New Charleston?

Ghulasch: Aktuell erweitere und dekoriere ich New Charleston weiter. In der Zukunft könnte ich mir eine Farm oder ein Militärcamp noch ganz gut vorstellen, aber das entscheide ich aus dem Bauch heraus. Meistens ist es dann doch etwas abgedrehter als der klassische Krempel.

Im Diner von New Charleston wird Gastfreundschaft großgeschrieben.

MeinMMO: Was gefällt dir an den neuen C.A.M.P.-Unterkünften besonders gut?

Ghulasch: Die Möglichkeiten und der Platz sind grandios. Man kann viel umfangreicher und vielseitiger seine Ideen umzusetzen. Ich finde es auch recht gut, dass es in den Sheltern bereits etwas Licht gibt, ohne das man selbst Lampen platzieren muss. Andere Eingänge als die vorhandenen sowie natürlich aussehende Höhlen als Shelter wären zukünftig noch ganz gut. Ebenfalls natürlich auch die Möglichkeit des Gemüseanbaus.

MeinMMO: Welche Besonderheiten gibt es beim Bau im Untergrund? Man kann zum Beispiel unterirdisch keine Pflanzen anbauen.

Ghulasch: Genau. Aktuell ist das neue Shelter-System zwar ganz nett, allerdings kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, dass es für den Großteil der Ödländer, abseits der Bauverrückten wie mir, sehr reizvoll ist. Vieles was an der Oberfläche gebaut werden kann, kann im Untergrund nicht genutzt werden. Auch die Platzierung von Böden, Dächern und Wänden ist noch nicht optimal, da man aktuell nur frei stehende Räume bauen kann. Die Wände reichen außerdem leider nicht bis zur Shelter-Decke. Es wäre für viele interessant, wenn sie ein Untergrund-Einkaufszentrum bauen könnten oder eine Produktionsstätte für Pflanzen. Ansonsten ist es recht gut, dass man Objekte auch schwebend platzieren kann.

Der Atomschutzbunker von New Charleston heißt neue Gäste willkommen.

MeinMMO: Danke für das Interview! Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar persönliche Worte und Grüße ausrichten lassen.

Ghulasch: Gruße gehen an die Vault-Tec-Germany-Gruppe, KayGo, Pierre und die anderen aus meiner aktuellen Zockergemeinschaft sowie meinen Zockerkumpel PittbullAmeise, den ich durch den Wechsel zur Xbox leider auf der PS4 zurücklassen musste. Natürlich auch Grüße an meine Familie und all die anderen, denen die aktuelle Situation zu schaffen macht.

New Charleston ist immer eine Reise wert

Ghulasch beherrscht das Bauen in Fallout 76, aber mit New Charleston hat er sich dabei selbst übertroffen. Bereits im Februar 2019 haben wir über das „Whale Penetration Museum“ berichtet, sein erstes Projekt, für das er sogar Eintritt verlangte. Damals spielte er Fallout 76 noch auf der PS4. Im Interview verriet er uns, dass seine PlayStation 4 Pro mittlerweile laut wie eine Flugzeugturbine sei. Da die Ladezeiten auf der Xbox wesentlich kürzer seien, entschloss er sich zum Wechsel.

Wenn ihr Fallout 76 auf der Xbox spielt und New Charleston einmal selbst sehen wollt, findet ihr den Bauherren und Bürgermeister unter dem Gamertag „Ghulasch“. 

Wer noch mehr Inspirationen sucht, sollte beim größten deutschen Fallout 76 Streamer vorbeischauen. Dieser zeigt euch, wie schick andere Spieler wohnen.

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Jerry

OT: Ich bin heute dem Weihnachtsmann und seiner Frau in FO76 begegnet 😁 haben mir beide ein nettes Geschenk hinterlassen. Im Nordwesten bei den Groves-Familienhütten.

Spoiler
sind eigentlich Verbrannte im Mr. & Mrs Santa Kostüm, manchmal ist auch einer im blauen Anzug mit Schneeflocken drauf dabei. Sind aber scheinbar immer Legendäre Gegner mit 1 oder 2 Sternen, droppen also immer legendäre Ausrüstung und dazu meist „kleines Geschenk“, manchmal auch „großes Geschenk. Habs jetzt ein paar mal mit Server-Hopping probiert, waren immer wieder da, also guter Farm-Spot

verstrahlte_isabell

Ghulasch’s Camp sieht richtig gut aus. Ich hoffe, dass das Camp-Budget nochmal erhöht wird. Je größer das Camp, desto besser 😂👍

Wrubbel

Bei den Schrottservern? Ich wünsche es mir auch aber gefühlt geht da so gut wie nixs mehr bei Beth.

verstrahlte_isabell

Ich habe F76 zuletzt im November gespielt und da waren die Server stabil. Nur beim Release habe ich richtige Serverprobleme erlebt.

Wrubbel

Du glückliche. Wenn du mal ein Camp gebaut hast, bei dem du mehr als 100% Baubudget (*hust Zirkusanhänger, bevor er gepatcht wurde) hattest, dann hast du gemerkt wie instabil das ganze wurde.

Wrubbel

Wer hätte gerne nicht mehr Baubudget😅 Es gab/gibt immer mal wieder Exploits, bei dem das Baubudget theoretisch ins unendliche gesteigert werden konnte. Wer eine Steigerung über 100% gemacht hat, merkte dann deutliche Performanceeinbrüche. Plattform unabhängig.

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