Werbung nervt, egal ob ihr sie nun am Handy, Fernseher oder PC anschaut. Doch bei letzterem ist sie für unseren Tech-Autor Jan Hartmayer besonders schlimm. Er kann zum Beispiel Windows 11 nicht mehr ohne vorherige Anpassungen nutzen.
Seit ich klein bin, nutze ich Computer tagtäglich. Ich bin mit mehreren Versionen von Windows aufgewachsen und würde liebend gern wieder zu meinem Favoriten aus dem Jahre 2001 wechseln: Windows XP. Doch das ist heutzutage kaum mehr möglich und ich muss mich mit der neuesten Variante von Windows 11 auseinandersetzen.
Mein Problem ist aber Folgendes: Bei einer Neuinstallation von Microsofts Betriebssystem wird man mit haufenweise Werbung bombardiert. Ein Beispiel: Schon bevor man den Desktop erreicht, soll man ein Abo für den Xbox Game Pass abschließen. Außerdem sind nach einer Installation von W11 unnötige Programme wie Cortana und Solitär vorinstalliert, die ich gar nicht nutze.
Deswegen verbringe ich bei jeder Installation Zeit damit, das Betriebssystem einem regelrechten Exorzismus zu unterziehen, damit ich anschließend meine Hardware besser nutzen kann.
Manuell oder einfach per Software
Früher habe ich stundenlang per Hand einzelne Programme deinstalliert und etliche Einstellungen in Windows 11 verändert, bis ich mein Betriebssystem von unnötigem Softwareballast (auch Bloatware genannt) befreit habe.
Tipp Nummer 1: Es gibt verschiedene Software aus der Community, wie zum Beispiel Winhance oder Chris Titus Tech’s Windows Utility, die den Vorgang des Debloatens extrem vereinfachen. Ihr ladet nur ein simples Programm herunter und könnt dort per Mausklick anklicken, welche Windows-Funktionen und vorinstallierten Programme ihr deaktivieren/deinstallieren wollt. Anschließend führt das Programm alle ausgewählten Vorgänge hintereinander durch.
Wichtig: Da es sich hierbei um Drittanbieter-/Community-Software handelt, übernimmt Microsoft keine Verantwortung, wenn etwas auf eurem PC nicht mehr funktioniert. Verändert also nur Einstellungen, bei denen ihr wisst, was sie tun!
Tipp Nummer 2: Linux als Betriebssystem wäre zwar eine Alternative, doch leider fehlt mir hier jahrelange Erfahrung. Dazu kommt: Durch meinen Job teste ich Preview-Versionen von Spielen und Software, die oftmals unter Linux (noch) nicht funktionieren. Jedoch kann ich Gamern nur empfehlen, einen Blick auf das alternative Betriebssystem zu werfen.

Community Installationen haben oft Nachteile
Tipp Nummer 3: Als letzte Option gibt es noch vorgefertigte Windows-11-Versionen wie zum Beispiel Tiny 11 oder Ghost Spectre, die von der Community erstellt worden sind. Je nach Variante beinhalten sie meist wenige Updates, beschränken Hintergrundprozesse, haben kaum Werbung und sind in ihrer Größe geschrumpft, um Platz zu sparen.
Aber diese Windows 11-Varianten haben oft dasselbe Problem: Viele von ihnen deaktivieren viele Updates, inklusive Sicherheitsupdates, die jedoch notwendig sind, um euren PC vor Malware und Viren effektiv zu schützen. Deswegen rate ich stark davon ab, einfach blind ein angepasstes Betriebssystem aus dem Internet zu installieren. Außerdem wisst ihr nie, ob neuere Software und Spiele wie zum Beispiel Cyberpunk 2077 mit angepassten Community-Varianten kompatibel sind.
Dennoch empfehle ich allen Windows-Nutzern, ihr Betriebssystem einfach selbst unter die Lupe zu nehmen und nur die Programme/Einstellungen zu aktivieren, die ihr auch benötigt. Alles andere ist unnötiger Ballast, der eure Performance beeinträchtigen kann. Neben mir sind auch viele Gamer von Microsofts neuestem Betriebssystem genervt: Microsoft will das Vertrauen für Windows zurückgewinnen, viele Spieler fordern wichtige Veränderungen
Welches Betriebssystem benutzt ihr zum Zocken? Seid ihr mit Windows zufrieden oder würdet ihr auch liebend gern wechseln? Schreibt uns doch eure Meinung in die Kommentare.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.