Einem der Mitglieder von Sauercrowd ist gelungen, was ihm viele nicht zugetraut haben: er hat trotz einiger Rückschläge Stufe 60 in WoW Hardcore erreicht. Für seinen Erfolg haben sich mehrere Streamer eine Glatze rasiert. Nur eine Woche später stirbt sein Charakter, dabei hätte so gut wie alles ihn retten können.
Wer ist der Streamer?
- Broeki dürften die meisten von euch als LoL-Streamer kennen und insbesondere als Gründer des „deutschen Rentner-Teams“ NNO, das sogar schon Weltmeister Faker besiegt hat.
- Der Streamer war auch eine Zeit lang Mitglied vom „HandOfBlood“-Team Eintracht Spandau. Dort war Broeki zuletzt Botlaner, hörte aber im Juli 2025 wieder auf.
- Beim WoW-Projekt Sauercrowd gehörte Broeki zu den ersten Teilnehmern der Gilde und zu den Neulingen im MMORPG. Dennoch hat er sich nach einigen Toden auf Stufe 60 gekämpft, wenn auch nur kurz. Zur Feier hat sich Broeki eine Glatze rasiert.
Warum die Glatze? Bereits vorm Startschuss haben die Streamer Kutcher und Vlesk eine Tier-List der Sauercrowd-Mitglieder erstellt, um ein „Skill Ranking“ zu beurteilen. Broeki landete dabei zusammen mit anderen auf dem letzten Platz: „Dauerkarte im Startgebiet.“
Gepackt vom Ehrgeiz – HandOfBlood erklärt, dass Broeki kurz „einmal rundum geultet, alle durchbeleidigt“ hat und dann wieder gegangen ist (auf YouTube) – wollte der LoL-Streamer unbedingt Stufe 60 erreichen.
Kutcher, Vlesk und HandOfBlood haben daraufhin gewettet: sollte Broeki es auf Maximalstufe schaffen, rasieren sich die drei anderen Streamer eine Glatze. Am 27. Januar war es dann so weit: Broekie erreicht Stufe 60 und um „mit gutem Beispiel voran zu gehen“, lässt er sich live im Stream die Haare abrasieren (auf Twitch).
Die Wettschulden wurden mittlerweile ebenfalls schon teilweise eingelöst: Vlesk und HandOfBlood tragen Glatze, Kutcher hat lediglich kurze Haare. Was Broeki angeht … sein Erfolg hat nicht allzu lange gehalten.
Broeki stirbt im Endgame-Dungeon, eine einzige Defensive hätte ihn gerettet
Am Sonntag, den 1. Februar, ist der Streamer mit einer Truppe in die untere Schwarzfelsspitze gegangen – die „einfachere“ Version des Dungeons, nicht der, in dem fast eine ganze Gruppe an 60ern ausgelöscht wurde.
Im Kampf gegen eine Ruferin kommt die Gruppe kurz ins Trudeln. Eine Ruferin der Blutäxte wirkt Flammenknall, eine Flächen-Fähigkeit, die Gegner im Umkreis trifft, Schaden zufügt und sie zurückstößt.
Das erste Wirken kickt den Tank in eine Grube und fügt allen Umstehen Schaden zu. Kein Problem, der Gegner ist ohnehin fast besiegt, Broeki als Magier und der Krieger der Gruppe stehen noch da. Nur dass Broeki den zweiten Angriff nicht mehr überlebt.
Flammeknall verursacht 1.250 Feuerschaden. Der Tank, ein Paladin, hat bereits eine Aura der Feuerresistenz am Laufen. Broeki hat 2.440 Lebenspunkte – zwei Zauber töten ihn also um 60 Punkte über Tod (auf Twitch). Das ist vor allem deswegen unglücklich, weil so ziemlich alles Broeki hätte retten können:
- Gegenzauber hätte das Wirken von Flammenknall komplett unterbrochen.
- Manaschild oder Eisbarriere hätten ihm genügend Schild gegeben, um den zweiten Zauber zu überleben.
- Bereits ein teilweises Widerstehen durch die Aura wäre ausreichend, um den tödlichen Schaden abzuwenden.
- Sogar ein schwacher Heiltrank, der schwächste Heiltrank im Spiel, hätte mindestens 70 Lebenspunkte geheilt – genug, um nicht zu sterben.
Auf Reddit sind sich einige Spieler sogar sicher: wäre Broeki einfach nach dem ersten Zauber stehen geblieben, statt wieder näher zu laufen, wäre er außer Reichweite für den nächsten Flammenknall gewesen. So segnete sein Magier das Zeitliche.
Broekis Tod ist nicht der einzige in der letzten Zeit, gehört aber definitiv zu den bittersten – nicht nur wegen der Glatzen-Aktion, sondern vor allem wegen der vielen Arbeit, die im Erreichen von Stufe 60 steckt. Eine Übersicht über die Tode findet ihr hier: Sauercrowd: Alle Tode der letzten Tage und ihre Level in der Übersicht
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