Schon der 2. Boss in einem Survival-Game hat uns fast 1 Stunde gekostet, war intensiver als die meisten MMORPGs

Romestead Benedict gegen Zyklopen wütend titel

Survival-Spiele sind dazu gedacht, die Spieler herauszufordern – meistens zumindest. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus musste nun aber (erneut) lernen, dass selbst Erfahrung einen nicht vor heftigen Niederlagen schützen kann. Romestead und sein fieser Zyklopen-Boss haben ihm einige Schellen verpasst.

Ich leide in Spielen ja gerne mal, weswegen Survival-Games und Soulslikes mich immer wieder in ihren Bann ziehen können. Es hat einfach was, nicht an die Hand genommen, sondern so richtig verdroschen zu werden.

Wo ich das nicht erwartet habe, ist Romestead. Hier geht es darum, das antike Rom in einer Zombie-Apokalypse wieder aufzubauen, Überlebende zu retten und den Göttern zu helfen. Das alles kommt in einer täuschend niedlichen Pixel-Optik.

Eigentlich habe ich schon etliche Stunden Erfahrung in Romestead und das Spiel (im damaligen Zustand) bereits durchgespielt. Jetzt zocke ich nochmal im Koop und das deutlich länger als vernünftig wäre, aber es macht einfach Spaß.

Zusammen mit Kollegen Benedikt Schlotmann haben wir uns am gestrigen Abend an den zweiten Boss gewagt, nur um komplett aus dem Leben getreten zu werden. Mehrmals. Dabei kannte ich den Bosskampf schon auswendig.

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Romestead: Sandbox-Survival im antiken Rom nach einer Zombie-Apokalypse

Moderne Boss-Mechaniken im Retro-Look sind ja schon unfair

Viele Survival-Spiele legen den Fokus auf Bau und Crafting, Erkundung oder das reine Kampf-System, um die Welt an sich gefährlicher zu machen. Romestead ist da etwas simpler, was mitunter der grafischen Oberfläche zu verdanken ist. 2D-Pixel-Spiele haben nur selten kämpferische Tiefe wie Konkurrenz in Unreal-Engine.

Wo das Survival-Spiel das aber wieder wettmacht, sind die Bosskämpfe, von denen ich bisher alle wirklich überragend fand. Andere Games des Genres nutzen Bosse oft einfach nur als Schwämme mit ein paar mehr Skills, Romestead bringt richtige Mechaniken rein.

Schon der erste Boss, eine mit Blitzen werfende Eule, hebt ständig ab, stampft auf dem Boden herum und wirft … nun, Blitze. Und Federn. Geht aber noch, macht alles nicht so viel Schaden. Unsere Nemesis war jetzt der zweite Boss, ein Zyklop.

Ich wusste schon vorher, dass dieser mit seinem Auge Laser schießen kann und man sich ein wenig fühlt wie ein Gegner in Space Invaders, so wie der rumballert. Ziel ist es, auf Bomben zu warten und ihm diese ins Gesicht zu schmeißen. Hat nur absolut nicht geklappt: Wir sind 5-Mal draufgegangen und mussten erst mal richtig lernen, wie der Bosskampf funktioniert.

Denn zusätzlich zu seinen Fähigkeiten hat der Zyklop als erster Boss des Spiels auch noch verschiedene Phasen. Ihn einmal kaputt kloppen genügt nicht, der Lebensbalken wird einfach wieder voll.

Im aktuellen Koop-Run war ich etwas zu beschäftigt für Screenshots, aber den Zyklopen hatte ich auch schon solo bekämpft:

Einfach draufhauen funktioniert nicht, wir brauchen eine Rollenverteilung

Romestead erlaubt verschiedene Builds und Spielweisen, etwa Nahkampf mit Speer und Schild, Zweihänder, Fernkampf oder Magie. In unserem Spiel bin ich aktuell Zauberer und darauf ausgelegt, viele kleine Gegner zu bekämpfen. Klappt nur hier im Bosskampf nicht.

Im Koop mussten wir nicht nur mehr Gegner bekämpfen als ich damals solo, wir mussten auch mit mehr Schaden zurechtkommen. Deutlich mehr. Nach den ersten drei Toden, von denen einige durch Lags verursacht worden sind (und ja, ich weiß, das ist eine beliebte Ausrede), mussten wir unsere Strategie umstellen.

Statt einfach jeder für sich zu spielen und so die Übersicht zu verlieren, hat sich Benedikt irgendwann vor allem um die kleinen Gegner gekümmert, während ich geheilt oder die Bomben geschmissen habe., Trotzdem dauerte es noch drei weitere Versuche bis zum Sieg.

So nebenbei: Da wir jedes Mal auch ein ganzes Stück laufen mussten, dauerte die ganze Chose fast eine Stunde. Ich spiele aktiv WoW und selbst dort hatte ich bei Bosskämpfen lange nicht so starke Gefühle.

Romestead macht die klassische Upgrade-Spirale fast perfekt

Die Bosse sind im Spiel übrigens nicht einfach nur ein Gimmick für bessere Ausrüstung, sie sind Gatekeeper für die nächsthöheren Tiers an Ausrüstung, fast wie in Valheim. Minerva, die Haupt-Göttin des Spiels, verlangt immer vom Boss des aktuellen Bioms ein Item als Opfer für die nächsten Rezepte.

Mit diesen ist es dann möglich, bessere Ausrüstung herzustellen, um im nächsten Biom nicht sofort auf die Fresse zu kriegen. Das kann nämlich in Romestead schnell ziemlich übel enden, ähnlich wie in Windrose, wo mich der plötzliche Anstieg an Schwierigkeit mehrmals getötet hat.

Umso aufregender ist es dann, die nächstbessere Ausrüstung herstellen zu können. Ich etwa bin nun im Besitz von schicken, neuen Magier-Roben und einer neuen Schriftrolle für noch mehr Wumms im Fernkampf – und etwas mehr Support. Der nächste Boss läuft viel besser, ganz bestimmt!

In welchem Spiel hattet ihr bisher eure intensivsten Kämpfe? Wie geht ihr damit um, wenn ihr nicht weiterkommt – oder einen Kampf erst lernen müsst? Schreibt einen Kommentar!

Romestead ist übrigens nicht das erste Spiel, das mich mit seiner unscheinbaren Optik so extrem getäuscht hat. Einer meiner neueren Geheimtipps ist Witchspire, das aussieht wie ein Hexen-Spiel im Comic-Stil für Kinder. Denkste: Neues Survival-Game erscheint heute auf Steam, sieht total süß aus, aber das täuscht

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