Richter verbietet US-Teenager gewalttätige Games, Mario Kart aber okay

Weil ein Teenager in den USA während eines Streams lauthals mit einem Amoklauf gedroht hatte, bekam er mächtig Ärger. Ein Richter verurteilte ihn zu Hausarrest und verbat ihm das Zocken von gewaltverherrlichenden Games!

Bei Androhungen von Amokläufen verstehen die US-Behörden keinen Spaß. Erst kürzlich fand dort erneut ein verheerender Amoklauf an einer Schule in Parkland, Florida statt, bei dem 17 Personen ums Leben kamen.

Daher muss sich nun ein Teenager, der live mit einem solchen Massaker drohte, wohl der vollen Härte des Gesetzes stellen.

„Ich lauf bald selbst Amok!“

Ein nicht namentlich bekannter 16-jähriger Schüler der Lake Park High School aus den Vororten Chicagos dürfte gerade nichts zu Lachen haben. Der Junge hatte auf Snapchat live ein Video gestreamt, in dem er ein Videospiel zockte. So weit, so harmlos.

Doch dann begann er plötzlich, sich über Amokläufe auszulassen: „Ihr sollt alle mal die Fresse halten wegen den Amokläufen! Sonst mach ich selbst einen!” Diese Aussage hätte er sich lieber verkneifen sollen, denn einer seiner Klassenkameraden, der den Stream gesehen hatte, alarmierte daraufhin besorgt die Behörden.

Es habe nämlich schon zwei falsche Amokdrohungen in der Region gegeben. Daher lagen die Nerven bei vielen Einheimischen blank.

Hausarrest und Zock-Verbot!

Am vergangenen Montag stand dann schon die Polizei vor der Tür des Teenagers und führte ihn ab. Inzwischen wurde der Bub dem Richter vorgeführt, der sogleich zur Tat schritt. Der Jugendliche wurde wegen „Felony Disorderly Conduct” angeklagt.

PUBG Mann Titel Waffe CapeDas kommt der „Erregung öffentlichen Ärgernisses” im deutschen Strafrecht gleich, wird jedoch in den USA für gewöhnlich härter sanktioniert. Laut dem Anwalt des Angeklagten sei der Spruch im Stream aber nicht ernst gemeint gewesen.

Als Maßnahme ist der Teenager ab sofort bis auf weiteres unter Hausarrest zu stellen. Die Eltern haben sein Smartphone einzubehalten und sicherzustellen, dass der Junge keinerlei gewalttätige Games mehr zocke. Die ganze Sache gelte bis zum nächsten Anhörungstermin am 12. März. Sollte der Delinquent tatsächlich gemäß der Anklage verurteilt werden, könnte ihm Jugendarrest drohen.

„Du kannst so viel Mario Kart zocken wie du magst!“

Die richterliche Anweisung gelte nur für gewalttätige Games. Welches Spiel genau der Junge zockte, ist derweil nicht bekannt. Es habe sich aber um ein „post-apokalyptisches Kriegsspiel” gehandelt.

MarioKart-01Der Richter meinte noch als Ergänzung „Du kannst so viel Mario Kart spielen, wie du willst!” Kurios, denn gerade dieses Spiel führt dank seiner seltsamen Vorstellung von Fairness oft zu besonders viel Ärger und Frust.

Wie ist eure Meinung zu der Sache? Wird der Junge zu hart bestraft für einen vermeintlich dummen Spruch? Oder sollte man in solch einem Fall lieber auf Nummer Sicher gehen?


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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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