Raytracing ist unter Gamern umstritten: Die einen schätzen die wunderschöne Grafik, andere kritisieren die hohen Anforderungen.
Raytracing gilt neben Upscaling (DLSS/FSR) als einer der grafischen Neuerungen in den letzten Jahren, betrachtet man Videospiele im Allgemeinen. Begonnen hat das übrigens alles im Jahr 2018. Features wie Pathtracing und Ray Reconstruction bauen auf Raytracing auf.
Denn hier stellte Nvidia nicht nur seine ersten RTX-Karten vor, sondern erklärte obendrein, welche Spiele erstmals Raytracing unterstützen würden. Dazu gehörten damals neben Battlefield V von EA/ auch Spiele wie Control, MechWarrior 5 oder Shadow of the Tomb Raider. Das erste MMORPG mit Raytracing ist übrigens Justice Online gewesen, seit Ende 2025 ist es über Steam spielbar.
Seitdem unterstützen immer mehr Spiele die Raytracing-Technologie, seit etwa 2020 könnt ihr Raytracing auch mit AMD-Karten einsetzen (seit RX 6000).
Dennoch ist Raytracing unter Gamern hochumstritten: Während einige die deutlich verbesserte Grafik loben, kritisieren andere die hohen Hardware-Anforderungen. Und den Preis, für bessere Grafik auf Performance zu verzichten, lehnen viele ab.
Raytracing: Wunderschöne Spielwelt, aber zu einem (zu) hohen Preis
Was macht Raytracing überhaupt? Raytracing ist eine Grafiktechnologie, die das physikalische Verhalten von Licht simuliert. Dabei werden Millionen Lichtstrahlen korrekt berechnet, wie sie von bestimmten Oberflächen reflektiert, gebrochen oder absorbiert werden.
Der Vorteil davon: Raytracing lässt Spiele deutlich glaubwürdiger und immersiver wirken. Spiele wie Cyberpunk 2077, Metro: Exodus oder das neuere Hogwarts: Legacy zeigen euch, wie glaubwürdig eine Welt dank Raytracing aussehen kann.
Was ist der Haken? Das große Problem an Raytracing ist der hohe Leistungsaufwand. Ihr benötigt viel Rechnenleistung und oftmals sinkt beim Einsatz von Raytracing die FPS-Rate beträchtlich. Um die Verluste etwas abzufedern, wird die Technik oftmals mit DLSS oder FSR kombiniert.
Viele sehen daher in Raytracing oft auch mehr ein Marketing-Versprechen und einen geschickten Clou, bessere Hardware zu verkaufen. Nvidia etwa hat lange mit Raytracing als dem Verkaufsargument für seine RTX-Grafikkarten geworben, denn AMDs Karten konnten das lange nicht.
Vor allem in einer Zeit, wo oft schlecht optimierte PC-Spiele auf dem Markt landen, ist Raytracing, was zusätzlich Leistung frisst, in vielen Augen ein weiteres Problem. Der freundliche Hinweis, man solle doch DLSS/FSR für eine bessere Performance aktivieren, stößt dann viele Spieler vor den Kopf.
Es gibt aber auch Nutzer, die erklären, dass Raytracing an sich nicht das Problem sei: Wäre die Technik nicht so rechenintensiv, dann wäre die Akzeptanz unter Spielern gegenüber der Technik deutlich größer (via Reddit.com).
Wer mehr aus seinem Gaming-PC herausholen möchte, der überlegt sich eine neue Grafikkarte zu kaufen. Doch spielt es überhaupt eine Rolle, ob ich am Ende AMD oder Nvidia wähle? MeinMMO stellt euch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen AMD und Nvidia vor und erklärt, was ihr vor dem nächsten Grafikkarten-Kauf beachten solltet: Wie wichtig ist bei einer Grafikkarte, ob ich AMD oder Nvidia kaufe?
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