Ein Patent von Nvidia könnte eins der besten PS5-Features zum PC bringen

Ein Patent von Nvidia verspricht haptisches Feedback beim Zocken am PC. Das erinnert an den DualSense-Controller der PS5.

Der DualSense-Controller gehört zu den besten Features der PlayStation 5 (via Screenrant.com). Das liegt vor allem an dem haptischen Feedback, das den Zockerabend zu einem besonderen Erlebnis macht.

Denn der Controller lässt euch das Spiel förmlich erleben: Lauft ihr über einen Sandstrand oder wollt eure Waffe laden, dann bekommt ihr eine spürbare Rückmeldung vom Controller, sogenanntes haptisches Feedback. Einige PS5-Spiele unterstützen diese Funktionen bereits und weitere Spiele sollen folgen.

Was PS5-Spieler bereits mit dem DualSense-Controller bekommen, könnte es in naher oder ferner Zukunft auch für den PC geben. Zumindest lässt darauf ein Patent schließen. Dieses Patent hatte Nvidia bereits 2019 beim amerikanischen Patentamt gemeldet. Jetzt hatten die Entwickler das Patent am 20. April 2021 ergänzt und erneuert. (via patft.uspto.gov).

Nvidia könnte mit KI haptisches Feedback auch auf den PC bringen

So sieht es aktuell aus: Um das haptische Feedback auf der PS5 zu realisieren, bekommen Entwickler von Sony bestimmte Werkzeuge (Tools) zur Verfügung gestellt, mit denen sie manuell das Feedback für den DualSense in ihren Spielen einbringen können.

Nvidia möchte hier mit einem Patent wohl noch einen Schritt weiter gehen.

Wie könnte Nvidia das lösen? Anstatt bestimmte haptische Effekte wie das Spüren von Sand oder den Rückstoß einer Waffe von Hand zu programmieren, möchte man diese Aufgabe der KI überlassen. So heißt es im Patent:

Die vorliegende Veröffentlichung sieht eine haptische Steuerschnittstelle vor, die auf intelligente Weise haptische Effekte für den Inhalt hervorruft, insbesondere durch Verwendung von maschinellem Lernen, um bestimmte Merkmale im Inhalt zu erkennen und dann bestimmte haptische Effekte für diese Merkmale hervorzurufen.

Nvidias Patent, via patft.uspto.gov.

Die künstliche Intelligenz soll dann spürbare (haptische) Effekte erzeugen, die wir Spieler dann wiederum beim Zocken erleben können. Langfristig soll die KI dann bestimmte Merkmale direkt erkennen und in haptisches Feedback umsetzen können.

Was ist mit der Umsetzung? Nvidia hatte bisher gute Erfahrungen mit KI-gesteuerte Technologie gemacht. Bei Nvidias Grafikkarten kommt unter anderem DLSS (Deep learning super sampling) zum Einsatz.

Das ist eine von Nvidia entwickelte Upscaling-Technologie, um Texturen hochzuskalieren und gleichzeitig Leistung zu sparen. Vor allem Grafikkarten wie die GeForce RTX 3060 profitieren enorm von DLSS: In Auflösungen jenseits von Full-HD wie WQHD lässt sich mit aktiviertem DLSS die Leistung um 30 bis 40 % steigern.

Nvidias Erfahrungen und durchaus positive Ergebnisse sprechen dafür, dass eine Umsetzung durchaus funktionieren kann, wenn der Hersteller Ressourcen in die Technik investiert. Auf der anderen Seite könnte Nvidia aber auch dran interessiert sein, diese Technik nur exklusiv GeForce-Spielern an die Hand zu geben. Dann würden Gamer, die auf AMD oder Intel setzen, leer ausgehen.

Andererseits geht aus dem Patent erst einmal nicht hervor, ob Nvidia selbst Geräte entwickeln will oder die Daten an bereits vorhandende Geräte weiter geben möchte. So könnten zum Beispiel Peripheriehersteller für Mäuse, Tastaturen oder Headsets von einer solchen Technik profitieren, da sie bereits Know-How für die Geräte kennen und Nvidias Technik nur integrieren müssten.

Haptisches Feedback spielt fürs Gaming bereits eine wichtige Rolle

Wo gibt es bereits haptisches Feedback? Viele Gaming-Controller wie der DualShock oder der Xbox-Controller setzen bereits auf Schüttel-Effekte (Rumble). Beim Unboxing der PS5 lobten die Tester vor allem den DualSense und seine deutliche Weiterentwicklung. Die Rumble-Effekte sind viel besser abgestuft und auch die Trigger-Tasten werden gelobt.

Doch nicht nur Controller nutzen solche Features. Eine besondere Technik entwickelte unter anderem Razer mit HyperSense für seine Kopfhörer. Das ist eine Technik, die ebenfalls auf haptisches Feedback setzt und zum Beispiel im Razer Nari Ultimate zum Einsatz kommt. Hier werden dann Explosionen in Bewegungen umgewandelt, die wir dann durch das Headset spüren können.

Auch in Razers neuem innovativem Gaming-Stuhl soll HyperSense zum Einsatz kommen. Zockt ihr zum Beispiel CoD Warzone und rechts von euch explodiert eine Bombe, dann soll der Stuhl auch rechts von euch vibrieren und ein entsprechendes Gefühl erzeugen.

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Sollte Nvidia seine Technologie wirklich umsetzen, dann könnte das langfristig ein großer Schritt für PC-Spieler werden, da nicht jeder Entwickler haptisches Feedback selbstständig programmieren müsste und im besten Fall nur eine Hilfestellung für die künstliche Intelligenz mitgibt.

Sucht ihr eher nach einem “normaleren” Gaming-Headset ohne haptisches Feedback, dann können wir euch einen Blick in unsere Kaufberatung zu den besten Gaming-Headsets empfehlen. Hier stellen wir euch die besten Gaming-Headsets vor, die ihr aktuell bekommen könnt. Auch eine umfangreichere Besprechung des Nari Ultimate findet ihr auf unserer Liste.

Quelle(n): PCGamer.com
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Vallo

Wenn es bei der Ps5 nur häufiger umgesetzt werden würde. Sieht nämlich zur Zeit seeehr mau aus.

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