Overwatch wird die unbeliebteste Meta endlich killen, behauptet ein Ex-Profi

Wie es aussieht, wird die unbeliebte GOATS-Meta in Overwatch bald zu Ende gehen – zuminest im Profi-Bereich. Das stellte ein ehemaliger Spieler nun in Aussicht, der offenbar ein wenig mehr weiß und nun auspackt.

Wie wird GOATS abgeschafft? Angeblich soll mit der kommenden Phase 4 der zweiten Season der Overwatch League ein „2-2-2 role lock“ eingeführt werden. Das bedeutet, dass zwei Heiler, zwei Tanks und zwei DPS-Helden im Team vertreten sein müssen.

Die GOATS-Meta besteht allerdings aus drei Heilern und drei Tanks, die besonders auf lange Kämpfe, Verteidigung und Gruppenkontrolle setzen, weniger auf schnelle Action und Kills. Mit einer 2-2-2 Verteilung würde das nicht mehr funktionieren.

Bisher seien die Änderung aber nur für die OWL geplant, nicht für Ranglisten-Spiele oder sogar Schnellspiele in Overwatch selbst. GOATS auf „natürliche Weise“ mit einem neuen Helden zu entfernen, hat mit Baptiste schon nicht geklappt.

Overwatch Baptiste Medikit Titel

Wer verrät das? Der Ex-Profi, der das verraten hat, ist der koreanische Overwatch-Spieler Baek „Fissure“ Chan-hyung. Fissure fing in Season 1 der Overwatch League bei London Spitfire an, wechselte dann aber zu den LA Gladiators, mit denen er sein altes Team überrollte.

Zu Season 2 wechselte er noch einmal, dieses Mal zu Seoul Dynasty, nur um kurz später die OWL-Karriere ganz an den Nagel zu hängen. Nachdem er nun nicht mehr offiziell spielt, sieht er sich nicht mehr an Verschwiegenheit gebunden.

Der südkoreanische Overwatch-Pro Chan-hyung "Fissure" Baek wurde von seinem ehemaligen Team London Spitfire auf die Bank gesetzt. Die Los Angeles Gladiators warben ihn daraufhin ab – und überrollten Spitfire bei nächster Gelegenheit. Chan-hyung "Fissure" Baek ist ein professioneller Overwatch-Spieler und Tank für die Los Angeles Gladiators. Der vergangene Samstag, der 10. März, dürfte einer der glücklichsten Tage seiner Karriere sein. Er gewann gegen London Spitfire – das Team, in dem er ehemals spielte. London Spitfire ist das stärkste Team der ersten Phase der Overwatch League. Am 11. Februar gewannen sie das Finale des ersten Abschnitts des eSports-Events. Dabei spielten aus ihrem Kader nur 8 Leute aktiv und regelmäßig in den Spielen – Fissure saß meist auf der Bank. Fissure wollte selbst ins Rampenlicht – und wechselte Dass Fissure selten eingesetzt wurde, ist verständlich. Er wäre der Ersatz für Gesture gewesen, der unbestreitbar einer der besten Tank-Spieler der Overwatch League ist. Wäre er ersetzt worden, wären viele Matches wohl nicht zugunsten von London Spitfire ausgegangen. Genauso verständlich ist es aber auch, dass Fissure aus dem Schatten von Gesture hinaustreten will, um selber erfolgreich zu sein. So wechselte er zur zweiten Phase, als die Teams neue Spieler einkaufen und transferieren konnten, zu den eher schwachen Los Angeles Gladiators. Bei diesen war er seitdem in jedem Match unter den sechs Start-Spielern. Er steht also deutlich häufiger buchstäblich im Rampenlicht als noch zuvor. Und das hat auch Vorteile für die Gladiators, die in der zweiten Phase deutlich mehr Erfolge verzeichnen können. London Spitfire wurde vernichtet und Fissure freut's Letzten Samstag durften die Los Angeles Gladiators dann schließlich gegen London Spitfire antreten. Die Spitfires hatten bis zu diesem Zeitpunkt 11 Siege in Folge, die längste Siegessträhne der Overwatch League bisher. Angeführt von Fissure mit aggressiven Strategien haben die Gladiators ihre Gegner jedoch regelrecht zermalmt. Mit einem überragenden 3 zu 1 konnten die Underdogs den Sieg an sich reißen und ließen sogar die Analysten erstaunt zurück. Fissure selbst freut sich über den Sieg und besonders darüber, dass er zeigen konnte, wie gut er wirklich ist. Böses Blut gab es aber nicht. Er gab jedem seiner ehemaligen Teamkollegen nach seinem Sieg eine Umarmung, und diese erwiderten sie mit einem Lachen. Sportgeist, wie man ihn sich öfter wünscht!

In einem seiner Streams verkündete er, dass der „2-2-2 lock“ kommen wird. Ein Reddit-Nutzer hat das aus dem Koreanischen übersetzt.

Darum ist die Meta so unbeliebt

Das macht GOATS so langweilig: GOATS ist eine defensive und recht statische Herangehensweise an Overwatch. Wenn zwei GOATS-Teams aufeinander treffen, stehen sie sich meist starr gegenüber, bis eine der Zaryas ihre Ultimate aufgeladen hat.

Dann kommt es im Endeffekt nur noch darauf an, welche Zarya besser trifft und welches Team mehr aus der Ultimate holen kann. Im schlimmsten Fall stirbt dabei überhaupt niemand und es geht weiter bis zur nächsten Ultimate.

Overwatch Zarya

Natürlich gibt es Variationen und Teams, die die Comp ein wenig anders spielen. Generell passiert bei GOATS aber nicht viel und die meisten Fans finden es langweilig, zuzusehen.

Warum sollte GOATS abgeschafft werden? Eines der größten Probleme ist, dass fast jedes Team GOATS spielt. Dadurch sind die meisten Helden im kompetitiven Spiel gar nicht zu sehen. Es fehlt die Abwechslung.

Dabei gab es große Jubelrufe, als endlich einmal etwas anderes gespielt wurde, nur um noch lauter mit Buh-Rufen übertönt zu werden, als auf GOATS gewechselt wurde. DPS-Helden und tolle Plays sind schlicht beliebter bei den Fans, aber nur selten zu sehen. Einige Helden wie Symmetra sahen sogar erst ein mal überhaupt die Bühne.

Overwatch Symmetra Posing

Kommt GOATS wirklich weg? Eigentlich hat sich Blizzard bereits zuvor gegen den Rollenzwang geäußert. Die Meta wurde sogar mittlerweile von der Overwatch League als Meme mit echten Ziegen verewigt. Auch „Overwatch-Papa“ Jeff Kaplan wehrte sich bereits dagegen.

Allerdings sind der aktuelle Gegenwind und auch Fissures Aussage gute Indikatoren. GOATS nervt viele und ist schwer, ohne Zwang wegzubekommen, denn die Ursachen für GOATS liegen wohl deutlich tiefer:

Mehr zum Thema
Profi-Streamer: „Tracer ist der Grund für alle Probleme von Overwatch“
Autor(in)
Quelle(n): PCGamesN
Deine Meinung?
Level Up (4) Kommentieren (0)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.