Nightingale hat seit längerem Probleme, Spieler auf Steam zu erreichen: Nun fährt das Survival-MMO seine offiziellen Online-Server herunter. Aus und vorbei ist es für das Spiel damit aber nicht.
Was ist das für ein Spiel? Nightingale ist ein Survival-Spiel von Entwickler Inflexion Games und erschien am 20. Februar 2024 für den PC auf Steam und PS5. Dort startete das Spiel zunächst sehr stark, doch mit der Zeit sanken die Spielerzahlen auf Steam drastisch.
- Zum Release hatte Nightingale laut steamdb.info über 47.000 gleichzeitige Spieler auf Steam, nach wenigen Monaten waren es nur noch um die 1.000
- In den letzten 24 Stunden erreichte das Spiel lediglich einen Spieler-Peak von 315 (Stand 15. Juli 2025)
In Nightingale spielt ihr einen Weltenwanderer, der eine Zuflucht für die Menschheit suchen soll. Eure Reise führt euch dabei durch eine magische Fae-Welt – beziehungsweise durch mehrere. Durch Portale reist ihr nämlich in immer wieder neue Gebiete, die ihr alleine oder mit anderen Spielern erkundet.
Mit dem „Realms Rebuilt“-Update hat sich das Spiel seit Release noch einmal deutlich verbessert:
Nightingale nimmt jetzt offizielle Online-Server vom Netz
Das ist nun der nächste Schritt: Das haben die Entwickler in einem Beitrag auf Steam angekündigt. Dort schreiben die Macher: Diese Entscheidung fiele nicht leicht, sei aber gut begründet. Ihre ursprüngliche Vision des Spiel sei nämlich nie so recht aufgegangen.
Seitens der Entwickler heißt es: „Viele Spieler nutzen unsere Hosting-Infrastruktur hauptsächlich für Einzelspieler-Partien, und nur ein kleiner Bruchteil spielt in größeren Gruppen von fünf oder sechs Personen.” Da falle es schwer, die Aufrechterhaltung der Online-Infrastruktur weiter zu rechtfertigen – zumal die dafür aufgewendeten Ressourcen anderweitig in der Entwicklung eingesetzt werden könnten.
Dem Spiel wird damit nicht vollends der Stecker gezogen: Spieler werden über dedizierte Server weiterhin mit Freunden zocken können. Diese Server haben die Entwickler bereits im Juni angekündigt und kamen bei den Spielern sehr gut an. Habt ihr noch Charaktere auf den Online-Servern, könnt ihr diese übrigens ins Offline-Spiel transferieren. Ihr müsst also keine neuen erstellen.
Trotz aller Startschwierigkeiten ist Nightingale mit seinen Ideen eines der innovativsten Survival-Spiele der letzten Jahre, konnte sich nur nicht so recht durchsetzen. Weitere Empfehlungen bekommt ihr in unserer Liste auf MeinMMO. Diese findet ihr hier: Die 30 besten Survival-Games 2025 für PS5, Steam und Xbox
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Immer wenn ich von dem Spiel lese, ärgere ich mich über mein verschwendetes Geld. Der Anfang des Spiels war so dermaßen öde, da man quasi nur von a nach b gelaufen ist und irgendwelche fetch quests für belanglose NPCs erledigen musste. Irgendwann wurdest du in die nächste Welt geschickt und der “Spaß” ging von vorne los. Ich habe das Spiel genau einen Abend gespielt und dann eine Rückerstattung von Steam angefordert. Natürlich wurde diese abgelehnt, da ich bereits 5 Stunden Spielzeit hatte. Schon ärgerlich, dass diese 2 Stunden Regel so in Stein gemeißelt ist. Das Spiel hat einen umfangreichen Charaktereditor und generell spielt man Spiele aus diesem Genre ja gut und gerne mal mehrere hundert Stunden. Nach den Richtlinien von Valve/Steam hätte ich, nachdem ich eine Stunde im Charaktereditor verbracht habe, also nach einer Stunde Gameplay wissen müssen, dass mir das Spiel nicht gefällt und spätestens dann eine Rückerstattung beantragen müssen.
Ein Grundrecht auf Spielerückerstattung gibt’s nicht.
Wenn du dir besonders unsicher bist kannst du auch erst mal dreizehn Stunden auf Twitch schauen, dann drei Sekunden einen schnelles Charakterdesign rauskotzen, und dann noch genüsslich eine Stunde und 57 Minuten das Ding anzocken.
Neue Releases zum Vollpreis kaufen ist grundsätzlich ein ineffizienter Geldeinsatz.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber meine Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die 2 Stunden Regelung. Meiner Meinung nach, macht diese nur bedingt sind. Es gibt zahlreiche kleine Spiele von Indie Entwicklern, die du in unter zwei Stunden durchspielen und anschließend refunden kannst. In Spielen welche einen langsamen Einstieg und vielleicht, wie im Fall von Nightingale, auch noch einen umfangreichen Charaktereditor haben, sind zwei Stunden hingegen gar nichts. Abseits von technischen Problemen sollte die Steam Rückgabe ja hauptsächlich dazu dienen, Spiele zurückzugeben, welche einem nicht gefallen. Das kann man in einem Open-World Sandbox Survival Game nach zwei Stunden vermutlich noch gar nicht beurteilen. Im Idealfall müssten sich die Rückgaberichtlinien an dem Umfang des Spiels orientieren.
Ist die Story überaupt abgeschlossen, bzw. das Spiel aus dem Early Access raus? Das würde die Mehrmeit vermutlich interessieren, wenn es jetzt noch mehr ein Single-Player wird.
Find ich ok. Kein Entwickler sollte Server laufen lassen die sich nicht finanzieren aber das Spiel dann dennoch solo spielbar belassen. Da können sich andre noch ne Scheibe von abschneiden.