So ist New World – für wen, der 7000 Stunden Guild Wars 2 gespielt hat

Amazons New World befindet sich aktuell in der Alpha. Unser Autor Alexander Leitsch ist eigentlich ein Spieler des MMORPGs „Guild Wars 2“. Trotzdem hatte er viel Spaß in New World. Denn auch in New World gibt es Gildenkriege – wenn auch welche der anderen Art.

Mit dieser Erfahrung ging ich an New World ran: Ich bin ein leidenschaftlicher „Guild Wars 2“-Spieler und habe im MMORPG 7000 Stunden verbracht. Obwohl New World und mein Liebling extrem unterschiedlich sind, hab ich die ersten drei Stunden im neuen MMO genossen.

Für mich greift Amazon einen Teil aus Guild Wars 2 auf und macht ihn deutlich besser. Dabei handelt es sich um den Modus Welt gegen Welt.

Das Welt gegen Welt in Guild Wars 2

Was ist das Welt gegen Welt? Im Welt gegen Welt kämpfen „Guild Wars 2“- Server, die „Welten“, gegeneinander. Auf speziellen Karten wird dann um Festungen, Türme und kleinere Lager gerungen. Für die Eroberungen und Verteidigungen können Belagerungswaffen gebaut und eingesetzt werden.

Jede Welt hat eine „eigene Karte“ mit großer Festung und jeweils zwei kleine Außenposten auf den Heimatkarten der anderen Welten. Zudem gibt es eine vierte, neutrale Welt. Auf jeder Karte können etwa 150 Spieler von jeder Welt gleichzeitig spielen.

Was sind die Probleme vom Welt gegen Welt? Der Spielmodus war zum Start des MMORPGs sehr beliebt, hat jedoch in den Jahren seit Heart of Thorns mit vielen Problemen zu kämpfen.

Zu den größten Problemen zählen die Klassen-Balance und die Verteilung der Spieler auf die Server. Aber auch fehlende Neuerungen für den Modus und einige alte Fehlentscheidungen hatten Einfluss auf den Rückgang der Spielerzahlen.

Einige Probleme soll ein neues System zwar ausbessern, doch seit der Ankündigung ist inzwischen fast ein Jahr vergangen.

Rand der Nebel GW2 WvW

New World ist das bessere Welt gegen Welt

Das macht New World besser als Guild Wars 2: Während Guild Wars 2 auf anderen Content wie das PvE, Raids oder instanziertes PvP setzt, fokussiert sich New World komplett auf den Kampf der Gilden.

Wer sich enger mit New World beschäftigen möchte, wird sich zwangsläufig in einer Gilde einfinden, um in der Welt überleben zu können. Gilden kontrollieren und erobern Festungen auf der Karte und dienen dazu, gemeinsam die Welt zu erkunden.

Festungen sind jedoch das Endgame in New World und alleine wird man nur schwierig, eine Festung ausbauen, geschweige denn von anderen Gilden erobern können. Und verteidigen kann man die Festung alleine auch nicht.

In Guild Wars 2 wurde oft darüber diskutiert, dass sich Spieler zu selten in Gilden engagieren. Viele laufen einfach planlos über die Karte oder anderen Spielern ohne Kommunikation hinterher. Dies wird bei New World nur sehr schwer möglich sein.

In New World setzt man außerdem auf die Kreativität der Spieler. Festungen sind nicht einfach da, sondern können selbst gebaut und gestaltet werden.

Auch das Erobern wird sich dadurch verändern, da Festungen nicht immer exakt gleich aufgebaut sind. Während es an manchen Stellen vielleicht schon stärkere Mauern gibt, sind andere nur mit einem einfachen Holzwall geschützt.

Die Festungen vorher auszukundschaften und vielleicht erstmal schwächere Außenposten anzugreifen, kann sich also auszahlen.

New World: Die wichtigsten Erkenntnisse nach 3 Stunden Alpha

Balance und Gildengrößen

So unterscheiden sich die Dimensionen: Während in Guild Wars 2 die Gilden aus 500 Spielern bestehen können, aber nur 150 auf einer Karte antreten dürfen, hat Amazon bei New World ganz andere Maßstäbe vorgegeben.

Eine Gilde in New World kann aus maximal 50 Leuten bestehen. Diese können gleich mehrere Festungen kontrollieren und müssen diese mitunter auch gleichzeitig ausbauen und verteidigen.

Hinzu kommen die riesigen Spielerzahlen, die generell Zugriff auf die Welt haben. So sollen auf einer Welt tausende Spieler gleichzeitig spielen können. Möglich macht dies die Server-Technologie von Amazon.

Es gibt also einen klaren Kontrast:

  • Bei New World ist die Welt riesig, aber die Gilde eher klein
  • Bei Guild Wars 2 ist die Gilde groß und die Kampf-Arena eher klein
Deshalb ist New World durch Amazon in einer einzigartigen Position

So umgeht New World das Balance-Problem: New World verzichtet auf Klassen. Um eure Spielweise zu definieren, müsst ihr euch einfach nur die richtige Ausrüstung und die richtigen Waffen anlegen.

Wer in den Fernkampf möchte, zieht sich einen Bogen und Ausrüstung mit viel Schaden an. Im Nahkampf hingegen ist es klug bei der Ausrüstung auch auf Defensive zu achten.

So umgeht Amazon das Problem, dass die Klassen aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Balance-Aufgaben liegen also lediglich bei der Ausrüstung und bei den zwei besonderen Fertigkeiten, die man auf jeder Waffe neben dem Auto-Angriff und dem Blocken hat.

Wermutstropfen: Es ist nur ein kleiner Teil von Guild Wars 2

Darum ist New World für mich trotzdem kein Ersatz: Ich selbst spiele seit vielen Jahren vor allem Guild Wars 2. Und das spiele ich aufgrund der guten Mischung zwischen PvE, PvP und Story-Inhalten. New World hingegen fokussiert sich nur auf den Kampf um die Festungen.

Wer sich also vor allem dafür interessiert und keine Quests oder großartige spielbare Geschichte benötigt, der wird sich bestimmt in New World wohlfühlen.

So werden Eure ersten Schritte in Amazons MMO New World aussehen
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Caldrus82

Ich bin kein Freund von Actionkampfsystemen, deshalb konnte mich leider auch GW2 nie besonders lange begeistern, ist mir zuviel Buttonmashing insgesamt. Ich mag das gute, alte Tabtargetting mit taktischem Vorgehen. Deshalb werde ich brav auf Camelot Unchained warten^^ auch wenns noch 2 Jahre dauern sollte.

N0ma

Ein klassiches Missverständnis im Teaser,
mit „Guild“ Wars 2 sind keine Spielergilden gemeint, sondern historische Auseinandersetzungen in der Geschichte Tyrias.

l A.I-M l

Da noch in der Entwicklung bitte nicht zu viel Gewicht beimessen! :

Da ich keiner NDA unterliege kann ich sagen:
Bis jetzt leider nur „Rust“ mit essen und trinken in hübsch und größer. Das Kampfsystem ist bis jetzt träge und bietet eine Mobilität wie „Sea of Thieves“. AI der Gegner = renn hin und attackiere, pathfinding lässt Gegner auch mal in Ecken festhängen.
Zumindest ist das mein Fazit aus den leaks.

Das Spiel braucht noch viel Entwicklungszeit , eine erweiterte Zielgebung und soziale Aspekte.

schupfnudell

Solche Spiele haben tolle Konzepte und ich glaube auch das viele Spieler derartige Systeme haben wollen. Aber wird es dann laufen wie in ATLAS? Nämlich dass man online kommt und evlt. 2-3 Tage nach Release anfängt zu spielen und die komplette Spielwelt bereits besiedelt ist? Wird es so sein dass man nirgends einen Platz hat an dem man sich niederlassen kann und seine „Stadt“ oder „Gemeinschaft“ aufbauen kann? Ich denke so wird es wieder werden. So war es bis jetzt bei allen Spielen die irgendeine Art von Housing in offenen Spielwelten angeboten hat. Nach einigen Stunden ist die Spielwelt komplett bevölkert. Schaut euch Atlas an, New World wird vermutlich genau sowas nur ohne Schiffe. Na wenigstens hat Amazon mehr Serverpower anzubieten als Wildcard….

hcp

naja im Grunde kann ich aus diesem Artikel nichts rausgewinnen. 7000 Stunden klingt ja ganz nett, aber was sagt das aus, wenn man 1. überhaupt kein WvW spielt , weil man 2. Das WvW garnicht mag. In GN-Podcast wird dem Modus keine Beachtung geschenkt. Mit 7000 Stunden muss man sogar Leute außerhalb zu sich ziehen, um das Thema – WENN es mal angesprochen wird – zu behandeln.

wenn ich ein Auge auf New World werfe, liest es sich BIS JETZT mehr als ein Rohrkrepierer. Auch der hier behandelnde Teil bekommt ein Schulterzucken von mir. Vielleicht irre ich mich. Schön wäre es doch.

Alexander Leitsch

Im Podcast wird dem Modus keine Beachtung geschenkt, weil es halt nicht viel zum Diskutieren gibt. Als es Themen gab, haben wir auch Specials gemacht, darunter einer der erfolgreichsten Podcats überhaupt (199 glaube ich).

Nur worüber sollen wir auch sprechen? Ich hab ne Liste mit Leuten, die gerne an einem Podcast zum WvW teilnehmen würden.

Lustigerweise habe ich die ersten Wochen von GW2 sehr viel WvW gespielt. In der Beta waren wir auch ständig darin unterwegs. Aber ja, ich gebe zu, mein Fokus liegt nicht auf dem Spielmodus. Trotzdem kriege ich vom drumherum genug mit, das kann gar nicht an mir vorbeigehen

Momo

Man kann ja auch nicht erwarten das ein wirklich jeder Inhalt eines Spiels gefällt. Dafür gibt es ja so viel auswahl so das für jeden was dabei ist.

Und mal ehrlich im WvW tut sich halt echt nicht so viel das da städig die neusten Taktiken besprochen werden müssen oder ähnliches.

N0ma

War auch nie der WvW Fan
aber im Teamspeak ist WvW schon recht lustig mit nem guten Ansager

Am Brador

Nehmen wir einmal folgende Punkte als gegeben an:

1.) Die Welt ist riesig
2.) Companies haben maximal 50 Leute
3.) New World hat einen 10-Jahres-Plan (hab ich mal irgendwo gelesen)

Kann es dann wirklich sein, dass wir in New World nur im Rahmen unserer Company Festungen verteidigen und erobern? Und zwischen den Kriegen Ressourcen sammeln und irgendwelche Dinge herstellen?

Soweit ich sehe, steht „Discover“ an erster Stelle als Game-Feature auf der New-World-Webseite. Ich entnehme daraus wenigstens: Es gibt in der Welt etwas (lohnendes) zu entdecken (wenigstens die Welt selbst). Verlasse ich dann meine Company, um mich einer „Entdeckungs-Gemeinschaft“ anzuschließen? Oder hat „meine“ Company dann nur noch 49 Leute zur Festungs-Verteidigung zur Verfügung, wenn ich selbst auf Reisen bin?

Meine Vermutung ist, dass man bisher eher das Early-Game gesehen hat, in dem es darum geht, selbst und mit einer Company auf dem neuen Kontinent anzukommen und sich ein einigermaßen stabiles Plätzchen zu suchen.

Alexander Leitsch

Es kann durchaus sein, dass da noch versteckte und weitere Inhalte kommen. Aber das Spiel soll einen PvP-Fokus haben, also es wird keine grundlegenden Änderungen wie plötzliche Klassen, Raids oder sowas geben.

Am Brador

Ich finde die Idee ohne Klassen, Raids, Story zu spielen durchaus nett. Was nervt bei GW2 am meisten? Das Warten auf das nächste Update!

Bei MMO-Sandbox denke ich halt an EVE als „großes“ Sandbox-Vorbild. Und wenn man sich das Ingame-Material von New World anschaut, dann sieht es eben auch ein wenig wie Survival-ala ARK aus. Und ein gutes MMO-„ARK“ wäre auch super.

Von EVE hätte ich gerne die absolute Freiheit (inklusive „freiem“ Handelsposten). ZB dahingehend, dass es so viele Skills zu lernen gibt, dass ich damit prinzipiell nie fertig bin. Ich entscheide mich zunächst ein Händler zu werden … nach 3 Monaten bin ich ein super Händler. Dann möchte ich doch gerne kämpfen, fange als Kämpfer zwar bei 0 an, bin in 3 Monaten aber ein Kampf-Skill-Meister (ohne meine Händler-Ausbildung zu verlieren).

Bei ARK ist es nun auch so: Zunächst ist mein Bewegungsradius eingeschränkt, ich kämpfe ums Überleben. Nach ein paar Wochen ist meine Basis ausgebaut (und hinreichend gegen Angriffe gesichert) und meine Spielfigur bereit sich auf Expeditionen zu begeben. Als Belohnung finde ich auf meiner Expedition seltene Rohstoffe, die ich zur Verbesserung meiner Basis benötige. Wenn man das Prinzip von ARK jetzt auf EVE-Größe denkt, würde das wirklich einem 10-Jahres-Plan entsprechen :o)

Ich hoffe sehr, dass auch New World schon etwas hinsichtlich der Langzeitmotivation geplant und in der Hinterhand hat … APEX hat ja schön gezeigt, wie sinnvoll es sein kann, vorher nicht zu viel zu verraten. Auch wenn „gar nichts verraten“ bei New World wohl nicht mehr funktioniert.

Saigun

Hmm ich bin zu 99% WvW Spieler in GW2 mit 4500 Stunden Spielzeit. Das nicht vorhandene Klassensystem und dieses extrem Gildenabhängige WvW (oder wie man es nennen will), sagt mir allerdings so garnicht zu.

Vor allen mal eine frage zu den Klassen. Können die eigentlich irgendwas interessantes? Mit interessant meine ich sowas wie die ganzen Kits vom Ingenieur, mit allen nur erdenklichen Fähigkeiten die man sich ausdenken kann. Die Einstimmungen von Elementarmagiern, die mit einen Button dein ganzes Skillbuild ändern. Supportfunktionen, die sich super aufeinander abstimmen lassen und auf die im Prinzip alle Zergs in GW2 aufbauen. Irgendwas in der Art? In den bisherigen berichten klang das zumindest für mich alles sehr uninteressant.

Ganz allgemein gesprochen, New World klingt irgendwie nach Ashes of Creation, nur von allen weniger.

Alexander Leitsch

Die Waffen haben jeweils zwei zusätzliche Fertigkeiten. Beim Speer waren es das Werfen und ein Rundumschlag. Die Waffe kann also Angreifen (Linke Maustaste), Blocken (rechte Maustaste) und zwei Fertigkeiten (Standmäßig Q und E).

Es gibt halt keine Klassen. Es gibt dann noch Fertigkeiten wie das Schmieden von Ausrüstung, Herstellen von Tränken etc. Als Alchemist wird man wohl noch ein bisschen Einfluss auf den Kampf haben.

terratex 90

wvw ist der einzige part in gw2 auf den ich komplett verzichte. dann ist das spiel wohl nichts für mich.

Nirraven

Für mich ist WvW auch nix, obwohl ich die Bündniskriege des Vorgängers sehr mochte. Vielleicht is es ja doch was, ich würde mir hier nicht uu sehr die Scheuklappen von GW2 aufsetzen.

Malfrador

Als jemand der nur WvW in GW2 spielt, klingt das durchaus ganz interessant. Einzig das Problem das man nicht wirklich „Gewinnen“ kann, ist auch da nicht wirklich behoben. Für GvGs ist es aber sicher (je nach Kampfsystem) sehr interessant.

Erzkanzler

Also Zergs aus Allianzgilden als Fokusspielinhalt… och ne danke 🙂 Ich find WvW in GW2 schon ermüdend.

Zwei Gruppen die sich in immer gleichem Ablauf verhauen des Verhauens wegen 😛 Von dem, meist Spieleranzahl bestimmten, Ausgang solcher Begegnungen mal ganz abgesehen.

Aber ich muss ja auch nicht alles mögen 🙂

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