Eine neue SSD macht eure PS5 bei manchen Spielen noch schneller – Aber lohnt sich das?

Bald kann man endlich den schnellen, jedoch knappen internen Speicherplatz der PlayStation 5 mit M.2 NVMe SSDs erweitern. Doch kann eine Speichererweiterung überhaupt mit der internen SSD der PS5 im Hinblick auf Geschwindigkeit mithalten? Und für wen lohnt es sich?

Darauf warten zahlreiche PS5-Besitzer: Viele PS5-Spieler warten aktuell gespannt auf den Release der PS5-Firmware 2.0. Diese Firmware befindet sich zwar aktuell noch in der Beta-Phase, doch wird mit ihrer Einführung ein sehnlichst erwartetes Feature kommen: die Erweiterung des schnellen Speichers mit PCIe 4.0 M.2 NVMe SSDs. Und die Erweiterung der SSD gehört schon seit Release von Sonys neuster Konsole zu den größten Wünschen zahlreicher Nutzer.

Denn ja, Sonys intern verbaute SSD ist wirklich schnell, doch dieser schnelle Speicherplatz ist relativ knapp. Spielern stehen effektiv lediglich 667 GB freier Speicher für Spiele, Apps oder Medien zur Verfügung. Und die sind schneller voll, als man schauen kann. Zudem lassen sich PS5-Spiele nur von der internen SSD oder gleichwertigen Alternativen abspielen, was aktuell außerhalb der Beta immer noch nicht möglich ist. Deshalb fiebern zahlreiche User dem finalen Release der neuen System-Software entgegen.

Diese Frage stellen sich viele PS5-Nutzer: Doch wie sieht es eigentlich aus? Können nachträglich verbaute SSDs mit der Geschwindigkeit des internen Speichers mithalten? Schließlich hat Sony seine Custom-SSD der PS5 stets als ultraschnell angepriesen.

Nun, einige Beta-Tester konnten bereits eine passende SSD in ihre PS5 verbauen und haben erste Erfahrungen gesammelt sowie Tests durchgeführt, darunter auch die Experten von Digital Foundry. Und die Ergebnisse stimmen optimistisch.

Neue SSD lädt Spiele sogar teils schneller als die interne

Digital Foundry hat traditionell umfangreiche Tests durchgeführt. Dabei wurden unter anderem verschiedene Spiele sowie Apps auf der neu verbauten SSD im Hinblick auf Ladezeiten getestet und mit der fest verbauten SSD der PS5 verglichen.

Hier das 1TB-Modell der verwendeten Samsung 980 Pro SSD

Diese SSD wurde getestet: Verbaut wurde die 500GB-Version der Samsung 980 Pro SSD – einmal “nackt” und einmal mit Heatsink (passive Kühlung, von Sony empfohlen aber kein Muss). Die Samsung 980 Pro SSD ist eine der wenigen SSDs, von denen aktuell bekannt ist, dass sie für die PS5 als gleichwertige Alternative zum intern verbauten Speicher geeignet sind (neben beispielsweise der Western Digital SN850 oder der Seagate FireCuda 530).

Denn nicht jede beliebige SSD kann mit der PS5 verwendet werden – hier die Voraussetzungen.

Das Ergebnis: Kurzum: die Ladezeiten der Samsung 980 Pro sind bei beiden verwendeten Versionen (mit und ohne Heatsink) fast identisch.

Das Interessante dabei: bei einigen Spielen lädt die nachgerüstete SSD sogar schneller, als die interne Custom-Variante von Sony. Die Ladezeiten fallen aber in den meisten Fällen nur wenige Sekunden (oder noch weniger) schneller aus, es sind also keine weltbewegenden Unterschiede wie beispielsweise noch zwischen der SSD der PS5 und der Festplatte der PS4.

Hier könnt ihr einige zusammengefasste Testergebnisse von Digital Foundry sehen (Hier für PS4-Spiele):

Quelle: Digital Foundry via Eurogamer.net

Bei PS5-Spielen sieht das Bild sehr ähnlich aus:

Quelle: Digital Foundry via Eurogamer.net

So wird die neue SSD verbaut: Das ist an sich immer noch relativ einfach, allerdings weit von der komfortablen “Plug&Play”-Lösung entfernt, die Microsoft mit der Speicherkarte bei seiner Xbox Series X bietet. Bei der PS5 sollte das ganze Prozedere nicht länger als 10 Minuten dauern.

Dazu muss man die rechte Seitenplatte der PS5 entfernen, das Fach für die SSD öffnen (mit Kreuz-Schraubendreher), dann die SSD dort entsprechend einsetzen und das Ganze wieder verschließen.

Seht hier den Einbau und den Test ausführlich im Video von Digital Foundry:

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Lohnt sich das Upgrade?

Es kommt an sich darauf an, was ihr mit dem Upgrade bezweckt beziehungsweise euch davon erhofft.

Wenn ihr generell mehr schnelleren Speicherplatz wollt: In diesem Fall lohnt sich das Upgrade definitiv. Wenn ihr jetzt schon Probleme habt, all eure Spiele auf der internen SSD unterzubringen, diese jedoch aufgrund der schnelleren Ladezeiten nicht auf einen externen (und langsameren) USB-Datenträger auslagern wollt, dann werdet ihr kaum um eine weitere SSD herumkommen – gerade, wenn es sich dabei um PS5-Spiele handelt. Für die ist nämlich eine äquivalente SSD-Alternative Pflicht.

Wenn ihr einfach noch schnellere Ladezeiten wollt: Wenn ihr mit dem Speicherumfang der intern verbauten SSD der PS5 an sich zurecht kommt, aber in Richtung noch schnellerer Ladezeiten schielt – dann lohnt sich das Upgrade nicht wirklich – zumindest nicht beim verwendeten Test-Modell. Ja, die 980 Pro SSD von Samsung ist bei mehreren Spielen schneller als die interne Lösung, allerdings so minimal, dass man diese Unterschiede ohne Weiteres vernachlässigen kann. Im Großen und Ganzen liegt sie ungefähr auf ein und demselben Level mit der vom Werk verbauten Lösung. Hier kann man sich das viele Geld also getrost sparen.

Wie sieht es mit euch aus? Fiebert auch ihr schon der neuen Firmware entgegen, um euch endlich eine weitere schnelle SSD in die PS5 einzubauen? Oder ist euch das Ganze ziemlich egal und ihr kommt auch mit dem internen Speicher bestens zurecht? Lasst es uns und andere Leser von MeinMMO doch in den Kommentaren wissen.

Übrigens, falls ihr selbst noch auf der Jagd nach einer PS5 seid, dann stattet doch unserem Live-Ticker einen Besuch ab: PS5 kaufen im August 2021 – Passt ab sofort auf diese Händler auf

Quelle(n): Eurogamer.net, GameRant
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TD

Mir ist die Konsole so schon schnell genug,da muss ich nicht noch an der rumtüfteln um ein paar Sekunden rauszuholen.

P1nhead

Ich fiebre dem release des Updates auch schon mit Freude entgegen. Eine neue HD muss einfach her damit endlich genug Platz ist. Ich kann verstehen das einige sagen: “Der Platz den ich habe reicht”. Für jemanden der allerdings gerne mal mehr Games zocken will, also auch mehr installiert hat, ist die Erweiterung ein “must have”. Und ich gehöre zu denen. Ich kann es nicht erwarten!

McPhil

Ich weiß noch als die SonyPonys mit der SSD angegeben haben und kein halbes Jahr später gab es schon M.2 mit mehr Speed ?

RaZZor89

Und dennoch hat die interne eine sehr ordentliche Leistung und das in einer 400€ bzw 500€ Konsole

McPhil

Absolut. Ich freu mich einfach dass die Konsolen zum Release topaktuell sind und nicht wie die PS4/X1 damals schon veraltete Hardware haben.
Ich hab in meine PS4 schon eine SSD eingebaut weil es einfach notwendig war. Bei der PS5 muss man das jetzt nicht unbedint machen.

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