LoL: Was wurde eigentlich aus den Weltmeistern der ersten Generation?

2021 findet die mittlerweile 11. Weltmeisterschaft in League of Legends statt. Inzwischen dominiert eine neue Generation von Spielern das MOBA, doch was ist aus den alten Hasen geworden? Wo stehen die Weltmeister von früher heute?

2011 fand die erste Weltmeisterschaft in LoL statt. Sie wurde im Juni auf der Dreamhack ausgetragen und es traten vor allem Teams aus Europa und Nordamerika an. Es war die erste und gleichzeitig letzte Weltmeisterschaft, die ein westliches Team bisher gewonnen hat.

2012 und 2013 fanden die Worlds dann in Amerika in Los Angeles statt. Dort dominierten Teams aus Asien. Europa schaffte es lediglich auf die Plätze 3 oder 4.

Doch was ist aus den Spielern von damals geworden? Wo stehen die Weltmeister und Vizeweltmeister von 2011 bis 2013 heute? Genau das schauen wir uns an.

Das waren die Teams von damals:

  • 2011 Weltmeister: Fnatic – mit xPeke, Cyanide, Shushei, LamiaZealot und Mellisan
  • 2011 Vizeweltmeister: against All authority – mit sOAZ, Linak, MoMa, YellOwStaR und kujaa
  • 2012 Weltmeister: Taipei Assassins – mit Stanley, Lilballz, Toyz, bebe und MiSTakE
  • 2012 Vizeweltmeister: Azubu Frost – mit Shy, CloudTemplar, RapidStar, Woong und MadLife
  • 2013 Weltmeister: SK Telecom T1 – mit Impact, Bengi, Faker, Piglet und Poohmandu
  • 2013 Vizeweltmeister: Royal Club Huang Zu – mit GoDlike, Lucky, Wh1t3zZ, Uzi und Tabe

Zwei Profis sind noch immer aktiv

Wer spielt noch professionell? 2013 schaffte es Lee “Faker” Sang-hyeok mit seinem Team SK Telecom T1 den ersten Platz zu belegen. Damals war er 17 Jahre alt.

Heute ist Faker wohl der bekannteste LoL-Spieler weltweit. Bereits dreimal konnte er sich den Weltmeister-Titel sichern. Er gehörte zu der goldenen Generation von südkoreanischen LoL-Spielern, zu denen auch Bengi, CloudTemplar und MadLife zählen, die später noch im Artikel erwähnt werden.

2019 wurde Faker von Riot sogar als weinender Gott inszeniert, der unbedingt noch einen Titel möchte. 2020 jedoch verpasste sein Team T1, dem er seit 2012 treu ist, den Einzug in die Worlds.

Faker ist bekannt für seine starken Plays in der Midlane. Im Laufe der Jahre gab es etliche Montagen, die allesamt sehenswert sind.

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Der zweite noch immer aktive Profi von damals ist Jeong “Impact” Eon-young. Der spielte 2013 ebenfalls für SK Telecom 1 und war dort schon ein Jahr älter als Faker.

Inzwischen ist er in Amerika gelandet und übernimmt dort die Rolle des Toplaners für Evil Geniuses. Im März 2021 wird er 26 Jahre alt und zählt damit zu den ältesten aktiven LoL-Profis überhaupt.

In Amerika sind generell einige Profis gelandet, die in anderen Regionen nicht mehr erfolgreich waren. Es fehlt in der Region an Nachwuchs, was auch einer der Weltmeister von 2019 kritisiert.

Impact startete in Korea und ist inzwischen in Nordamerika aktiv.

Diese Profis sind noch immer mit LoL und dem E-Sport verbunden

xPeke als Teamgründer: Der erste Weltmeister in der Geschichte von League of Legends war das Team Fnatic. Das ist zwar heute noch aktiv, allerdings mit einem komplett anderen Line-up.

Einer der Stars von damals war Enrique “xPeke” Cedeño Martínez, der 2011 noch als Toplaner spielte. Der machte besonders mit seiner lockeren Art von sich reden und stand gerne mal im Mittelpunkt.

Einer der prägendsten Momente seiner Karriere war ein Interview mit Sjokz im Jahr 2014, das auch heute noch in Highlight-Videos gern gezeigt wird:

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Von 2011 bis 2014 war der Teil von Fnatic, ehe er das Team verließ und mit Origen ein komplett neues aufbaute. Er war Gründer und gleichzeitig Midlaner des Teams.

Inzwischen ist er als Profi zurückgetreten, jedoch weiterhin der Besitzer des Teams, das 2019 von Astralis gekauft wurde und in der kommenden Saison auch unter diesem Namen spielen wird.

Profi von T1 trainiert nun das Team: Bae “Bengi” Seong-woong wurde mit dem koreanischen Team SK Telecom 1 gleich dreimal Weltmeister. Bis 2017 blieb er dem Team treu und wechselte danach für ein Jahr zu Vici Gaming.

Ende 2017 kehrte er zu SKT1 zurück und nahm die Rolle des Coaches ein. Inzwischen wurde er dort von Yang „Daeny“ Dae-in ersetzt, den ehemaligen Coach von DAMWON Gaming, der sich selbst als “Gott von LoL” bezeichnet.

Bengi betreut nun das Challenger-Team von T1.

YellOwStaR und sOAZ sind noch in Frankreich aktiv: Zwei bekannte Spieler der ersten Jahre in LoL waren Bora „YellOwStaR“ Kim und Paul “sOAZ” Boyer. Beide Franzosen holten mit against All authority den zweiten Platz im Jahr 2011.

YellOwStaR wechselte später dann zu SK Gaming und zu Fnatic. Bis zum Jahr 2016 nahm er an jeder Weltmeisterschaft teil und erreichte mit Fnatic noch zweimal Platz 3.

Nach seiner aktiven Karriere wurde er zum Head of Esports bei Paris Saint-Germain ernannt. Jedoch verpasste das Team die Qualifikation für die LEC und die Zusammenarbeit endete noch im selben Jahr. Inzwischen arbeitet er für die französische E-Sport-Organisation LDLC OL und ist Coach und gleichzeitig Supporter dort.

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sOAZ hingegen wechselte direkt 2012 zu Fnatic und blieb dort bis 2018. Nach kurzen Stops bei Misfits und Immortals landete er dann Ende 2020 als Coach ebenfalls bei LDLC OL.

CloudTemplar ist nun Caster: Lee “CloudTemplar” Hyun-woo wurde 2012 Vizeweltmeister mit dem koreanischen Team Azubu Frost. Schon 2013 wechselte er auf die andere Seite und arbeitete für die koreanische Liga LCK. 2014 heiratete er zudem.

Inzwischen arbeitet er als offizieller Shoutcaster für Riot Südkorea.

PoohManDu ist bei seiner siebten Trainer-Station: Auch Lee “PoohManDu” Jeong-hyeon gehört zu dem Weltmeister-Team von SK Telecom T1. Anders als Faker und Bengi stieg er jedoch bereits 2014 aus dem Spieler-Geschäft aus.

Er wechselte in die Rolle des Coaches und trainierte bereits SK Telecom T1 bei ihrem Weltmeister-Titel 2016 und arbeitete zwischendurch für die Teams Invictus Gaming, Misfits und Vici.

Seit Dezember 2020 gehört er zum Trainer-Team von DAMWON Gaming, dem Weltmeister von 2020.

PohhManDu Damwon
Inzwischen gehört PoohManDu zum Trainer-Team von DWG Kia.

MiSTakE gründet eigene Streaming-Firma : Chen “MiSTakE” Hui-Chung gehörte zum Weltmeister-Team von Taipai Assassins im Jahr 2012. Heute besitzt er die Streamer-Firma G Entertainment.

Zudem arbeitet er als Shoutcaster für Garena, einer Plattform für LoL in Südostasien. Hier treffen sich vor allem Spieler aus Taiwan, Singapur, Thailand und den Philippinen.

Das wurde aus RapidStar: Jung “RapidStar” Min-sung erreichte mit Azubu Frost 2012 den Vizeweltmeistertitel. Schon 2016 wechselte er auf die Seite der Coaches und trainierte unter anderem SK Telecom T1 und das chinesische Team EDward Gaming.

Inzwischen ist er in Amerika gelandet und ist dort der Assistenz-Coach für das Team Cloud9, zu dem der europäische Profi Perkz in diesem Jahr für eine Ablöse von 5 Millionen Dollar gewechselt ist.

Tabe – vom Profi zum Analysten: Wong “Tabe” Pak Kan wurde 2013 Vizeweltmeister und hörte direkt im Anschluss daran auf. Schon im Februar 2014 bekam er seine erste Trainerstelle bei Stand Point Gaming.

Inzwischen arbeitet er als Analyst für Royal Never Give Up, dem Team, das sich später aus seinem ehemaligen Team Royal Club Huang Zu gebildet hat.

Diese Profis sind heute Streamer

Nach dem Karriereende als Profi haben sich viele der Spieler dazu entschlossen in die Rolle des Streamers zu wechseln. Besonders bei späteren Generationen war dies der Fall. Von den ersten Profis sind noch 3 aktiv:

  • Der Taiwanese Chang “BeBe” Bo-Wei gehörte zu Taipei Assassins, den Weltmeistern von 2012. Inzwischen ist er professioneller Streamer für das J-Team aus Taiwan.
  • Park “Shy” Sang-myeon erreichte mit Azubu Frost 2012 den Vizeweltmeistertitel. 2016 zog er sich aus dem Profi-Geschäft zurück. Seitdem ist er offiziell Streamer für Hanwha Life Esports.
  • Hong “MadLife” Min-gi streamt inzwischen für Hanwha Life Esports und war ebenfalls Teil von Azubu Forst 2012. MadLife ist über die Jahre dafür bekanntgeworden, dass er ein ausgezeichneter Support war und konnte vor allem mit Blitzcrank und Tresh einige legendäre “Hooks” landen, wie dieses Video zeigt:
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Diese Profis haben sich komplett zurückgezogen

In den ersten 3 Jahren gab es keinen Spieler, der es zweimal entweder zum Weltmeister oder zum Vizeweltmeister brachte. Dementsprechend gab es 30 Spieler, die wir uns für diese Liste angesehen haben.

Von diesen 30 haben sich 14 komplett aus dem Geschäft League of Legends zurückgezogen oder es gibt zumindest keine Informationen über ihren Verbleib.

Uzi beendet Karriere mit 22: Eine der jüngsten Geschichten bezieht sich auf Jian “Uzi” Zi-Hao, der noch 2018 als einer der beste AD-Carrys der Welt galt. 2013 holte er bereits Platz 2 mit dem Team Royal Club Huang Zu. Doch 2019 gab er seinen Abschied bekannt.

Als Grund gab er an, dass das Leben als Profi sehr belastend sein soll. Ein Arzt soll im gesagt haben, dass er schon jetzt Arme wie ein 50-Jähriger haben soll. Auch sein Diabetes Typ 2 soll eine Rolle spielen. Seit seinem Rückzug hat er mit LoL erstmal nichts zu tun gehabt.

LoL Uzi Title
Uzi beendete seine LoL-Karriere.

Ebenfalls erst vor recht kurzer Zeit ist der Profi Lau “Toyz” Wai Kin, auch bekannt als “Kurtis”, aus dem Geschäft ausgestiegen. Er war ebenfalls Teil von Royal Club Huang Zu im Jahr 2013 und war bis November 2019 Coach des Teams G-Rex. Was er jetzt tut, ist nicht bekannt.

Die Deutschen studieren lieber nach Karriereende

Manuel “LaMiaZeaLoT” Mildenberger und Peter “Mellisan” Meisrimel gehörten beide zum Weltmeister-Team von Fnatic 2011. Nach ihrem Erfolg haben sie sich jedoch von LoL zurückgezogen und ihre Karriere anderweitig fortgesetzt:

  • LaMiaZeaLoT beendete bereits 2012 seine aktive Karriere, spielte 2013 aber nochmal in einem taiwanesischen Team. Er studierte Deutsch, Mathematik und Englisch auf Lehramt.
  • Mellisan spielte ebenfalls zuletzt 2012 für Fnatic und begann danach ein Mathematik-Studium.

Der dritte deutsche Spieler, der es zu einem Vizeweltmeister in den ersten 3 Jahren brachte, war Maik “MoMa” Wallus. Er spielte für against All authorities. Was aus ihm wurde, ist jedoch nicht bekannt.

In League of Legends startete vor Kurzem die Season 11. In diesem Jahr steht besonders die amerikanische LCS im Fokus, die viele Änderungen vorgenommen hat, um international kompetitiver zu werden:

Europa & Asien sind zu gut in LoL – Darum ändert Amerika sein Turnier-Format

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