Die Reaktion vom Blizzard-Chef zu Hearthstone macht mich richtig wütend

Der CEO von Blizzard hat auf die Hearthstone-Problematik mit Blitzchung reagiert. Cortyn empfindet die Reaktion allerdings als schlechten Witz.

Die letzte Woche war für Blizzard ein ziemliches PR-Desaster. Aus einem eigentlich relativ unspektakulären Bann eines Hearthstone-Spielers wurde eine riesige Boykott-Bewegung, die mehrere Zehntausend Male in den verschiedensten Foren unterstützt wurde.

Nochmal kurz zur Zusammenfassung: Der Hearthstone-Spieler Blitzchung hat während eines Streams eine Gasmaske getragen und sich zu den Protesten in Hongkong bekannt. Blizzard hat den Spieler und die beiden Caster des Interviews daraufhin gesperrt. Blitzchung wurde für 1 Jahr gesperrt und sein Preisgeld einbehalten, die Caster wurden auf Lebenszeit gebannt.

Das sorgte für tagelange Aufschreie in den sozialen Medien, bis es eine Nachricht von J. Allen Brack, dem CEO von Blizzard, gab. Die Strafe wurde für Caster und Spieler auf 6 Monate reduziert, das Preisgeld wird ausgezahlt.

Dazu gibt es noch eine sehr lange Begründung zur „Urteilsfindung“ und immer wieder Blicke auf Blizzards „Core Values“, die Leitwerte des Unternehmens.

Doch die Reaktion des Blizzard-Chefs J. Allen Brack auf die Proteste der Fans ist dürftig und aus meiner Sicht schlicht unglaubwürdig.

Vorweg: Ich verstehe nicht alle Feinheiten des China-Hongkong-Konflikts und will auch gar nicht den Eindruck erwecken, in dieser Situation eine Expertenmeinung beitragen zu können. Das Thema ist politisch hochbrisant und es auf „Hongkong will frei sein und China will Hongkong in den Staat integrieren“ herunterzubrechen wäre eine arge Verknappung der Sache. Darum soll es also auch nur ganz am Rande gehen.

Blizzards Statement ist reine Schadensbegrenzung ohne Wert

Auf den ersten Blick ist das Statement von J. Allen Brack nichts Besonderes. Er äußert sich zu den „Core Values“, also den Leitwerten des Unternehmens und sagt, dass man klar zu diesen stehe. Dann erklärt er in vielen Einzelschritten, warum man geurteilt hat, wie man geurteilt hat und was nun geändert wird.

Meine Lieblingspassage ist die Folgende (übersetzt):

Bei Blizzard verfolgen wir die Vision „die Welt durch epische Unterhaltung zusammenzubringen“. Und wir haben Leitwerte die hier gelten: ‚Denke global‘, ‚Führe verantwortungsvoll‘, und wichtig: ‚Jede Stimme zählt‘, womit wir alle dazu anregen wollen, ihre Sichtweise mitzuteilen. Unsere Handlungen am Wochenende haben dazu geführt, dass Leute hinterfragen, ob wir noch zu diesen Werten stehen. Das tun wir absolut und ich werde das erklären.

Doch genau das tut er dann nicht: Brack erklärt eben nicht, wie Blizzard zu diesen Grundwerten steht.

Etwas überspitzt ausgedrückt sagt er quasi, dass jeder seine Meinung mitteilen soll, aber bitte nur auf anderen Kanälen. Wenn man die Meinung und Sichtweise nur auf Kanälen mitteilen darf, die nicht zum Unternehmen gehören, dann ist das schlicht kein Leitwert des Unternehmens.

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J. Allen Brack – der Chef bei Blizzard.

Im Rest des Statements geht es vor allem darum, dass Blitzchung sein Geld erhalten soll, weil er fair gespielt hat und dass die Strafen gelockert wurden. Außerdem erklärt er die Rollen aller Beteiligten – also Caster und Spieler – sehr detailliert und was ihre Aufgaben in einem Stream sind.

Das komplette Statement im englischen Original könnt ihr hier selbst lesen.

Übrigens: Das Statement ist in keinster Weise ein Schuldeingeständnis oder ein Entschuldigung, was sich viele Spieler gewünscht hätten. Es gibt keine Worte wie „Wir bitten um Verzeihung“, „Es tut uns Leid“ oder „Wir haben einen Fehler gemacht“. Und genau das wird gleich noch wichtig.

Zusammengefasst möchte Blizzard keine Plattform für „umstrittene soziale und politische Ansichten“ sein und werde das auch weiterhin durch die Turnierregeln durchsetzen.

So weit so logisch und eindeutig. Oder?

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Chinesisches Statement sagt genau das Gegenteil

Was so manch einer nicht weiß ist, dass das Statement von J. Allen Brack nicht das einzige ist, was von Blizzard veröffentlicht wurde.

Über den chinesischen Dienst Weibo hat der offizielle Hearthstone-Account von Blizzard ebenfalls eine Stellungnahme abgegeben. Blizzard agiert in China mit dem Partner Netease, was aber dennoch das Sprachrohr von Blizzard ist. In diesem Beitrag heißt es, dass man „sehr wütend“ über das sei, was vorgefallen war. Doch vor allem der letzte Satz ist besonders eindrucksvoll, denn der heißt übersetzt:

Wir werden den Stolz unseres Landes immer respektieren und verteidigen.

Wenn man sich als neutrales, global operierendes Unternehmen positionieren will, dann ist es mehr als fragwürdig, wenn eine der eigenen Aussagen ist, „den Stolz des Landes“ zu verteidigen.

Das ist auch der Community aufgefallen. Der entsprechende Post existiert noch bis heute und wurde nicht gelöscht. Es ist ziemlich einfach zu sagen, dass man politisch neutral ist, wenn man in den entsprechenden Ländern dann Partei ergreift, wo das gewünscht ist, um die Regierung zu besänftigen.

Das ist nicht neutral. Das ist nicht unpolitisch.

Merkwürdigkeiten am Statement selbst

Hinzu kommen ein kleine Details, für die man vielleicht die Alu-Hüte etwas enger schnallen muss. So ist die Veröffentlichung von Bracks Statement auf den 12. Oktober datiert. Allerdings war es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in Amerika noch der 11. Oktober. In einigen anderen Zeitzonen – wie etwa China – war bereits der 12. Oktober angebrochen.

Außerdem sagen viele englische Muttersprachler, dass sich das Statement von Brack komisch liest. Es würde Formulierungen und Wendungen enthalten, die man so eigentlich nicht benutzt, wenn man ein Muttersprachler ist.

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Ist alleine das schrecklich? Nein. Es ist nur logisch, dass man sich bei so einem Vorfall mit den Partnern in China trifft und eine Strategie abspricht und genau abwägt, was man sagt. Doch das verstärkt den Eindruck, dass es sich nicht wirklich um die Worte des Blizzard-Chefs handelt, dessen Meinung man unbedingt hören wollte, sondern um ein sorgsam mit dutzenden Personen formuliertes Papier, das alle Seiten besänftigen und niemanden verärgern soll.

Genau das würde auch erklären, warum das Statement in keinem Punkt von einem Schuldeingeständnis spricht oder davon, dass man einen Fehler gemacht habe. Denn das könnte ja wieder so gewertet werden, dass man „gegen China“ sei.

Generell hatte Blizzard 2019 ein Jahr voller Shitstorms.

Keine Politik in Blizzard-Spielen und deren Streams?

Auch eine andere Haltung finde ich ein bisschen verlogen.

Ja, die Grandmaster haben einen Vertrag unterschrieben, in dem drinsteht, dass Strafen fällig sind, wenn sie Aussagen treffen, die irgendeine Gruppe beleidigen könnten. Diese Klausel ist aber so offen formuliert, dass Blizzard im Grunde jeden Satz so auslegen könnte, wenn sie wollen.

Hier im speziellen Falle mit der Politik wäre es wohl eindeutig gewesen.

Aber diese Abwesenheit von Politik hält Blizzard in den eigenen Veranstaltungen sonst auch nicht ein. Politik ist einfach ein Thema, das so ziemlich jedes Event durchzieht, vor allem bei einem global agierenden Unternehmen. Ein Beispiel? Blizzard und vor allem Overwatch hat den „Pride-Day“ recht stark gefeiert. Da geht es vornehmlich um die Rechte und Gleichbehandlung von LGBTQ+-Personen.

Während ich persönlich die Positionierung und die Unterstützung, auch etwa durch die Lore von Overwatch, absolut begrüßenswert finde, ist das doch ein politisches Statement. Ich glaube, dass man in Russland oder anderen eher konservativ geprägten Ländern damit durchaus eine Bevölkerungsruppe verärgert hat.

Blizzard: „We are not a platform for social or political views.“ Also Blizzard: from r/hearthstone

Dennoch dürfen Caster in den Regenbogen-Farben moderieren und die Overwatch-League hat sogar vor Ort Schweißbänder in den Pride-Farben verteilt.

Und genau deshalb finde ich das Statement von J. Allen Brack so ärgerlich. Politik und politische Statements sind immer Teil der Spiele-Umgebung gewesen, mal mehr und mal weniger deutlich. Warum ist ein Pride-Armband in Ordnung aber der Ruf nach „Free Hongkong“ ist es nicht? Beides ist definitiv politisch.

Die Antwort ist zumindest für mich recht klar: Mit der Unterstützung der Pride-Bewegung ist man ohnehin vorwiegend auf Seiten den Fans. Die überwiegende Zahl der jungen Generation dürfte so etwas unterstützen und gutheißen.

Mei wurde zu einem Symbol des Protestes gemacht – aus Boykott gegen Blizzard.

Mit „Free Hongkong“ hat man allerdings die Sorge, den Zugang zu einem Markt zu verlieren, weil in China der Staat nur einmal den Daumen nach unten wandern lassen muss und Blizzard verliert komplett den Zugang zum ganzen Land.

Wenn J. Allen Brack sich also hinstellt und sagt, dass man keine Plattform für „umstrittene soziale oder politische Ansichten ist“, dann ist das in meinen Augen nur eines: heuchlerisch.

Ich kann absolut nachvollziehen, dass Blizzard den chinesischen Markt nicht verlieren will und deswegen so handeln, wie sie eben handeln. Aber versucht doch nicht den Rest der Welt für dumm zu verkaufen. So blöd sind eure Spieler dann doch nicht.

Oder wie seht ihr das Ganze?

So reagiert Blitzchung, nachdem Blizzard den Hearthstone-Bann lockert
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DanC
DanC
4 Monate zuvor

ähä warum wird dann in dem Gefrassel von dem CEO dann so auf den „Leitwerten“ gepocht? Dann soll er doch auch sagen, dass der chinesische Markt wichtig ist, für das Überleben des Unternehmens auf dem Markt. Das könnte ich auch irgendwie besser nachvollziehen.

Ceallach
Ceallach
4 Monate zuvor

weil politik nicht politik wäre, wenn alle die wahrheit sagen würden…

doc
doc
4 Monate zuvor

Hallo Cortyn,

ich finde den Gedanken leider etwas problematisch Blizzards Streams als Poltikplattform umwandeln zu wollen, und das wird es zwangsweise, wenn es durch den Druck der Öffentlichkeit erkämpft wird.

Im Prinzip wird Blizzard, jetzt durch das löschen der Accounts der „Protester“, dadurch genötigt/gezwungen sich in eine Politische Richtung festigen zu müssen. Obwohl sie eigentlich gar keine Festigung wollen.
Klar, war die Reaktion übertrieben und Blizzard war sehr ungeschickt mit ihrer „Entschuldigung“.
Aber wie ihr selber ja schon geschrieben habt, hat ja Blitzchung schon selber mit einer Reaktion gerechnet.

Im Extremfall müssen wir damit rechnen in jedem Stream auf einmal ein politisches Statement in irgendeine Richtung empfangen zu müssen.
Barlow hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht in dem er meinte: „Wer kontrolliert dann was dort alles zugelassen wird und wie sich dann Blizzard positionieren muss…“
Welche Statements darf denn Blizzard unterbrechen und welche nicht?
Manche Themen sind recht einfach für Unternehmen zu unterscheiden, viele aber auch eben nicht.
Halle war ja so gesehen auch ein politisches Statement auf einer Spieleplattform, nur eben eine extreme und eine unpopuläre, in der wir alle sagen „sowas muss entfernt werden“ (als extremes Gegenbeispiel, aber in meinen Augen passend)

Das hat auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, es ist eben genauso ein Hausrecht, wie wenn ihr Beiträge löscht.

Blizzard wird in eine Verantwortlichkeit gedrängt in die ich eine Spieleschmiede nicht sehe!

Ich bin schon der Meinung, dass das Thema wichtig ist und das man gegen Zwangssysteme, wie in China, etwas tun müsse. Das muss aber nicht in einem Turnierstream passieren.
Besonders wenn man dritte mit einbezieht und diese eventuell in Bedrängnis bringt. (Jetzt hat es eben Blizzard erwischt)

DanC
DanC
4 Monate zuvor

Ich glaub du hast den Beitrag nicht verstanden. Im Grund steht dort, dass Blizzard seine (schwammigen) Werte, sein Hausrecht und seine Standpunkte gerade so definiert wie es ihnen nützlich ist. Wenn es Blizzard einen finanziellen und marketingtechnischen Vorteil verschafft, dann ist das Unternehmen sehr wohl auch selbst politisch aktiv.

Lilith
Lilith
4 Monate zuvor

Geld ist für Unternehmen das wichtigste.
Zur Hölle mit Werten und Moral. Geld, Geld und noch mehr Geld. Darum geht’s im Kapitalismus

Scaver
Scaver
4 Monate zuvor

Wenn man was finden will, dann findet man was.
A) Die Regeln wurden verletzt und aher muss es
B) Strafen geben!
Da erübrigt sich jede Diskussion.

Allerdings gibt es keine Regel, die Blizzard das verbietet (Pride Day). Und den Pride Day sieht auch nicht jeder las politisches Statement. Bei uns gibt es keine Rechte mehr zu erkämpfen, LGBTQ hat bei uns die selben Rechte, wie heterosexulle lebenden Menschen. Und nicht nur in DE, auch in vielen anderen westlichen Staaten.
Für die ist es oft einfach nur noch ein Party (und ich weiß wovon ich da schreibe, denn ich habe da einige im Bekanntenkreis) oder Sympathie/Unterstützung aus der Ferne.

Und Blizzard ist ebenfalls Global da unterwegs. Er spricht die Party wie auch die Politische Seite an (denn man kann sie nicht trennen).

Zum Rest, wie „ehrlich“ man doch ist:
Wie Cortyn selber feststellt: Wenn Blizzard das selbe schreiben würde wie im Westen, dann wäre morgen Blizzard in China weg und zwar für immer. Auch jedes Vermögen und Eigentum dort wäre weg.

Sicher muss man Lügen. Aber warum nimmt man die Aussage in China für bare Münze und sagt, dass Statement im Westen sei gelogen.
Irgendwie ist es doch wahrscheinlicher, dass man im Westen die Wahrheit sagt und in China die Wahrheit so weit verdreht, dass das Regime dort noch zufrieden ist.

Was wäre denn allen hier lieber? Dass Blizzard hier einen Spieler mal kurz unterstützt und dann war es das mit Blizzard, deren Games und Events in China und zwar für immer?
Was haben denn die Fans davon? Wollen sie Games oder Politik? In China muss man sich da nun mal leider entscheiden!

Edit: Unnötig zu sagen, dass ich nicht gegen Honk Kong oder China (als Land, Volk) bin und mir eine gütliche Einigung wünsche. Aber darum geht es ja hier auch nicht.

soru
soru
4 Monate zuvor

Blizzard ist nach China gegangen und hat sich von diesen Abhängig gemacht weil sie es so wollten, obwohl sie schon bereits wussten, dass das Land absolut nicht mit Ihren Werten zu vereinbaren ist.

Das können sie auch gerne machen. Dann aber von Werten zu faseln ist einfach nur respektlos genau diesen Werten gegenüber.

Zudem kann Blizzard gerne sp handeln, dass sie verschiedene Messlatten je nach Land anwenden und sie so verdrehen, dass über all Passt.

Das Macht bloß kommmt unglaubwürde und ohne integrität.

Ja sie haben hier rechtlich sicher alles Korrekt gemacht, aber Moralisch sind sie hier komplett unten durch.

Und bitte nicht wieder mit ja aber die Spieler machen selber nix und so.

Sie mögen dann heuchlerisch sein, aber ihre Aussage ist damit nicht Falsch.

Domenik Heimes
Domenik Heimes
4 Monate zuvor

Ich glaube viele vergessen wie wichtig der Chinesische Markt ist für viele Firmen und auch vor allem für Spiele Firmen.

Viele schreiben: Blizzard interessiert nur noch Geld und mehr Geld und Geld sie wollen mehr Geld.

Und ja ihr habt recht und es ist gut das sie das wollen. Schonmal eine FIrma ohne Geld gesehen? Nein? Richtig denn ohne Geld keine Mitarbeiter, keine Entwicklung und keine Produktion geschweigeden ein Gebäude in dem man Arbeiten kann kurz Kein Geld = Keine Firma!
Und China hat eine riesige masse an Gamern und vor allem an Mobilegamern und über Mobile kommt Geld in die Hütte.

Müssen sie dafür Ihre eigenen Leitsprüche verbiegen bis sie brechen? JA! Wegen der Regierung aber und nicht weil sie es wollen. (Wie gesagt sie wollen Ihr Geld)

Und wir wollen es in wirklichkeit alle auch so. Denn nur so bleibt Blizzard auf dauer am Leben und kann uns Spiele liefern die wir Lieben können.
Lasst Blizzard China doch aussaugen

DanC
DanC
4 Monate zuvor

Du hast auf jedenfall keine moralischen Leitwerte. ^^

Sargschreiner
Sargschreiner
4 Monate zuvor

Ich selbst habe für mich entschieden vorerst kein Geld mehr bei Blizzard auszugeben.
Die aktuellen Ereignisse (NBA. Top Gun, South Park, Blizzard, Apple…) gefallen mir gar nicht.
Dafür bin ich zu sehr gegen Zensur und zu sehr für freie Meinungsäußerung.

Scaver
Scaver
4 Monate zuvor

Unternehmen können keine Zensur ausüben, dass können per Definition nur Staaten.
Und hier haben sich alle beteiligten (per Vertrag) darauf geeinigt, keine politischen Statements abzugeben. Das ist keine Zensur, sondern eine einvernehmliche und freiwillige Abmachung!

Wenn sich nun Partei B nicht daran hält, ist Partei A nun mal berechtigt, gegen den Vertragsbruch vorzugehen!
Es geht nicht darum, was gesagt wurde, sondern nur, dass der Vertrag nicht eingehalten wurde!

Das ist, laut Definition, keine Zensur!

Sargschreiner
Sargschreiner
4 Monate zuvor

Also Zensur wird zwar meist von staatlicher Seite ausgeübt, aber zum Beispiel die Kirche hat früher auch zensiert. Konnte auch nirgendwo eine Definition finden in der steht „ausschließlich vom Staat“ sondern nur „meistens“.
Die Firmen zensieren sich ja im Endeffekt selbst, da sie sonst den Markt in China verlieren könnten (siehe NBA). Aber du kannst es nennen wie du möchtest, man unterdrückt die freie Meinungsäußerung oder ändert die eigenen Ansichten ab, nennen wir es meinetwegen Vorauseilender Gehorsam.

Nach deiner Partei A, Partei B Geschichte würdest du auch eine 10000 € Strafe akzeptieren, wenn du 1 km/h zu schnell fährst oder vergisst ein Busticket zu kaufen.

Das Problem was vermutlich die meisten wie ich mit der ganzen Sache haben ist, dass die Strafe unverhältnismäßig hoch war für einen einzigen Satz.

N0ma
N0ma
4 Monate zuvor

Laut WP: „Zensur (lateinisch censura) ist der Versuch der Kontrolle der Information. Durch restriktive Verfahren – in der Regel durch staatliche Stellen“, somit nicht ausschliesslich.

SWOOTH
SWOOTH
4 Monate zuvor

Diese regel ist für mich keine regel weil es steht nicht das man politische oder sonstige kommentare nicht machen darf!
Die ist so formuliert das Blizzard im nachhinein bestimmen kann was die leute sagen durften und was nicht
wäre das gleiche wenn der gestzgeber statt nem dicken gesetzbuch nur einen satz schreiben würde
„man darf nichts unrechtes tun“
Was dann recht oder unrecht ist kann der gesetzgeber frei im nachhinein entscheiden
deswegen ist es keine richtige regel

Blaze-GER-
Blaze-GER-
4 Monate zuvor

Im Abschnitt „Merkwürdigkeiten am Statement selbst“ steht 12 November und 11 November. Sofern ich nicht 4 Wochen in Koma lag haben wir aber Oktober smile

Cortyn
Cortyn
4 Monate zuvor

Stimmt natürlich, korrigiert.

Zord
Zord
4 Monate zuvor

Ein sehr guter und treffender Kommentar. Grundsätzlich halte ich es für Richtig wenn Spiele Firmen Versuchen unpolitisch zu sein, aber dann müssen sie das auch grundsätzlich durchziehen. Bin mir auch ziemlich sicher das ein HS Spieler der „Make America Great again“ in die Kamera ruft und Trump huldigt maximal einen leichten Klaps bekommen würde.

LXVIII
LXVIII
4 Monate zuvor

Free Hongkong

Dara
Dara
4 Monate zuvor

Eine vertrauenswürdigere Übersetzung des Tweets, für die kein Google Translator verwendet wurde : https://twitter.com/MedinaA

Schade, dass sich kaum einer für Sachlichkeit interessiert, wenn sie nicht reißerisch genug klingt.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Da steht genau dasselbe wie in der anderen Übersetzung -> Die Übersetzung hier im Thread ist halt klarer und weniger verklausuliert – so wie man das „normal sagen würde.“

Fakt ist: Es ist eine komplett andere Botschaft, die Blizzard an China sendet als an den Rest der Welt. Darum geht’s hier.

Ob du jetzt „defending the pride of China“ sagst oder „maintain national dignity“ -> Welchen Unterschied spielt das? smile

Das wirkt auf mich schon echt an den Haaren herbeigezogen. „Dass sich kaum wer für Sachlichkeit interessiert, wenn sie nicht reißerisch genug klingt“ -> Was willst du denn damit sagen? dass die andere Übersetzung „reißerisch“ ist, oder wie?

Ich frag mich da echt … hast du dir die Mühe gemacht, beide Übersetzungen zu vergleichen?

Das einzige was in der Übersetzung zu fehlen scheint, ist der Teil mit „Broadcaster/Streamer entlassen“ – aber das ist ja auch unstrittig.

Dara
Dara
4 Monate zuvor

Die Aggressivität der ersten Übersetzung ist das was reißerisch ist. Es wird nicht von „national dignity“ gesprochen, sondern von „the pride of our country“, wober die Nutzung von „our“ im Kontext eines Nicht-Chinesischen Unternehmens es so klingeln lässt, als würde Blizzard 100% China gehören (was die Community mittlerweile auch tatsächlich glaubt).
Dabei wird völlig ignoriert, dass der Tweet nicht vom Blizzard HQ selbst, sondern vom chinesischen Blizzard-Team verfasst wurde, die sehr wahrscheinlich selbst in China leben und eine Stellung beziehen müssen wenn sie wissen was gut für sie ist. Sie arbeiten schließlich für ein Unternehmen, das zugelassen hat, dass für eine Revolution aufgerufen wird in ihrem eigenen Land – live auf Sendung.
Woher wollt ihr wissen, dass es keine Konsequenzen für ihre chinesischen Mitarbeiter geben wird wenn sie den Tweet löschen und somit eben doch eine Stellung beziehen? Was ist mit ihren chinesischen Spielern? Soll Blizzard sie ignorieren, weil sie in einem nicht-demokratischen Land geboren wurden?
Ich finde es einfach leicht solche Entscheidungen zu verurteilen, wenn man sie nicht treffen muss. Deswegen sollte Politik keinen Platz in Spielen haben.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Die „Aggressivität der Übersetzung“ -> Sehe ich überhaupt nicht.
Das Statement ist aggressiv. Wenn man sagt: „Man wird die nationale Würde unterstützen“ -> Ist das halt ein Ton, der mit den Werten von Blizzard, die sie uns vermitteln, überhaupt nicht zu vereinbaren ist.

In der Welt von Blizzard gibt es ja keine „nationalen Werte“ -> Siehe Overwatch. Das ist ja „Think Globally“ – ausdrücklich ein Wert, der nicht mit „China First“ zu vereinbaren ist.

Das Statement ist das Problem – nicht die Übersetzung.

Und die Logik: Na ja, das macht das Blizzard-Team in China. Die müssen so handeln -> Auch das ist ja eben mit den Werten von Blizzard nicht zu vereinbaren. „Every Voice matters.“

Sicher ist die Situation schwierig. Aber jeder, der in China Geschäfte macht, geht Kompromisse ein. Und diese Kompromisse führen jetzt zu der Situation, dass Brack über die Werte von Blizzard spricht, aber nicht danach handeln kann. Genau das sagt der Artikel.

Dara
Dara
4 Monate zuvor

Die einfache Lösung in dem Fall wäre alle Geschäfte mit China abzubrechen oder gar keine abzuschließen, klar. Das würde alles erleichtern. Nur hat man nun auch chinesische Fans, die ebenfalls Jahre in den Spielen investiert haben und man möchte ihnen nicht den Mittelfinger zeigen, weil die normalen chinesischen Bürger auch einfach nur spielen wollen. Wieso soll Blizzard weniger Wert auf sie legen als auf uns? Wegen ihrer Regierung? Wenn es danach geht, hätte Blizzard in dem Moment in dem Trump gewählt wurde aus den USA auswandern sollen. Würde aber einer live gegen Trump und seine Mauer den Mund aufmachen, würde halb USA ihren Abo kündigen, egal ob die Person gebannt wird oder nicht.

Ich finde Blizzard hat überreagiert und vielleicht hätten sie den Tweet sofort löschen sollen, falls sie es überhaupt rechtzeitig gemerkt haben und falls sie überhaupt einen Zugriff auf den chinesischen Blizzard Twitter haben. Wer weiß, vielleicht haben sich die chinesischen Mitarbeiter auch geweigert ihn zu löschen und man wollte nicht aggressiv gegen sie vorgehen und das erzwingen, weil sie eben ihre Kollegen sind und weil man sich nicht gegen ganz China wenden möchte wegen einer einzigen Person, die sowieso in 6 Monaten wieder spielen darf und die bewusst gegen die Regeln verstoßen hat.

Ich habe aber das Gefühl, dass eine kleinere Straffe den gleichen Shitstorm ausgelöst hätte. Und hätten sie ihn garnicht gebannt, dürften sie nie wieder jemanden wegen politischen Aussagen bannen, egal in welcher Richtung sie gingen, weil man dann sagen würde sie wären nicht neutral und würden Propaganda betreiben, und dazu hätten sie ihre chinesischen Community – die Spieler, nicht der Staat – verärgert. Und so wie ich die westlichen Fans kenne, wäre ihnen das nicht genug und die würden Blizzard beschuldigen den Tweet gelöscht zu haben um alles zu vertuschen. Ich finde man kann also nicht so allgemein von Werten sprechen, wenn es immer eine Seite geben wird, die benachteiligt wird. Deswegen soll man Politik garnicht ins Spiel bringen.

soru
soru
4 Monate zuvor

Blizzard hat 2017 offiziel Trump angesprochen und gesagt, dass er nicht zu Blizzard Werten passt.

Blizzard ist auch nicht in China wegen den Spielern, sondern wegen dem Geld, das ist ein Unterschied.

Es gibt keine Erklärung wie man gleichzeitg westliche Werte vereten will aber in einem Land arbeitet, dass denen komplett entgegensteht.

Zudem hat sich, wie bereits im Artikel erwähnt, Blizzard bereits für LGTB+ ausgesprochen. Auch in ihren Streams.
Bei Trum und LGTB+ haben sie also kein Problem politisch sein.

In China ist das aber ein Problem.

Dara
Dara
4 Monate zuvor

Du meinst so wie jedes Spiel in China weges des Geldes ist? Du meinst so wie Huawei eine der drei am meisten verkaufen Smartphone-Marken ist im Westen, weil sie mit günstigen chinesischen Smartphones angefangen hat? Ich bin sicher die Huawei-Nutzer unterstützen chinesische Ware nicht weil sie viel günstiger ist und man geld sparen möchte, sondern weil sie ein Herz für China haben (Achtung, Sarkasmus). Wie kann man als Europäer gleichzeitig westliche Werte vertreten und Ware kaufen, die diesen Werten komplett entgegensteht und wie unter unwestlichen Bedingungen hergestellt wurde? Ich bin sicher du hast nie etwas aus China gekauft und ihre Wirtschaft dadurch unterstützt. Denn sowas machen natürlich nur Großkonzerne und Spieleentwickler, wir Bürger sind so unschuldig wie Lähmer.

soru
soru
4 Monate zuvor

Oh bitte du begründest echt was falsches mit was falschem?

Was haben die Bürgen den für eine Wahl? Keine. Die Unternehmen selber laufen doch alle nach Asien um dort dann eine Größere Gewinnspanne zu haben?

Die Leute sollen einfach alle Sachen boykottieren weil die Firmen sich entscheiden an den falschen Orten zu Produzieren? Was soll dass denn gehen? Fast alle Sachen werden in irgenwelchen Urechtstaaten produziert. Von der Erz bis hin zu Medizin oder Elektronik.

Zudem den Bürger hier in Verantwortung zu ziehen ist sowie der standard Strohmann.

Wir leben hier im westen in einer representativen Demokrati. Ergo sind diese Leute dafür verantwortlich Geopolitische Entscheidungen zu treffen einfach weil sie viel mehr Macht, Informationen und Mittel haben, als die Masse der Leute. Genau dafür gibt es diese Vertreter überhaupt.

Machen die einen Scheiß job indem sie es zullassen das China immer mehr einfluss gewinnt? Ja.

Zwingen sie die Firmen dazu in unrechtstaaten Geld zu verdienen? Nein.

Umberto Gecko
Umberto Gecko
4 Monate zuvor

Warum fehlt der Teil mit Blitzchung und den Castern in dieser Übersetzung?

Dara
Dara
4 Monate zuvor

Vielleicht stand er auch nicht drin und wurde falsch übersetzt – schließlich stammt die erste Übersetzung von Mark Kern soweit ich weiß.

Cornelia Sibilitz
Cornelia Sibilitz
4 Monate zuvor

(gelöscht.)

Bitte Regeln beachten: https://mein-mmo.de/komment

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Wenn du jeden „Einzelnen von Euch verachtest“ -> Was ist das für eine Grundlage für ein Gespräch?

Bitte die Regeln beachten, die hier gelten: https://mein-mmo.de/komment

Joachim Werner
Joachim Werner
4 Monate zuvor

Edit: Falsch gepostet!

Joachim Werner
Joachim Werner
4 Monate zuvor

Vorneweg: Auch ich bin mit der Schnelligkeit, mit der Art und der Härte der Reaktion von Blizzard nicht „zufrieden“. Aber überrascht bin ich nicht. Auch ist das für mich, noch, kein Grund, pauschal Blizzard für immer den Rücken zu kehren. Auch kann ich jeden verstehen und respektieren, der deswegen nun (vorerst oder dauerhaft) nichts mehr von Blizzard kaufen will. Aber ich kann auch jeden verstehen, der, wie ich, es bisher nicht so sieht. (Und zwar egal, ob man dafür bei anderen Themen/Firmen dann kritisch ist oder nicht)

Wie ich anderswo auch schon schrieb, diese „für immer“ Aussagen sind zwiespältig. Denn so sehr jeder das Recht hat das zu machen, so sehr verspielt man dann eben auch die Möglichkeit (und, meiner Meinung nach, auch ein bisschen das Recht) aktuell und zukünftig Kursänderungen zu verlangen.

„Ich spiele nie wieder was von Blizzard und habe auch alle Accounts gekündigt und per Datenschutz unwiderbringlich löschen lassen!!! Vielleicht lernt Blizzard dann für die Zukunft“ lese ich so, oder so ähnlich, gerade öfter. Mein erster Gedanke ist dann: „Was sollen sie denn lernen? Und wenn sie es lernen, was geschieht dann?“ „vielleicht lernen sie es dann (und ich bin auch wieder bereit ihnen zu vertrauen und zu konsumieren)“ wäre die einzige Form von Druck, die hilft.

Seien wir mal ehrlich, selbst wenn Blizzard, auch das schrieb ich schon irgendwo, jetzt sagen würde: „Okay, wir haben uns hier dem Druck von China zu sehr gebeugt und das Statement war weichgespülte Kacke. Wir stehen zu euch und zu unseren Werten. Wir wollen das diese Werte weltweit gelebt werden und wenn uns das den chinesischen MArkt kostet ist das eben so. Für Freiheit und Diversität, Wohoo!“ Was machen die Leute, die obige Kritiken geschrieben haben denn dann? Werden sie doch wieder kaufen. Doch auch mal öffentlich loben? Oder wird garnichts passieren (und im schlimmsten Fall sogar noch alles als „unehrlich“, „zu wenig“ oder „zu spät“ betitelt werden?)

Meine Befürchtung und Erwartung ist Lösung 2. Und deswegen bin ich der Meinung, das wir als Konsumenten und hier speziell als Gamer, mit schuld an der Entwicklung sind, wie sie ist. Wenn es nurnoch „Kritik“ gibt, und selten „Lob“. Wenn ein „Fehler eingestehen“ nicht gewürdigt wird und wenn es Kritik nur in der Ausprägung „Schlechtestes Spiel EVER!“ oder „100% China-Arschkriecher!!!“ gibt (was an sich ja schon trumpeske Züge hat)…warum wundern wir uns dann, wenn Unternehmen wirklich nurnoch eiskalt Zahlen durchrechnen. Punkt?

Und last but not least: Ich mag Blizzards Produkte. Ich mag das sie (siehe Tracer oder das lesbische Nachtelfen-Geisterpärchen) auch Themen von Inklusion, Gleichbehandlung und dergleichen mit einbauen (und zwar als „ist halt so“ Bestandteil, ganz ohne das auf irgendwelche Storypodeste zu heben) und, für mich, oft extrem tolle Stories erzählen. Aber Blizzard war für mich noch nie (oder zumindest schon lange nicht mehr) „der Paladin, der für uns alle in der Welt kämpft. Gegen Tyrannei und Unterdrückung!!“ Vielleicht „schockt“ es mich deswegen nicht so.

Omega Omegah
Omega Omegah
4 Monate zuvor

Find den Vergleich zwischen dem Pride-Day und der Sache mit Blitzchung schwierig. Als Unternehmen willst du immer so wenig Leute wie möglich verärgern, deswegen ist es Gang und Gebe das sowas von Seiten des Unternehmens auch durchgeplant wird (zb Pride-Day). Das von Blitzschung passierte ohne das Blizzard zuvor davon wusste, und dort haben die dann schlicht und ergreifend ihr Vertragsrecht durchgezogen.
Das mir den Tweets ist allerdings in der Tat schwierig, vor allem dann, wenn der Tweet immer noch da ist und nicht gelöscht wurde.

Joachim Werner
Joachim Werner
4 Monate zuvor

Zumal ich mich seit heute auch frage: Wieso ist es „scheiße“, wenn man in China „dem Staat in den Arsch kriecht“ und sich an dessen, teilweise deutlich restriktiveren, Regeln zu Spielen und Kommunikation dazu hält…gleichzeitig ist es aber „okay“, wenn man in anderen Staaten die dortigen Regeln befolgt und Themen wie Brüste, Drogen, Symbole aus der NS-Zeit etc. pp. aus dem Spiel nimmt. Müsste man dann nicht vielmehr generell für „Möglichst so wie vom Ursprungshersteller und dessen Werte!!!“ eintreten?

Was kein „Deswegen darf man das hier nicht doof finden“ ist, sondern eher ein „Sollte man sich dann anderswo nicht auch wenigstens ein bisschen ärgern um auch dort was zu verändern“

Jewel
Jewel
4 Monate zuvor

Diese Sinophobie ist einfach erschreckend.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Das als „sinophob“ zu bezeichnen, ist so, wie jede Kritik an Trump als „US-feindlich“ zu sehen.

China als ethnische Gesamtheit ist doch nicht die aktuelle Regierung unter Xi Jing Ping.

Du kannst auch eine spezielle Frau total furchtbar finden und bist dadurch kein Frauenfeind – sondern du findest halt eine Person furchtbar.

Mit einem Begriff wie „sinophob“, sagt man eigentlich: Es ist nicht erlaubt jemanden doof zu finden, der zu dieser Rasse gehört, weil dann ist man Rassist. Mit so einer Argumentation entwertet man den Begriff des „Rassismus“ total.

Ich denke, das weißt du auch.

Jewel
Jewel
4 Monate zuvor

Schaut man sich die meisten Kommentare hier auf der Seite oder generel im Internet, dann sind diese meistens eher negativ gegenüber China gestellt. Zum Thema Hong Kong bezweifel ich, dass sich irgend jemand hier sich genauer informiert hat.

Erst vorgestern hat einer dieser „friedlichen Demonstraten“ einem Polizisten mit einem Teppichmesser in den Hals gestochen und wieder Geschäfte zerstört/geplündert die mit Mainland zu tun haben.

https://www.hongkongfp.com/

Es bricht mir das Herz mein zweites Zuhause brennen zu sehen und dann kommt überall im Internet sowas wie free Hong kong.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Was hat das mit „sinophob“ zu tun und dem was ich gesagt habe?

Scaver
Scaver
4 Monate zuvor

Klar sind viele Kommentare gegen China gerichtet. Mit „China“ meint man aber den Staat, der von einer Regierung repräsentiert wird, die nen Scheißdreck auf Menschenrechte gibt!
Gegen China ist gegen den Staat und deren Regierung, NICHT gegen das Volk!

Und das geht aktuell auch mit anderen Ländern so. Russland, Türkei, Nordkorea…

An China als Staat (durch die Regierung) kann man NICHTS positives finden.
An China als Land (das Land selber, Kultur usw.) einiges und auch am Volk. Da muss man nun mal unterscheiden!

Deutschland ist auch mehr als die Summe seiner Regierung (inkl. Opposition).

Joachim Werner
Joachim Werner
4 Monate zuvor

Vielleicht sollten wir dann gegen Demokratie oder Republik als Staatssystem sein. Ich mein, meine Fresse war da viel Gewalt im Spiel, als man sich gegen den Feudalismus und Absolutismus aufgelehnt hat.

Das heißt nicht, das ich Gewalt befürwore oder gutheiße. Aber ein „Wenn EINER der Bewegung gewalttätig ist, dann…“ ist halt auch zu kurz gedacht.

Fun fact: Auch China als Staat hat schonmal gewaltsam und absichtlich jemanden getötet. Und nu?

Jewel
Jewel
4 Monate zuvor

Da meine antwort zu deinem Kommentar gelöscht wurde, gehe ich davon aus das auch hier die Meinung zensiert wird.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Monate zuvor

Dein Kommentar wurde nicht gelöscht – der enthielt einen Link und musste daher manuell freigeschaltet wurde.

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Sargschreiner
Sargschreiner
4 Monate zuvor

Da die Abneigung nur gegen das chinesische Staatssystem und dessen Zensur geht ist die Rassismuskeule hier unangebracht.

TheDivine
TheDivine
4 Monate zuvor

Sehr gut zusammen gefasst und bin absolut der selben Meinung.

Snowblind
Snowblind
4 Monate zuvor

Kann ich nur haargenau so unterschreiben, meine Gedanken gingen alle in ne ähnliche Richtung????

Stephan
Stephan
4 Monate zuvor

Vielleicht sollten sich alle Firmen mal zusammen setzten und sich Maßnahmen gegen China einfallen lassen. Und damit mein ich nicht nur die Spiele Industrie. Es ist gerade zu beängstigend wie Firmen von diesem Markt abhängig sind.

alfredo
alfredo
4 Monate zuvor

so abhängig sind die nicht, geld ist denen nur wichtiger.

Stephan
Stephan
4 Monate zuvor

Geld ist Existenzgrundlage.

DDuck
DDuck
4 Monate zuvor

Grundsätzlich ja, im Falle von Firmen die nach Fernost expandieren wollen hat es jedoch nichts mehr mit einer Lebens- oder Exitenzgrundlage zu tun.

Hinter börsennotierten Unternehmen stehen i.d.R. Investoren & Aktionäre, wo es am Ende des Monats nicht darum geht, dass man seine Familie ernähren oder Mitarbeiter bezahlen kann, sondern wie viel mehr Kohle man da noch rauspressen kann…und der Mobile-Markt in China ist bei fast 1,4 Mrd. Menschen eine Goldgrube.

Schaut man sich das Beispiel Blizzard an, ist auffällig, dass diese Geldgier offensichtlich (zumindest zu einem großen Teil) nicht hausgemacht ist und aus dem Kern von Blizzard kommt sondern aus der Richtung von Activision. Diese drastischen Rationalisierungen in den letzten Monaten, dass die HGC eingestampft wird, dass man auf einmal ein Mobile Game zu Diablo launchen möchte, obwohl die ganze Community (die Blizzard eigentlich IMMER am Herzen lag) nach Diablo 4 schreit, dass Entwickler- & Support-Teams immer weiter eingedampft werden und hunderte Mitarbeiter entlassen werden…all das gibt es erst seitdem man vermehrt davon hört, dass immer mehr ehemalige Activision-Mitarbeiter Führungspositionen bei Blizzard übernehmen.

Stephan
Stephan
4 Monate zuvor

Wen ich mich recht erinnere, hat man Stellen gestrichen die nichts mit der Entwicklung zu tun hatten um eben diese zu fördern. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man sich als Firma den neuen Geschäftsfeldern öffnet. Das hat also nicht zwangsweise was mit Geldgier zu tun.

Natürlich kannst du recht haben und die Aktionäre wollen Blizzard nur ausschlachten… aber ich bin so naiv zu glauben, das den Anlägern eine gesunde Entwicklung des Unternehmens genauso am Herzen liegt wie ihren Mitarbeitern.

DDuck
DDuck
4 Monate zuvor

Das wäre wünschenswert, wird aber nicht geschehen. Dafür ist das Marktpotenzial vor allem im Bereich der Mobiles viiiiiiel zu groß. Das hat auch relativ wenig mit Abhängigkeit zu tun sondern eher mit Geldgier (oftmals noch nichtmal von Unternehmen wie Blizzard selbst sondern eher von Activision dahinter bzw. den Investoren und Anteilseignern, die noch eine Reihe weiter hinten stehen).
Und selbst wenn, es würde sich nicht viel ändern. Grundsätzlich kannst du den Chinesen in keinster Weise irgendwie drohen, das Land hat fast doppelt so viele Einwohner wie ganz Europa und ist ziemlich gut darin ihr eigenes Süppchen zu kochen. WhatsApp und Facebook werden verboten, dafür gibt es dann WeChat, Facebook wird durch Weibo ersetzt und für Googles Video-Plattform Youtube gibt es den chinesischen Service Youku….Alle Produkte können dasselbe wie die westlichen Vorbilder, ohne eben die User aus dem Westen, in einem in sich geschlossenen, rein chinesischen Ökosystem (was bei knapp 1,4 Mrd. Einwohnern wohl weniger dramatisch sein wird).

Stephan
Stephan
4 Monate zuvor

Man wird nicht ewig zusehen wie China von der freien Marktwirtschaft profitiert, aber sich dem freien Handel nicht öffnet und an deren Regeln nicht hält. Ich hoffe nur das dies geschehen wird, bevor alle Einheimischen Firmen krachen gegangen sind oder Peking unsere Politik unterwandert hat.

DDuck
DDuck
4 Monate zuvor

Es ist wirklich eine Schande, dass Unternehmen (nicht nur Blizzard alleine) so vor den Chinesen kuschen. Sachen wie Demokratie, freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, das Recht auf Protest und Demonstration…all diese Werte die in großen Teilen der westlichen Welt, vor allem aber auch in den USA (immerhin kommt die Zeile „over the land of the free“ in der US-amerikanischen Nationalhymne in jeder einzelnen Strophe vor), dem Mutterland von Blizzard, eine sehr, sehr großen Rolle spielen sind in China einen Dreck wert…und trotzdem buckelt und bückt man sich so sehr vor China…und wozu das Ganze? Um zu expandieren und weiter zu skalieren, aus reiner Profitgier unterwirft man sich quasi der Ideologie eines solch rückschrittigen Regimes und tritt seinen Fans und auch seinen Mitarbeitern auf die Füße, als Dank dafür das man in den letzten Jahrzehnten diese Firma groß gemacht hat.

Ich für meinen Teil schäme mich wahnsinnig für Blizzard. Für die ganze Situation, die Action mit Blitzchung und den beiden Caster, für alle anderen Fehltritte, die man sich in den letzten 12 Monaten geleistet hat und vor allem auch für diese lausige Stellungnahme, die nichts weiter ist, als der Versuch der Schadensbegrenzung in der Community und gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Ansehens bei den neuen besten Freunden in China.

Ich HOFFE, so sehr ich Blizzard und ihre Spiele auch liebe (weil sie mich einfach seit 20 Jahren begleiten), einfach dass sie auf der bald anstehenden BlizzCon die Quittung dafür erhalten. Ich denke zwar, dass sie wissen werden das zu verhindern (zeitversetzter Stream, verschärfte Einlasskontrollen, keine offenen Fragerunden), aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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