Guild Wars 2: Team um den Chef soll an sowas wie „Guild Wars 3“ gearbeitet haben

Bei ArenaNet, den Entwicklern von Guild Wars 2, gehen 8 Entwickler, darunter auch der langjährige Chef Mike O’Brien. Laut Quellen der Seite Kotaku sollen die zuletzt an etwas gearbeitet haben, das vielleicht zu einem Guild Wars 3 hätte werden können.

Das ist die offizielle Nachricht: Wir haben gestern Nacht schon darüber berichtet: Der Präsident von ArenaNet, Mike O’Brien, verlässt nach 19 Jahren die Firma, die er mitgegründet hat. Er wird mit Freunden ein neues Studio eröffnen.

Mike-Obrien

Es ist schon bekannt, dass ihn einige frühere Mitarbeiter von ArenaNet begleiten werden.

Guild Wars 2 wird jetzt von Mike Zadorojny übernommen. Das ist eine Übergabe des Zepters, die schon lange geplant ist.

Mike O’Brien und ArenaNet trennen sich freundschaftlich mit vielen guten Worten füreinander.

guild wars 2 eisbrut header

Angeblich arbeitete das Team an einem neuen „Guild Wars“-Projekt

Das sagt jetzt eine Quelle: Wie die US-Seite Kotaku berichtet, haben sie schon vor etwa einer Woche gehört, dass 8 Entwickler planen, ArenaNet zu verlassen.

Das kleine Team wäre intern das „frühe Entwicklungs-Team“ für ein neues Guild Wars Projekt gewesen, vielleicht sogar für Guild Wars 3. Das hätte kotaku eine Quelle gesteckt.

Eine andere Quelle sagte, es gebe noch kein grünes Licht für Guild Wars 3 – aber das Projekt von O’Brien und seinem Team hätte sich in diese Richtung entwickeln können.

Kotaku sagt dann weiter, soweit sie das verstehen, hätte das Team zwar an einem neuen „Guild Wars“-Projekt gearbeitet. Sie würde diese Arbeit aber nicht mit zu ihrem neuen Studio nehmen.

Scarlet-Dornstrauch-GW2

ArenaNet – ein Studio unter Druck

Wie ist die Lage bei ArenaNet? Die Lage ist angespannt in den letzten Jahren. ArenaNet ist nicht selbstständig, sondern gehört zum koreanischen Software-Riesen NCSoft. Das ist die Firma, die bei Carbine und WildStar den Stecker gezogen hat. NCSoft gilt zwar mittlerweile als geduldig – aber die Geduld ist nicht grenzenlos.

So kam es im Februar 2019zu vielen Entlassungen bei ArenaNet. Über 100 Leute mussten gehen, weil NCSoft den Geldhahn zudrehte. Es hieß die Gründe seien:

  • Rückgang bei den Einnahmen
  • Anstieg bei den Kosten im Westen
  • Verzögerungen bei neuen Projekte

Damit verlor das Studio viele Mitarbeiter. Kotaku spricht sogar davon, dass 140 gehen mussten und jetzt noch etwa 200 bei ArenaNet arbeiten.

Guild Wars 2 kommt als PC-MMORPG in die Jahre. Die Ergebnisse der Erweiterung „Heart of Thorns“ wurde in Korea kritisch gesehen.

Wie man an den neusten Quartalszahlen von NCSoft vom 2. Quartal 2019 ablesen kann, sind die Einnahmen von Guild Wars 2 zwar relativ stabil, aber auf verhältnismäßig niedrigem Niveau.

Neue Spiele hat ArenaNet offiziell nicht in Entwicklung – zumindest noch keine, die man offiziell vorstellen konnte.

MMORPG-2quartal-ncsoft
Die Quartalszahlen zeigen, wie wichtig Mobile aktuell für NCSoft ist.

In Korea frönt man dem Mobile-Hype, seit sich Lineage M 2017 als Goldesel entpuppte.

Unter den nächsten Spielen von NCSoft finden sich zahlreiche Mobile-Titel, die vorher PC-MMORPGs waren: Wie Blade and Soul 2, Aion 2 oder Lineage 2M.

Es scheint wirtschaftlich klar, dass ArenaNet neue Projekte braucht wie eben ein Guild Wars 3 oder ein großes Revival für Guild Wars 2.

Sie könnten auch ein Mobile-Game machen, aber die tun sich im Westen schwer.

Braucht Guild Wars 2 wirklich den Nachfolger Guild Wars 3?
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Naiky Ti

weil gw2 im vergleich zu gw1 nicht mehr das war, was es ursprünglich war, die quests in gw2 sind immer nur die selbern grind quests kosmetisch abgeändert, keine packende story mehr, man kann jetzt solo durch die welt alleine rennen, nix mehr mit helden im team oder teamplays. keine eigene skillauswahl mehr, das spiel hätte nie guild wars 2 heissen dürfen, wir vermissen gw1, das konzept sollte auf gw1 beruhen wenn die denn mal ein gw3 planen.

Joel

Ist das ein Tippfehler oder Absicht:
„Das ist eine Übergabe des Zepters, die schon lange geplagt ist.“

knuddy “knuddy79” n

ich denke mal ncsoft wird spätestens in 2 jahren das studio schliessen , wenn die mitbegründer jetzt schon das schiff verlassen dann ist ende da . mitterweile spiele ich zu 90 prozent nur noch fortnite gw2 reizzt mich nicht mehr .

Nirvash

Naja ist ja nicht so, dass extrem viel an Content erschien ist als diese Personen noch für Anet arbeiteten. Es ist genug Zeit verstrichen worden um den Spielern den Content zu bieten der von der Community verlangt wurde. Meiner Ansicht nach wurde extrem viel Zeit un Ressource verschwendet und vieles sich im nichts verloren hatte. Versprechen gefolgt von weiteren versprechen… Genauso wie der BER Flughafen nicht fertig wird, so wird bei Anet auch das WvWvW Allianz System nicht fertig! GW2 bietet für mich als Kunde im Bereich WvW/PvP keine Langzeitmotivation.

AYW

nun gut ich spiel nur tpvp mit nem Kumpel und wir verstehen nicht wieso ein paar mini Zahlendreher in skills immer 3 monate und länger dauern … dann wird mal ein patch vorbereitet und alles vershlimmbessert

Erzkanzler

Weil ein Spiel wie GW2 eben aus über 5 Millionen (meinMMO berichtete) Zeilen Code besteht und ein „mini Zahlendreher“ unter Umständen Auswirkungen auf x unterschiedliche Teilbereiche des Spiels hat, da diese ja meist in Abhängigkeiten zueinander stehen.

Und selbst wenn es nur ein „optischer“ Zahlendreher also eine reiner Anzeigefehler ist, gibt es bei 5 mio Zeilen Code und monatlichen Änderungen an den Spielinhalten eben oftmals Wichtigeres. Man muss mit seinen Ressourcen gut haushalten, wenn die Nutzer ständig Gratiscontent verlangen.

Nomad

Das bestätigt dann doch eher das (entwicklungstechnische) Ende von GW2.
Es lässt sich vermuten, dass die „Abgänger“ durch fehlende Unterstützung von NCSoft frustriert das Handtuch geworfen haben.
Passt alles in Puzzle: NCSoft setzt auf „mobile“, in GW2 wird nichts mehr reingesteckt, der „Gaul wird noch geritten, bis er zusammenbricht“. Sehr schade. Mal sehen was aus Arenanet jetzt wird. (das „Life-Team“ wie man es woanders genannt hat?).
Ob die neue Truppe einen Investor findet, der ein AAA-MMO finanziert, tausend Fragezeichen, wohl zur Zeit eher nicht.
Schade, ein wirklich „neues“ GW3, wäre was gewesen.

Junai

Naja, ich muss zur Verteidigung von Anet sagen, dass es wirklich keinen „Einfluss“ haben wird, wenn der Chef und etliche Entwickler weggehen von ihnen. Ich meine, wo kein Content ist, kann auch kein Content kommen, daher wird sich wohl wirklich nichts ändern. :p

deamjay

Die Frage ist, kam eventuell weniger content will ncsoft sie zu sehr eingeschränkt hat oder aufgrund von anderen einflüssen. Mal abwarten

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