Weil alle scharf auf GTA 6 sind, leidet die Work-Life-Balance bei Rockstar

GTA 6 Jason am Chillen

Der Branchen-Insider Jason Schreier veröffentlichte einen neuen Bericht zur Entwicklung von GTA 6. Dabei ging es auch um die Arbeitskultur und warum es kein Homeoffice gibt.

Was ist das für ein Bericht? Am 14.10. veröffentlichte Jason Schreier einen Insider-Bericht auf Bloomberg zur Entwicklung von GTA 6. Er ist stark in der Gaming-Industrie verknüpft und kann auf Insider-Kontakte zurückgreifen. Im Bericht sprach er mit Führungspersönlichkeiten von Rockstar Games.

Dabei thematisiert er verschiedene Aspekte des Entwicklers, unter anderem den Detailgrad der Spielwelt. Mit Jennifer Kolbe, der Head of Publishing, sprach Jason Schreier auch über die Arbeitssituation bei Rockstar Games und warum es keine Option für Homeoffice gibt.

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Zu viel Risiko im Homeoffice

Warum gibt es kein Home Office bei Rockstar Games? Im Bericht geht es auch um die Unternehmenskultur bei Rockstar Games. Wie Jason Schreier berichtet, war es für viele der Mitarbeiter bei Rockstar Games polarisierend, als 2024 angekündigt wurde, dass man jetzt wieder alle 5 Tage ins Büro muss.

Zudem sei den Mitarbeitern der Zugang zu den Servern abseits des Büros verwehrt worden. Hatte man also einen Notfall, etwa ein krankes Kind zu Hause, musste man auf Urlaubstage zurückgreifen. Alles in allem also keine einfache Situation für das beliebte Thema Work-Life-Balance. Dazu sagt Kolbe:

Die Vorstellung, dass das Spiel in so vielen Umgebungen verfügbar wäre, würde dem Sicherheitsteam wohl nicht besonders gefallen. Ich glaube, wenn wir kein Spiel hätten, das die Leute so gerne stehlen würden, wäre das vielleicht ein einfacheres Gespräch.

Das Unternehmen wolle die Richtlinien zwar nach dem Release überdenken, trotzdem glaube sie nicht, dass man in ein Hybridmodell wechselt, welches viele Entwicklerstudios während der Coronapandemie nutzten.

Im Zuge dessen erwähnt Schreier in seinem Bericht aber, dass er mit Dutzenden von Mitarbeitern bei Rockstar gesprochen habe, die sich lobend über die Verbesserungen der Unternehmenskultur äußerten. Dazu zähle die Eindämmung von Crunch, aber auch die Entlassung schwieriger Führungskräfte.

Hierbei betont Schreier aber auch, dass es schockierend war, als Rockstar Mitarbeiter entlassen haben soll, weil sie eine Gewerkschaft gründen wollten. Rockstar dementierte diesen Vorwurf und argumentierte, dass man die Mitarbeiter wegen groben Fehlverhalten entlassen habe, weil angeblich vertrauliche Informationen über Discord geteilt wurden.

Wie groß ist die Gefahr für ein Spiel wie GTA 6? Wenn Entwickler auch im Homeoffice arbeiten können, ist die Gefahr, dass etwas gestohlen wird oder unrechtmäßig geteilt wird, höher. Man sieht an den letzten Wochen, wie ständig Leaks zum Spiel auftauchen, eben weil dieses Spiel so eine große Aufmerksamkeit genießt und Fans vor dem Release schon alles wissen wollen.

Dafür braucht es aber nicht immer Hacker oder Leaker. So soll bereits 2023 der Sohn des Chefentwicklers Aaron Garbut Bilder und ein Video von GTA 6 geleakt haben. In einem Büro kann ein solcher Vorfall natürlich schwieriger passieren.

Was sagt ihr zu den Vorsichtsmaßnahmen für GTA 6? Sind sie überzogen oder braucht man sie wirklich? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Ein wichtiger Aspekt des Open-World-Spiels ist auch die technische Seite, die MeinMMO-Redakteurin Caro aber zumindest bei einem Thema egal ist: Ich hab 13 Jahre auf GTA 6 gewartet, jetzt werde ich wegen 30 FPS keine Welle machen

Quelle(n):
  1. Bloomberg

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