MeinMMO-Redakteurin Caro hat sich an ihre bisher größte Miniatur seit dem Start ins Tabletop-Hobby gewagt und nun endlich zu Ende gebracht. Das Ergebnis lässt sich sehen, doch ob sie jemals wieder einen derartigen Kaliber anrührt, muss sie erst mit ihren Nerven ausmachen.
Vor ein paar Wochen durfte ich mich über den Moment freuen, den wahrscheinlich jeder Miniatur-Fan liebt: Eine neue Bestellung mit einem frischen Modell kam an, dem ich schon lange entgegengefiebert habe.
Nachdem ich mit meinem großen Tyraniden-Schwarmboten, meinem Baby namens „Norm“, Blut geleckt habe, wollte ich mich erneut einem größeren Projekt widmen. Dieses Mal einem Drachen, den man in Dungeons & Dragons verwenden könnte.
Ich packte also das Paket aus und musste mit großen Augen feststellen: Ach du Scheiße … Ja, groß ist hier durchaus das richtige Wort. Es handelte sich um die Einzelteile einer Miniatur, die sich als das größte meiner bisherigen Projekte entpuppen würde.
Von dieser Vorstellung imponiert, war ich mehr als motiviert und wollte sofort loslegen. Oh, wenn ich damals nur wüsste, auf welche Odyssee ich mich mit meinem Drachen einließ.
Die erste Hürde kam prompt … und dann immer und immer wieder
Der erste Schritt, den ich erledigen musste: einfach nur die Einzelteile zusammenkleben. Doch hier ging es bereits mit den Problemen los.
Die Teile wollten einfach so gar nicht halten.
Im Vergleich zu Norm, der wie die meisten Warhammer-Modelle vergleichsweise leicht ist und dessen Teile perfekt ineinander passten, war mein Drache das genaue Gegenteil.
Er ist nämlich nicht nur groß, sondern besteht auch aus Resin und ist daher nicht hohl, wie eben der Korpus des Schwarmboten. Die einzelnen Glieder an seinen Körper zu kriegen, sodass diese mit dem Kleber auch wirklich halten, war nichts Geringeres als eine Tortur. Jedes andere Wort wäre einfach zu milde ausgedrückt.
Sobald ein Teil sich gnädigerweise dazu entschied, an seinem Körper zu bleiben, brach durch das feste Aneinanderdrücken ein anderes ab. Und das passierte immer und immer wieder. Ich zog aber durch, hielt mich an dem Gedanken fest, wie cool dieses Vieh irgendwann aussehen wird, und schaffte es schließlich, ihn komplett zu fixieren … doch dann kam das nächste Problem.

Meine erste Erfahrung mit Green Stuff – war auch nicht viel schöner
Leider hatte mein Drache, auch nachdem er geklebt war, das Problem, dass seine Einzelteile nicht komplett perfekt ineinander passten und es an mehreren Stellen dicke Lücken gab.
Mein aus verschiedenen Videos und Tipps hoch angepriesener Retter: Green Stuff, was wortwörtlich einfach grünes Zeug ist, was Lücken schließen und glätten soll.
Gesagt getan, ich holte mir das Zeug aus meinem Spieleladen des Vertrauens und machte es mir zur Mission, die möglichen Zugluftstellen meines Drachens zu reparieren.
Wie viel „Spaß“ mir das gemacht hat, hab ich euch ja schon bereits erzählt:
Das Ergebnis war … so lala. Was mir jedoch besonders in Erinnerung blieb, war dieser unglaubliche Frust, dass das Zeug einfach nicht so wollte wie ich wollte. Aber das ist okay. Wahrscheinlich wollte ich auch nicht so, wie es das Zeug von mir wollte. Vielleicht müssen wir in Zukunft einfach lernen, besser miteinander zu arbeiten.


Doch leider hörten auch hier die Probleme noch nicht auf … denn der größte Endgegner meines Drachen waren weder meine Unfähigkeit, ihn ordentlich zusammenzubauen, noch irgendwelche D&D-Abenteurer in einer Kampagne – sondern meine oh so unschuldige Katze.
Selbst ein Drache hat keine Chance gegen Sandy
Eine meiner beiden Katzen, Sandy, liebt es, während des Homeoffice-Redaktionsalltags vor mir herumzulaufen, vor allem dann, wenn wir von der MeinMMO uns gemeinsam in einem Call befinden. Während eines Morgens war es wie immer: hin und her und auf meine Schulter hoch, dann auf meinen Schoß und dann einen Sprung aufs Regal. Nur dass es dieses Mal richtig knallte … und ich leider sofort wusste, wieso.
Im Sprung hat sie meinen Drachen nicht nur auf dem Tisch umgehauen, den ich vorübergehend dort geparkt hatte. Er landete leider genau in so einem ungünstigen Winkel, dass sein Gewicht mitsamt den wuchtigen Flügeln über die Kante hing, und er bis auf den Boden fiel … und all meine verzweifelten Kämpfe mit Kleber zunichte machte. Live im Call mit Kollegen.

Und leider war das nicht das einzige Mal. Sobald der Drache auch nur einmal umfiel, brach irgendwas ab. Mal war es die Schwanzspitze, mal ein Flügel, aber es tat jedes Mal weh.
Doch irgendwann kam endlich die Phase, in der ich wieder Spaß hatte
Nach all dem Drama um das Zusammenbauen (und Zusammenhalten) konnte ich mich schließlich endlich um das Anmalen und die restliche Gestaltung kümmern. Hier ging es mir dann endlich wieder gut und ich hatte eine grandiose Zeit, meinem Drachen endlich etwas mehr Persönlichkeit zu geben.
Auch seine Base schmückte ich ein bisschen mit Terraingestaltung in der Form von Grasbüscheln und Blümchen, mit denen ich meine Miniaturen sehr gern etwas aufpeppe.
Ich habe zwar keine ganze Bilderstrecke für euch, wie ich sie Norm gewidmet habe, doch das finale Ergebnis möchte ich euch nicht vorenthalten:



Es ist vollbracht. Die Arbeit an meinem Drachen ist erledigt … und ich bin es auch. Das Einzige, was noch fehlt, ist ein Name, doch die Suche dafür wird wohl nicht so kompliziert werden wie der Rest der Schritte, oder? … Oder?
Baut und bemalt ihr gerne große Miniaturen? Oder sind euch kleinere Kandidaten lieber? Lasst uns eure Meinungen – und potenzielle Namensvorschläge – gerne in den Kommentaren hören! Auch wenn mich große Miniaturen bisher ordentlich herausfordern konnten, sind manche Warhammer-Miniaturen einfach zu schick, um ihnen nicht hinterherzuschwärmen: Die Großen Dämonen aus Warhammer 40.000 im Ranking – von jemandem, der sie nur auf die Aura ihrer Miniaturen reduziert
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