Spieler verkauft Gold in WoW für 46.000 Euro – Steckt alles in Diablo Immortal, um Pay2Win-Wale zu vernichten

Spieler verkauft Gold in WoW für 46.000 Euro – Steckt alles in Diablo Immortal, um Pay2Win-Wale zu vernichten

Diablo Immortal kriegt jede Menge Kritik für seine Pay2Win-Aspekte. Nun hat sich ein Spieler einen ungewöhnlichen Weg gesucht, das Ganze zu finanzieren: World of Warcraft.

So hat er es gemacht: Im Diablo-Immortal-Subreddit erzählt User „daymeeuhn“ (via reddit), dass er insgesamt 600.000.000 – also 600 Millionen – Einheiten WoW-Gold eingesetzt hat, um seinen Immortal-Charakter zu verbessern. Im Spiel nennt er sich „Naecabon“.

So viel Gold in WoW zu bekommen sei an sich schon ein Ding der Unmöglichkeit, sagt Naecabo. Geklappt hat das nur, weil er auf Codes alter Loot-Karten zurückgreifen konnte, die er vor Ewigkeiten auf Blizzard-Events gesammelt hatte und die seitdem in einer Schublade verstaubten.

Doch nun war der Moment gekommen, um sie einzusetzen: „Ich habe den Mai damit verbracht, alte Codes für Spektraltiger und dergleichen ingame gegen Gold zu tauschen, indem ich Discord Markets benutzt habe“, erklärt er: „Ich habe nie RMT (Echtgeldtransaktionen) verwendet, wenn es um das Gold ging, und ich hatte kein Interesse daran, das Gold für US-Dollar zu verkaufen“, so der Spieler.

Er verstehe, dass man das Gold auch als Währung mit Echtgeld-Wert wahrnehmen könne, aber es sei aus seiner Sicht sehr schwierig. Denn der Verkauf von WoW-Gold kann zu Banns führen. Das wäre es einfach nicht wert. Und auch, die Loot-Codes zu verkaufen, beschreibt er aus seiner Erfahrung als nahezu unmöglich und man könne leicht betrogen werden.

Nach über 3 Wochen Tauschen: „Cash-Wale, ich hab es auf euch abgesehen“

Der Startschuss war die Ankündigung des PC-Ports und über die Zeit kamen 600 Millionen Gold zusammen, beschreibt „Naecabon“.

  • Das ganze WoW-Gold tauschte der Spieler für WoW-Token ein. Das dauerte über drei Wochen.
  • Die Token wandelte er in Battle.net-Guthaben um – etwa 15 $ pro Token.
  • Dieses Guthaben wiederum floss dann in Diablo Immortal.

Insgesamt bekam der Spieler für sein Gold nach eigenen Angaben 3.243 WoW-Token, die er umwandelte, was einem Gegenwert von 48.645 $ entspricht – oder 46.236,59 €.

Damit verbesserte er seine legendären Edelsteine in Diablo Immortal, erreichte 7.000 Resonanz und absolvierte 2.165 Ältestenportale.

Diablo Immortal: Was sind legendäre Edelsteine? Fakten und Fundorte in 3 Minuten

Das Ergebnis: Ein extrem starker Charakter. Aber wieso das Ganze?

Das ist der Grund: „Ich dachte, es wäre wirklich lustig, zu versuchen, einen ‚Wal‘-Charakter im Spiel zu erstellen, der WoW-Gold als Hauptfinanzierungsquelle nutzt. Ich finde es witzig, als ‚Goldwal‘ einen Cash-Wal zu plätten.“

Als „Wal“ bezeichnet man in der Regel Spieler, die sich über sehr hohe Real-Investitionen einen Vorteil in Spielen verschaffen.

„Mein Charakter ist jetzt ein sprichwörtliches Powerhouse, das Cash-Streamer […] mit gruseliger Effizienz plättet“, so der Spieler: „Es gibt keinen wirklichen Grund dafür, außer dass ich Spaß dran haben will. Wenn ihr mich in Battlegrounds gegen Cash-Wale kämpfen seht, solltet ihr wissen, dass ich sie mit ‚World of Warcraft‘-Währung als Hauptfinanzierungsquelle angreife“, sagt er.

Er verweist auch auf ein Beispiel des Streamers „JTisallbusiness“, den er in einem Battleground antrifft und umgehend vernichtet. Der wiederum bezeichnet Naecabon als einen der aktuell am besten ausgerüsteten Spieler (via Twitch).

Wenn er irgendwann „swipen“ müsse, um relevant zu bleiben, würde er seine Optionen abwägen. Doch nun wolle er den „guten Kampf kämpfen“, sagt er: „Cash-Wale, ich habe es auf euch abgesehen.“

Was haltet ihr von der Aktion? Findet ihr sie gut, oder ist das für euch im Grunde dasselbe wie „normales“ Pay2Win? Lasst uns gerne einen Kommentar da!

Grundsätzlich ist Diablo Immortal vor allem aufgrund seiner Pay2Win-Mechaniken in der Kritik. Ein starker Free2Play-Spieler thematisierte das erst kürzlich wieder.

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Zuna-Kun

Das Problem; Die Entwickler profitieren davon enorm. „Kampf gegen Wale“ aka. „Geld gegen Geld“ bleibt gleich, zudem glauben leute dann das investierten Geld gerechtfertigt ist, wenn es nicht „Echtgeld“ war oder „zum guten Zweck“ dient. Aber am Ende des Tages fließt das gesamte Geld in die Tasche von Blizzard und warum sollten sie dann trotz der Kritik aufhören, wenn sie doch Gewinn machen?

Zudem das ein großer Gewinn für Blizzard in diesem Fall hier ist, da beide Spiele ihnen gehören

Tronic48

Schon lustig, wie solche Spieler immer wieder versuchen ihre Käufe in Immortal zu rechtfertigen.

Ich möchte was beweisen, ich zeige euch wie viel das kostet, ich zeige euch ab wann es richtig teuer wird, usw.

Anstatt sie einfach sagen, ich zahle gerne, Blizzard ist ja so ein armes Schwein, man muss sie unterstützen.

asdf

Die Annahme mit „nur“ 46k€ die „Wale zu vernichten“ ist sehr Naiv.
In der Welt der echten Wale und im P2W Sektor sind selbst 46k€ nur Peanuts.
Da kann man vermutlich nicht mal 6 Monate mit den echten Walen mithalten.

Rosco

Wie kann man nur soviel Geld in ein Spiel reinstecken? Mein Verstand rafft es einfach nicht. Ich könnte mir soviele schöne Dinge vorstellen, die ich mich 46k€ machen würde/könnte.

Matti

Ein Bekannter von mir auch. Steckt seit 15 Jahren immer wieder sein Geld in f2p games wie Kal Online, Flyff, Metin2 oder Silkroad und den ganzen Mist. Bei den Games kann man sich meistens eh alles ingame von anderen mit Der Spielwährung kaufen. Jetzt ist er neidisch, weil ich einen alten Bauernhof gekauft habe.

Hab nur gesagt: Die knapp 100k€, die du in diese Gammel games investiert hast; davon hättest du dir locker Eigentum kaufen können.

Marius

Da kann man doch wieder nur sagen, zurück zu b2p und Abo. Dann hättet ihr jetzt beide einen Bauernhof. Darum sollte f2p mit Shop verboten werden. Weil es immer Leute wie deinen Freund gibt. Mich hats in archeage damals mitgerissen, naja für meine Verhältnisse. Bin da eher sparsam aber 1000 Euro in einem Jahr werden es wohl gewesen sein. Das überhaupt die Möglichkeit besteht soviel Geld auszugeben ist schon krank und steht in keinem Verhältnis zu dem was man erworben hat. Im echten Leben heißt das Wucher und im Internet scheint man völlig den Bezug zu Werten vergessen zu haben.

Andreas Kowitz

Diablo war nie PvP, und in Immortal fange ich damit auch nicht an. Also alles nicht so wichtig, wer welchen Edelstein auf welcher Stufe hat.

chips

Also hat er eigentlich für Blizzard ein paar Pixel in echtes Geld umgewandelt. Schon erschreckend wie gut DI auf psychologischer Ebene funktioniert.

Compadre

Verstehe den Typen nicht ganz. Er macht doch nichts anderes. Die anderen „Cash-Wale“ haben ihr Geld davor ja auch irgendwann mal auf igendeine Art und Weise verdient, welches sie dann in Diablo immortal gesteckt haben. Okay, er hats mit ingame Karten gemacht. Ein anderer hat seine Pokemon Sammlung aus der Grundschule verkauft und wieder ein anderer nimmt seine „normalen“ Einkünfte. Sehe da keinen Unterschied ehrlich gesagt.

Was ich allmählich auch zielmich erschreckend finde: Jeden Tag tauchen zahlreiche Berichte auf, welcher Streamer nun wieder Zehntausende von Dollar oder Euro in das Spiel gesteckt hat, nur um zu zeigen, wie doof das Pay2Win in Diablo immortal doch ist oder wie hier wie man es den Cash-Walen zeigen möchte. Also Blizzard muss ja wirklich vor der Kasse sitzen und sich vor lachen nicht mehr einkriegen können. Ich meine, die ersten Millionen, die Blizzard mit Diablo immortal machte, müsste man ja jetzt schon namentlich jedem der Streamer zuordnen können. 😀

Das ist doch allmählich nur noch verrückt, was das passiert. 😀

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Compadre
Mark Mitterbacher

Also das nenne ich nach meinen 27 Jahren Gaming-Leben ein unübertreffliches perfektes Beispiel für den Verlust zur Realität, was ein armer armer Tropf. Lächerlicher und trauriger geht’s nicht mehr.

justus

Verlust zur Realität, was ein armer armer Tropf. Lächerlicher und trauriger geht’s nicht mehr.

und warum?

Pierre

Weil die Realität ist, dass er auch ein Cash-Wal ist.

Zwischen einem – wie er es nennt – „Goldwal“ und einem Cash-Wal besteht kein Unterschied.

Die Finanzierungsmethode ist eine andere, aber im Prinzip hat er auch nur sein Geld verwendet dass in der Schublade eingestaubt ist (die TCG-Codes). Mal davon abgesehen wird es einem Cash-Wal ziemlich egal sein, wie der andere sich seinen Char finanziert hat, am Ende sind beide Pay2Win.

Koronus

Zwischen seiner Version von Goldwal und Cashwal besteht wirklich kein Unterschied.
Wie ich unten schon sagte, ich würde es gelten lassen wenn er einfach früher als Hobby hatte Goldcap in WoW zu erreichen und nun sich denkt, das Gold könnte er doch besser nutzen. Hat er aber nicht. Hatte stattdessen nur Glück gehabt.

justus

Zwischen einem – wie er es nennt – „Goldwal“ und einem Cash-Wal besteht kein Unterschied.

doch. er gibt kein cash aus, sondern blizzard guthaben. das ist ein deutlicher unterschied.

asdf

Eigentlich nicht weil man das Gold auch gegen echtes Geld tauschen kann.

justus

du kannst es gegen blizzard balance tauschen durch tokens. alles andere ist nicht erlaubt.

asdf

Nur weil es gegen ToS verstoßt heißt es halt nix.
Mit dem Auto Gelb/Rot über die Ampel zu fahren ist verboten und RMT eben nicht.

justus

du sagst es ist gegen die tos und dann im nächsten satz, dass es nicht verboten ist?

fakt ist, dass du für rmt gebannt wirst. wieso sollte es also erlaubt sein? nur weil es in der eu erlaubt ist, heißt es nicht, dass es in wow erlaubt ist.

asdf

Es verstößt nur gegen die ToS hat nix mit echten „verboten“ zu tun.
RMT ist eben nicht verboten kannst in der EU sogar locker Gewerblich machen.

Alexander Ostmann

Also hat er den Gold-Preis für Tokens auf die Spitze getrieben.
Die Leute, welche einfach nur ein Token brauchen, werden sicher jubeln.

Nightstalker314

Am Ende ist ATVI durch den Token-Umtausch immer noch gut 12.000 $ reicher geworden.

Koronus

Danke, dass du das ansprichst. Das ist ein weiterer Punkt warum ich den Umtausch der Codes in Gold kritisch sehe, wenn es dann erst wieder in Geld umgetauscht wird. So hat er bei jeder Marke 7$ an ActiBlizz geschenkt.

Bravestarr1701

Versteh ich das richtig, der eine Spieler im Artikel verkauft WoW Gold um in Imortal dann alles zu kaufen NUR um Leute zu „vernichten“ die legal ein System nutzen das Blizzard eingebaut hat?
Was soll dieser Hate gegen „Casher“?
Ich hätte wichtigeres im Leben zu tun als meine ganze Energie in das jagen von Leuten zu stecken die Geld ausgeben zumal er durch diese Aktion zu der Person wird die er wohl verachtet. Arme kranke Welt 🙁

Kjtten

Was soll dieser Hass gegen Leute, die von Hass getrieben werden? 😉

Ganz nüchtern betrachtet ist er nicht mehr oder weniger bemitleidenswert als alle anderen, die mit hochgezüchteten Charakteren PvP spielen. Rein von ihren Handlungen im Spiel gibt es da keinen Unterschied.

Nur dass du dir über die anderen kein moralisches Urteil erlauben kannst, weil du ihre tatsächlichen Beweggründe nicht kennst.

Pierre

Dir ist aber schon klar, dass es hier um ein Spiel geht oder?

Welche Beweggründe soll denn jemand haben, der soviel Geld in ein Spiel investiert? Es gibt nur einen Beweggrund: Um stärker zu werden in dem jeweiligen Spiel.

Von daher finde ich schon, dass man sich ein „moralisches Urteil“ erlauben darf 🙂
Pay2Win-Spieler sind armseelige Erscheinungen, egal wie sie sich finanziert haben.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Pierre
Kjtten

OP scheint das ja anders zu sehen, die armen Pay2win-Spieler, die von einem anderen Pay2win-Spieler „vernichtet“ werden…

Davon abgesehen, stärker zu werden ist nur der spielmechanische, oberflächlich sichtbare Grund. Warum jemand so stark werden will – und wozu diese Stärke dann genutzt wird – ist eine ganz andere Sache. Da tun sich verschiedenste Facetten auf, vom simplem Spaß am Wettrüsten und „bragging rights“ über Machtfantasien bis zum Spaß daran anderen aktiv den Spaß zu verderben ist alles dabei.

T.M.P.

Wie andere schon sagten, seine knapp 50.000 Dollar landen am Ende doch im P2W-Shop.
Und ob „Code gegen Gold“ auf nem Discord ein sichererer Handel ist? Klingt eher nach Rechtfertigung.^^

PS: WoW-Marken sind doch auch nichts anderes als P2W und einfach nur gieriger Mist in einem Spiel das Buy2Play, bezahlte Addons, Abo, Cosmetics und ne riesen Playerbase hat. Konnte man ja schön beim letzten Firstkillrace sehen.

L4ch3s1s

Verstehen wenige: die Bank gewinnt immer

Bodicore

Blizzard sagt danke.

Luripu

Für die 3243 Tokens haben ja welche Echtgeld an Blizzard bezahlt,
sehe daher keinen Unterschied zu „normalen“ Walen.
Das er das Gold durch alte „Lootcodes“,
kein Plan was das überhaupt sein soll,
bekommen hat,
schont halt nur sein eigenes Konto.

Koronus

Früher mit dem WoW TCG gab es dabei Karten welche einen Code hatten. Dieso konnte man gegen Gegenstände im Spiel eintauschen wie zum Beispiel dem Spektraltiger.
Es ist quasi eine moderne Lootbox da man damals nur darüber ran kam, indem man sich viele Packungen des von Blizzard Lizensierten Kartenspiel kaufte oder für viel Asche sie von jemanden Glücklichen abkauft der lieber das Geld dafür hat.
Heute gibt es die Gegenstände zwar im Schwarzmarktauktionshaus doch das sind solche Sachen wie den Brutosaurus welche für viel Gold weg gehen.

Luripu

Ahh ok also der Hauptgewinn aus alten Lootboxen.
Ok das macht es verständlicher.

Pierre

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass er genauso schlimm ist wie alle anderen Wale 😀

TricksterClown

Ja genau, immer schön weiter solch dreckigen p2w sisteme unterstützen damit entwickler immer mehr solch sisteme nutzen. danach brauch keiner flennen.

pfui

Rene

*Systeme

Koronus

Ist für mich im Grunde das gleiche wie normales P2W. Dieso Codes hätten genauso gut auch gegen Dollar verkauft worden sein und sind so ähnlich wie einen alten Stuhl den man geerbt hat und der nun Tausende Euros wert ist. Oder anders gesagt externe Hilfen.
Wenn er das Gold stattdessen über AH Gaming oder noch von WoD darauf oben sitzen würde, dann bin ich der Meinung, dass er ein WoW-Goldwal ist. Oder wenn er durch Zufall noch einige alte Starterhemden hat die seit Cata nicht mehr gibt oder andere seltene Sachen die nun nicht mehr erhältlich sind außer von denen die sie noch haben.
Aber so ist das als ob er zum Beispiel eine alte Classic CE Box hat die er stattdessen gegen Gold verkauft und dann sagt er habe sich das Gold erspielt.

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