Fortnite bannt jetzt für Smurfing – Das steckt hinterm bösen Schlumpf

Bei Fortnite hat Entwickler Epic angekündigt, Spieler zu bannen, die „Smurfing“ betreiben. Was steckt hinter dem niedlichen Begriff „Smurfing“ und warum findet Epic nun Schlümpfe doof?

Was ist Smurfing? „Smurfing“ ist abgeleitet von „Smurf“ – dem englischen Wort für Schlumpf.

Man spricht im Gaming von „Smurfen“, wenn sich ein Spieler einen neuen Account in einem Spiel erstellt, um bewusst gegen schwächere Spieler anzutreten.

Das tut er in der Absicht, ein leichtes Match zu finden und schwache Gegner zum Spaß abzuknallen. Spieler, die das tun, sagen etwa: Sie wollten zur Entspannung spielen und extra nicht „schwitzen“, also kein ernstes Match betreiben, sondern lediglich Spaß haben.

Das Smurfen tritt bei „skillbasiertem Matchmaking“ auf – so eines hat Fortnite vor wenigen Wochen eingeführt.

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Hat auch blaue Haare, ist aber kein Schlumpf … obwohl er sich einen Namen damit gemacht hat, schwächere Spieler abzuknallen.

Was ist skillbasiertes Matchmaking? Bei einem Matchmaking-System bekommen Spieler Gegner zugelost, die ungefähr auf ihrem Niveau sind. Dieses Niveau wird durch das Matchmaking-Ranking (MMR) bestimmt. Das sinkt oder steigt im Hintergrund des Spiels, je nachdem, wie ein Spieler abschneidet.

Erstellt sich ein starker Spieler einen neuen Account, hat er auf diesem Smurf-Account ein „neutrales Matchmaking-Ranking“ und wird gegen Spieler antreten, die ebenfalls so ein neutrales Matchmaking-Ranking haben. In der Regel werden das Anfänger sein.

Denen ist er dann hoffnungslos überlegen und schlachtet sie ab. Deshalb sind Smurfs ein Problem in vielen Spielen.

Fortnite geht größtes Problem an: Bringt skillbasiertes Matchmaking und Bots

Gerade in Overwatch oder League of Legends sind Smurfs ein ständiges Thema. In League of Legends wurde neulich erst ein Twitch-Streamer während eines Marathon-Streams gebannt – wohl weil er mit einem gekauften Account „gesmurft“ hatte.

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In Overwatch hängen Smurfs schon lange rum.

Smurfing ist „Bannbares Verhalten“ in Fortnite

Das sagt Epic: Die haben sich in einem Blogpost zu dem Thema geäußert (via epicgames).

Wir sehen im Moment viele Diskussionen bezüglich des Erstellens von Smurf-Accounts, um in einfachere Matches zu kommen. Das Erstellen von Smurf-Accounts ist ein bannbares Vergehen. Wir empfinden, dass das Erstellen von Smurf-Accounts negatives Verhalten und schlechte Auswirkungen auf das Gameplay mit sich bringt. Wenn wir wiederholte Berichte erhalten und finden, dass du das Spiel anderer Nutzer kontinuierlich beeinträchtigst, werden wir das angemessene Verfahren einleiten.

Was muss man tun, um wegen Smurfing nicht gebannt zu werden? Einfach den Account spielen, mit dem man immer spielt.

Warum ist das jetzt aktuell? Epic hat mit dem Patch 10.40 ein „skillbasierte“ Matchmaking eingeführt und damit eben solche MMR-Rankings. Sie sagen, dass dort einige Probleme entstehen, wollen aber an dem System festhalten.

Auch bei Fortnite wurden schon die ersten Spieler wegen „Smurfing“ gebannt. Einer sogar live im Twitch-Stream:

Fortnite: Pro will sich viele Kills holen – Epic sperrt ihn live auf Twitch
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