FIFA 23: Twitch-Streamer Trymacs distanziert sich von Lootboxen nach ZDF-Kritik, ballert 2 Wochen später 9.300 € rein

FIFA 23: Twitch-Streamer Trymacs distanziert sich von Lootboxen nach ZDF-Kritik, ballert 2 Wochen später 9.300 € rein

Das ZDF Magazin Royale hat in einer Sendung am 16.9. die Lootboxen in FIFA kritisiert und herausgestellt, dass deutsche Twitch-Streamer die noch bewerben. Der Streamer Maximilian „Trymacs“ Stemmler sah sich mit dieser Kritik nicht gemeint: Er bewerbe ja keine Lootboxen. Jetzt ist er aber wieder ganz im FIFA-Wahn. Er hat bereits 9.300 € in FIFA 23 gesteckt und eines der wertvollsten FUT-Teams des Planeten zusammengekauft. Für Trymacs ist das aber kein Widerspruch.

Was war die Kritik an deutschen Twitch-Streamern?

  • Jan Böhmermann kritisierte in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ das Modell Lootboxen, speziell an der Sport-Reihe FIFA.
  • Er sprach darüber, dass FIFA dieselben Methoden wie Glücksspiel verwendet: Er sagte, dass die Mechaniken dahinter süchtig machten und schon Leute in den Ruin getrieben hätten.
  • Twitch-Streamer wurden dafür kritisiert, dieses Verhalten noch in ihren Streams zu bewerben. Dabei wurde ein Clip gezeigt, wie Trymacs jubelnd eine Karte zog (via twitch).

An den Lootboxen bei FIFA hängt tatsächlich auch ein Fußballspiel dran:

FIFA 23: Neuer Powerschuss sorgt für epische Tore – So funktioniert er

Trymacs bejubelte Kritik an Lootboxen in FIFA, sah sich selbst nicht gemeint

Wie reagierte Trymacs auf diese Kritik? Einer der größten deutschen Streamer zu FIFA ist Trymacs, der bekannt dafür ist, viel Geld in Spiele zu stecken.

Trymacs stimmte der Kritik völlig zu, nannte FIFA ein „Kinder-Casino“ und freute sich richtig, dass es mal wer EA so richtig gibt: Trymacs feixte, wie gut es sei, dass 2 Wochen vor dem Release von FIFA jetzt so eine Breitseite im Mainstream kommt.

Trymacs schaut dabei zu, wie Böhmermann gegen FIFA 22 und Twitch-Streamer wie ihn wettert: „Er meint doch nicht mich!“

Er selbst wünschte sich, dass die Lootboxen in Deutschland ganz verboten werden und sah sich von der Kritik ausgenommen: Er werbe ja nicht für FIFA, verkaufe keine Guthaben-Kartne, sei da absolut mit sich im Reinen. Er warne auch immer davor, so viel Geld in FIFA zu stecken.

Ohnehin sei FIFA eines der schlimmsten Spiele überhaupt:

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„Ich bin der Beste aller Zeiten – für nur 9.300 €“

Wie ist es jetzt zum Release von FIFA 23? Trymacs ist total im FIFA-Fieber. Er hat bereits über 9.000 € in Lootboxen gesteckt.

Wie aus der Vereinswert-Statistik von FIFA 23 hervorgeht, hat sich Trymacs weltweit das aktuell fünft-wertvollste Team an Spielern in FUT zusammengekauft und erhandelt.

fifa-23-trymacs

In einem Clip auf Twitch sagt er, er habe bereits 9.300 € in Lootboxen gesteckt und scheint stolz zu sein, noch unter den 10.000 € zu bleiben:

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In einem YouTube-Clip erklärt er, dass er zwar kein Glück mit den Packs hat, aber dass es auf dem Transfermarkt sehr gut für ihn läuft (via youtube).

Was ist das Problem? Solche Highlight-Clips zeigen, wie spannend es ist, Geld in ein Spiel zu investieren, am „Glücksrad“ zu drehen und auf ein gutes Resultat zu hoffen.

So wie Trymacs über Icon Garrincha freuen sich auch Glücksspieler, wenn sie den Jackpot geknackt haben.

Solche Clips und Streams können dazu führen, dass Zuschauer dem Streamer nacheifern wollen und dann ebenfalls Geld in die Glücksspiel-Mechanik investieren: Ausgaben, die sie sich aber im Gegensatz zum Streamer, nicht leisten können.

Das kann wiederum in die Spiel-Sucht führen. Genau das, was Böhmermann kritisiert hat.

twitch-böhmermann
Jan Böhmermann parodierte Streamer wie MontanaBlack.

„Der meint doch nicht mich“

Wie rechtfertigt Trymacs das? Für Trymacs scheint das kein Widerspruch zu sein. Er folgt der Logik von MontanaBlack: Streamer machen Content und die Zuschauer wissen schon, dass die Streamer „mehr Geld als sie haben“. Sie sollten sich daher kein Vorbild an den Streamern nehme. Letztlich sei ja jeder für sich selbst verantwortlich.

Zudem warne Trymacs auch immer davor, exzessiv Geld auszugeben. So erklärte er, die Zuschauer könnten ja an ihm sehen, dass es in Spielen wie Hay Day gar nichts bringe, „hart reinzucashen“ – dadurch mache man sich den Spielspaß nur kaputt.

Bei FIFA scheint er auch ein reines Gewissen zu haben:

  • Einerseits profitiert er nicht davon, dass seine Zuschauer Geld in FIFA stecken, indem er Guthaben-Karten verkauft. Er sagt sogar, „EA hasse ihn“, weil er immer wieder offen sage, wie schlimm das System sie
  • und er verzichtet auf Casino-Streams, die sei noch schlimmer und würden Zuschauer in den Selbstmord treiben

So richtig scheinen hier aber das, was er sagt, und das, was er tut und vorlebt, nicht zusammenzupassen. Schon während seiner Reaktion auf das ZDF Magazin Royale, als Trymacs sagte „Der meint doch nicht mich“, erklärten ihm seine Zuschauer im Chat: „Doch, der meint genau dich.“

MontanaBlack zur Kritik an Twitch-Streamern durch ZDF Magazin Royale: „Jeder ist selbst für sich verantwortlich“

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Nerdine

Tatsächlich ist Trymacs einer der ganz wenigen Ausnahme-Streamer, die es genau richtig machen.
Er zeigt genau durch dieses vollkommen überzogene Geldausgeben, welche Summen da fließen und benennt sie ganz klar und transparent.
Nicht nur das, er betont immer und immer wieder, dass diese Masche reiner Scam ist und es Schwachsinn ist, so viel Geld verpuffen zu lassen.

Ich kann bis heute nicht nachvollziehen warum überhaupt die Streamer etc so sehr in den Mittelpunkt der Kritik geraten.
Unternehmen wie EA & Co. gehört hier ganz klar die Masche und somit überhaupt die Grundlage der Misere ausgetrieben und verboten.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Nerdine
Chaosdoktor

Kann die Leute nicht verstehen die bei ihm sehen wie viel Geld man da reinstecken muss um mal EINEN guten Dropp zu bekommen und trotzdem selbst Geld rein stecken.

EIGENTLICH, wenn die Leute alle nur ein wenig intelligent wären müssten solche Streams sogar dafür sorgen das WENIGER Leute sich solche Boxen kaufen.

Leider sind dann aber gerade diese Streamer wieder genug dass das System ‚Lootboxen‘ sich für EA und Co lohnt..

Chaosdoktor

Ergibt Sinn, danke. Hab von dem ganzen nicht wirklich groß Ahnung 🙈. Dass die Leute nicht 12 Stunden Streams gucken war mir schon klar aber dachte die meisten lassen das dann eventuell 6 bis 7 Stunden im Hintergrund mitlaufen wie man das früher mit dem TV machte

Bingolinchen

Oh weh, ein weitere Trymacs Fanboy der rein garnichts kapiert!

Slix

Gut das es Twitch und Co gibt, sonst wäre aus einigen Experten wie der Herr aus diesem Artikel, nichts geworden.

Kadara

Wenn ich mir seinen Stream auf Twitch anschaue steht dort als Titel 100 Std 2000000 FifaPoints. Umgerechnt sind das ca 18500 €. Würde mich als Donater schon ankotzen wenn ich wüsste das meine Donation an EA geht.

RyznOne

Da kannst du auch einem Oxen ins Horn Petzen 🤦🏻 -> Elite 😂👈

Arkell

Ich würde eher den eigenen Kommentar löschen, wenn ich so tief im Hintern von Trymacs stecke, dass ich nicht bemerke, dass Trymacs einfach nur ein Heuchler ist, der Wasser predigt, aber Wein trinkt.

Nerdine

Du solltest vielleicht etwas über deinen Tellerrand hinaus sehen.

solitair

Na und, er kann doch mit seiner Kohle machen was er will.

Kadara

Vielleicht einfach nochmal den Artikel lesen und versuchen zu verstehen. So schwer ist das ist.

Jaba01

Ein ganz typischer Spielesüchtiger halt. Verleugnung und dennoch reinbuttern.

Horst

Völliger nonsens deine aussage. Zeigt das du keine ahnung hast wovon du redest bzw. das du dich mit ihm überhaupt nicht auseinandergesetzt hast. Er macht das genau 1 mal im jahr undzwar dann wenn das neue fifa rauskommt. Er verdient in dieser kurzen zeit ohne ende kohle und hat dabei noch sehr viel mehr zuschauer als sonst. Das geld was er ausgibt, holt er wieder rein, wenn nich noch mehr. Wenn er süchtig nach lootboxen wäre, würde er das ständig machen und nicht nur 1 mal im jahr. Merkste selber oder

Browgas

Eine ungute Sache in Regelmäßigkeit zu machen zeugt von einem gewissen Suchtverhalten. Wenn er es nicht lassen kann obwohl er um das Drumherum und die Konsequenzen weiß ist das entweder eine ‚is mir dich egal was die anderen Idioten machen‘ Einstellung oder eben sucht.
Unterm Strich zeugt beides nicht von einem angenehmen Charakter.

Havanna

Leider haben Streamer, ab einer gewissen Größe (Reichtum), keine Gewissensbisse mehr. Am Ende zahlt er es ja nicht selbst sondern seine Fans. Der Papi weiß zwar nicht wie er die Energierechnung zahlen soll aber das Kind gibt sein Taschengeld einem Streamer easy.

Nerdine

Wenn du ernsthaft glaubst, dass die Beträge durch Taschengeld-Donations zustande kommen, fliegst du meilenweit an der Realität vorbei.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Nerdine
Kuba

Ändert sich an diesem FIFA eigentlich jedes Jahr wenn es rauskommt etwas also spieltechnisch oder ist das immer wieder das gleiche Spiel nur mit neuen Karten?

Arkell

Es ändert sich jedes Jahr etwas. In diesem Jahr gibt es die Weiterentwicklung der Hypermotion Engine. PC-Spieler haben die letztes Jahr nicht bekommen, bekommen aber jetzt direkt die neueste Version und das Spiel fühlt sich fast komplett neu an.

Elder

Na der junge Mann hat doch Recht. Sind ja keine Lootboxen, sondern kleine virtuelle Päckchen.

Was komplett anderes.

Zudem ist ja jeder für sich selbst verantwortlich, auch 12 jährige Zuschauer seiner Streams. Die werden schon eher auf seine beiläufigen Warnungen hören, das sei alles ja sehr schlecht und nicht nachzumachen, als auf die spektakulär aufgezogenen „Ich mach hier mal 100 Päckchen auf“-Situationen mit „Chat, Chat, Chat, schaut mal boaaaaaaaaaaah geeeeeiiiiiiiiiil“-Verhalten.

Zumal die Zuschauer alle ja sicherlich auch wissen, dass sie im Gegensatz zu ihm weder so erfolgreich Streamen noch das Geld anderweitig wieder reinholen können.
Jeder Mensch kommt ja mit grenzenloser Objektivität und Weitsicht auf die Welt. Da haben wir ja Glück als Spezies. Schnappschildkröten müssen das beispielsweise erst hart erlernen, deshalb leben die so lange.

Jaaaa. Der ist auf Zack und hat das sehr gut differenziert.

(und falls das jetzt jemand völlig falsch versteht, setze ich hier ein *Sarkasmus Ende*).

Spaß beiseite. Wenn ich mir als mittlerweile echt lange Volljähriger etwas kaufe, dann ist das zunächst ja meine Sache.

Was aber meiner Meinung nach generell verboten gehört – und ja, ich meine explizit VERBOTEN – ist, dass man egal was an Glücksspielmechanik in einem Spiel sowohl national als auch international mit 18+ oder besser sogar 21+ kategorisieren muss und das dann dementsprechend auch nicht mehr groß auf Twitch oder sonstwo beworben und gezeigt werden darf. Ein 12 jähriger darf auch nicht in die Spielhalle (und NEIN, das ist eben nichts anderes, nur weil er da am Automaten evtl. Geld zurückbekommen kann, das Prinzip ist doch exakt dasselbe…Geld reinpumpen für eine Minichance an „Gewinn“).

Ich hatte das schon mal irgendwo hier kommentiert und bin eh der Meinung, dass da das Jugendschutzgesetz an sich evtl. nur eine Anpassung braucht in Richtung „alles, was die hier verbotenen Dinge vom Prinzip her abdeckt und dazu geeignet ist, Jugendliche an diese Dinge heranzuführen, sprich das Suchtpotenzial begründen können, sind vom Gesetz hier mit umfasst und eine dementsprechende Herausgabe oder Zugänglichmachung an Jugendliche ist verboten“.

Warum das nicht passiert? Joa. Da verdienen manche halt ziemlich viel Geld damit, also was soll die Moral. Ob das Geld von mir kommt oder von einem Jugendlichen, der das gar nicht abschätzen kann oder will, was er da verballert, interessiert denjenigen und sein Konto doch nicht.

Don77

Ich würde es auch machen wenn ich soviel Geld hätte und Zuschauer, die das ganze Geld sowieso wieder reinbringen

Kuri

Ich will das Verhalten von Trymacs nicht schönreden aber ihr macht hier in der Redaktion auch ziemlich ähnliches. Dieser Artikel hier kritisiert(zurecht) die Lootbox Mechanik von Fifa aber auf meiner Startseite sehe ich direkt zwei Artikel zum Thema Fifa und FUT, welche die User dazu animieren sollen, FUT zu spielen. https://mein-mmo.de/fifa-23-bundesliga-starter-team/ und https://mein-mmo.de/fifa-23-fut-moments-schnell-einfach-starke-belohnungen/

Kevin

Merkst selber Geld rein stecken und Fut ist anders, Fut ist der Online Modus, Packs ist eine Mechanik in dem Modus… Und so sind es mehr jüngere die sich dazu verleiten lassen viel Geld auszugeben oder einfach ältere die nicht klar denken können
Egal, ich geben bei sowas kein Geld wenn dann nur wenig Geld aus(hole mir dieses Jahr Fifa so oder so nur wegen Karriere

Threepwood

So ist das mit der Sucht in gewissen Stadien: „Ist echt mies, sollte jemand was gegen machen. Mich betrifft es aber nicht und rein ins (Sucht)Vergnügen.“

Gut, bei Streamern kann man sowas natürlich auch als Investition sehen und Suchtverhalten oberflächlich verschleiern. Irgendein dummes „Ich öffne 100 irgendwas“-Video veröffentlichen und die Kohle ist mittelfristig wahrscheinlich dreifach wieder drin. Entsprechend selten wird Sucht als gefährlich eingestuft, solang sich Betroffene finanziell nicht schädigen. Ist echt lumpig, was EA, Twitch, YT, die Suchtis und Co da immer wieder neu befeuern und am Leben halten.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Threepwood
mryx007

Ich hasse Fußball

Snappulse

Ist vielleicht jetzt nicht so relevant aber es waren nicht 9300€ es waren 9600€.

MfG. Snap

Compadre

Dass es solche Streamer selbst nicht merken, dass sie Teil des Problemes sind und für FIFA als Casino Werbung genutzt werden, damit Kinder die Kreditkartenabrechnungen der Eltern hochjagen oder Spielsüchtige ihr Hab und Gut verzocken, sagt eigentlich schon alles.

In der gesamten Thematik ist eigentlich perfekt zu sehen, was in einigen Bereichen der Gamingbranche in den letzten Jahren schief lief… Da sollte die EU allmählich echt mal eingreifen.

Wie man als Spieler ein solches System mit einem jährlichen Vollpreis unterstützt, ist mir dabei ebenso rätselhaft. Vollpreis für ein Kaderupdate mit einer Pay2Win Mechanik eines Free2Play Asia Mobiles… Es ist eigentlich schon ziemlicher Wahnsinn, aber muss jeder für sich selbst wissen.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Compadre
Firefix

Der Kunde wurde eben dazu erzogen. Damals undenkbar. Aber die neue(n) Generation(en) wurde von Anfang an daran gewöhnt.
„Es ist normal.“ Jeder macht das doch“. „Es ist doch mein Geld“.

Das dadurch die Anderen darunter zu leiden haben und indirekt auch sie selbst, ist ihnen egal.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Firefix
Compadre

Stimme dir teilweise zu, finde aber, dass es bislang „nur“ bei den Sportspielsimulationen so krass ist und sich das in den anderen Bereichen nicht so einfach durchsetzen würde. Wenn WoW nächstes Jahr ein Addon zum Vollpreis bringen würde, in denen sie lediglich ein paar Namen von NPCs bei Quests ändern würden oder einen Dungeon in einem anderen Design abbilden würden (inhaltlich aber gleich!) und zusätzlich noch deinen gesamten Spielfortschritt reseten würden und den neuen Spielfortschritt derart krass an Pay2Win koppeln würden, dass du richtig Echtgeld reinbuttern müsstest, um mit anderen Endgamespieler mithalten zu können, obwohl du genau weißt, dass WoW den neu zusammengekauften Fortschritt in einem Jahr einfach wieder resetet, dann würde das einen noch nie dagewesenen Sh*tstorm geben und wäre wohl auch das Ende des Franchises.

Bei den Sportsimulationen kennt man es halt nicht anders. Da ist es normal, dass FIFA jährlich ein Kaderupdate zum Vollpreis bringt, nur um damit die vorherig teuer zusammengekauften FUTs zu reseten, damit jeder von vorne Geld reinbuttern muss und am Ende der gewinnt, der am meisten Geld reinbuttert. Wenn du es nicht anders kennst, ist es vielleicht normal. Für mich ist es Wahnsinn.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Compadre
Threepwood

EA ist da sicherlich präsenter mit ihren AAA-Games, in denen dieser Schwachsinn breit akzeptiert und sogar noch gefeiert wird.
Der Mobile Markt als Monetarisierungs-Ur-Geschwür dessen, plus seit Jahren eigentlich das gesamte Online-/ MP-Gaming mit all dem Gacha, Lootboxen, Bettelpass usw. ist nicht weniger krass. Die Spiele sind einfach nur mehr Nische im Sinne der Öffentlichkeit.
EA hat eine Marketing Maschine mit Profi-Sportlern, Musik-Stars, Streamern, Rechten an Markennamen und zudem eine (Teil)Fanbase von Sport im Real Life, die dort schon alles unreflektiert mit sich machen lassen.

Firefix

Ich trenne gerne „Casual“ Sportspieler, die nur Spiele wie Fifa zocken und „normale“ Spieler.
Ich erlebe das recht häufig. Wenn ich mit Leuten rede. Sie spielen gerne Spiele und nach etwas nachhaken ist es Fifa. Mit etwas Glück kennen sie dann noch Fortnite oder COD.
Aber wehe ich gehe da etwas in die Tiefe. Andere Spiele kennt man nicht.
Ich vermute mal, wenn man sich nur in diesem Rahmen aufhält, dann ist diese Art von Echtgeldshop ganz natürlich.

Lucifron

Die Argumentation ist ja nicht unbedingt falsch, allerdings natürlich vereinfacht und ignoriert manche Sachen…
Als Content Creator bist du natürlich in der Lage unsinnig viel Geld in etwas zu stecken und es zu zeigen, in wie weit Leute das nacheifern ist halt immer schwierig zu beurteilen. Ich muss sagen, dass ich Trymacs nicht folge und so nicht sagen kann, wie deutlich er sich von EA distanziert, also kann man von einer indirekten Unterstützung sprechen. Allerdings ist auch etwas an dem Argument „Ich verkaufe keine Cards / habe keinen Reflink“ dran, sofern es komplett stimmt.

Gacha Spiele und Lootboxen ziehen durch den Glücksspielfaktor gerne Spieler an, da gibt es dann auch wieder solche und solche, was Spielerfreundlichkeit angeht bzw. P2W.
Ich bin kein Fußball-Fan, aber Fifa hat da halt das ganze mit dem jährlichen Release statt Games as a Service verbunden maximal ausgenutzt.

Compadre

Ich verkaufe keine Cards / habe keinen Reflink

Nein, er verkauft keine Cards, aber der Streamer ist am Ende des Tages ein Faktor dafür, dass Kids die Kreditkarten der Eltern missbrauchen und/oder selbst in eine Spielsucht rutschen. Nicht nur FIFA. FIFA sponsert ein paar Packs für den Stream, hält die Hand auf und lässt den Streamer mal vor seinen (unter anderem) 10-jährigen in seinem Stream machen.

Finde ich persönlich sogar noch bedenklicher, als die Packs selbst zu verkaufen.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass man als Influencer (google mal die eigentliche Begrifflichkeit) auch soziale / gesellschaftliche Einfluss hat. Ich persönlich würde mich was schämen, würde ich Kartenpacks live im Stream vor tausenden Zuschauern öffnen und dann genau wissen, dass wegen mir jetzt vielleicht Kinder die Kredikarte von Papa missbrauchen oder Leute, die anfällig für Spielsucht sind, am Monatsanfang 200 Euro in Spielpacks investieren und zur Monatsmitte einen leeren Kühlschrank haben. Und wenn das „nur“ zwei von tausend sind, sind es zwei zu viele, die es ohne den Stream vielleicht nicht getan hätten. Dann kann ich entweder a) mich als Influencer hinstellen und sagen „kann ich doch nichts dafür, ich verkauf die Packs doch nicht“ (dann habe ich das Problem nicht verstanden) oder b) checken, dass ich ein Teil des Problemes bin und für FIFA als Casino Werbung ohne FSK Beschränkung fungiere.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Compadre
Arkell

Die Twitch FSK Beschränkung ist doch sowieso ein Witz. Man wird darauf hingewiesen, dass es sich um 18+-Content handelt, und mit 2 Klicks guckt man dann trotzdem den Stream, auch wenn man erst 12 ist. Richtig kontrolliert wird da nunmal nicht.

Nerdine

Es gibt auf Twitch weder eine FSK noch eine USK Beschränkung.

Arkell

Es gibt aber die Möglichkeit seinen Content so zu markieren, dass nur User über 18 darauf zugreifen können. Um darauf dann zugreifen zu können, muss man nur sein okay geben, dass man sich darüber im Klaren ist, dass man auf 18+ Content zugreift.

Nerdine

Falsch. Hier wird bewusst keine Altersangabe verwendet sondern der Begriff ‚Erwachsene“.
Der ist Auslegungssache und auch überall anders geregelt.
Und das hat absolut nichts mit dem Gesetzgeber zu tun noch mit irgendwelchen Institutionen wie USK und FSK.
Das ist eine rein von Twitch geschaffene Richtlinie für die Inhalte, die gesendet werden dürfen.
Alles darüber hinaus findet – wenn überhaupt – direkt zwischen dem Gesetzgeber und dem jeweiligen Kanalbetreiber statt.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Nerdine
Monfyre

Anzeichen eines Süchtigen
„Es ist ja nicht so…“, „Ich kann jederzeit damit aufhören…“, „Ich verachte dieses Verhalten und sehe mich nicht davon betroffen…“

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Monfyre
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