FIFA 16: FUT – 17-Jähriger öffnet für knapp 5000 Euro Packs – mit der Kreditkarte seines Vaters

Ein 17jähriger Junge hat für mehrere tausend kanadische Dollar Pakete von FIFA 16 gekauft – mit der Kreditkarte seines Vaters.

Für Lance Perkins kam eine schöne Bescherung noch vor den Weihnachtsfeiertagen. Nach Angaben der CBC bekam der Vater eines 17-Jährigen Teenagers am 23. Dezember eine Kreditkartenrechnung von 7.625,88 kanadischer Dollar. Das sind knapp 5.000 Euro. Es habe ihn geradezu umgehauen, als er die Rechnung sah, erzählte er der CBC News.

Perkins berichtete, er habe seinem Sohn die Kreditkarte gegeben, damit er Besorgungen aus dem nächsten Gemischtwarenladen für die Familie tätigen könne. Anscheinend hat der Teenager aber ganz andere Geschäfte damit abgewickelt.

FIFA Fut 16 Ultimate Team Packs

Der 17-Jährige, der in seiner Freizeit häufig den FIFA 16: FUT-Modus spielt, war verantwortlich für den hohen Betrag. In FUT ist es möglich, für echtes Geld FIFA Coins zu kaufen, die dann in Sets investiert werden können, in denen Spieler und Verbrauchsobjekte zu finden sind. Man kann auf einmal bis zu 99 Euro ausgeben, um 12.000 Coins zu bekommen. Ein Standard-Goldset ist dabei bereits ab 100 Coins zu erwerben. Angeblich habe sein Sohn dabei nicht bemerkt, dass er die Kreditkarte immer wieder aufs Neue belaste, so der Vater:

Der 17-Jährige dachte, es falle eine einmalige Gebühr für das Spiel ab. Beide Familienmitglieder reagierten geschockt auf die Rechnung.

Fifa Mein MMO

Vater bleibt auf den Kosten sitzen, Sohnemann hat XBox-One-Verbot

Es ist freilich zu bezweifeln, dass ein 17-Jähriger so wenig Ahnung von Mikrotransaktionen und Kreditkarten hat, dass so etwas vollkommen unbewusst und überraschend passieren kann. Die Perkins vertreten diese Aussage aber vehement. Für besorgte Eltern steht übrigens auf der Konsole die Möglichkeit offen, derartige Einkäufe durch ihre Kinder in den Einstellungen zu verhindern.

Diese Option fällt aber erstmal für die Perkins weg, da der Teenager die nächste Zeit auf das Zocken verzichten wird:

„There will never be another Xbox system — or any gaming system — in my home“, sagt Lance Perkins.

In Haus des Vaters werde es nie wieder eine Spielekonsole geben.

Lance Perkins bleibt übrigens auf den Kosten sitzen: obwohl er sein Kreditinstitut schnellstmöglich informiert hat, könne man diesbezüglich nichts tun. Auch Microsoft teilte dem Vater mit, dass sich die Transaktionen nicht mehr rückgängig machen ließen.

Zurzeit sind Spieler aus dem TOTY in FUT verfügbar. Hier werden wie jedes Jahr zahlreiche Mikrotransaktionen getätigt. Ob demnächst wieder ein Vater sein blaues Wunder erleben wird, bleibt abzuwarten – EA Sports beschert dieses Ereignis auf jeden Fall einen Geldregen.

Quelle(n): cbc
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Myri
Myri
4 Jahre zuvor

Falls das überhaupt so stimmt, in Deutschland sähe es anders aus. Der Junge ist beschränkt geschäftsfähig, der Vater stimmt dem Vertrag nicht zu und bekommt das Geld vom Spieleanbieter zurück.

ZizouTheGoat
ZizouTheGoat
4 Jahre zuvor

Achja das traurige ist dass man bei jedem fifa ein neues ut aufbauen muss, habe auch kein bock mehr das investiert man soviel zeit in seinem UT und dann muss man alles von vorne machen -.-

Koronus
Koronus
4 Jahre zuvor

Ich frage mich ob es besser gewesen wäre, wenn der Sohn die Nummer stattdessen bei einer Seite die er von einem Spambot auf Skype bekommen hat eingeben hätte und ein Fremder es dann abgehoben hätte?

Harnwegsinfektion
Harnwegsinfektion
4 Jahre zuvor

Ach waren das noch Zeiten als man sich einfach ein Spiel gekauft hat und fertig. Keine Mikrotransaktionen, kein DLC, kein Abo, kein Pay2Win, keine Server down, kein mädchenhaftes Gejammer im Forum jeglicher Art, keine nervigen Klassenclowns und RL Versager im Chat. Einfach einschalten und spielen, alleine, ganz alleine, herrlich.
Zum Glück war ich von Anfang an dabei und durfte es noch erleben smile

Schön wars, nur leider sind diese Zeiten vorbei. Dicke Geldbeutel beherrschen nun die Online Schlachtfelder.

hadmadhat
hadmadhat
4 Jahre zuvor

oder vor ort mit freunden an einer konsole zocken… die meisten spiele erlauben heute allenfalls noch einen zweispielermodus, dass im zweifelsfall zusätzliche konsolen, spiele und co gekauft werden müssen um per online modus mit mehr als einem freund im selben raum spielen zu könnnen *kopf-tisch*

LIGHTNING
4 Jahre zuvor

Das Spiel sagt einem doch bei jedem Einkauf wie viel das nun kostet und man muss das bestätigen oder irre ich mich? Die können ja nicht einfach Geld abbuchen, wenn man irgendwohin klickt…

Koronus
Koronus
4 Jahre zuvor

Ne es kann sein, vor allem bei Lags, dass der selbe Prozess in einer Art Schleife landet und man so für ein Produkt das Doppelte oder hier das Tausendfache zahlt.

LIGHTNING
4 Jahre zuvor

Das verbieten Kreditkartenunternehmen aber in ihren AGB und ist rechtlich anzufechten.

skyline61
skyline61
4 Jahre zuvor

ich hab mir grad gedacht wie mifühlend es doch wäre wenn ea dem paps das geld wieder geben würde. dann ist mir aber eingefallen in was für einer welt wir leben.

RLXD
RLXD
4 Jahre zuvor

Ganz ehrlich, der Bengel ist 17 und sollte eine gewisse Reife erreicht haben sich die er sich der Sache bewusst ist, dass nichts umsonst ist. Wenn er, sagen wir mal „zurückgeblieben“ ist, dann OK. Dann wäre es eine nette Geste, wenn das Geld zuruckgezahlt wird. So ist er selbst schuld und muss eben auch dafür gerade stehen.
Es gab bereits Fälle in denen Kleinkinder oder geistig behinderte für tausende Dollar In-App purchases tätigten und das Geld ohne große Probleme zuruckgezahlt wurde. Da sieht die Rechtslage aber auch völlig anders aus als bei einem „Erwachsenen“, zu denen man mit 17 in sehr vielen Teilen der Welt zählt.

Tom Ttime
Tom Ttime
4 Jahre zuvor

Ich kann mir da auch nur an den Kopf fassen.

m4st3rchi3f
m4st3rchi3f
4 Jahre zuvor

Nach deutschem Recht ist auch ein 17-Jähriger nur beschränkt Geschäftsfähig, das heißt es dürfte nur mit Zustimmung der Eltern den Kauf abschließen (glaube kaum dass das hier unter der „Taschengeldparagraphen“ fällt).
Habe mal eben gesucht wie das nach kanadischem Recht ist, und auch da darf ein Minderjähriger keine Geschäfte abschließen.
Von daher wundert mich eigentlich das Vorgehen, also entweder haben die Eltern das Geld über oder die AGB´s von Microsoft/EA sind so merkwürdig…

TheName
TheName
4 Jahre zuvor

Aber hübsches Weihnachtsgeschenk.
Der Vater hat sich sicherlich gefreut, als er die knapp 7,5k-Rechnung unterm Weihnachtsbaum gefunden hat.

Pete
Pete
4 Jahre zuvor

Ich kann nicht mehr vor lachen. grin
Der Sohnemann wird wohl auch eine Weile Ferienjobs übernehmen müssen.

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