Star-Spieler rechnet mit LoL ab: „Wär ich kein Profi, würde ich keine SoloQ mehr spielen“

Star-Spieler rechnet mit LoL ab: „Wär ich kein Profi, würde ich keine SoloQ mehr spielen“

Bei League of Legends ist der Südkoreaner Lee „Faker“ Sang-hyeok seit 9 Jahren einer der bekanntesten und besten Spieler. Aber aktuell ist der dreifache Weltmeister mit dem Stand des MOBAs unzufrieden, vor allem von der Solo-Queue hat er 2022 die Schnauze voll. Das sei im Moment ein reines Glücksspiel.

Wer ist Faker?

  • Faker ist der „Lionel Messi“ von LoL, sowas wie ein globaler Superstar des Spiels. Er hat schon früh Titel in LoL gesammelt, wurde 2013, 2015 und 2016 Weltmeister. In Südkorea wird er als „Botschafter des Landes“ gesehen: Ein Politiker forderte sogar eine Sonderbehandlung für ihn, man solle ihn doch den Wehrdienst erst nach seiner Karriere antreten lassen.
  • Faker ist ein Midlaner in LoL, er spielt Zauberer und Assassine, ist für seinen außergewöhnlich tiefen Champion-Pool, für spektakuläre Plays und Nerven aus Stahl bekannt.
  • Im Moment ist Faker nach einigen schwächeren Jahren wieder in brillanter Form: Er hat mit seinem Team T1, den Allzeit-Rekord für einen „guten Saisonstart“ in der LCK gebrochen, als T1 17 Liga-Spiele in Folge gewann.
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Selbst der beste Spieler hat zu wenig Einfluss auf Ausgang eines LoL-Matches

Das stört Faker gerade: In einem Twitch-Stream am 16. März sagte Faker, laut einer Übersetzung:

„Wäre ich kein Profi, würde ich keine Solo-Queue mehr spielen, weil es keinen Spaß macht. […] „9 von 10 Spielen sind wie Spielautomaten. Wenn es so wie jetzt ist, dann seh ich keinen Sinn mehr darin zu spielen“.

Faker

Was genau meint er damit? Faker hadert mit seinen Mitspielern in der Solo-Queue. Der Midlaner denkt offenbar, er selbst hat als einzelner zu wenig Einfluss auf den Ausgang seines Matches. Alles hängt von den Mitspielern ab, die ihm beim Matchmaking zugelost werden.

Wenn er an Mitspieler gerät, die nur „trollen“, das Spiel nicht ernst nehmen oder tilten und aufgeben, kann selbst so Superstar wie Faker keinen entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen.

Es ist aus Fakers Sicht in 90% der Fälle rein vom Glück abhängig, ob er gewinnt oder verliert. Wie bei einem Spielautomaten, entscheidet nicht der Skill des Spielers, sondern das Glück, gute Mitspieler zu bekommen, darüber, ob man gewinnt oder verliert.

Das hängt auch damit zusammen, dass Faker in der koreanischen Solo-Queue spielt und es hier Probleme mit „ausländischen Spielern“ gibt. Die können zwar durch Spezial-Accounts dort mit allem Luxus spielen, nehmen aber die SoloQ oft nicht so ernst, wie sich das Profis wünschen.

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Spiel ist okay – Spieler nerven und „schlimmer als je zuvor“

So wird das diskutiert: Auf reddit wird das Statement des legendären Fakers diskutiert:

  • Grundsätzlich findet man, die aktuelle Meta in LoL eigentlich in Ordnung – die Spieler seien aber „schlimmer als je zuvor“
  • Ein Spieler sagt, er spiele seit 2017 – noch nie hatte er so wenig Spaß in LoL. Jedes Spiel sei so, als werfe man eine Münze, wer die schlimmeren Mitspieler zugelost bekomme.
  • Man hofft jetzt, dass es Riot beunruhigt, wenn der „größte Spieler aller Zeiten“ sowas sagt wie „Euer Spiel macht keinen Spaß“. Auf reddit erhofft man sich signifikante Änderung.

Was könnte eine Lösung sein? Ein Vorschlag sagt, Riot Games müsse die Bewertung von Spielern verändern:

  • Jetzt zähle alleine der Team-Erfolg
  • Man wünscht sich aber ein System, bei dem individuelle Leistung in die Bewertung fließt, etwa die KDA

Auch wenn einige Spieler aktuell mit dem Meta zufrieden sind, schraubt Riot Games im Hintergrund an einigen Formeln:

LoL kündigt systemische Änderungen am Meta an, um ein großes Problem zu lösen

Quelle(n): reddit, dexerto
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Dastil

Das ist eben das Paradoxe and Team-Games. Overwatch ist auch ein Spiel, dass grundlegen um den Team Gedanken aufgebaut ist, allerdings tut es nur sehr sehr wenig um diesen zu fördern.

Sprich wenn Solo-Q der bevorzugte und gepushte Modus ist, dann muss man im Spiel ähnlich wie in anderen Ego-Shootern z.b, alleine viel mehr Carrien müssen, damit es sich eben nicht wie Glück anfühlt.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Dastil
SiskoD

Ah faker is also auch in der nicht Existenzen elo-hell angekommen xD

Daggett Beaver

Hat nix mit Elohell zu tun, sondern mit gutem Matchmaking.

Gutes Matchmaking bedeutet, dass alle Spieler in der Partie in etwa gleich gut sind. Und das bedeutet, dass wenn ein Team nur zu viert spielt, weil ein Spieler trollt oder AFK ist, das Spiel für dieses Team verloren ist.

Diese Denkweise, es sei „Elohell“, weil man die Partie nicht alleine carryn kann, bedeutet, dass Elohell immer dort ist, wo man korrekt gematcht wird. Daher: Wenn man als Dia-Spieler smurft kann man bis Gold einfach das Spiel dominieren, selbst wenn man einen Troll im eigenen Team hat, ab Plat muss das eigene Team halbwegs mitspielen… und sobald man wieder in Diamond ist, wo man hingehort, wird man wieder nicht carryn können… das ist aber halt nicht Elo-Hell, sondern gutes Matchmaking…

Gäbe es kein Matchmaking wäre der Diamond-Spieler zwar in der Lage, 99% aller Spiele zu carryn, weil er in 99% aller Spiele der mit Abstand stärkste Spieler in der Partie wäre, aber im Umkehrschluss wäre der Spielausgang fur 99% des Rests der Spieler völlig zufällig, weil alles darauf hinauslaufen wurde, welches Team das Glück hat, die Plat und Dia-Spieler zu bekommen. Wäre das besser? Wohl eher nicht…

Stawacz

Deswegen spiel ich keine Rangliste mehr. In mindestens 6-7 von 10 Spielen sind die genannten Spielertypen vertreten. Entweder wird geflamed dass sich die Balken biegen,AFK gegangen oder die Aufgaben werden vernachlässigt weil man einfach nur Killgeil is..die Strafen für Vergehen sind auch viel zu lasch angesetzt. Macht keinen Spaß mehr so obwohl das Spiel eigentlich so gut sein könnte

Nico

naja persönliche wertungen haben sowieso immer zuviel einfluß das ist auch in Valorant to much. Taktisch Spielen statt fraggeil etc wird halt 0 belohnt.

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