LoL: Profi wagt es, „Nationalheiligtum” mit miesem Spiel zu verärgern – Wird entehrt und hart bestraft

LoL: Profi wagt es, „Nationalheiligtum” mit miesem Spiel zu verärgern – Wird entehrt und hart bestraft

In Südkorea ist der „League of Legends„-Profi Faker ein Nationalheiligtum. Er gilt als der beste Spieler in LoL aller Zeiten. 2022 ist der 25-Jährige in Bestform. Sein Team T1 hat grade 15 Spiele in Folge gewonnen, doch ein chinesischer Profi-Spieler wagte es jetzt, Faker in der Solo-Queue blöd zu kommen. Sofort brach die Hölle über ihn herein.

Wer ist Faker?

  • Faker gilt als der beste und bekannteste LoL-Spieler in der Geschichte des MOBAs. Der Midlaner hat 3 Weltmeisterschaften mit T1 gewonnen und zig persönliche Auszeichnungen gesammelt. Er ist für seinen riesigen Champion-Pool und seine mechanischen Fähigkeiten bekannt: Der „untötbare Dämonenkönig“ ist in der Midlane ein eiskalter Killer und es gibt endlos viele Highlight-Videos des Südkoreaners.
  • Seit 5, 6 Jahren läuft’s nicht mehr ganz toll, sein Team T1 hat ein WM-Finale knapp verloren, ist sonst öfter blöd ausgeschieden oder hat sich gar nicht für eine Worlds qualifiziert. Ständig kamen und gingen die Mitspieler und Coaches von Faker, es gab außer ihm keine Konstanz bei T1. Aber 2022 hat Faker endlich wieder Top-Mitspieler neben sich, wie den Supporter Keria, und T1 steht glänzend da. Mit 15-0 dominiert T1 die LCK. Das ist vor T1 noch kein Team der LCK gelungen.
  • Faker ist in Südkorea so eine große Nummer, dass er als „Botschafter des Landes“ gilt und einen ähnlichen Status wie Olympioniken genießt. Ein Politiker forderte, extra für ihn eine Sonderregelung einzuführen, damit er seinen verpflichtenden Wehrdienst erst nach seiner Profi-Karriere antreten muss.
Jeder liebt den weinenden LoL-Gott vor den Worlds – 3 Videos inszenieren Faker

Faker überträgt Spiel live auf Twitch – Ein Profi versagt mit 0-16

Wie hat jemand Faker verägert? Der Ersatz-Toplaner des chinesischen Profi-Teams TopEsports, Qingtian, hat den Unmut von Faker auf sich gezogen. Er spielte Aatrox, gab sich aber nicht sonderlich viel Mühe in einem Spiel, das Faker live auf Twitch übertrug.

Faker sagte: Der Spieler würde absichtlich das Spiel sabotieren, hätte 16 Tode und keine Kills in einem 32 minütigen Spiel, das Fakers Team klar verlor. Faker sprach von „throwen“, so nennt man es in LoL, wenn ein Spieler so frustriert ist und sich chancenlos wähnt, dass er sich gar keine Mühe mehr gibt, sondern nur noch Mist baut, reihenweise stirbt und nichts mehr zustande bringt.

Von Profis erwartet man, auch in so einer Situation ihr Bestes zu geben und das Spiel würdevoll zu Ende zu bringen.

Faker regte sich über chinesische Spieler auf, die sich in der koreanischen Solo-Queue derart daneben benehmen. Es hieß, die hasse er am liebsten. Das Problem gebe es jetzt schon seit zig Jahren. Er frage sich, warum Riot Games denen überhaupt Super-Accounts gegeben hat.

Mit diesen „Super Accounts“ können Profis in jeder Liga spielen. Weil die koreanische Solo-Queue als die beste der Welt gilt, kommen auch viele Profis aus dem Ausland dorthin. Faker ärgert sich offenbar darüber, dass jemand aus China in die Solo-Queue kommt und dann dort Mist baut und Spiele sabotiert.

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Profi bekommt Monatsgehalt Strafe, wird öffentlich bloßgestellt

Was passierte danach?

  • Das Team des so bloß gestellten Profis, Top Esports, erließ ein offizielles Statement auf Weibo, dem chinesischen Facebook, tadelte Qingtian für sein Benehmen und sagte, man ziehe ihm ein Monatsgehalt vom Lohn ab. Außerdem werde man sein Training verschärfen und ihn unter Aufsicht stellen.
  • Der Spieler selbst entschuldigte sich und gestand, dass er sich als Profi-Spieler mehr darum bemühen müsse, zum guten Umfeld des Spiels beizutragen. Er werde jedes Spiel in Zukunft ernst nehmen.
  • Sogar Riot Games Korea hat reagiert und gesagt, man habe die Beschwerde Fakers vernommen. Das sei aber etwas, das man auf höchster Ebene klären muss (via dotesports).

Das steckt dahinter: Was der arme Profi da gemacht hat, geschieht wahrscheinlich tausende Male weltweit am Tag in LoL. Aber es ausgerechnet in einem Spiel zu machen, das Faker auf Twitch überträgt, ist einfach dumm gelaufen.

2021 galt Faker als Mitfavorit, die Worlds mit T1 zu gewinnen:

LoL-Star verliert gegen seinen alten Coach – Der sorgt für den rührendsten Moment bei den Worlds

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Kruemel

Sobald es den Goldknaben Faker betrifft, gehen bei Riot Games natürlich wieder alle Alarmglocken los^^

Squarecubic

Sry, aber throw is nicht absichtliches feeden weil’s nicht gut läuft, sondern eine gute Partie dessen Sieg nahezu klar ist, herzugeben, ob nun aus Troll oder Übermut. Das was ihr als throw bezeichnet ist einfach nur Tilt, es läuft nicht wie es soll, also feeded man weiter rein…

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Squarecubic
T.M.P.

Von Profis erwartet man, auch in so einer Situation sein Bestes zu geben und das Spiel würdevoll zu Ende zu bringen.

Das erwarte ich von jedem der älter als 7 Jahre ist.
Wer das nicht schafft soll gefälligst keine Onlinegames spielen.

Jemand der in Rocket League bei einem Tor Rückstand fürs Aufgeben votet, und dann AFK geht oder nur noch Blödsinn macht, bekommt auch direkt n Ticket von mir.

Für Leute die keine 5 Minuten durchziehen können, in einem Spiel wo der Punktestand nicht einmal das Gameplay ändert, hab ich null Verständnis.

Will gar nicht wissen wie das reale Leben von solchen Aufgebern aussieht -_-

Brohn

Will gar nicht wissen wie das reale Leben von solchen Aufgebern aussieht

Wahrscheinlich um ein Vielfaches härter als deines. Die öffentliche Bloßstellung ist in Ländern wie China gewiss keine Kleinigkeit und hat dort schwerwiegende Folgen für das öffentliche und insbesondere für das Privatleben. Ungeachtet dessen, was er getan hat. Kritik am Spieler ist mit Sicherheit angebracht, aber die letzte Zeile finde ich persönlich absolut unnötig.

T.M.P.

Das war jetzt eher allgemein gemeint und nicht speziell auf Qingtian.
Ich rede davon wie man mit Herausforderungen und Rückschlägen umgeht.
Und ob man ohne zu Zögern seine Kameraden hängen lässt.

Wenn du sowas verteidigen willst, bitte.

Sazi

Vielleicht gibt es auch Leute, die Onlinegames als Spiel spielen, und eben nicht wie das reale Leben behandeln. Natürlich sollte man bedenken, dass auch hinter den anderen Spielern Menschen setzen und sich dementsprechend verhalten. Aber es ist alles in allem immer noch nur ein Spiel für die meisten und eben nicht das reale Leben!

T.M.P.

Oh, es ist ein Spiel. Aber, wie du schon sagst, man spielt es mit echten Menschen.
Menschen die Zeit und Geld investieren um etwas Spass zu haben.

Und dann kommt einer und entscheidet rumzutrollen und deren Zeit zu verschwenden.
Das ist einfach respektlos und egoistisch.

Der wahre Charakter zeigt sich in der Anonymität.
Also, was darfs sein: Respektlos und egoistisch oder so naiv das man nicht kapiert das man anderen Menschen schadet?
Einen dritten Grund seh ich nicht.

Dredgen Yor

Ähm, ich stimme dir soweit zu, Spiele sind eigentlich zum Spaß da.

Aber dann hätte er wiederum auch problemlos ein „Normal“ Game machen können.

Das hier, war auf dem koreanischen Server ein „ranked“ Game, dafür hat er sich bewusst entschieden.

Squarecubic

Ja man kann auch online gehen um zu zocken und sich direkt aufs verlieren einstellen und seine Motivation zu gewinnen komplett abstellen, denn dafür spielt man doch kompetetive online games, auf keinen Fall zu gewinnen, das ist das letzte was einem Spaß bringt. Jeder sollte PvP Games unter der Prämisse spielen zu verlieren und den Spaß darin zu finden, wer will schon gewinnen oder?

Patrick

Diese Leute bekommen aber auch kein monatliches Gehalt für ihre Profi Karriere ausbezahlt

RagingSasuke

Achso, macht ja Sinn. Weil Faker das jetzt passiert ist geschieht etwas. Wie lächerlich, echt. Keiner sollte einen Sonderstatus haben. Was wäre denn mit den vergangenen 10000 spielen wo jemand mies gezockt hat? Oh man…

Dredgen Yor

Ja, Riot hat die Manpower um alle zu bestrafen die bissi Mist bauen 😅.
Ich schätze das eher als „Politische“ Aktion ein.
Bzw taktisch intelligent genutzte Reichweite.
Damit erhoffen sie sich bestimmt nen positiven Effekt in der Meinungsbildung der Spielerschaft.

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