Laut Daten verkaufen sich Spielekonsolen so schlecht wie schon lange nicht mehr. Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe: hohe Kosten, veraltete Hardware und eine geringe Spieleauswahl. Selbst ein großes GTA 6 dürfte daran nicht viel ändern, meint ein Experte.
Ein Bericht von S&P Global Market Intelligence Kagan hat sich die Verkaufszahlen und Prognosen der drei großen Spielekonsolen PS5, Xbox und Nintendo Switch 2 angesehen.
Die Daten zeigen, dass die Verkaufszahlen von Spielkonsolen in diesem Jahr voraussichtlich um 19,5 % auf 33,9 Millionen Einheiten zurückgehen sollen. Und dafür gibt es mehrere Gründe. Davon berichtet das englischsprachige Magazin Gameindustry.biz.
Drei Gründe für das Schwächeln der Spielekonsolen
Die Analysten nennen drei Gründe, warum Konsolen derzeit ein Problem haben:
- Die hohen Preise bei RAM und Speicher, die sich auch auf die Verkaufspreise der Konsolen auswirken. Alle Hardware-Hersteller haben die Preise in der Vergangenheit deutlich erhöht.
- Die veraltete Hardware der Konsolen, die mittlerweile über 5 Jahre alt ist. Viele warten hier bereits auf einen potentiellen Nachfolger, anstatt sich eine Konsole zu kaufen.
- Die geringe Spieleauswahl aus Blockbustern: Es gibt kaum nennenswerte, große Titel, für die sich der Kauf einer Konsole lohnen könnte. Selbst das nächste Pokémon-Spiel erscheint erst 2027.
Selbst ein Spiel wie GTA 6 könnte an dieser Ausgangslage nur wenig ändern, meint Neil Barbour, Analyst bei S&P Global Market Intelligence. Barbour stellt infrage, ob der Release von Grand Theft Auto 6 überzeugend genug sein kann, um den höheren Preis auszugleichen. Selbst dann, wenn die Nachfrage nach der Hardware hoch wäre. So erklärt er:
Diese Einschätzung weckt kein Vertrauen für das Jahr 2027 oder darüber hinaus. Unsere Prognose geht von einer möglichen Markteinführung der PlayStation 6 im Jahr 2028 aus, die im ersten Jahr 4 Millionen Einheiten beitragen und bis 2030 auf 17,2 Millionen ansteigen wird.
Was ebenfalls hinzukommen dürfe, sind auch weitere einschneidende Veränderungen, etwa der Wegfall der physischen Medien für die PlayStation. Denn diese Entscheidung verunsichert derzeit viele Nutzer. Teilweise so stark, dass viele sogar überlegen, von der PS5 auf den PC zu wechseln.
Zahlen belegen jetzt, dass Sony mit den PC-Releases der letzten Monate und Jahre viel Geld verdient haben soll. Dabei mussten sie aber wohl auch feststellen, dass ein PC-Spieler keine PS5 braucht, was ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen sein könnte: Sony hat laut Daten viel Geld auf Steam verdient, musste aber wohl feststellen, dass PC-Spieler keine PS5 kaufen
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