Evolve Ausblick: Scotland Yard meets Predator
...wer ist hier das größte Monster im ganzen Land?

Vor einigen Tagen habe ich einen Artikel von gamingbolt verlinkt bekommen (den findet ihr wie immer in unseren Quellen), der sich rund um den kommenden Shooter „Evolve“ drehte. Der Autor spricht einige sehr spannende Punkte an, auf die ich ebenfalls eingehen möchte – denn für mich ist Evolve schon jetzt das Spiel des kommenden Frühjahres.

Left 4 Dead 3?

Kürzlich war die Sorgen noch groß, dass es sich bei Evolve eigentlich nur um einen heimlichen Nachfolger von „Left 4 Dead 2“ handeln könnte, in denen man die Zombies durch ein großes Monster ersetzt hat. Zum Glück hat spätestens die „Big Alpha“ mit dieser Sorge aufgeräumt. Anders als in Valves Zombie-Apokalypse ist das Ziel in diesem Spiel nicht zu überleben oder gar zu fliehen – es geht darum, den Feind zu vernichten.

Abwechslung – sowohl für Jäger als auch für Monster

Evolve Screenshot 5

Obwohl es bisher „nur“ drei verschiedene Monstertypen gibt, so unterschieden diese sich doch komplett voneinander und bieten ein völlig neues Spielgefühl. Egal ob man den Goliath, den Kraken oder den Wraith spielt, alle drei bieten unterschiedliche Herangehensweisen. Der Goliath schwört auf reine Brutalität: Steine werfen, Feueratem und Anstürmen befinden sich in seinem Repertoire. Der Kraken hingegen kann fliegen (und somit keine Spuren hinterlassen), Minen legen und von oben Blitze auf die Feinde herabregnen lassen. Den Wraith konnte ich zwar noch nicht selbst spielen, aber er versteht sich wohl auf Täuschung und schnelle Angriffe auf einzelne Jäger, die er dann entführt.

Die Jäger lassen sich in vier Klassen einordnen, wovon jede durch 3 Charaktere repräsentiert wird – also insgesamt 12 spielbare Menschen. Ihre Fähigkeiten unterscheiden und ergänzen sich hervorragend – so kann ein Supporter etwa Schutzschilde verteilen und der Trapper das Monster für eine bestimmte Dauer einsperren, damit man es an der Flucht hindern kann.

Evolve-die-letzten-4-jäger

Zusätzlich zu den ganzen Charakteren und Monstern gibt es aber auch noch freispielbare Perks, wie man es inzwischen aus vielen Spielen gewohnt ist. Die Palette ist riesig, muss aber erst freigespielt werden. Einige Beispiele wären etwas erhöhte Sprungreichweite des Monsters oder schnellere Nachladezeiten für die Jäger.

4 Modi mit geringen Unterschieden

Während der „großen Alpha“ konnte man zwar nur einen Spielmodus testen, inzwischen hat man aber auch einen Einblick in die anderen Modi bekommen. Die grundsätzliche Verfeindung zwischen den Jägern und den Monstern bleibt dieselbe, nur ändert sich die Aufgabenstellung stets ein wenig.

Evolve

  • Hunt“ ist wohl der typische Evolve-Modus. Das Monster hat ein paar Sekunden Vorsprung und muss sich verstecken, Nahrung sammeln und entwickeln, um die Jäger letztlich überwältigen zu können. Die 4 Gegenspieler versuchen natürlich das möglichst früh zu unterbinden, das Monster einzukreisen und ihm am besten schon während seiner ersten Evolutionsstufe die Lebenslichter auszupusten.
  • In „Nest“ gibt es auf der Karte zusätzliche Eier, die entweder nach einer bestimmten Zeit schlüpfen, oder wenn das Monster mit ihnen in Kontakt kommt. Je nachdem, welche der beiden Parteien mehr Eier sammelt/sie ausschaltet, wird das andere Team es relativ schwer haben.
  • Im „Rescue„-Modus müssen die Jäger Zivilisten finden, die überall auf der Karte verteilt sind, und sie anschließend zu einem sicheren Ort geleiten. Das Monster versucht im Gegenzug die mehr oder minder hilflosen NPCs vorher zu vernichten, bevor sie gerettet werden können – das scheint auf den ersten Blick witzig zu sein und ungeheuer schnell zu funktionieren.
  • Der „Defend„-Modus sprach mich bisher am wenigsten an, dort müssen die Jäger eine bestimmte Position verteidigen und dafür sorgen, dass die Tanks ihres Fluchtraumschiffes aufgefüllt werden – das Monster versucht natürlich, wie sollte es auch anders sein, das Ganze zu verhindern.

Evacuation – Alle Modi kombiniert

Evolve Screenshot 2

Mein favorisierter Modus wird wahrscheinlich „Evacuation“ werden. Hier spielt man der Reihe nach jeden der anderen Modi, wie in einer kleinen Kampagne. Abhängig davon, welche Seite die aktuelle Partie gewonnen hat, bekommt man dann einen recht mächtigen Bonus für die nächste Karte.

Gewinnt das Monster, dann erhält es etwa einen NPC-Begleiter, der die Jäger zusätzlich attackiert, oder kann deutlich mehr wilde Kreaturen finden, um sich schneller an diesen satt zu fressen. Gewinnen die Jäger, dann profitieren sie etwa von aufstellbaren Geschützen oder Elektrozäunen, um bestimmte Gebiete zu sichern.

Das Problem der Langsamkeit

Zumindest während der Alpha war es für viele Spieler ein Dorn im Auge, dass man als Jäger oft minutenlang umherirrt, ohne das Monster auch nur ein einziges Mal zu Gesicht zu bekommen – oft hat es bereits Evolutionsstufe 3 erklommen, wenn es zum ersten Gefecht kommt.

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist das aber kein großes Problem. Das „Versteckspiel“ ist ein fester Teil des Spiels und erfahrenere Spieler werden schnell herausfinden, welche Richtung das Monster eingeschlagen haben könnte. Zumindest ich habe mir oft ins Fäustchen gelacht, wenn die Truppe aus 4 Jägern einfach an mir vorbeigegangen ist, während ich mich einfach reglos in einem Busch versteckte. In diesen Momenten ist die Anspannung natürlich extrem und auch das macht einen großen Reiz dieses Spiels aus.

Ich hoffe, dass an dieser „Langsamkeit“ zu Beginn einer Partie nichts geändert wird – denn gute Jäger können das Blatt schnell wenden und brauchen dafür nicht noch weitere Hilfsmittel.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich den Release des Spiels im Februar eigentlich kaum noch erwarten. Es ist eine schöne Abwechslung zum MMO-Alltag, bietet eine finstere Atmosphäre und kurze, ungeheuer spannende Matches. Auf jeden Fall genau das Richtige, um vier Freunden mal wieder ordentlich die Meinung zu geigen und ihnen zu zeigen, wer hier das größte Monster ist (Spoiler: Ich!).

Autor(in)
Quelle(n): Gamingbolt.com
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