Baldur’s Gate gehört zu Hasbro und sollte nur der erste große Meilenstein für die Videospiel-Zukunft des Unternehmens werden. Jetzt zeigt die Firma, dass es ausgerechnet dort kriselt.
Hasbro, ist das nicht die Firma von der Monopoly-Packung? Ja, genau. Hasbro ist einer der größten Spielwarenkonzerne der Welt und besitzt neben Monopoly auch starke Marken wie Dungeons & Dragons, Magic: The Gathering und eben Baldur’s Gate. Nach dem riesigen Erfolg von Baldur’s Gate 3 wollte der Konzern Videospiele zu einer tragenden Säule des Geschäfts machen.
Seit 2022 arbeiteten sechs eigene Studios an verschiedenen Videospielen für Hasbro. Zwei Jahre später sprach der Konzern sogar davon, über eine Milliarde Dollar in Spiele zu stecken, die sich damals in Entwicklung befanden. Gaming sollte für die nächsten zehn Jahre ein wichtiger Teil der Strategie der Firma sein.
Jetzt zeigt sich, dass daraus vorerst nichts wird. In einem Investoren-Call musste Hasbro einräumen, dass ausgerechnet die eigenen Videospiel-Pläne einen großen Rückschlag erleben.
Hier könnt ihr ein Video zu den Stimmen von Baldur’s Gate 3 in Dungeons & Dragons sehen:
Stolpern in Millionenhöhe
Wie läuft es bei der Firma? Insgesamt läuft es bei Hasbro eigentlich solide. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 1,14 Milliarden US-Dollar, getragen vor allem vom Kartenspiel Magic: The Gathering, das erstmals in seiner über 30-jährigen Geschichte in einem einzelnen Quartal mehr als 500 Millionen Dollar einspielte. An der Börse ging es für die Aktie daraufhin zweistellig nach oben (Quelle: Finanzen.net).
Ausgerechnet der Videospiel-Bereich bremst diesen Erfolg jedoch aus. In dem Investoren-Call bestätigte CEO Chris Cocks eine Abschreibung in Höhe von 56 Millionen Dollar (etwa 49 Millionen Euro), weil mehrere für 2028 und später geplante Spiele gestrichen wurden (Quelle: PCGamer). Der bereinigte Gewinn pro Aktie sank dadurch trotz der guten Zahlen leicht.
Hasbro will sich künftig stärker auf einige wenige große Marken konzentrieren, bei denen die Erfolgschancen am größten erscheinen. Allen voran sollen Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering im Fokus stehen. Bis 2028 soll das digitale Investment aber um mindestens 25 Prozent pro Jahr sinken.
Welche Spiele wurden gestrichen? Die Namen der aktuell gestrichenen Titel hat Hasbro bislang nicht genannt. Bekannt sind aber bereits zwei frühere Opfer der Sparpläne. Ein AAA-Game zu Snake Eyes wurde eingestellt, nachdem das dafür verantwortliche Studio geschlossen wurde.
Auch ein neues Dungeons-&-Dragons-Spiel unter der Regie des ehemaligen God-of-War-3-Regisseurs traf es. Das Projekt beim Studio Giant Skull wurde gestrichen, nachdem Wizards of the Coast, die Firma hinter Dungeons & Dragons und Tochtergesellschaft von Hasbro, den Publishing-Deal mit dem Studio aufgekündigt hatte.
Weiterlaufen soll dagegen Exodus, ein Sci-Fi-Rollenspiel von ehemaligen BioWare-Entwicklern. Zu einem möglichen Nachfolger von Baldur’s Gate 3 äußerte sich Hasbro trotz mehrfacher eigener Vergleiche mit den wohl bedeutendsten Rollenspielen des Jahrzehnts weiterhin nicht.
Meint ihr, es gibt bald Neuigkeiten zu einem neuen Spiel im Baldur’s-Gate-Universum? Oder hat der Call eure Erwartungen gedämpft? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Mehr zu Baldur’s Gate 3 gibt es hier: Baldur’s Gate 4: Entwickler haben ein Angebot bekommen, lehnen aber ab, denn „das wäre Wahnsinn“
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