Baldur’s Gate 4: Entwickler haben ein Angebot bekommen, lehnen aber ab, denn „das wäre Wahnsinn“

Baldurs Gate 3 Gale Casting titel title 1280x720

Ob es ein Baldur’s Gate 4 jemals geben wird, ist noch ungewiss. Denn die Studios haben offenbar Angst davor, das Spiel zu entwickeln.

Es klingt wie eine der größten Ehrungen, die man überhaupt bekommen kann. Denn welches Spiele-Studio würde sich nicht die Finger danach lecken, nach Baldur’s Gate 3 einen Nachfolger namens Baldur’s Gate 4 zu entwickeln? Das sollte man zumindest denken. Doch die Studios lehnen ab. Denn für viele scheint es unmöglich, überhaupt mit dem Vorgänger in Konkurrenz zu stehen?

Video starten
Hasbro hat Pläne für Baldur’s Gate 4, doch die Fans glauben: “Ein Studio müsste irre sein, um Larian nachzueifern”

Wer hat abgelehnt? Die Rede ist von Studio Archetype, die zu Hasbro und damit auch zu Wizards of the Coast gehören – also den Lizenzhaltern von Baldur’s Gate. Archetype kennt man aktuell vor allem, weil sie am SciFi-Epos Exodus arbeiten. Nachdem Larian abgelehnt hatte, selbst Baldur’s Gate 4 zu entwickeln, unterbreitete man dem eigenen Archetype-Studio das Angebot, sich dem Nachfolger anzunehmen. Archetype wird von zwei Veteranen geführt. Sowohl James Ohlen als auch Kevin Martens haben vor vielen Jahren an Baldur’s Gate 2 gearbeitet. Sie kennen sich also mit der Welt und der Herausforderung aus.

Larian ist zu mächtig, um sie nachmachen zu wollen

Was wurde gesagt? In einem Interview mit PCGamer erklärte Ohlen, warum man die Chance nicht ergriffen hat, ein Baldur’s Gate 4 zu entwickeln. Das liegt vor allem am phänomenalem Erfolg von Baldur’s Gate 3, der im Grunde alles bisher dagewesene in den Schatten stellt:

Der Tag [als Hasbro] wusste, dass sie es machen wollten, da haben sie mich angerufen. ‘Hey James, was denkst du darüber, Baldur’s Gate 4 zu machen?’ Und ich hab gesagt: ‘Nichts, ich würde daran scheitern und hier sind die Gründe, warum ich scheitern würde.’

Später erklärte er noch:

Ich würde dagegen nicht antreten wollen. Exodus zu machen ist bereits schwierig genug, aber gegen Baldur’s Gate 3 zu konkurrieren? Das wäre Wahnsinn.

Vermutlich hat Ohlen damit sogar Recht. Immerhin ist Larian ein Studio, das über Jahre gewachsen ist und für genau so eine Art von Games – eben im Stil der Divinity-Reihe – auch bekannt wurde. Baldur’s Gate 3 war bisher ihr größtes Spiel und hat es geschafft, sogar viele für das CRPG-Genre zu begeistern, die sonst nichts damit zu tun hatten. Besonders der Larian-Chef Swen Vincke wird dabei oft gelobt, auch von Ohlen:

Swen [Vincke] wird immer der Meister sein, wenn es darum geht, solche Dinge zu bauen. Es ist echt schwer, ihn von diesem Thron zu stoßen, wegen allem – den Tools, dem institutionellem Wissen, dem Team.

Ohlen hat sich inzwischen aus der Entwicklung von Videospielen zurückgezogen – vermutlich kann er auch nur deshalb so frei über diese Themen reden.

Aber auch, wenn wir so schnell wohl kein Baldur’s Gate 4 sehen werden, ist das kein Grund, um dem Kopf in den Sand zu stecken. Denn der Entwickler Larian arbeitet stattdessen an einem eigenen, neuen Spiel: Divinity – und das wird sogar noch eine ganze Ecke düsterer als Baldur’s Gate 3.

Quelle(n):
  1. pcgamer.com

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx