7 Dinge, die ihr über Lost Ark wissen müsst, wenn ihr von Diablo kommt

Das neue Hack&Slay-MMO Lost Ark lässt nicht mehr lange auf sich warten. Doch was auf den ersten Blick an Diablo erinnert, ist genauer betrachtet doch sehr verschieden. Deshalb haben wir für euch 7 Dinge, die ihr vorher wissen solltet.

Was ist Lost Ark? Auch wenn es auf den ersten Blick durch seine ISO-Perspektive und Hack’n’Slay-Kämpfe an Diablo erinnert, ist Lost Ark im Herzen ein MMORPG. Das bedeutet, dass hier viel mehr Mechaniken und Rollenspiel auf euch wartet, als ihr es aus Diablo und Co gewohnt seid.

Lost Ark erschien bereits 2018 in Korea und gehört dort seitdem zu den beliebtesten Online-Spielen überhaupt. Das Game besticht mit einer, für Unreal Engine 3 Verhältnisse, hübschen Grafik und atemberaubend actionreichen Kämpfen.

Im Endgame erwarten euch Raids, Boss-Kämpfe, PvP und Housing – allesamt Dinge, die Diablo-Fans vielleicht eher nicht erwarten. Daher wollen wir diese Mechaniken für euch erklären und zusammenfassen.

1. Lost Ark ist ein MMORPG und das merkt man

Was bedeutet das? Grob gesagt heißt das, dass euch in Lost Ark ein Rollenspiel erwartet, welches auf deutlich mehr Mechaniken setzt als zum Beispiel ein Diablo. Was beide Games aber gemeinsam haben, ist eine starke und gut inszeniert Story, welche auch in Lost Ark zu den Stärken des Titels gehört.

Spielerisch jedoch sieht das anders aus, denn in Lost Ark verbringt ihr sehr viel mehr Zeit damit, euren Charakter an vielen Stellen zu optimieren und das macht ihr mit Mitteln, die für Diablo-Spieler erst mal verwirrend sein könnten. Ihr geht etwa mit euren Freunden Bäume fällen, Angeln oder sogar auf Schatzsuche.

Auch die typischen Maps aus Hack’n’Slay-Spielen sucht ihr in Lost Ark vergebens. Das MMORPG setzt auf eine offene Welt, die jederzeit für euch und alle anderen Spieler begehbar ist. Das bedeutet, dass Monster bereits nach kurzer Zeit nachspawnen und ihr die Karten daher nicht komplett aufräumen könnt, wie ihr es gewohnt seid.

Richtig viel Wumms: Diablo hat schöne, flüssige und gut animierte Skill-Effekte und ja, auch relativ viele davon. Lost Ark setzt allerdings auf ein Effektgewitter, was seinesgleichen sucht. Seid ihr mit 4 oder sogar 8 Spielern unterwegs und es im Kampf einmal richtig zur Sache geht, kann es schwer werden, den eigenen Charakter im Auge zu behalten.

Effekte wie diese sind keine Seltenheit – und das ist nur ein Charakter

Lost Ark ist selbst in seinen düsteren Territorien noch bunter und farbenfroher, als ein Diablo das in seinen freundlichen Arealen ist. Unterm Strich ist es Geschmackssache und auch Lost Ark schafft es, eine dunkle Stimmung aufzubauen, wenn nötig. Die allgemeine Farbpalette ist jedoch sehr viel heller.

2. Klassen und Gruppenvielfalt

Viel mehr Klassen, viel mehr Skills: In Lost Ark könnt ihr, zumindest in der europäischen Version, auf ganze 15 Klassen zurückgreifen. In der koreanischen Version sind es sogar bereits 21 Stück. Das heißt, es gibt deutlich mehr Möglichkeiten eure Klasse zu individualisieren, als das in Diablo der Fall ist.

Außerdem ist die Vielzahl der Skills wohl eine spannende Neuerung für Fans von Diablo. Ihr könnt nämlich bis zu 8 Skills ausgerüstet haben und diese jederzeit außerhalb von Kämpfen ändern und austauschen. Verfügbar habt ihr pro Klasse bis zu 30 Skills. 

Auf diese Skills könnt ihr dann eure Skillpunkte verteilen und die in drei Stufen verbessern. Diese Stufen bieten euch jeweils 2 oder 3 Möglichkeiten, eure Fähigkeit in eine andere Richtung weiterzuentwickeln.

Dieses Konzept sollte Diablo-Fans bekannt vorkommen, allerdings funktioniert es im Detail anders als ihr es gewohnt seid. Ihr benötigt nämlich nur ein Mindestlevel, um den Skill freizuschalten.

Schaltet ihr also euren neuen Lieblingsskill auf Level 45 frei, könnt ihr sofort und kostenlos alle ausgegebenen Skillpunkte zurücksetzen und auf den neu erworbenen Skill klatschen. Somit habt ihr diesen dann sofort auf maximaler Stärke und müsst nicht weiter leveln, um das freizuschalten.

Lost Ark verrät Release-Datum für Europa – Alle Klassen, Inhalten und Gameplay

Wenig Neues bei den Gruppen: Obwohl es so viel mehr Klassen gibt, sieht es bei den Gruppenstrukturen von Lost Ark relativ ähnlich aus. Hier erwartet euch vergleichsweise wenig Neues.

Auch in Lost Ark beschränkt sich die maximale Gruppengröße auf vier Spieler. Diese Gruppen sind meistens gefüllt von 3 DPS-Klassen und einem Supporter. Dabei ist es in Lost Ark aber wichtig, dass ihr nicht 3 Mal den gleichen DPS spielt.

Jede Klasse bringt nämlich einzigartige Verstärkungen mit sich, die sich nicht stacken lassen. Es kann sich also lohnen, nicht den besten DPS-Charakter mehrmals mitzunehmen, weil die Gruppe auf mehr Schaden kommt, wenn ihr einen anderen DPS mitnehmt und seinen einzigartigen Buff ausnutzt.

3.  PvP hat einen anderen Stellenwert

Wie funktioniert PvP in Lost Ark? Obwohl Lost Ark ein Free2Play-Spiel ist und sich sogar einige Ingame-Vorteile erkaufen lassen, ist das PvP im MMORPG normalisiert. Das bedeutet, dass hier nicht eure Ausrüstung oder euer Geld zählt, sondern dass die Werte aller Mitspieler auf demselben Niveau sind.

Somit kommt es im PvP auf Taktik, auf seinen Build und auf Skill an, statt auf Werte. Auch in Diablo gibt es PvP, doch ist das eher etwas, was im kleinen Kreis unter Gilden und Freunden durchgeführt wird.

Verschiedene PvP-Modi: Während es in Diablo eine Arena gibt, in der man gegeneinander kämpfen kann, setzt Lost Ark auf verschiedene PvP-Modi.

So könnt ihr etwa in der offenen Welt Leute zu Duellen herausfordern, welche dann auch nicht normalisiert sind, oder ihr könnt in die Arena gehen.

In der Arena wählt ihr zwischen:

  • 1v1
  • 3v3 und alle drei Teammitglieder kämpfen gleichzeitig
  • 3v3, bei dem nacheinander in 1v1 Matches gespielt wird

Lost Ark bietet außerdem eine Bestenliste und verschiedene Ranglisten im PvP. Des Weiteren sind die Fähigkeiten im MMORPG teils unterschiedlich und haben andere Werte je nachdem, ob man sie im PvE oder im PvP verwendet. Das alles klingt neu für Diablo-Fans, kann aber einen spannenden Langzeitanreiz bieten.

4. Bockschwere Raids

Einblicke in das Endgame: Während ihr im Endgame von Diablo die meiste Zeit damit beschäftigt seid, euch durch die Rifts zu schlagen und einen immer höheren Paragon-Level zu erreichen, ist das in Lost Ark anders.

Einzig der Grind um das perfekte Set und die beste Ausrüstung sind vergleichbar, wenn auch nicht im Detail. Ein Punkt im Endgame von Lost Ark sind die Guardian Raids, die zum Teil verflucht schwer sein können.

Ihr fokussiert euch hier mit einer Gruppe von 4 bis 8 Leuten darauf, einen großen Endgegner zu töten. Der wischt mit euch den Boden auf, wenn ihr nicht höllisch aufpasst und Mechaniken lernt. Spieler aus Diablo 3 kennen diese Kämpfe nur mit maximal 4 Spielern und nicht im mechanischen Ausmaß von Lost Ark.

In diesem Video könnt ihr einen der Raids aus Lost Ark sehen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Link zum YouTube Inhalt

Was gibt es noch? Neben den Guardian Raids gehören zum PvE-Endgame von Lost Ark auch die Chaos Dungeons. Diese sind schon eher mit den Rifts aus Diablo vergleichbar, da ihr sie öfter und ohne große Schwierigkeiten ablauft. Stets auf der Suche nach besserem Loot.

Bei den Chaos Dungeons sollten sich Diablo-Spieler also noch am ehesten zuhause fühlen, während die Guardian Raids etwas sind, was sich spielerisch deutlich von dem unterscheidet, was ihr aus Diablo kennt.

5. Die eigene Insel unterhalten

Was kann das Housing? Sobald ihr den ersten Wendepunkt in der Story absolviert habt, seid ihr ungefähr Stufe 25. Ab dann öffnet sich eine völlig neue Karte für euch und damit auch die Möglichkeit, euer eigenes Heim zu gestalten.

Dieses Heim beschränkt sich allerdings nicht nur auf ein Haus, sondern ihr bekommt in Lost Ark eine komplett eigene Insel spendiert. Auf dieser gibt es einige feste Gebäude und sehr viel Zeug, welches ihr komplett frei platzieren dürft.

Außerdem könnt ihr bis zu 50 Freunde auf eure Insel einladen und gemeinsam mit den NPCs, die auf eurer Insel wohnen, eure Zeit verbringen.

Was bringt das? Was in vielen MMORPGs nur eine Nebentätigkeit ist, solltet ihr in Lost Ark nicht gänzlich ignorieren. Nach und nach schart ihr eine ganze Truppe von NPCs auf eurer Insel zusammen, welche ihr dann auf Missionen schicken könnt.

Dort sind sie dann unterschiedlich lange unterwegs und bringen euch Belohnungen mit, wenn sie wiederkommen. Außerdem könnt ihr auf eurer Insel auch craften und die Beziehungen zu den NPCs verbessern, indem ihr mit ihnen zum Beispiel eine Boostour macht.

Das Housing im Allgemeinen sollte ein Aspekt sein, den Diablo-Spieler wohl eher nicht auf dem Schirm haben und völlig ignorieren lässt er sich in Lost Ark nicht. Also definitiv etwas, was ihr wissen solltet.

Eure Insel könnt ihr größtenteils frei gestalten

6. Polyamorie ohne Grenzen

Beziehungen zu NPCs: Wenn ihr euch im Abschnitt darüber bereits gefragt habt, wie ihr die Beziehungen zu NPCs verbessern könnt und was das überhaupt bringt, ist das hier euer Abschnitt.

Den ebenfalls gänzlich neu für Diablo-Spieler und eines der wichtigeren Elemente in Lost Ark sind die Beziehungen. Im Verlauf der Geschichte lernt ihr immer mehr wichtige Charaktere kennen.

Zu vielen von Ihnen könnt ihr im Nachhinein eine Beziehung aufbauen, indem ihr beispielsweise Nebenquests für sie erledigt oder ihnen Geschenke bringt, die ihnen zusagen. Dabei ist euer Charakter nicht monogam unterwegs, sondern kann so viele Beziehungen führen, wie ihr möchtet.

Außerdem habt ihr keine Geschlechtervorliebe, denn in Lost Ark ist es egal, mit wem ihr liebäugelt. Alle NPCs sind früher oder später von euch angetan, egal welchem Geschlecht sie oder ihr angehört.

Was bringt das? Steigt ihr im Beziehungslevel mit einem NPC auf, schaltet das nicht nur neue Quests frei, die den betreffenden NPC im Mittelpunkt haben, frei. Ihr bekommt auch jedes Mal eine Belohnung, wenn sich euer Freundschafts-Rang mit dem Charakter verbessert.

Das geht vor allem im Early-Game sehr fix und bringt euch teilweise bis zu 30.000 Silber pro Rang und NPC, wobei ihr für den ersten Rang meist nicht viel tun müsst, außer ein paar Dialoge durchzuklicken.

Gerade am Anfang des Spiels solltet ihr diese Mechanik, welche Diablo-Fans eher nicht kennen sollten, also nicht ignorieren. Flirtet was das Zeug hält!

lost ark npc quest
Diese werte Dame kocht für euch, wenn sie euch mag. Ob das gut ist, dürft ihr selbst herausfinden

7. Mehr Inhalte für Completionists

Eine ganze Menge Sammelzeug: Lost Ark bietet euch eine offene Welt an, die zwar auch in einzelne Zonen unterteilt ist, euch aber immer wieder zurückkehren lässt. Passend dazu stellt euch das Game bereits in der ersten Stadt einen Erkundungsfolianten vor, den ihr nach und nach füllen sollt.

Dieses dicke Buch verfolgt alles, was ihr in der Karte so tut und ist ein feuchter Traum für jeden Completionist. Neben Aussichtspunkten, die ihr suchen müsst, gibt es die gut verstecken Mokoko-Samen, welche ihr überall in der Welt einsammeln könnt. 

Dazu gesellen sich getroffene NPCs, erledigte Quests und ein Sammelkarten-System, welches euch spielerische Vorteile verspricht, wenn ihr ein ganzes Set zusammen habt.

Allgemein gibt es in Lost Ark eine ganze Menge Zeug zum Einsammeln, abseits von Story und Nebenquests. Die Welt selbst bietet nämlich auch einiges an, was es zu erkunden gilt. Und dank des Folianten, tut ihr das nicht umsonst, sondern werdet immer belohnt.

Dabei bringen euch die sammelbaren Gegenstände in Lost Ark nicht nur kosmetische Vorteile, wie die Begleiter und Transmogs, die ihr in Diablo bekommen könnt. Sie bringen euch sogar spielerisch weiter.

Was bringt das? Es ist ein schöner Weg, um seinen Fortschritt festzuhalten. Allerdings gibt es auch handfeste Vorteile für Leute, welche die ganze Welt erkunden möchten. Neben den Stat-Boni, welche ihr durch die Sammelkarten erhaltet, bekommt ihr nämlich auch einen Haufen an Erfahrungspunkten.

Vor allem die Mokoko-Samen geben euch jedes Mal eine nicht unbeachtliche Menge der Abenteurer-EXP, die man wohl ein wenig mit dem Paragon-Level aus Diablo vergleichen könnte.

Euer Abenteuer-Level ist quasi euer Account-Level und gibt euch über eure Charaktere hinweg Boni für alle eure Chars. Das Sammeln der Mokoko-Samen geht direkt in diesen EXP-Balken und versüßt euch damit auch in Zukunft das Leben mit anderen Charakteren.

Das waren die 7 größten Unterschiede von Diablo zu Lost Ark, die ihr wissen solltet. Wenn ihr euch das MMORPG einmal anschauen wollt, seid ihr jetzt vorbereitet. Es gibt natürlich auch einige Gemeinsamkeiten, die einem aber ins Auge springen sollten.

Fällt euch noch etwas ein, was ihr als Diablo-Fan gerne gewusst hättet, bevor ihr euch Lost Ark gewidmet habt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare hier bei MeinMMO.

Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
19
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
ShamanKing89

Zitat: “Seid ihr mit 4 oder sogar 8 Spielern unterwegs und es im Kampf einmal richtig zur Sache geht, kann es schwer werden, den eigenen Charakter im Auge zu behalten.”

In den späteren Raids sollte man daher von der Option gebrauch machen, die Effekte von anderen Spieler auszublenden.

Zitat: “Ihr könnt nämlich bis zu 8 Skills ausgerüstet haben…”

Einige Klassen haben sogar bis zu 16 Skills z.b. der Kunstschütze, der zwischen Pistolen, Schrottflinte und Gewehr wechseln kann. +1 Ultimate Fähigkeit

Soweit mir bekannt ist, gibt es keine 1vs1 Arena:

In der Arena wählt ihr zwischen:

  • 1v6, wo alle gegeneinander kämpfen
  • 3v3 und alle drei Teammitglieder kämpfen gleichzeitig
  • 3v3, bei dem nacheinander in 1v1 Matches gespielt wird
Osiris80

Hübsche Grafik , es wirkt eher wie ein 5 Jahre altes Smartphonegame.

Juzu

Oh boy

Stefan

Das Spiel war seit 2011 in Entwicklung basiert daher auf der UE3 Engine…was hast du erwartet?

Steelfish

Kurzgesagt: Lost Ark ist wie Diablo, nur eben besser. Bei Diablo und “starke gut inszenierte Story” hab ich dann aber doch kurz herzhaft lachen dürfen. Das müsste mir mal jemand erklären. Bis auf ein paar lahme NPC Gespräche und ein paar (schicke) Rendervideos zwischen den Akten gibt’s nicht wirklich viel. Zumindest was Diablo 2 und 3 angeht.

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

5
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x