Die Zukunft der MMORPGs entsteht gerade, aber sie wird vielen nicht passen

So langsam wird klar, wer die Impulse für neue MMOs und MMORPG setzt, glaubt unser Autor Schuhmann: die chinesische Firma NetEase und ihre Partner mit der Wundertechnik SpatialOS. Aber die Zukunft wird vielen nicht gefallen. Die Zeichen stehen auf Sandbox und PvP, nicht auf Themepark und PvE.

Der große MMORPG-Konflikt von 2018

Diese neuen MMORPGs kommen gerade: Wir erleben bei der Vorstellung fast jedes neuen „MMORPGs“ aktuell, dass Spieler ein Problem mit dem Spiel haben.

Das liegt nicht daran, dass es Indie-Games sind mit niedrigen Produktionswerten, sondern dass fast all diese Spiele auf „Sandbox“-Elemente setzen:

  • die Spiele haben Open-PvP
  • der Content soll von den Spielern mitgestaltet werden
  • Quests und Stories gibt es nicht oder kaum
  • sondern man will eine lebendige Welt schaffen, in denen Spielern bestimmen, was dort passiert
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Viele Spieler wollen anderes: Die meisten MMORPG-Fans, die sich wütend äußern, wollen aber andere Spiele. Sie wollen:

  • eine Welt mit Story und Quests
  • hohe Produktionskosten, am besten alles voll-vertont
  • einen Fokus auf PvE; kein PvP oder nur in bestimmten Arenen
  • am liebsten die Zusicherung, dass stetig neuer PvE-Content nachgeschoben wird

Aber diese Spiele baut den Fans heutzutage keiner mehr oder nur noch vereinzelt. Die Produktionskosten und das Investment-Risiko sind zu hoch, nachdem diese Spiele in der Vergangenheit immer wieder gescheitert sind. Wenn was in der Richtung kommt, wie zuletzt Bless, dann erleidet es Schiffbruch.

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Aber das sind doch nur Indies! Jetzt kann man sagen: Gut, was wir zurzeit an neuen „MMORPGs“ sehen, sind ja oft nur Indie-Projekte, die über Kickstarter finanziert werden. Das kann ja wohl kaum die Zukunft des Genres sein.

Allerdings entsteht die Zukunft der MMORPGs gerade tatsächlich: in China. Und auch dort stehen die Zeichen klar auf Sandbox.

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Worlds Adrift – ein SpatialOS-Spiel

In China entsteht die nächste Generation in MMOs

Wo entsteht die Zukunft der MMOs? Wenn man nach der Zukunft der MMORPGs Ausschau hält, dann sollte man der Spur des Geldes folgen. Und diese Spur führt klar nach China.

In China steckt das Geld: Der Gaming-Riese „NetEase“ hat in den letzten Jahren Milliarden an US-Dollars mit Mobile-Games für den chinesischen Markt und dem Vertrieb von US-Spielen wie WoW oder Hearthstone in Asien verdient.

NetEase ist zurzeit auf Einkaufstour im Westen:

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SpatialOS als entscheidende Technik: Das Schlüssel-Element zur Zukunft ist sicher die Investition in Improbable und deren Technik SpatialOS.

Bei Improbable liegt das „Geld“ bei MMO-Investitionen in den letzten Jahr. Im Mai 2017 hatte Improbable schon 502 Millionen US-Dollar Investment erhalten. NetEase hat erst kürzlich weitere 50 Millionen US-Dollar in Improbable investiert.

Auch kleinere Firmen, die auf SpatialOS setzen, erhalten größere Investitionen –  wie zuletzt das MMOPG Seed aus Berlin

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Was will SpatialOS?

Improbable-Chef Herman Nerula spricht davon, die Stagnation im MMO-Genre aufzuheben. Sein Traum war es einst, Destiny mit seiner Technik in eine „lebendige Welt“ zu verwandeln.

Die Technologie hinter SpatialOS soll es möglich machen, dass auch „kleine Teams“ gewaltige und lebendige Welten erschaffen. Das will man mittels sich überlappender Server-Strukturen und der Cloud erreichen.

Bislang hat man nur Games auf dem Niveau eines „Indie“-Studios als Kooperationspartner gewinnen können. Mit NetEase steigt man allerdings in die Oberliga auf.

Es ist klar: NetEase will MMORPGs und MMOs in die Zukunft führen und dazu wird man auf SpatialOS setzen. Aber das wird eine Zukunft der Sandbox-Spiele sein.

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Seed: MMORPG aus Berlin, entsteht ebenfalls mit SpatialOS

Technik für Sandbox ausgelegt – Kleine Teams erschaffen Welten, keine Storys

Wie wird die Zukunft? Die Technik von SpatialOS ist für Sandbox ausgelegt. Mit SpatialOS sollen Tausende von Spielern lebendige Welten bevölkern. Vorgefertigter Content wie Quests oder Story spielen hier nur eine geringe Rolle.

Die Technik ist ideal für eine Sandbox, in der Spieler miteinander interagieren:

  • SpatialOS wirbt damit, dass auch kleine Teams mit ihrer Technik riesige Welten erschaffen können.
  • Klassische Themepark-MMORPGs müssen Horden von Mitarbeitern beschäftigen, um genug Inhalte zu erschaffen.

Zusammengefasst: In der neuen Art der MMOs sollen die Spieler selbst der Content sein.

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Mögen Spieler die Sandbox so sehr wie Investoren?

Wird das funktionieren? Es ist logisch, dass Investoren die Idee eines kleinen Teams, das was Neues erschafft, bevorzugen – im Vergleich zu dem Themepark-Modell, in denen hunderte Mitarbeiter Spiele produzieren, die dann ein hohes Risiko haben, zu scheitern.

Gegen Ende 2018 wollen NetEase und Improbable die ersten Spiele dieser Partnerschaft vorstellen. Man darf gespannt sein, wie MMORPG-Fans auf sie reagieren. Denn ob Spieler so sehr auf Sandbox stehen wie Investoren, scheint im Moment noch offen.

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Autor(in)
Quelle(n): venturebeat
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