Viele kleine Patches – So wird sich die Sandbox von Destiny 2 ändern

Bungie hat nun einen Ausblick darauf gegeben, mit welchen Sandbox-Änderungen die Hüter bis Ende des Jahres und darüber hinaus bei Destiny 2 rechnen können.

Seit dem Release der Forsaken-Erweiterung gab es keine großen Updates mehr für die Sandbox von Destiny 2. Das wurde von zahlreichen Hütern angekreidet, schließlich wird am aktuellen Zustand immer noch so einiges bemängelt. Nun hat Bungie zu dieser Angelegenheit Stellung bezogen. Zudem gab es einen Ausblick auf kommende Änderungen.

So will sich Bungie um die Sandbox kümmern

Was ist überhaupt die Sandbox? Als Sandbox (Sandkasten) wird in Destiny 2 eine bestimmte Reihe von Parametern bezeichnet, die direkten Einfluss auf das Spielgeschehen haben und dem Spiel einen Rahmen vorgeben.

Destiny-2-Crucible-pvp

Dazu zählen unter anderem:

  • Waffenwerte wie Schaden, Reichweite, Wirkung oder Streuung
  • Spieler-Werte wie Bewegungsgeschwindigkeit, Sprunghöhe, Stärke der Fähigkeiten
  • Gegner-Werte wie Stärke, Aggressivität, Gesundheitspunkte
  • Auswirkung von Mods und Perks

Verändert man also die Sandbox, verändert man gleichzeitig auch das Spielgefühl.

destiny-2-pvp

So geht es mit der Sandbox nun weiter: In der Vergangenheit gab es meist größere Patches, die massive Änderungen an der Sandbox mit sich brachten. Darauf mussten Spieler teils mehr als ein halbes Jahr warten.

Nun ist Bungie zu einer anderen Strategie übergegangen. Statt auf ein bis zwei größere Patches pro Jahr zu warten, können sich die Spieler nun auf häufigere, dafür aber kleinere Patches einstellen. Dadurch erhoffen sich die Entwickler, dass man schneller auf Probleme reagieren und das Meta effektiver anpassen kann.

Dabei möchte das Studio eigenen Worten zufolge möglichst viel buffen. Doch wenn man zu Nerfs gezwungen ist, will man das in möglichst kleinen Schritten tun, bis sich ein Wert richtig anfühlt. Das ist mit kleineren Patches deutlich einfacher.

Destiny 2 Forsaken breakthrough PVP

Diese Sandbox-Änderungen erwarten Euch Ende Januar

Das nächste Sandbox-Update ist bereits für Ende Januar 2019 vorgesehen und soll eine ganze Reihe an Änderungen enthalten. Für die Monate danach ist aber auch so einiges geplant. Das sind die wichtigsten Punkte:

Buff für Scharfschützengewehre: Sniper stehen aktuell verstärkt im Fokus von Bungie. So sollen Schnellfeuer-Scharfschützengewehre bereits im Januar-Patch zu einem Kill mit zwei Körpertreffern fähig sein. In zukünftigen Patches wird außerdem darüber nachgedacht, dass mehr Scharfschützengewehre bereits durch einen Helmtreffer während einer Super töten können.destiny-2-hüter-pvp

Zudem sollen in Zukunft mehr Sniper mit einem kleineren Zoom beim Zielfernrohr ins Spiel kommen. Am Flinch (dem Zucken bei feindlichen Treffern) will man aktuell nichts ändern, behält das Feedback jedoch im Auge.

Die Nova-Warp-Super des Warlocks: Diese neue Warlock-Super wird von Bungie aktuell als zu stark eingestuft und soll mit dem Januar-Patch angepasst werden.

Änderungen am exotischen Fusionsgewehr Telesto: Das Fusionsgewehr Telesto ist momentan sehr mächtig, besonders im Schmelztiegel. Es wurden verstärkt Rufe laut, die Waffe wieder in den Power-Slot zu packen oder etwas zu entschärfen.

Mit dem Januar-Patch wird die Telesto nun tatsächlich abgeschwächt. Die Projektile der Waffe werden dann an ihre Laderate angepasst. Denn bisher verursacht die Telesto mehr Schaden als alle anderen Fusionsgewehre vom gleichen Archetyp.Telesto-Destiny

Doch die Telesto ist nicht so sehr vom Schadensabfall betroffen und soll auch nach der Änderung beständiger sein, als die übrigen Fusionsgewehre mit der gleichen Laderate. Zudem wird Ihr Schaden im PvE erhöht, um dort die Änderungen zu kompensieren.

Diese Sandbox-Änderungen erwarten Euch nach Januar

Nach dem Januar-Patch gibt es zahlreiche Aspekte, denen Bungie sich widmen möchte. Einige Änderungen stehen dabei bereits fest, andere potentielle Probleme werden noch untersucht. Daran arbeitet Bungie noch:

Anpassungen der Nahkampf-Angriffe einzelner Klassen: Nachdem sich zahlreiche Spieler über die Treffer-Erkennung bei den Spektral-Klingen des Jägers beschwert hatten, wurden sie angepasst und fühlen sich jetzt gut an.

Destiny 2 Forsaken 29

Fans äußerten nun den Wunsch, dass auch die Nahkampf-Angriffe anderer Klassen überarbeitet werden. Auch daran arbeitet Bungie aktuell. Einen Termin für diese Änderungen gab es jedoch nicht.

Änderungen an Top-Exotics im Schmelztiegel: Einige exotische Rüstungsteile wie beispielsweise die Einäugige Maske oder die Galanor-Bruchstücke sind aktuell sehr dominant im Schmelztiegel. Doch aktuell sind keine Änderungen geplant. Bungie will diese Thematik aber in Zukunft genauer untersuchen.

Änderungen an Scoutgewehren: Aktuell fühlen sich Scoutgewehre im Vergleich zu anderen Waffengattungen immer noch schwach an – im PvP und im PvE. Bungie schaut sich diesen Waffentyp verstärkt an, Änderungen werden in künftigen Patches kommen.

Änderungen an Maschinenpistolen: Vor Kurzem haben die Maschinenpistolen bereits einen Buff erhalten. So wurde ihre Reichweite verbessert. Damit sollen die SMGs wettbewerbsfähiger werden. Zuvor wurde der Ruf nach einen Schaden-Buff laut.

Wie Bungie nun mitgeteilt hat, wird man zunächst die aktuelle Änderung im Auge behalten und analysieren. Sollten die SMGs in den Augen Bungie nicht stark genug sein, werden weitere Buffs in künftigen Updates folgen.

Änderungen an Fusionsgewehren: Bereits mit Update 2.1.0 wurde der Schaden von Schnellfeuer-Fusionsgewehren erhöht. Trotzdem nimmt Bungie diese Waffengattung derzeit verstärkt unter die Lupe. Denn mit Schrotflinten konnten die Fusionsgewehre bisher nicht wirklich konkurrieren. Weitere Änderungen sollen in künftigen Patches folgen.

destiny 2 wavesplitter 2

Anpassungen am exotischen Spurgewehr Wellenspalter: Der Wellenspalter zählt aktuell zu den besten Waffen in Destiny 2. Manche Fans empfinden dieses exotische Spurgewehr gar als overpowered – besonders im PvP.

Wie Bungie nun mitgeteilt hat, steht der Wellenspalter zwar nicht ganz oben auf deren Prioritäten-Liste, doch man werde sich die Waffe bei Gelegenheit anschauen. Zunächst will man sich jedoch mit der allgemeinen Munitionswirtschaft der Spurgewehre im Schmelztiegel beschäftigen. Anschließend wird man sich dann bei Bedarf die Effektivität des Wellenspalters angucken.

Titan-Skating auf dem PC: Das Titan-Skating, eine Bewegungsmethode, mit der der Titan über die Map rushen kann, ist bei zahlreichen Spielern verhasst. Auf dem PC kann man sie dank Makros besonders leicht anwenden. Schon länger wird von einigen Fans gefordert, diese Methode zu entfernen.

Destiny 2 Forsaken titan super

Wie Bungie nun mitteilte würde man es zwar gerne fixen, doch das sei alles andere als einfach. Denn diese Mechanik ist ganz eng damit verbunden, wie sich das Schweben des Titanen anfühlt. Man will jedoch unter allen Umständen vermeiden, dass es beim Fixen des Titan-Skatings sich die Schweben-Fähigkeit für alle Spieler anders anfühlt.

Einen einfachen Fix für dieses Problem gibt es nicht. Es könnte noch eine Weile dauern, bis man dort eine adäquate Lösung gefunden hat.

Power-Munition im PvP: Hüter haben häufig darum gebeten, die Menge an Powermunition in Kompetitiven Spielen zu reduzieren. Diesem Wunsch wird Bungie nachkommen. Die Zeit zwischen Power-Munition-Spawns soll erhöht werden.

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Im Detail wird der Anfangstimer für den ersten Spawn bleiben. Die Respawn-Timer werden sich jedoch wie folgt ändern:

Kompetitiv:

  • In Kontrolle und Überleben von 45 auf 120 Sekunden erhöht
  • In Überleben von 35 auf 60 Sekunden erhöht

Showdown:

  • Von 30 auf 60 Sekunden erhöht

Rumble:

  • Von 60 auf 120 Sekunden erhöht

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Matchmaking im PvP: Über das Matchmaking im kompetitiven PvP wird sich seit langer Zeit beschwert. Besonders bitter stößt den Fans dabei auf, dass Solo-Spieler häufig gegen feste Einsatztrupps ins Rennen geschickt werden und dass Teams mit niedrigem Ruhm gegen Teams mit hohem Ruhm kämpfen müssen.

Diese Probleme hat Bungie auf dem Schirm. Sie werden von den zuständigen Entwickler-Teams untersucht. Sobald es nennenswerte Neuigkeiten gibt, wird es weitere Details zu möglichen Lösungen und Terminen geben.

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Was haltet Ihr von diesen Plänen? Geht Bungie damit die wichtigsten Sandbox-Defizite an? Oder bedarf es in Euren Augen weiterer Änderungen?

Autor(in)
Quelle(n): Bungie
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