Destiny: 11jähriger wird Opfer von bitterbösem Shareplay-Trolling, lernt Lektion fürs Leben
Hey ... gib mir deinen Account ... ich kenne da ... Tricks!

Ein Fünftklässler ist im MMO-Shooter Destiny Opfer eines Trolls geworden. Der versprach, ihm einen Trick zu zeigen, wie er stärker wird, wenn der Junge ihm denn über Shareplay die Kontrolle über seinen Account überlasse.

Vor einigen Wochen haben wir das Video eines Mannes gepostet, der all seine exotischen Gegenstände gelöscht hat: Das wollte er tun, wenn die Handfeuerwaffe Falkenmond droppt. Die droppte und er tat’s.

Jetzt gibt es ein ähnliches Video, allerdings ist das wesentlich brutaler. Ein 11jähriger Junge spielt Destiny, als eine maliziöse Gestalt „Kirmit der Frosch“ auftaucht und verspricht, ihm einen Cheat zu zeigen, wie er stärker wird. Das klingt in der Tat ein bisschen wie „Steig zu mir ins Auto, ich habe Süßigkeiten für dich.“ Der Junge überlässt dem Fremden seinen Account, geht kurz vom Fernseher weg und na … ja, der andere löscht ihm zwei seiner Hüter und vom dritten das exotische Fusionsgewehr Plan C.

Destiny-Plan-C-062

Das Video weckte einige Zweifel, ob es wirklich echt ist. Immerhin sieht es fast zu brutal aus, um wahr zu sein. Und welche Mutter würde ein Video, wie sich ihr Sohn derart blamiert, auf den eigenen Youtube-Channel laden?

Auf die Fragen gibt es mittlerweile Antworten: Die Mutter des Jungen hat mit der US-Seite GameInformer gesprochen und gesagt, sie habe das Video nur auf ihren Account geladen, da sie es Bugies Support zur Ansicht bringen wollte. Ihr Sohn habe aus den Ereignissen eine „wertvolle Lehre gezogen.“ Das, was man sich erarbeitet hat, auch entsprechend zu schützen. Der Troll habe sich beim gemeinsamen Spielen vorher das Vertrauen ihres Sohnes erschlichen.

Mittlerweile wurde das Video von Bungie bemerkt und im Weekly Update als „Seid vorsichtig da draußen“-Beispiel gezeigt. Na ja, und mehr als 300.000 andere haben es auch gesehen.

Destiny Artwork Niederlage

Im Moment hoffen einige, dass Bungie eine Ausnahme macht und der Junge seinen Account zurückerhält. Der Fünftklässler wird derweil mit der Realität des Internets konfrontiert. Während sich manche empathisch beim Anblick der Aktion zusammenkrümmen, mitfühlen, für ihn Partei ergreifen und an die Milde Bungies appellieren, muss er sich von anderen einiges an Häme anhören, wie er denn nur so naiv habe sein können. Dadurch dass er „Kirmit“ im Video die Kontrolle nur überlässt, weil er sich davon illegale Vorteile verspricht, kriegt das Ganze auch eine moralische Note. Wobei der Fünftklässler hier sagt, er wurde verführt. Vor dem Start des Videos habe der Troll ihn davon überzeugt, das zu machen.

Autor(in)
Quelle(n): Game Informer
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