CEO entschuldigt sich für Sexismus bei Ubisoft, will jetzt mehrere Dinge ändern

Der Chef-Kreative Serge Hascoët musste vor einiger Zeit Ubisoft verlassen. Er soll Frauen systematisch belästigt und klein gehalten haben. Nun hat sich der CEO von Ubisoft, Yves Guillemot, in einem Video entschuldigt und verrarten, was er gegen solche VOrfälle tun will – Etwa mit einer großen Förderung.

Was war passiert? Im Juli berichtete der US-Journalist Jason Schreier in einem Insider-Bericht, wie es bei Ubisoft zugegangen sein soll. Er ist bekannt für solche Berichte und hat nach eigener Aussage mit mehr als 40 aktuellen oder ehemaligen Angestellten von Ubisoft gesprochen.

So soll der 55-jährige Serge Hascoët, der Aufsicht über Spiele wie Assassin’s Creed, Far Cry oder Watch Dogs hatte, unantastbar gewesen sein. Er soll Männer um sich geschart und geschmacklose Witze geäußert haben. Auch die Einführung eines weiblichen Charakters bei Assassin’s Creed hatte er verhindert, weil sich starke Protagonistinnen „einfach nicht verkaufen lassen“.

Zudem sollen sich immer wieder Frauen an die Personalabteilung gewandt, aber von dort keine Hilfe bekommen haben.

Wie reagierte Ubisoft? Serge Hascoët war schon beim Auftauchen des Berichts nicht mehr Teil von Ubisoft. Der PR-Director Stone Chin hingegen wurde am 22. Juli gefeuert.

Auch bei einem Earnings Call am 22. Juli waren die Vorwürfe ein Thema und überschatteten den großen Erfolg von Rainbow Six Siege. Damals äußerte sich CEO Yves Guillemot bereits und sagte, dass „bestimmte Personen das Vertrauen, das er in sie gesetzt hatte, missbraucht haben.“

Nun wurde ein neues Video veröffentlicht, in dem sich Yves Guillemot offiziell entschuldigt und Maßnahmen ankündigt, die aus dem Skandal folgen sollen.

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1 Mio. Dollar für mehr Inklusion und eine Spende an die NAACP

Was sagt Guillemot in dem Video? In dem knapp 4 Minuten langen Video entschuldigt sich der CEO von Ubisoft für das, was im Unternehmen passierte. Er gestand ein, dass sich „einige Mitarbeiter“ nicht an die Werte des Unternehmens gehalten hätten und es bei Ubisoft keine geeigneten Maßnahmen gab, um betroffene zu schützen.

Er möchte nun die Diversität und Inklusion im Unternehmen verbessert. Dafür werden 1 Million Dollar verwendet, um mehr Möglichkeiten für unterrepräsentierte Gruppen bei Ubisoft zu schaffen. Er nennt dabei explizit Frauen und People of Color.

Außerdem sprach er unangemessene Inhalte bei einem Mobile-Game an, die „nicht hätten übersehen werden dürfen“. Gemeint war damit wohl der Skandal um die Faust-Geste bei Tom Clancy’s Elite Squad. Guillemot betonte, dass Ubisoft die „Black Lives Matter“-Bewegung voll unterstütze. Zu dieser Aktion äußerte sich Ubisoft bereits zuvor und entfernte die Geste zudem.

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Zu guter Letzt gab der CEO bekannt, dass eine weitere Spende für das NAACP, eine Bürgerrechtsorganisation in den USA, geplant sei. Wie hoch diese ausfällt, verriet Guillemot jedoch nicht.

Sexismus nicht nur bei Ubisoft: Auch in anderen Gaming-Firmen kam es bereits zu einem solchen Vorwurf. Riot Games, der Entwickler von League of Legends, wurde bereits 2018 von zwei Frauen verklagt, die sich über Lohnunterschiede und Verweigerungen von Beförderungen beschwerten.

2019 einigten sich das Studio und die Klägerinnen. Riot zahlte mindestens 10 Millionen Dollar an alle Frauen, die in den letzten 5 Jahren bei der Firma gearbeitet hatten. Das waren etwa 1.000 Frauen.

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