So fand ich Ashes of Creation: Apocalypse, bevor es abgeschaltet wurde

Der Free2Play Ableger Ashes of Creation Apocalypse bot euch vergangene Woche die Möglichkeit das PvP des MMORPGs ausgiebig zu testen. Unser Autor Alexander Leitsch hat sich in das Spiel gewagt und berichtet nun von seinen Erlebnissen in der Apocalypse.

Ich hab mich tierisch auf den Release von Apocalypse gefreut, da es auch meine erste Chance ist, Hand an Ashes of Creation zu legen. Natürlich handelt es sich bei Apocalypse nicht um das volle MMORPG Ashes of Creation, von dem ich mir so viel verspreche.

Aber alleine das Kampfsystem zu erleben und zu schauen, ob die Entwickler tatsächlich eine spielbare Version auf die Beine stellen können, hatte meine Vorfreude geschürt.

Inzwischen ist die erste Spielphase vorüber und Anfang Januar sollen weitere Phasen folgen. Falls ihr also keine Chance hattet, Apocalypse selbst zu spielen, gibt euch dieser Artikel einen Einblick in das Spiel.

Ashes of Creation Apocalypse 2

Meine erste Runde in Apocalypse

In der ersten Phase enthielt Ashes of Creation Apocalypse nur einen Spielmodus: Battle Royal.

Ich habe mich bisher den meisten Battle-Royale-Games entziehen können, auch wenn ich das ein oder andere Mal zu Fortnite genötigt wurde. Meiner Vorfreude tat der Spielmodus jedenfalls keinen Abbruch.

Der Beginn einer Runde: Der Start in das erste Match ist einfach. Man betritt per Knopfdruck ein Spiel, landet in einer Warteschlange und nach wenigen Minuten startete die erste Runde, dachte ich.

Doch wir landeten zuerst in einer Art Lobby, in der wir uns ein wenig Prügeln konnten, ohne dass jemand auch nur einen Schadenspunkt davon getragen hätte. Diese Lobby war jedoch hilfreich, um sich erstmal an das Spiel, den Kampf und die Bewegung zu gewöhnen.

Nach einiger Zeit setzte dann die Apokalypse ein und wir wurden nach einigen bunten Effekten mitten in der Luft ausgesetzt. Auf Greifen reitend suchte ich mir dann einen Punkt auf der Karte, an dem ich landen und mich ausrüsten konnte.

Ashes of Creation Apocalypse Greif

Ein Spiel ohne Klassen: In Apocalypse hat man fünf Inventarplätze für Waffen, Tränke und Rüstungen. Letztere konnte man doch durch das Verwenden anlegen, sodass man den freien Platz zurückbekommen konnte. Über die gefundenen Ausrüstung definiert sich der Spielstil.

Man kann in den Fernkampf gehen und andere Spieler mit Bogen oder Armbrust attackieren. Man kann aber auch die standardmäßig ausgerüstete Axt, gefundene Schwerter oder Hämmer verwenden, um Gegner im Nahkampf unter Druck setzen.

Zudem lassen sich Stäben und Zeptern auch Zauber gegen Gegner einsetzen. All das lernte ich erst nach und nach, denn in der ersten Runde kam es nach kurzer Zeit zu einem direkten „Axt gegen Axt“-Duell mit einem anderen Spieler.

Dies konnte ich zwar gewinnen, aber noch bevor ich meinen Loot aufgesammelt hatte, fand mich ein weiterer Spieler und gab mir den Gnadenstoß. Man hat in einer Runde Apocalypse nur ein Leben. Danach kann man das Geschehen nur noch aus Sicht der anderen Spieler verfolgen.

Die erste Runde war also vorüber.

Ashes of Creation PvP Combat artwork

Das Gruppenspiel: Erst nach ein paar Runden stellte ich fest, dass ich immer Verbündete habe. Wahlweise kann ich mich direkt mit Freunden für ein Spiel anmelden oder mir werden automatisch drei Mitspieler zugelost.

Diese kann ich nicht verletzen und auf der Karte als Punkte verfolgen. Am besten versucht ihr als Gruppe zusammen zu bleiben, das sichert erstmal das Überleben.

Ashes of Creation Lobby

Das Ende eines Matches: In fast allen Matches kam es zu einem Showdown auf engem Raum. Denn mit der Zeit verringert sich der Spielbereich immer weiter, da sich von außen ein roter Kreis zusammenzieht.

Sobald man durch eine rote Wand hindurch läuft, bekommt man konstant Schaden. In einem Match wurde das Spielfeld sogar komplett aufgelöst. Beide Spieler hatten noch einen kleinen Rest Lebenspunkte am Ende. Ein Angriff beendete dann jedoch auch diese Runde.

Ashes of Creation MMO Umgebung

Meine Probleme mit Apocalypse

Während die Welt des Spiels wirklich hübsch und abwechslungsreich gestaltet ist, gefielen mir von Anfang an viele Animationen im Spiel überhaupt nicht. Dies verstärkte meine sowieso schon vorhandenen Probleme mit den Sprüngen und Kämpfen.

Das Kampf- und Bewegungssystem: Schuld an meinem Unbehagen mit dem Kampfsystem ist es, dass Angriffe Ausdauer verbrauchen. Und zwar die gleiche Ausdauer, mit der wir auch springen oder ausweichen.

Einfach nur sinnlos angreifen funktioniert nicht, da man sonst Ausdauer regenerieren muss, ehe man wieder zum Schlag ausholen kann. Dieses Durchschnaufen wird rasch zu einer tödlichen Zwangs-Pause.

Von den Animationen ist besonders die Ausweichrolle gewöhnungsbedürftig und nicht so dynamisch, wie ich es aus Guild Wars 2 gewohnt bin.

Zudem kann man mit seinem Charakter noch sprinten, um etwa vor einem Kampf zu flüchten. Dies verbraucht interessanterweise keinerlei Ausdauer.

Ashes of Creation Apocalypse Screenshot

Die Ausrüstung: Auch nach einigen Runden hatte ich immer noch große Probleme mit dem Thema Ausrüstung. So findet man regelmäßig Rüstungen und Waffen in den Farben blau, rot oder gold.

Doch was diese Waffen und Rüstungen genau können, wie viel Schaden sie tatsächlich verursachen oder welche versteckten Boni diese enthalten, erfährt man erst nach dem Anlegen. Es hat viele Matches gedauert, bis ich einigermaßen sicher die Ausrüstung durchtauschen konnte.

Ashes of Creation Apocalypse ausrüstung

Weitere Inhalte von Apocalypse

Das Quest-System: Um für ein bisschen Langzeitmotivation zu sorgen, haben sich die Entwickler ein Quest-System überlegt. Darin findet ihr wöchentliche Aufgaben, wie zum Beispiel Schaden am Gegner zu verursachen, Gegner zu besiegen oder auch bestimmte Waffen zu finden und einzusetzen.

Mit Hilfe des Legendary Paths, den man sich im Shop kaufen kann, kann man zudem weitere wöchentliche Quests freischalten.

Ashes of Creation Apocalypse Quests

Der Shop: Ashes of Creation Apocalypse hat einen Echtgeld-Shop mit allerhand kosmetischen Effekten. Dieser Shop steht aktuell stark in der Kritik, weil die Preise teilweise sehr hoch sind und weil dieser den oben bereits angesprochenen Legendary Path besitzt.

Ashes of Creation Apocalypse 3

Ein Spiel-Start mit vielen Problemen

Der Start von Apocalypse war ursprünglich für den 18. Dezember geplant, doch so richtig kam das Spiel erst am Wochenende danach in Fahrt. Zurückgeworfen wurden die Entwickler dabei durch Probleme in der Nutzerdatenbank auf der neuen Webseite, aber auch durch Server-Probleme.

Zum Ende hin konnte man Ashes of Creation: Apocalypse jedoch sehr gut spielen.

Die Verbindungen waren stabil und ansonsten blieb man von Lags oder anderen großen Problemen verschont. Dies stimmt mich besonders im Hinblick auf das kommende MMORPG positiv, da schnell reagiert und offensichtlich auch gelernt wurde.

Ashes of Creation City Siege Artwork

Was ist für die Zukunft von Apocalypse geplant?

Am 11. Januar soll es mit einer weiteren Testphase von Apocalypse weitergehen. Zuerst sind nur kurze Stress-Test-Wochenenden geplant. Im Februar soll dann der offizielle Release stattfinden.

Wird es weitere Spielmodi geben? Wem Battle Royal als Spielmodus nicht zusagt, der kann sich im Laufe von 2019 auf zwei Neuerungen freuen:

  • Zum einen ist ein Festungs-Modus geplant, bei dem eine Fraktion der Spieler diese verteidigt. Die andere greift die Festung an.
  • Außerdem ist ein Coop-Hord-Mode geplant, bei dem die Spieler gemeinsam gegen immer stärker werdende Gegner-Wellen antreten. Beides soll im Rahmen von Apocalypse für alle spielbar werden.

Besonders der Festungs-Modus ist für mich interessant, weil dies ein Kern-Feature von Ashes of Creation und seinen Nodes werden wird.

Ashes of Creation macht auf Fortnite – Ist das PvE-MMORPG in Gefahr?
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schaican
schaican
11 Monate zuvor

solange PVP und PVE getrennt werden ist es für mich interessant sonnst nicht

Seska Larafey
Seska Larafey
11 Monate zuvor

Fehlerteufel gefunden:

Gehe zu: „Ein Spiel ohne Klassen“

2ter Absatz und spreche den „Korrektur Spruch“ aus um den Fehlerteufel aus „dtandardmäßig“ zu vertreiben, damit der gute „standardmäßig“ seine Arbeit weiter verrichten kann

Würfle mit keinem W20 und gehe nicht über los!

smile

Alex Lein
Alex Lein
11 Monate zuvor

Solange das Kampfsystem und Ausdauersystem im fertigen MMORPG nicht so ekelhaft wird wie es in ESO der fall ist, kann ich mit dem jetzigen leben.

DeLuXe
DeLuXe
11 Monate zuvor

Da müsste mal dringend jemand Bloodborne, Dark Souls usw. spielen.
Kaum aushaltbar beim lesen, das ein Angriff Ausdauer verbraucht sowie springen und ausweichen…
Wie furchtbar ????????
Was für ein schlimmes Erlebnis mit einer Ausdauerleiste hier ja beschrieben wird

Nirraven
Nirraven
11 Monate zuvor

Wenn man schon die Ausweichrolle aus GW2 gut findet…

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
11 Monate zuvor

Was stört dich denn an der? Ich hab persönlich noch keine angenehmere getroffen, sowohl von der Animation, als auch der Art, wie sie in den Kampfablauf eingebaut wird.

Nirraven
Nirraven
11 Monate zuvor

Zum einen passt die Ausweichrolle in ein sonst eher unaktives Kampsystem nur mäßig rein. Bei vielen Titeln mit aktivem Kampyststem kann man z.B. wenn man richtig ausweicht dafür den Gegner bestrafen, das is bei GW2 bei ganz vielen Skills nicht so, da die einfach ein langer Stream an Angriffen und Kombos sind, derzeit macht es keinen markanten Unterschied bei vielen Skills ob man jetzt ausweicht oder nicht da nach dem Ausweichen ja eh schon der nächste Angriff folgt ohne Möglichkeit etwas aus dem erfolgreichem Ausweichen zu machen. Bei PvE Inhalten, stört es mich wesentlich weniger als im PvP. Mir ist… Weiterlesen »

N0ma
N0ma
11 Monate zuvor

Da GW2 kein echtes Aktion Kampfsystem hat passt die Rolle eigentlich nicht rein, da stimme ich zu. Auf der anderen Seite machts die Kämpfe dynamischer. Kritisieren tue ich aber auch die Unverwundbarkeit s.o.

N0ma
N0ma
11 Monate zuvor

Das schlechte an der GW2 AWRolle ist die Unverwundbarkeit. Es ist unnatürlich und sorgt für eine unnatürliche Spielweise und damit auch für viele „Glitches“.

Dawid
Dawid
11 Monate zuvor

Das ist ja auch bei Tera so, was ich so viel besser finde. Da musst schon genauer überlegen, wann du sie einsetzt. Das macht es taktischer und je nach Situation nervenaufreibender, gleichzeitig auch nachvollziehbarer, weil es weniger Random ist und das System darauf abgestimmt ist. Du weißt danach genau, was du falsch gemacht hast.

ABER: Das gilt meistens nur für eine überschaubare Anzahl von Gegnern. Was gegen einen Boss oder eine Handvoll Gegner noch cool ist, wird bei 50 Gegnern schwierig.

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
11 Monate zuvor

Ich bin tatsächlich MMORPG-Spieler, was auch der Grund ist, warum ich hier nahezu ausschließlich über MMOs wie GW2, Ashes, Crowfall und Co. schreibe. Ich bin also derartiges tatsächlich nicht gewöhnt, weil ich nicht einen Finger an Dark Souls und Co. gelegt habe.

Aber grad weil ich aus der Schiene komme, sind solche Einschnitte dann eben doch etwas besonderes. Ob das nun am Ende ein riesiger Kritikpunkt wird, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist eben ein Bericht aus meiner Sicht und für mich war das ungewohnt

N0ma
N0ma
11 Monate zuvor

Ausdauerverbrauch muss man auch nicht mögen, man braucht aber irgendwas um die Daueraktion rauszunehmen. Ich denke das ist eine Frage der Gewöhnung. ESO als MMORPG hats auch. Funktioniert da allerdings nicht besonders gut, da man sich soviel besorgen kann das die nicht ausgeht, was eigentlich nicht der Sinn von solcher Mechanik ist. Das führt dazu das ESO ein reines Skill/LA-spamming wird im Endgame.

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