Obwohl sich Aion 2 zeitweise wunderbar „Massively“ anfühlt, klagen Spieler: Was ist nur aus den MMORPGs geworden?

mann zeigt dem finger aion 2 titelbild

Aion 2 ist ein neues MMORPG, das etliche Spieler anzieht. Die Städte sind gut gefüllt und überall trifft man auf andere Leute. Trotzdem kritisieren viele das Gefühl sozialer Entfremdung.

In vielen Genre-Vertretern lässt sich die Spielwelt problemlos gemeinsam erkunden. So kann man in Final Fantasy XIV die Hauptstory und Map-Events zusammen erleben, in World of Warcraft profitiert man beim gemeinsamen Questen voneinander und kann sich etwa Mobs „teilen“.

Obwohl Aion 2 mit einer riesigen Spielwelt, Open-World-Events und belebten Hubs optisch ein echtes MMO-Gefühl erzeugt, leidet das Multiplayer-Erlebnis unter modernen Design-Entscheidungen. Spieler kritisieren die soziale Entfremdung, denn Haupt- und Neben-Quests sowie Story-Instanzen trennen Gruppenmitglieder regelmäßig voneinander.

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MMORPGs sollten Menschen zusammenbringen – oder?

Was haben Spieler zu beklagen? Auf Reddit kritisiert ein Spieler, dass Aion 2 das Zusammenspiel unnötig erschwere. Er wollte mit seiner Freundin zocken, stellte aber fest, dass sich der Großteil der Level-Phase bis Stufe 45 wie ein Singleplayer-Spiel anfühlt. Besonders bitter sei das für Spieler mit körperlichen Einschränkungen, die davon profitieren, sich anderen anzuschließen – dazu gehöre auch seine Freundin.

Sein Fazit: Ein MMORPG sollte Menschen zusammenbringen und ihnen zumindest die Wahl lassen, anstatt sie zum Solo-Grind zu zwingen, bevor sie das Spiel endlich gemeinsam genießen können.

Viele pflichten ihm bei und bemängeln, dass man erst einmal alleine bis ins Endgame, also bis Stufe 45, grinden muss. Zudem gebe es außerhalb von Dungeons kaum Anreize oder gar Möglichkeiten für ein Miteinander.

ScatterSenbonzakura berichtet etwa, dass er und seine Frau trotz fester Gruppe ständig in getrennten Gebiets-Instanzen landen. Auch direkter Handel fehle – laut Ditschel laufen Verkäufe nur über den Marktplatz, gekoppelt an ein Abo.

Garbarne sieht darin ein Problem moderner MMOs: Alles vor dem Max-Level gelte für viele als belanglos. Suitable_Spray_6799 ergänzt, man hetze nur noch solo durch den Content und nehme andere Spieler eher als Hindernis wahr.

Es gibt jedoch auch Gegenstimmen: „Gruppen-Muffel“ begrüßen es, vor dem Endgame keine Mitspieler zu brauchen. Andere raten dem Pärchen schlichtweg dazu, stattdessen lieber auf den Release von WoW: Forever zu warten.

Sogar in Instanzen vermissen viele Spieler das Gemeinschaftsgefühl. Oft wird durch die Dungeons zu den Bossen gesprintet, Kommunikation findet kaum statt. Wer keine Gilde hat und mit Zufallsgruppen hier sein Glück versuchen muss, den kann in Aion 2 eine frustrierende Erfahrung erwarten.
Spielt ihr MMORPGs am liebsten im Team oder gehört ihr eher zur Fraktion der Solo-Grinder? Verratet es uns in den Kommentaren!

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