Dungeons in World of Warcraft Forever werden zu einem großen Punkt der Diskussion. Sie geben wenig XP – daher wollen viele die Mobs skippen.
Dass World of Warcraft Forever in der Beta nicht das gelobte Schlaraffenland der Nostalgie ist bemerken gerade viele Testerinnen und Tester, wenn sie sich in Dungeons wagen. Denn von dort berichten immer mehr Spielerinnen und Spieler, dass sie Begegnungen mit nur einem Ziel haben, die sie an das moderne WoW oder andere MMORPGs erinnern: Effizienz.
Der Haken an der Sache: Es ist ein Problem, das die Entwickler selbst beschworen haben.
Feinde in Forever-Dungeons werden geskippt, weil sie sich nicht lohnen
Was hat sich geändert? In einem der letzten Updates der Beta von WoW Forever haben die Entwickler die Erfahrungspunkte drastisch reduziert, die es für das Besiegen von Feinden in Dungeons gibt. Der Gedanke dahinter war grundsätzlich gut, denn so kann man einen Dungeon mehrmals besuchen und tolle Sets, wie etwa das Set für die neue Druidengestalt, vollständig sammeln, ohne vom Level bereits viel zu hoch zu sein.
Doch die drastisch verringerten XP der Feinde sorgen für ein neues Problem: Das Kämpfen gegen die Gegner fühlt sich für viele sinnlos an, sodass man möglichst viele Feinde überspringt.
So ändert sich das Verhalten: Durch die Änderungen an den Erfahrungspunkten ist es oft sinnvoller, die meisten Feinde einfach stehen zu lassen und sich optimierte Routen zu überlegen. Genau das erinnert aber viele, die darauf keine Lust haben, an „Mythisch+“ oder die „Schnell-Schnell“-Mentalität, mit der Dungeons zum Beispiel in WoW Midnight angegangen werden. Einige Stimmen der Community aus dem Subreddit von WoW Forever:
- „Zwischen dem Questen, hin und wieder, will ich einfach Dungeons spammen und dabei genug XP bekommen, dass es das auch wert ist. Ich habe Freunde und Gilden kennengelernt durch diese Dungeons. Es ist eine legitime Art, das Spiel zu spielen und sollte nicht generft werden.“ – r2steel
- „Feinde zu überspringen ist lame. Wenn ihr wirklich glaubt, dass es in einem Jahr nicht so sein wird, dass man die ganzen Skips für die Dungeons kennen muss, wenn man mitgenommen werden will, dann kennt ihr die WoW-Spieler nicht.“ – nacholibre711
Die meisten scheinen aktuell mit den Dungeons unzufrieden zu sein, weil es ihre Art, das Spiel zu spielen, nicht mehr so belohnend macht. Doch genau dafür sammeln die Entwickler gerade Feedback, um womöglich noch Änderungen durchzuführen.
Cortyn meint: Die Änderung an den XP in den Dungeons ist zwar gut gemeint von den Entwicklern, doch fördert sie genau die Mentalität aus dem modernen WoW, denen einige zu entfliehen versuchen. Wenn ein Dungeon-Gegner weniger Erfahrung gibt als ein Gegner in der offenen Welt, führt das zu einem Problem, für das viele Spielerinnen und Spieler nur eine Antwort kennen: Effizienz.
Es bleibt abzuwarten, ob ein großer Teil der Community diesen Gedanken abschütteln kann oder ob sich vor allem zwei Lager bilden werden:
Jene, die WoW Forever entspannter spielen und nicht um jede Mob-Gruppe herumtanzen und jene, die ihr Zeit nicht mit Inhalten vergeuden wollen, die keinen spürbaren Nutzen für ihren Charakter haben.
Wie würdet ihr das Problem beheben? Habt ihr eine Methode vor Augen, die Ziele der Entwickler und das Effizienz-Denken von Teilen der Community unter einen Hut bringt? Oder glaubt ihr, dass das ein Problem ist, dem man nur mit „getrennten Communitys“ begegnen kann?
WoW Forever hat ohnehin noch ein paar Probleme, die behoben werden müssen – wie etwa das schreckliche Phasing.
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