Bellatores
Weil ihr in Bellatores nicht der Held der Welt seid, erwartet euch hier ein harter Grind und langsamer Fortschritt, der sich an Spielen wie Black Desert Online orientiert. Dabei gibt es keine feste Klassen, stattdessen levelt man genau die Fähigkeiten und Waffen, die man aktiv nutzt.
Die Rolle des eigenen Charakters hängt also von seiner angelegten Ausrüstung ab. Ihr dürft also auch als schwer gepanzerter Magier durch die Spielwelt ziehen.
Wichtig für den Titel ist neben dem klassischen Tab-Targeting auch die Kollisionsabfrage. Ihr könnt andere Charaktere blocken, indem ihr euch ihnen in den Weg stellt. Das ist wichtig, weil man im Endgame auch andere Fraktionen physisch behindern kann.
Im Endgame dreht sich nämlich alles um Gildenpolitik, Wirtschaft und massive Realm-vs-Realm Belagerungen die durch den Kampf der fünf Adelshäuser befeuert werden. Dungeons und Raids sollen nicht instanziiert sein, ihr könnt also jederzeit mitten im Kampf hinterrücks attackiert und überfallen werden.
Der Titel befindet sich jedoch noch mitten in der Entwicklung, weshalb eine Abkehr von diesem Hardcore-Gedanken möglich ist, gerade weil das Feedback aus der letzten Testphase negativ ausfiel und das die Entwickler zum Umdenken bewegen könnte.
Ein Spiel für Hardcore-Gamer
Bellatores hat eine Nische für sich ausgewählt: die Hardcore-Spieler. Für wen in einem MMORPG der Machtkampf von Gilden und die Herrschaft über die virtuelle Spielwelt ganz vorne stehen, der könnte hier genau richtig sein. Durch die langsame Progression in alter koreanischer MMO-Manier sind Gilden umso wichtiger, um den gemeinsamen Fortschritt zu organisieren.
Wer schon in Throne and Liberty gerne mit 280 Spielern im Discord saß, um den Angriff auf die große Festung zu befehligen, der wird sich auch in Bellatores heimisch fühlen. Gleichzeitig ist das PvP-System des Spiels weniger auf Masse und mehr auf Taktik aufgebaut, weshalb nicht der eine Bosskampf am Tag zur epischen Schlacht wird, sondern am Ende die Fraktion gewinnt, die anderen Spielern am häufigsten einen Boss vor der Nase wegschnappen kann.
Nix für PvE-Gamer
Schon bei dem im Westen nur so okayisch erfolgreichen Throne and Liberty zeigte sich schnell, dass Hardcore-PvP eine Nische ist, die viele Spieler nicht auf Dauer begeistern kann. Das war auch das Feedback bei Bellatores aus der ersten Beta, denn im Gegensatz zum hier bekannten TnL gibt es dort noch viel weniger Dungeons und Quests.
Open-World-PvP und Ganking ist an der Tagesordnung und stößt daher vielen Spielern vor den Kopf, die einfach mal so durch die MMO-Welt schlendern, questen oder grinden wollen. Dazu kommen starke Performance-Probleme, die bis zum Release behoben werden müssen, damit die geplanten Massenschlachten am Ende auch flüssig laufen.
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