Amazon will mit MMORPGs gar nichts mehr zu tun haben, trennt sich jetzt auch von seinem größten Erfolg

Amazon Games Ende MMORPGs

Auf den Webseiten von Lost Ark und Throne and Liberty hat sich Amazon Games jetzt zeitgleich mit einem Quasi-Abschied an die jeweilige Community gewandt. Damit begräbt der Konzern endgültig seine ursprünglich sehr ambitionierten MMO-Pläne.

Was kündigt Amazon Games an? Schauen wir uns zuerst die Nachricht des Publishers an die westliche Community von Lost Ark an (ihr findet sie auf playlostark.com). In dieser heißt es: „Ab Anfang 2027 wird Amazon Game Studios den Live-Service-Betrieb von Lost Ark beenden und Smilegate wird das Spiel künftig übernehmen.“

Amazon Games trennt sich damit von seinem größten Erfolg als MMORPG-Publisher. Beim globalen Launch im Februar 2022 konnte man zeitweise mehr als 1,3 Millionen Steam-Spieler gleichzeitig auf die Server locken. Das reicht bis heute für Platz 6 in den All-Time-Charts der höchsten Spielerzahlen auf Steam (Quelle: steamdb.info).

Noch früher, nämlich noch im 4. Quartal 2026, möchte Amazon Games die westliche Publishing-Arbeit von Throne and Liberty an FirstSpark Games und NCSoft übergeben. Die entsprechende Meldung findet ihr auf playthroneandliberty.com.

In beiden Fällen soll der westliche Service also nicht eingestellt, sondern an die eigentlichen Entwickler des jeweiligen Spiels übergeben werden. Wie genau diese Übergabe ablaufen wird, beantwortet Amazon Games in den beiden Ankündigungen über einen zugehörigen FAQ-Abschnitt.

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Throne and Liberty – The Frozen Divide: Nix: Ankündigungs-Trailer zur neuen Erweiterung

Eine Frage der Zeit

Warum dieser Schritt? Es war nur eine Frage der Zeit, dass Amazon Games irgendwann als Publisher von Lost Ark und Throne and Liberty zurücktreten wird. Auch wenn man im Oktober 2025 noch etwas anderes behauptet hat.

Wenn man all das in einen Topf wirft, ergibt sich dadurch fast schon zwangsläufig das absehbare Ende als Publisher von Lost Ark und Throne and Liberty. Oder seid ihr gerade überrascht? Verratet es uns gern in den Kommentaren!

Ab Anfang 2027 ist das Thema MMORPGs für Amazon Games also endgültig beendet. Dabei waren die Ambitionen vor einigen Jahren noch riesig. Man investierte viel, um ein Big Player der Games-Branche zu werden. Am Ende blickt man auf ein Trümmerfeld: Amazon wollte Big Player für Games sein – Das Ende von New World vervollständigt eine traurige Geschichte des Scheiterns

Kommentare

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5 Kommentare
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fyrann

Sehr schön, dann kann es ja nur besser werden! Vielleicht haben NC Soft und Smilegate ja etwas gelernt bzgl. F2P P2W in der westlichen Welt und machen ein paar sinnvolle Änderungen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

MathError

Besser? ^^
Erstens war Amazon nur der Publisher und war nur für kleine Änderungen im Westen zuständig, wie Lokalisierung und “Reduzierung” der P2W-Elemente.

Nun das dies nicht mehr gegeben ist, wird die Lokalisierung noch mehr drunter leiden und ich glaube eher die versuchen nun noch mehr Cash aus den Spielers raus zu ziehen, bevor deren neues MMO(RPG) kommt. 😉

Besser wird hier wohl nix 😀

fyrann

Naja, ich vermute das Ihnen sicher aufgefallen ist welches Potenzial Anfangs von den Spielerzahlen da war und welche Zahlen jetzt noch übrig ist. Ob man daraus lernen will, und bei so einer Gelegenheit vielleicht eine Neuausrichtung wage möchte, joa das steht auf einem anderen Blatt. Die deutsche Lokalierung ist eh schon lange eingestellt und die spanische wird es jetzt. English spricht die welt und das sollten sie hinbekommen. Wie gesagt, viel schlimmer kann es nicht werden, zumindest meine bescheidene Meinung.

Caliino

Da muss ich dich von vorne herein leider enttäuschen, wir interessieren die asiatischen Entwickler/Publisher nicht die Bohne.

Der komplette Rest der Welt (außerhalb deren Heimat) bringt es meist nicht mal auf 10-15% an deren gesamten Umsatz – und da sind die Lizenzgebühren an andere Publisher schon miteingerechnet. Wenn die also selber publishen, ist es noch weniger.

Und das jetzt selbst Amazon aufgibt – welches mit Twitch schon Jahre rote Zahlen schreibt – zeigt doch klar und deutlich, dass die Asia-P2W-Mmo’s bei uns einfach nicht überleben können, weil wir P2W nicht mögen. Zumal die meist nach einem seelenlosen “0815-Cash-Grab” wirken…

MathError

Ja, das stimmt. von 100 Asia MMO’s bei uns ist am Ende nur noch eins übrig und meist nur als mobile Variante.
Klar Spiele wie damals Aion, Tera, AA & Co. kommen auch aus der Ecke, aber das war damals die goldene Ära für MMO(RPG)’s, vieles war wirklich neu, interessant und die Alternativen hielten sich in Grenzen.

Da konnten sich auch solche Games ohne Probleme etablieren. Aber heute ist das nicht mehr so einfach. Wir brauchen, aber in Zukunft eventuell mehr solche Asia-Entwickler, weil die westlichens Devs leider nichts mehr so wirklich hinbekommen oder sie sich garnicht mehr an die Entwicklung solcher Games heran trauen.

Die großen kommenden MMO(RPG)’s die kommenden Jahre sie ja sowas wie Aion 2 (Oktober), AA, CO, LoL-MMORPG, Plan 8, GW3 und einige andere. Diese kommen aber alle nicht wirklich aus dem westlichen Markt.

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