8 kommende Asia-MMORPGs im Check: Welches lohnt sich für euch und um welches solltet ihr einen Bogen machen

Grind Fest World of Jade Dynasty

Ashfall

Der größte Irrtum vorweg: Ashfall ist kein klassisches MMORPG mit einer riesigen, nahtlosen Welt, sondern im Kern ein Hub-basierter Third-Person-Looter-Shooter mit MMO-Elementen. Das Setting ist dafür extrem frisch: eine asiatische Postapokalypse, in der traditionelle fernöstliche Architektur auf rostigen Schrott, Mutanten und zerstörte Roboter trifft.

Von sicheren Hub-Städten aus macht ihr euch auf den Weg in instanziierte Level und Dungeons, die im Spiel Secret Realms heißen. Der Gameplay Loop soll darin bestehen, diese Instanzen zu räumen, Bosse zu besiegen, Loot zu sammeln und den eigenen Charakter aufzuwerten.

Gekämpft wird primär mit Schusswaffen aus der Third-Person-Perspektive, wobei Ashfall an einen klassischen Deckungs-Shooter erinnert. Neben Waffen kommen auch Drohnen und automatische Geschütze zum Einsatz.

Wo es dann mehr Richtung MMO geht, sind die tiefen Sandbox-Elemente. Spieler können beispielsweise mutierte Reittiere in der Welt aufspüren und zähmen. Gleichzeitig kann man seine eigene kleine Basis im Ödland aufbauen, die neben Dekoration auch Werkbänke zum Craften bereitstellt.

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Ashfall zeigt im Trailer wie ein modernes Shooter-MMORPG aussehen soll

Mehr Shooter als MMO

Ashfall richtet sich vor allem an Fans von Shooter-MMOs, die keine klassische MMORPG-Welt brauchen. Man hat Grind, Loot, Crafting, aber eben wenig Spieler zum Verlieben. Der Genre-Hybrid schielt mehr in Richtung The Division, Outriders und Fallout 76.

Spaß haben kann man in Ashfall vor allem, wenn man mit einigen Freunden mal einen Shooter zusammen erleben und dabei voll in eine Postapokalypse abtauchen will. Dazu kommt, dass das Setting unter anderem mit Musik von Hans Zimmer untermalt werden soll, was die Mischung aus Mad Max und chinesischer Kultur noch verrückter macht.

MMO-Fans kommen zu kurz

Ashfall ist nichts für Fans klasssicher MMORPGs. Das Spiel ist einfach zu stark instanziiert, die Gebiete sind durch Ladebildschirme getrennt und man spielt eher allein und in einer Koop-Gruppe als mit tiefgehenden Gildenstrukturen und sozialem Wettbewerb.

Gleichzeitig ist die Monetarisierung noch eine große Blackbox und es besteht die Gefahr, dass der Titel dem Asia-Trend Richtung Lootboxen, aggressiver Monetarisierung und Gacha folgen könnte.

Auch die Kommunikation der Entwickler mit ihrer Community wirkt vollkommen chaotisch. Auf monatelanges Schweigen folgen kurzfristige Beta-Ankündigungen, bevor die Entwickler dann wieder abtauchen. Das deutet auf Restrukturierungen oder Probleme hin. Das Release-Fenster ist unklar.

Ashfall kann sich vom MMO-Shooter also durchaus noch mehr in Richtung MMO entwickeln, aber eben auch irgendwann komplett in Richtung Koop-Shooter abbiegen. Oder es wird plötzlich eingestellt. Alles ist mangels vernünftiger Infos derzeit denkbar.

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