
Unnötiges Multiclassing „ohne bestimmten Hintergedanken, versprochen”
Durch Multiclassing kann man den Ton einer Klasse und der eigenen Hintergrundgeschichte durch eine weitere Klasse zu etwas ganz Eigenem und Besonderem machen: Ein Barde, der durch einen Pakt mit einem Teufel höllisch gute Musik schaffen will, oder ein disziplinierter Kämpfer, der entdeckt, wie unglaublich stark seine Wutausbrüche im Kampf sein können.
Durch Multiclassing können neben dem abgestimmten Hintergrund eines Abenteurers auf diese Weise mächtige Builds entstehen, die durch die Synergien der Klassen heftige Effekte erbringen. Allerdings gibt es auch Konstellationen, die in extrem übermächtige Konzepte ausarten und nicht so leicht ausbalanciert werden können.
Keinem Spieler soll die Möglichkeit auf starke Fähigkeiten im Kampf genommen werden, denn letztendlich soll jeder im Spiel Spaß haben. Allerdings ist es genauso nervig wie auch schade, wenn eine Multiklasse nur aufgrund ihrer Exploits gewählt wird, ohne ein triftiges Argument zu haben, wieso euer Charakter die Wege beider oder noch mehr Klassen eingeht.
Wenn ihr wirklich auf eure „OP-Multiklasse“, mit der ihr alles und jeden in eurer Kampagne mit einem Schlag und 300 Schadenspunkten wegfegt, besteht, dann seid doch bitte kreativ, wenn es um eure Hintergrundgeschichte geht. Dann rollt euer DM bei dem Betrachten eures Charaktersheets nicht mit den Augen, sondern freut sich auf das, was ihr vorbereitet, in Action zu sehen.
Dungeons & Dragons ist (in der Regel) keine Solo-Erfahrung, sondern ein zutiefst soziales Spiel, in dem man gemeinsam eine spannende und spaßige Zeit haben will. Deswegen sollte sich jeder Spieler an die eigene Nase fassen und überlegen, ob man selbst Schuld daran ist, dass dieser Spaß gehemmt wird. Wenn ihr euch nicht sicher seid oder direkt vor der eigenen Charakterfindung verhindern wollt, zu einem Problemspieler zu werden, haben wir hier auf MeinMMO ein paar Charakter-Archetypen vorgestellt, die ihr vermeiden solltet: 5 Arten von Charakteren, die ihr in Dungeons & Dragons besser nicht spielen solltet
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Für den DM sehe ichs nicht so als Problem, das Monsterhandbuch ist ja vom Schwierigkeitsgrad nach oben offen, da findet sich immer was wenn man das will. Frei nach Star Wars, es gibt immer noch einen größeren. Für die Gruppe kann es unschön sein wenn das ungleich verteilt ist.
Ich beuge vor das ich sage Standardhandbücher sind erlaubt, alles andere muss “genehmigt” werden, eine Ausnahme bei Zauber “Wunsch” hab ich mir schonmal perse ein Vetorecht eingeräumt. 🙂
Kreativ sollen und dürfen die Spieler schon sein. Nur ein OP Build zu spielen ist nicht das Ziel sondern Roleplay.
Ich seh es ähnlich. Natürlich spielt jeder aus einem eigenen Grund und es gibt sicherlich Tische, wo die Spieler Spaß daran haben, sich mit heftigen Builds zu übertreffen, bei anderen ist es aber nun mal das Roleplay. Die Lösung dafür ist – wer hätte es gedacht – Kommunikation. Eigentlich wie immer. Wer jedoch probiert, heimlich zum heftigsten Macher des Tisches zu werden und so viele Loopholes zu finden wie möglich, das find ich einfach Schade für den Rest.