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Warframe Einsteiger Guide

Warframe: Der ultimative Einsteiger-Guide für Anfänger

Hilfreiche Tipps und Infos für angehende Space-Ninjas und solche, die es noch werden wollen

Warframe ist mittlerweile zu einem sehr guten MMO-Shooter gereift, da sind sich die meisten einig. Doch als Einsteiger fühlt man sich aufgrund der tiefgründigen Spielsysteme zuerst ein wenig überfordert. Das ist jetzt vorbei: Dieser Anfänger-Guide soll mit hilfreichen Tipps helfen, die ersten Schritte im Spiel zu meistern. Die Ausbildung zum Space-Ninja lohnt sich.

Der Free-to-play-Titel Warframe, der vom kanadischen Entwickler Digital Extremes entwickelt wird, erschien Ende 2012 für PC und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Seit einiger Zeit irren Warframe-Spieler auch auf der PS4 und Xbox One umher. Über 30 Millionen registrierte Spieler stehen jetzt auf dem Leistungsblatt des Third-person-Shooters. Das ist wohl auch der Expansion auf die aktuelle Konsolen-Generation zu verdanken. Und das Open-World-Update Plains of Eidolon verpasst Warframe akuell einen weiteren Höhenflug. Alleine über Steam sind es aktuell über 100.000 eingeloggte Spieler zur gleichen Zeit.

Hier könnt ihr Warframe kostenlos spielen

Wer aber jetzt schon wieder abschaltet und denkt: „Ach, noch so ein x-beliebiges free-to-play Spiel, welches mir das Geld aus der Tasche ziehen möchte“, der sollte nicht zu vorschnell urteilen und sich vielleicht überraschen lassen. Wir nehmen das neueste Update von Warframe als Anlass, euch einen Einsteiger-Leitfaden zu präsentieren. Eins vorweg: Um Spoiler der Quest ‚The Second Dream’ zu vermeiden, sei nur kurz vereinfacht erwähnt: Ein ‚Warframe’ ist eine spezielle Rüstung, welche euren Spielcharakter darstellt. Ihr selbst seid ein ‚Tenno’. Was es damit auf sich hat, sollte jeder am Besten selbst in der Quest erleben.

Ein paar grundlegende Informationen

  • Wer gerne die Welt brennen sehen möchte,
  • oder lieber die Massen kontrolliert,
  • wer den Schaden vom Team abfangen will
  • oder seinem inneren Heiler freien Lauf lassen möchte,
  • wer Gegner durch List und aus dem Verborgenen heraus unschädlich machen will,
  • ….dem stehen derzeit knapp 30 Warframes zur Verfügung.

Jeder besitzt 4 unterschiedliche Fähigkeiten, wobei die 4. seine stärkste, die sogenannte Ulti darstellt.

Der treue Begleiter, der beste Freund und Helfer

Auf Gesellschaft muss man nicht verzichten: Dafür gibt es im Spiel diverse Begleiter. Es gibt welche, die über euch schweben, wie zum Beispiel Wächter, und solche, die neben euch herlaufen, wozu die Kubrow und Kavats gehören. Diese Begleiter haben ebenfalls spezielle Fähigkeiten und greifen Gegner an, sind also nicht nur reine Zierde. Einer dieser Begleiter scannt sogar eure Gegner. Dadurch könnt ihr im Codex eures Schiffes sehen, welcher Gegner gegen welchen Schaden anfälliger ist und welche Mods er fallen lassen kann. Ihr versteht nur Bahnhof? Zu beidem später mehr.

Warframe Begleiter Kubrow

Ein Kubrow – Eine Möglichkeit, einen solchen Begleiter zu erhalten, ist die Quest ‚Das Heulen des Kubrow’

Über Spielmodi und Missionen, alleine oder mit anderen Spielern

Es gibt verschiedene Spielmodi, wie etwa Sabotage, bei der es gilt, ein Raumschiff oder eine Basis zu infiltrieren um dort den Energiekern lahm zu legen oder Spionage, bei der man möglichst ohne Alarm auszulösen Nachrichten extrahieren muss. Außerdem gibt es Modi wie Verteidigung, in der man ein Artefakt vor Wellen von Gegnern schützt oder Überleben, ein Modus, bei dem permanent die Sauerstoffkonzentration abnimmt und man diese aufrechterhalten muss.

Sogar Missionen im offenen Weltall und unter Wasser sind mit dem richtigen Equipment möglich.

Außerdem gibt es zeitlich begrenzte Missionen, Alarmierungen genannt, die immer mal wieder auf eurer Sternenkarte aufploppen. Die Belohnungen hierfür reichen von Ressourcen, Credits (die Ingame-Währung) und Warframe-Teilen bis hin zu Mods. Gut zu wissen: Aura-Mods könnt ihr ausschließlich hier als Missionsbelohnung bekommen (dazu, was das ist, später mehr). Ebenso die Einzelteile des Warframes ‚Vauban’.

Warframe Mission Ausgrabung

Ausgrabung – ein weiterer Missionstyp

Alle Missionen können allein oder mit bis zu 3 anderen Spielern gemeistert werden. Wem das Tempo, mit dem manche erfahreneren Spieler durch einen Level heizen, zu hoch ist, der sollte zu Beginn vielleicht Missionen auf ‚Solo’ stellen. Dann könnt ihr alles erforschen und ein Gefühl für die Steuerung bekommen.

Warframe mag zwar primär ein kooperatives Spiel sein, bietet aber trotzdem PvP-Modi wie etwa Capture the Flag, Team-Deathmatch und Deatchmatch.

Es geht nichts über Waffen

So unterschiedlich die Modi und Warframes sind, so unterschiedlich sind es auch die Waffen. Das Spiel bietet einem vom lautlosen Bogen über Wurfsterne, Pistolen, Gewehre, Laser verschießenden Waffen und brachialen Granatwerfern bis hin zu Schwertern, Dolchen, Äxten und Stangenwaffen ein riesiges Arsenal.

Eine von Warframes’ Stärken ist die Freiheit der Kombinationsmöglichkeit. Es lädt einen dazu ein, verschiedene Waffen und Warframes auszuprobieren, herauszufinden, welche Fähigkeiten der einzelnen Charaktere gut miteinander in den diversen Spielmodi harmonieren und was für welchen Gegnertyp am Effektivsten ist.

Die Handlung und Fraktionen

Die Handlung spielt in einer fernen Zukunft, in der das Machtverhältnis des Sonnensystems zerrüttet ist und die Zeit des Krieges der Sentient gegen die Orokin lange zurück liegt.

  • Die Grineer, eine imperialistische Rasse militanter, degenerierter Klone unter der Führung zweier Königinnen, drohen, mit ihrer riesigen Armee sämtliche Planeten zu übernehmen.
  • Die Corpus, ein dominierender Zusammenschluss von Händlern, die über fortgeschrittene Robotik und Lasertechnologie verfügen, sind auf der Jagd nach alter Orokintechnologie, um sich diese zu Nutze zu machen, und Warframes, um sie zu verstümmeln und an den Meistbietenden zu verkaufen.
  • Die Befallenen, Opfer eines Virus, welches sie entstellt und kontrolliert, stellen die dritte Fraktion dar. Sie verfügen über ein kollektives Bewusstsein, rotten sich zusammen und zerreißen ihre Opfer.

In dieser feindlichen Welt erwacht ihr und werdet von einer Entität geführt namens ‚Lotus’.

Erste Entscheidungen im Tutorial – Welchen Warframe soll ich wählen?

Nach dem kurzen Intro der ersten Quest, ‚Vors Preis’, dürft ihr auch schon die erste Entscheidung treffen, nämlich welchen Charakter ihr spielen wollt.

Zur Auswahl stehen: Excalibur, Volt und Mag.

  1. Wer einen sehr ausgeglichenen Charakter bevorzugt, sollte sich für Excalibur entscheiden. Er kann mit seiner Ulti, einem Schwert aus purem Licht, welches beim Schwung Energiewellen von sich gibt, nicht nur im Nahkampf enormen Schaden austeilen. Außerdem ist er im Stande, sich eine kleine Verschnaufpause zu verschaffen, in dem er Gegner für kurze Zeit blendet.
  2. Falls ihr in Destiny gerne den Sturmbeschwörer-Warlock spielt oder in Star Wars Imperator Palpatine favorisiert, ist vielleicht eher Volt ein Fall für euch. Volt vermag es unter anderem, Blitze aus seinen Händen zu verschießen und ein schützendes Schild vor sich aufzustellen. Dieses hat außerdem den Effekt, dass jedes von euch hindurch abgefeuerte Projektil zusätzlichen Schockschaden macht.
  3. Wenn ihr jedoch ein Freund des Magnetismus seid, dann ist Mag eure Wahl. Sie kann Gegner zu sich ziehen, was diese betäubt und in Nahkampfreichweite bringt oder per Ulti alle sich im Umkreis befindlichen Feinde durch die Magnetisierung ihrer Knochen zermalmen.

Grundsätzlich kann man bei der Wahl des Startcharakters keinen großen Fehler machen. Erwähnt sei jedoch, das die Fähigkeiten von Mag etwas gewöhnungsbedürftiger sind, als die der beiden anderen. Hinzu kommt, dass ihre Ulti eine sehr lange Zeit für die Ausführung benötigt.

Mein persönlicher Tipp wäre daher Excalibur. Er ist einfach zu handhaben und kann ein gesundes Maß an Schaden einstecken. Alle drei skalieren aber gut ins Endgame.

Warframe Excalibur

Excalibur – beobachtend und wartend, den Gegner fokussierend

Die Waffenwahl

Nach dieser ersten Wahl geht’s weiter mit der Quest. Währenddessen wird man kurz in die Steuerung eingeführt und man kommt schnell zur nächsten Entscheidungsmöglichkeit: Der Nahkampfwaffe. Hierbei sind keine großen Unterschiede zu nennen, außer, dass der Mk1-Bo Stab vielleicht etwas langsamer ist als das Skana Schwert, dafür aber mehrere Gegner gleichzeitig treffen kann.

Warframe-IvaraIm weiteren Verlauf darf man sich noch eine Sekundär- und letzlich eine Primärwaffe aussuchen. Wer mehr aus der Entfernung und lautlos agieren möchte, sollte sich hier für die Kunai Wurfmesser und den Paris Bogen entscheiden.

Nachdem ihr die erste Mission geschafft habt und in eurem eigenen Raumschiff ankommt, gilt es, das erhaltene Segment an vorgesehener Stelle zu platzieren. Das gibt euch den Zugang zum Arsenal, in dem ihr unter anderem Warframe und Waffen wechseln und verbessern könnt. Dazu gleich mehr. Jede weitere Mission gibt euch ein anderes Segment, welches ihr in eurem Schiff einbaut. Somit bekommt ihr nach und nach beispielsweise Zugriff auf die Schmiede, in der etwa neue Waffen und andere Dinge hergestellt werden können.

Außerdem erhaltet ihr als Missionsbelohnung diverse beschädigte Mods. Was es damit auf sich hat, erklären wir euch auf der nächsten Seite.