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Paragon mit Neustart: Schneller, tödlicher, actionreicher – “Völlig neues Erlebnis”

Dem Moba Paragon stehen die bisher größten und umfangreichsten Änderungen bevor.

Schon seit Juni sprach Entwickler Epic Games von kleineren und größeren Problemen, die das Spielerlebnis von Paragon trübten. Die zu groß geratene Kampf-Arena stellte dabei das Hauptproblem dar.

Monolith bringt multiple Modifikationen

Am 6. Dezember ist es so weit: Die neue Karte „Monolith“ wird auf die Spieler des Open-Beta-Mobas losgelassen. Damit gehen jedoch auch viele weitere Änderungen einher.

Nicht nur, dass Monolith selbst wesentlich kleiner sein und ein asymmetrisches Gameplay bieten wird. Mit der anstehenden Aktualisierung V.35 werden auch sämtliche Helden aktualisiert und angepasst. Der schnellere Reisemodus fällt zu Gunsten einer stark erhöhten Grundgeschwindigkeit komplett weg.

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Lt. Belica hat Riktor im Visier

Apropos Geschwindigkeiten – Helden-Fähigkeiten können nun wesentlich häufiger und schneller eingesetzt werden, da alle Abklingzeiten deutlich verringert wurden. Aus diesem Grund verschwindet der Wert „Reduzierung der Abklingzeit“ zur Gänze von euren Mods.

Denn wenn man beispielsweise als Gadget alle 8 statt 15 Sekunden eine Haftmine raushauen kann, oder Rampages Ultimate voll aufgewertet im 40-Sekunden-Takt zur Verfügung steht – wer braucht da noch weniger Abklingzeit? Viel wichtiger wird daher sein, den Mana-Haushalt effektiv zu managen.

Paragon: Mehr Action

Des Weiteren verringert sich die Reichweite der meisten Fähigkeiten, während man die Aktivierungs-Animationen beschleunigt. Hierdurch soll das Gameplay schneller, riskanter, und tödlicher werden.

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Ein „work-in-progress“-Ausschnitt der neuen Karte Monolith

Zusätzlich dazu gehören die Schattenpads der Vergangenheit an. Diese entfernt man komplett und ersetzt sie an ausgewählten Stellen durch eine Nebelwand (siehe Titelbild). Schutztotems können ebenso wenig wie Helden hindurch sehen, was etwa das Betreten und Verlassen des Dschungels spannender gestaltet. Wer hier schlecht oder gar nicht wardet, ist schon fast zum Abschuss freigegeben.

Doch das ist noch immer nicht alles, was Epic Games für Paragon-Spieler bereithält. Mit der Einführung der neuen Karte verabschiedet man sich von der Unterscheidung zwischen physischem und Energie-Schaden, was sich auch in den Mods widerspiegelt.

So fügen Standardangriffe fortan Basisschaden zu, während alle Fähigkeiten nun, wer hätte es gedacht, Fähigkeitenschaden austeilen. Ebenso ändert sich das System der Ansammlung von Macht. Mods zur Stärkung der Fähigkeiten und Standardangriffe unterteilen sich nicht mehr, sondern bilden einen einheitlichen Wert.

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David gegen Goliath – Mudock legt zum Schuss auf Crunch an

Dabei wird dieser Wert prozentual auf sämtlichen ausgeteilten Schaden verteilt. Das bedeutet, dass etwa Gideons Grundangriffe nur geringfügig stärker werden, seine aktivierbaren Kräfte hingegen umso mehr, da er grundsätzlich mehr Schaden über seine Fähigkeiten raushaut. Im Umkehrschluss stärkt daher gekaufte Macht als Murdock seinen Basisschaden wesentlich mehr.

Zu guter Letzt verabschiedet man sich etwas von den traditionellen Rollen der Schützen, Magier und Kämpfer. So wird jeder Held mehrere „Helden-Merkmale“ aufweisen, die die Vielseitigkeit eines Charakters widerspiegeln sollen. Dies soll Spielern dabei helfen, den richtigen Helden für ihren Spielstil zu finden.

Paragon erlebt Neustart

Pascal meint:

„Auf eine sehr reale Art ist dies ein völlig neues Paragon-Erlebnis“, so Lead Hero Designer Cameron Winston. Und genau danach hört es sich auch an. Die vorgestellten Änderungen stellen quasi einen Reset, einen Neuanfang Paragons dar. Man wollte von Anfang an ein schnelleres Gameplay, actiongeladenere Kämpfe und ein hohes Risiko.

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Ein letzter Blick auf „Legacy“ – die Karte wird auf unbestimmte Zeit eingemottet

Doch die zu große Arena, welche mit Erscheinen von Monolith erstmal aus dem Spiel genommen wird, ließ dies nicht in dem Ausmaß zu, wie von Entwickler Epic Games erhofft. Die umfangreiche Umstellung des Gameplays und der Systeme wird manchem sicherlich erstmal nicht gefallen. Allerdings war ein oft hervorgebrachtes Manko die zu lange Partiedauer, sowie das für einige zu langsame Movement.

Wer also zu Zeiten des Open-Beta-Release im August für PC und PS4 einen Blick in Paragon warf und so seine Kritikpunkte daran hatte, Mobas jedoch grundsätzlich ansprechend und interessant findet, der sollte möglicherweise am 6. Dezember einen erneuten Ausflug in die Gefilde Agoras wagen. Denn trotz aller Änderungen möchte Paragon kein Shooter sein, sondern immer noch „…das gesamte Meta-Spiel und die strategischen Aspekte eines kompetitiven Mobas beibehalten…“. Ob das funktioniert, darf jeder für sich in knapp 10 Tagen entscheiden.

Eine Änderung an Paragon neulich kam nicht gut an:

Paragon: Spieler sind unzufrieden – Epic Games bezieht Stellung und gesteht Fehler ein