WoW: Nach Telefon-Verhör wirft Blizzard 16 Gilden aus der Ruhmeshalle

Ganze 16 Gilden hat Blizzard aus der Ruhmeshalle von World of Warcraft verbannt. Sie alle wurden überführt, ihren Platz ergaunert zu haben.

Ein Platz in der Ruhmeshalle von World of Warcraft ist für viele Spieler ziemlich begehrt. Deshalb hat so manch einer auch für seinen Platz dort bezahlt und nicht selbst die Leistung erbracht. Blizzard hat nun aufgeräumt und 16 chinesische Gilden aus der Ruhmeshalle wieder entfernt.

Was ist die Ruhmeshalle? In World of Warcraft werden die ersten 100 Gilden beider Fraktionen, die den jeweils aktuellen Raid auf der härtesten Schwierigkeit (mythisch) absolvieren, besonders geehrt. Sie werden dann in der Ruhmeshalle mit ihrem Namen aufgeführt und damit quasi zu einem Stück WoW-Geschichte. Es wird als besondere Ehrung angesehen, hier in dieser Liste aufgeführt zu werden.

Doch auch für andere Spieler hat die Ruhmeshalle einen Nutzen, selbst wenn sie keinen Platz darin ergattern. Sobald die Halle nämlich gefüllt ist, lockert Blizzard die Beschränkungen für mythische Raids. Ab dann können diese Raids auch mit „Cross-Server“-Gruppen angegangen werden. Zuvor müssen alle Spieler innerhalb der Gruppe vom gleichen Realm stammen.

Was ist passiert? Die Ruhmeshalle für Schloss Nathria füllte sich recht rasch und überwiegend mit chinesischen Gilden. Schnell gab es erste Verdachtsfälle, dass einige chinesische Profi-Spieler hier einen Platz in der Ruhmeshalle „verkaufen“ und die Gilden so in die Ruhmeshalle hievten. Das bestätigte sich schnell und kochte im Reddit von WoW aber auch in unterschiedlichen Foren hoch.

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So manch eine chinesische Gilde verliert ihren Platz in der Ruhmeshalle.

NetEase führte Telefon-Verhöre: Schon im Vorfeld war klar, dass Blizzard und das chinesische Unternehmen NetEase, Blizzards Partner in China, gegen die Vorwürfe angehen wollte. So gab es Meldungen von chinesischen Spielern, die plötzlich einen Anruf erhielten und dabei zu ganz spezifischen Mechaniken des letzten Bosskampfes ausgefragt wurden. Konnte man die Fragen nicht korrekt beantworten, dann gab es einen temporären Bann. Jetzt wurden die überführten Gilden offenbar auch aus der Ruhmeshalle entfernt.

Wie gingen die chinesischen Verkäufer vor? Grundsätzlich ist das Vorgehen recht simpel. Wer den Namen seiner eigenen Gilde in der Ruhmeshalle haben wollte, musste lediglich die Profis von anderen chinesischen Gilden dafür bezahlen. Die traten dann den Käufer-Gilden bei und verhalfen ihnen zu dem Erfolg.

Neue Gilden rücken nach: Dank der Entfernung der Schummel-Gilden, rücken nun andere Gilden nach und füllen somit die Ruhmeshalle wieder auf.

Findet ihr das Vorgehen von Blizzard sinnvoll und gerecht? Oder ist es übertrieben, da die Spieler ja tatsächlich die Bosse besiegt haben – wenn auch mit sehr viel Hilfe?

Aber im “China-WoW” ist ja eh einiges komisch – da sehen manche Charaktere sonderbar aus.

Quelle(n): wowhead.com
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Julius

Gut so. Dieses ganze Gebooste gegen Gold und/oder Echtgeld macht das Spiel eh schon dermaßen kaputt. Wenigstens ist bei der Ruhmeshalle spätestens auch bei Blizzard Schluss mit dem Blödsinn.

Nudelz

Gegen Echtgeld stimme ich dir voll und ganz zu. Weshalb gegen Gold?

Unglücksbärchen

Ich finde es gegen Gold auch nicht besser in WoW,weil du Gold durch die Marken für Echtgeld kaufen kannst und die Leute die diese Angebote annehmen,haben doch überhaupt keinen Grund irgendwie auf ihre Leistung im Spiel stolz zu sein.

Ich würde es schön finden,wenn Blizzard dem Boosten endlich einen Riegel vorschiebt,schon deswegen weil es einfach nur ätzend ist,wie pausenlos die Channel damit vollgespamt werden.
Man liest fast nur noch Boost hier,Boost da.🤐

Miku

“So gab es Meldungen von chinesischen Spielern, die plötzlich einen Anruf erhielten und dabei zu ganz spezifischen Mechaniken des letzten Bosskampfes ausgefragt wurden. Konnte man die Fragen nicht korrekt beantworten, dann gab es einen temporären Bann. Jetzt wurden die überführten Gilden offenbar auch aus der Ruhmeshalle entfernt”

WTF.

Eric

Wahnsinn… Und dennoch wird das Boosten für Gold – was man sich ggf. für Echtgeld kaufen kann, IM BLIZZARD SHOP – gedudelt. Für mich macht es keinen Unterschied, ob Menschen Dinge ingame direkt für Geld kaufen oder für Gold kaufen. Der einzige Unterschied liegt darin, das Blizzard Geld verliert, wenn der Weg übers Gold umgangen wird. Und wer weis, was all die dutzenden Boosting Communitys mit ihren Abermillionen an Gold veranstalten.

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von Eric
Sven

Mich persönlich nervt es total mit den bosten. Aber was will Blizzard machen solang es Spieler kaufen wird es auch booster geben. Seit Ende bfa hat es einfach überhand genommen jeden Tage wenn ich mich einlogge bin ich erstmal damit beschäftigt alle Spieler in chat zu ignorieren die ne bost anbieten. Aber mann muss auch sagen das es die letzte zeit fast aus der Gruppe suche verschwunden ist. Hoffe das auch Blizzard das Im chat noch in den griff bekommt. Ich bin dafür wer bostet oder sich bosten lässt. Ob von Freunden oder von bostern soll alle beiteigten ne 14tage Bann bekommen. Das die auch merken das Blizzard gegen schumler und Betrüger vor geht allen noch ne schöne woche

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von Sven
Eric

Aus der Gruppen suche sind die Angebote deshalb größtenteils verschwunden, weil man seit geraumer Zeit Spieler melden kann, die auf diese Weise einen boost verkaufen. Einfachmal rechtsklick in der Gruppen auf so ein WTS angeboten machen und du wirst sehen, sofern du auf deutsch Spielst, du hast die Option, Spieler melden wegen Werbung. Warum es aber trotz dieser Regelung erlaubt ist den Handelschat zu überfluten, weis der Geier nicht. Das ist wieder typisch Blizzard, etwas halbgares. So wollen sie es unterbinden, man kann im Tool Spieler wegen Werbung melden, aber im Chat und das Boosten wird akzeptiert. GG BigBrains. Blizzard könnte dem ganzen ein Ende setzten, wenn das Gold aus deren eigenem online Shop fliegt. Das wäre schon mal ein großer Schritt. Und wer dennoch für Echtgeld Leistungen in Anspruch nimmt bzw diese zur Verfügung stellt, wird gebannt. Es sollte ja ein leichtes sein, anhand von Daten zu erkennen, wer sich wiederholt durch Dungeons und Raids ziehen lässt.

Koronus

Ich vermute deshalb weil für Blizzard der Handelschat sowieso schon lange kein Handelschat war da ihn alle als Allgemeinchat nutzten da er der einzige Städteübergreifende Chat war. Wirklich im Handelschat gehandelt wurde dort kaum mehr weil es gibt eh das AH.

autumn

und warum genau sollte das boosten für gold verboten werden?

im handelschat kann es nicht verboten werden, ist ja nur das angebot einer dienstleistung.

Eric

Boosten gegen Gold, das selbstständig erwirtschaftet wurde, Berufe, Farmen usw., kein Echtgeld, das ist fein. Aber solange man für Echtgeld Gold im Blizzard Shop kaufen kann, kann man auch gleich für Echtgeld Leistungen (M+, Raid, Erfolge etc. + PVP) in Anspruch nehmen, da es keinen Unterschied gibt.

autumn

doch, mit echtgeld bezahlen ist verboten.

Eric

Du verstehst es nicht. Mir ist es bewusst, das man keine Leistung direkt mit Geld kaufen kann. Dennoch kann ich im Blizzard Shop für Echtgeld Gold kaufen. Wenn ich mir also im Blizzard Shop 1 Mio Gold kaufe und das Gold für ein Boost ausgebe, dann habe ich im Grunde dafür Echtgeld benutzt. Solange das Problem, mit dem Blizzard Shop besteht, gibt es für mich kein Grund Dinge direkt für Echtgeld über diverse Seiten zu kaufen. Wenn Blizzard das Gold aus ihrem Shop nehmen würde, sodass Gold nur noch über Berufe, Farmen und co. generiert werden würde, dann müsste man sich darüber erst gar nicht den Kopf zerbrechen.

autumn

und was ist so schlimm daran dass man gold kaufen kann? besser als bei den china farmern zu kaufen

Binny

erinnert mich i-wie an den Skandal von Daniel Abt. der ließ bekanntlich auch jemand anderen für sich im E-Sports Rennen der Formel-E fahren.
wenn man selbst nicht gut genug dafür ist, hat man auch nichts in einer Rangliste zu suchen wo man sich den Platz erkauft hat. nichts anderes als gemogeltes Acc.Sharing.

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