Im kommenden Update von World of Warcraft gibt es Effekte, die gezielt für Solo- und Outdoor-Content gedacht sind.
Wenn es in World of Warcraft um „Borrowed Power“ geht, also um Effekte, die einen Charakter stärker machen, aber nur für begrenzte Zeit aktiv sind, ist die Meinung der Community oft gespalten. Viele mögen solche kleinen Upgrades und neuen Spielsysteme, viele sind aber auch strikt dagegen. In Patch 12.1 „Fluch von Ula’tek“ winkt eine Vielzahl von thematisch passender, temporärer Upgrades – aber eben fast nur für Solo-Inhalte.
Es handelt sich dabei um den Zusatz „Ätzend“, den ihr auf bestimmte Ausrüstung anbringen könnt. Das geht dann mit einem besonderen Effekt einher.
Was sind das für Effekte? Insgesamt gibt es 12 verschiedene Effekte, die im Grunde allesamt euren Charakter verbessern. Manche erhöhen den Schaden, andere geben euch mehr Schutzmöglichkeiten, um in harten Kämpfen länger durchzuhalten. Hier eine kleine Auswahl der interessantesten Effekte:
- Mephitic Cloud: Während des Kampfes besteht eine Chance, Verbündete oder Feinde mit einer verpestete Wolke zu belegen. Betroffene Verbündete vergiften ihr Ziel mit Zaubern und Fähigkeiten, während Feinde mit ihren Zaubern und Fähigkeiten ihre Ziele heilen.
- Gorgoneion Gaze: Wenn ihr unter 50 % Lebenpunkte fallt, werden alle Feinde innerhalb von 10 Metern für 10 Sekunden versteinert. Versteinerte Feinde sind betäubt und immun gegen Schaden. Wenn die Ziele sich befreien, werden sie vergiftet und erleiden für 5 Sekunden jede Sekunde Naturschaden und sind um 50 % verlangsamt.
- Accursed Poison: Im Kampf besteht eine Chance, den stärksten Feind mit dem Gift zu belegen, das eine Minute lang jede Sekunde Schaden verursacht. Wenn das betroffene Ziel das nächste Mal einen unterbrechbaren Zauber wirken will, wird das Gift ausgelöst, unterbricht den Zauber und entfernt sich dabei selbst.
- Virulent Mucus: Wenn der Kampf beginnt, erhaltet ihr 5 Stapel von giftigem Schleim. Jeder Stapel verhindert eine Schadensinstanz, die mehr als 5 % eurer gesamten Lebenspunkte abziehen würde. Einem vergifteten Ziel Schaden zuzufügen hat eine geringe Chance, einen weiteren Stapel des Schleims zu gewähren.
Wie bekommt man die Effekte? Die Effekte erhaltet ihr, wenn ihr „Ätzende Seele“ einsammelt. Das ist eine Belohnung, die es am Ende von Tiefen und Jagden gibt. Diese Seelen könnt ihr anschließend auf Armschienen und Gürtel anwenden, um einen zufälligen der neuen Effekte zu aktivieren. Wenn ihr mit dem Effekt unzufrieden seid, müsst ihr eine weitere Seele verwenden, um den alten zu überschreiben.
Welchen Effekt ihr bekommt, das ist immer zufällig. Da sich die Seelen allerdings leicht farmen lassen und gerade Solo-Spieler ohnehin viele Tiefen und Jagden abschließen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis ihr einen Effekt erhaltet, der euch gefällt.
Wo sind die Effekte überall aktiv? Diese zusätzlichen Effekte sind ausdrücklich nur an Orten aktiv, die als „offene Welt“ angesehen werden. Darunter fällt das neue Gebiet, aber auch Tiefen, Ritualstätten und Weltbosse – auch wenn letztere künftig nicht mehr in der offenen Welt stehen.
Das heißt im Umkehrschluss, dass die Effekte an folgenden Orten nicht aktiv sind: Dungeons, Raids, Schlachtfelder und Arenen.
Cortyn meint: Auch wenn ich Borrowed Power spätestens seit Battle for Azeroth mit einer gehörigen Portion Skepsis begegne, klingen diese Effekte toll und interessant. Es sind kleine „nice to have“-Boni, die nicht meinen ganzen Charakter definieren und vor allem gut zur Thematik des Patches passen.
Dass sie nur in Outdoor-Content aktiv sind, hat zusätzlich den schönen Nebeneffekt, dass man sich gar nicht darum kümmern muss, wenn man das nicht will. Kein „Mythisch+“-Profi und kein Raid-Spieler muss lange farmen, um dann endlich die richtigen Ätzend-Effekte zu ergattern, damit man im Raid wieder die maximale Leistung bringt.
Es sind einfach kleine, feine Effekte, die Solo-Spielern noch ein Ziel mehr geben, das sie ganz nebenbei verfolgen können, während sie ihre Inhalte – wie Tiefen und Jagden – abschließen. Daran habe ich gar nichts auszusetzen. Das sorgt dann doch für einen Kontrast im Gegensatz zu anderen Borrowed-Power-Mechaniken, wie dem Omniumfolianten.
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