Ein neues System in World of Warcraft spaltet die Spieler. Manche haben dunkle Erinnerungen an Shadowlands.
Patch 12.0.7 von World of Warcraft ist inzwischen als „Release Candidate“ markiert, also steht der Release wohl in wenigen Wochen bevor. Doch neben den neuen Inhalten, wie einem Raid, der eine Regel mythischer Schlachtzüge infrage stellt, gibt es auch ein neues Macht-System, das euren Charakter verbessert: der Omniumfoliant.
Doch viele Fans fragen: Wer genau hat das eigentlich bestellt?
Was ist der Omiumfoliant? In Patch 12.0.7 forschen Magister Umbric und Großmagister Rommath an der Wiederherstellung eines alten, magischen Reliktes, dem Omnium. Über wöchentliche Quests erfahrt ihr mehr darüber und könnt im dazugehörigen Folianten neue Kräfte freischalten.
Ähnlich wie ein Talentbaum besteht der Omniumfoliant aus mehreren Reihen. Jede Woche schaltet ihr eine neue Reihe frei und pro Reihe könnt ihr nur eine Fähigkeit wählen.
Die Fähigkeiten sind in direkter Machtzuwachs für euren Charakter. So bekommt ihr eine Chance, zusätzlichen Schaden zu verursachen oder Verbündete zu heilen. Dazu gibt es einige Optionen, wie etwa einen Buff auf die Bewegungsgeschwindigkeit, wenn ihr im Kampf angegriffen werdet.
Alle Boni sollen für den Rest der Erweiterung Midnight aktiv bleiben.
Borrowed Power wollen nur wenige in WoW
Community ist skeptisch, will das nicht: In der überwiegenden Mehrheit der Kommentare wird das System eher kritisch betrachtet. Die wenigsten scheinen Lust auf neue „Borrowed Power“-Mechaniken zu haben. Einige der Kommentare aus dem WoW-Forum fassen das sehr gut zusammen:
- „Ich bin so erschöpft …
Die Leerenschmiede ist schon sehr verwirrend, da gibt es zu viele wiederholbare Quests und Phasen, also kaufe ich Leerenkerne um sie zu ermächtigen (oder was auch immer) für die zweite Phase und so, damit meine Zweitcharaktere einen Bonuswurf am Ende ihrer Tiefen haben. Ich habe buchstäblich keine Ahnung, was das finale Ziel ist.
Ich hab das Angel-Event noch nicht probiert. Es sieht interessant aus, aber ich komm mit dem Scheiß einfach nicht mehr nach.
Ich glaube, ich werde das Ding hier einfach ignorieren, außer es wirft mir automatisch eine Quest ins Questlog, die ich beim normalen Gameplay nebenbei erledigen kann.“ – Mathayalla - „Überprüfen wir nochmal, ob die Spezialisierungen gerade ausbalanciert sind? Nein.
Bringen wir ein neues Borrowed-Power-System, das nur noch mehr Probleme bringen wird? Ja.“ – Statwow - „Ich dachte, irgendwann hatte mal jemand gesagt, dass sie damit aufhören wollen, immer mehr solcher Systeme zu bringen, aber es scheint so, als wäre das einfach nur ein sehr angenehmer Traum von mir gewesen …“ – Hargrand
Was ist „Borrowed Power“? Als Borrowed Power oder auch „Geliehene Macht“ betrachtet man besonders in World of Warcraft Systeme, die besondere Fähigkeiten und Stärkungen verleihen, aber nur von temporärer Dauer sind – also etwa für einen Patch oder eine Erweiterung lang. Besonders berühmt sind hier etwa die Artefaktwaffen aus der Erweiterung Legion, aber auch die Pakt-Fähigkeiten aus Shadowlands.
Warum ist Borrowed Power unbeliebt? Dass „geliehene Kräfte“ so unbeliebt sind, liegt vor allem daran, dass sie zum Start der nächsten Erweiterung (oder des nächsten Patches) verschwinden und bedeutungslos sind. So fühlt es sich dann an, als wäre der Charakter mit steigendem Level nicht stärker sondern schwächer geworden. Das ist schon auf natürliche Weise der Fall, weil bestehende Ausrüstung mit steigendem Level an Bedeutung verliert. Wenn zusätzlich noch passive Fähigkeiten verschwinden, fällt der Machtverlust noch deutlich aus.
Hinzu kommt, dass diese Systeme sich immer anfühlen, als wären sie nicht Teil des eigenen Charakters. Sie sind eben eine Stärke, die „von außen“ kommt und nicht zur Identität der eigenen Helden gehören. Daher fühlen sich diese Kräfte wie eine Leihgabe an und machen den eigenen Charakter weniger wichtig.
Cortyn meint: Ehrlich gesagt bin ich ein wenig im Zwiespalt. Ich finde Systeme mit Borrowed Power grundsätzlich nicht schlimm, sehe aber eher ein anderes Problem. Midnight ist schon mit Inhalten und verschiedenen Arten von Content gefüllt, dass es regelrecht überladen wird. Hier nun noch weitere Systeme einzuführen, die dann auch noch über langes Time-Gating freigeschaltet werden, sendet wieder sonderbare Signale. Das Gefühl, für eine Weile mal wirklich „fertig“ zu sein, rückt damit wieder in weite Ferne.
Aber wie seht ihr das? Freut ihr euch über die Boni, weil eure Ziele in Saison 1 noch etwas leichter erreichbar sein werden? Oder würdet ihr lieber auf solche externen Systeme verzichten, von denen man sich letztlich ohnehin wieder trennt?
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Oh man 🙄 Ich denke, dann bin ich jetzt auch erst mal wieder weg. Mag so etwas auch nicht mehr sehen, und einige andere Entscheidungen sind aktuell auch sehr merkwürdig. Nach so einem starken Start, warum muss man aus welchem Grund krampfhaft alles kaputt machen?
Einfach neue Inis und neue Raids, vielleicht mal ein paar BG Skins und fertig. Warum müssen sie das Spiel gerade ständig so stark verändern, besonders die Klassen, die man ja lieben lernen will, spielen sich ja bald wöchentlich anders?
Und was bringt diese Power? Jeder skillt das stärkste Talent, und diese gehen in den anderen 1000 passiven Dingen und Proccs einfach unter und fertig. Super, ganz großes Kino. Da kann man es auch weglassen und den Bossen 5 % weniger Leben geben.
Man müsste aber nicht nur “den Bossen 5% weniger Leben geben”, sondern allem. Und so ist der “Nerf”, denn das soll es ja sein, viel weniger Holzhammer, als “den Bossen 5% weniger Leben” zu geben, denn “du” bist dadurch generell mächtiger und stärker, nicht “die Bosse” einfach schwächer (als sie davor waren). Es ist nämlich um Längen erfüllender, wenn du fester zuschlagen kannst, als wie, wenn deinem Gegner einfach ein Arm auf den Rücken gebunden wird.
Und last but not least – auch diejenigen, die keinen Nerf mehr brauchen, haben von so etwas “Nutzen”, während bei “den Bossen 5% weniger Leben” zu geben, die gar nichts davon haben, denn “die Herausforderung” hatten sie auch schon ohne geschafft gehabt, eine Erhöhung ihrer Stärke vereinfacht aber auch ihr alltägliches Ingame-Leben (während es ihre vorherige Leistung ein klein wenig weniger entwertet, als der Holzhammer-Nerf)
Die Nachteile dieser eleganteren Art von Nerfs hat ja Cortyn schon aufgezählt.
Katsuno:
“Und was bringt diese Power? Jeder skillt das stärkste Talent, und diese gehen in den anderen 1000 passiven Dingen und Proccs einfach unter und fertig. Super, ganz großes Kino. Da kann man es auch weglassen und den Bossen 5 % weniger Leben geben.”
Genauso seh ich das auch und es ist auch so. Diese Power bringt gar nichts und macht das Balancing wieder nur unnötig kompliziert. Alle skillen am Ende das was am Stärksten ist – haben also eh alle denselben Baum – und man merkt davon eh nichts wirklich weil es nur passive Boni sind + man ist gezwungen wöchentlich irgendeine Quest zu machen um das überhaupt erst alles freizuschalten.
Man kann es weglassen und müsste den Bossen nicht mal 5% weniger Leben geben oder so, nein, man müsste einfach die Bosse vernünftig testen und dann tunen. So wie diesen Patch auch, diesen Patch gab es auch keine Borrowed Power und alles war okay. Ein System dass es nie gegeben hat bedarf keinem Nerf.
Wofür genau hältst du denn die Voidforge…die deine Waffe(n) und Schmuckstücke, bis zur nächsten Season, in der sie ersetzt werden, stärker macht (und zwar ausschließlich für diesen Zeitraum).
Diese zwei Sätze widersprechen sich. Also machen alle exakt das Gleiche und weil alle exakt das Gleiche machen, ist es “schwieriger zu balancen”? “Balancen” oder “ins Gleichgewicht bringen” muss man Dinge, die ungleich sind. Wenn alles was dazu kommt exakt gleich ist, kann nichts dadurch “mehr” im Ungleichgewicht sein, es hat schlicht keine Auswirkung auf ein etwaig bestehendes Ungleichgewicht.
Wenn ich einem Menschen mit 1000 € 10€ zusätzlich gebe und einem mit 100€ auch 10€ gebe und will, dass beide das Gleiche habeb, sind nicht die 10€, die ich beiden zusätzlich gegeben habe das, was hier etwas komplizierter macht.
Übrigens ist genau das einer der (entwicklerseitigen) “Vorteile” von borrowed powers – da alle die selben Dinge bekommen (noch dazu, wenn sie wie hier nicht direkt mit der Power der Spieler interagieren, sondern Fest dasselbe bieten) ist das Balancing davon um ein vielfaches einfacher, als wenn jeder der 40 Speccs etwas Eigenes bekommt.
Und jetzt noch konkret zu dem System hier: 2 von 5 dieser “Wahlfähigkeiten” bieten zusätzliche Sekundärwerte, da nicht alle Speccs dort dieselben Prios haben, ist die Wahl sicher nicht bei allen gleich. Die anderen Knoten wiederum unterscheiden sich darin, dass das Eine Sofortschaden/heilung gibt, das Andere denselben Schaden/heilung als Dot bzw. 1 Knoten dreht sich um sofortige Schadensvermeidung oder diese gestaggert, am Ende steht aber wieder derselbe Endwert.
Eine reine Erhöhung des GS von Gegenständen empfindest du als Borrowed Power-System? Okay. Für mich sind Borrowed Powers sowas wie die Artefaktwaffen, das Herz von Azeroth oder die Päkte in Shadowlands.
Die Leerenschmiede aktuell ist eher sowas wie das Dinar-System wenn man mich fragt, aber gut, jeder darf ja seine Meinung haben.^^
Beim Balancing stimme ich dir schon ein wenig zu gebe ich zu, allerdings
wissen wir noch nicht wie es mit den Spezialisierungen harmoniert. Vielleicht entstehen Bugs oder manche Klassen haben mehr von der Borrowed Power als andere weil sie z.B. manche Passives öfter auslösen können. Aber im Großen und Ganzen hast du diesbezüglich schon recht.