In World of Warcraft dreht sich aktuell alles um Aliens und kosmische Mächte. Doch irgendwie war das nie anders, oder?
Alle paar Wochen taucht im Reddit von World of Warcraft ein größerer Beitrag auf, der die Sehnsucht nach alten Zeiten anspricht. Man möchte wieder Geschichten, wie sie damals erzählt wurden mit einer Welt, die so anders war als das heutige Azeroth. Während viel Nostalgie durchaus einen Platz haben kann, sollte man sich doch manchmal die Frage stellen, wonach man sich eigentlich sehnt. Denn sonst wird es unangenehm.
Was steht in dem Beitrag? Es ist einer dieser Reddit-Beiträge, bei denen man im ersten Augenblick mit nostalgischem Lächeln zustimmt. Der Spieler shoopstoop25 erklärt, dass er langsam die Nase voll hat, von Aliens und kosmischen Bedrohungen. Er sehnt sich nach Herausforderungen, die irgendwie simpler sind. Etwa den Dungeon Düsterbruch, um dort gegen Yetis, Oger und Wichtel zu kämpfen.
Ein Gedanke, bei dem man erst verträumt zustimmend nicken mag – nur um dann die Augenbrauen zu verengen und verwirrt „Moment Mal …“ zu fragen.
Aliens gehören zu Warcraft – im Grunde seit immer
Woher stammen die Wichtel? Wichtel sind Teil der Brennenden Legion. Jener Macht an Dämonen, die durch den Kosmos wandert und einen Planet nach dem anderen befällt und vernichtet. Auf Azeroth sind sie gar nicht beheimatet. Auch wenn von ihrer ursprünglichen Welt nichts mehr übrig ist, kommen Wichtel auf Azeroth nur dann vor, wenn sie von jemandem beschworen wurden oder ihnen ein Portal geöffnet wurde – denn sie sind keine Kreaturen von Azeroth.
Woher stammen die Oger? Auch Oger sind nicht nativ auf Azeroth. Sie kamen mit der Horde während des ersten und zweiten Krieges (Warcraft I und Warcraft II) durch das Dunkle Portal und haben sich seither in den östlichen Königreichen und ausgebreitet. Ursprünglich stammen sie von der Welt Draenor und haben dort ein großes Imperium errichtet. Auch bei ihnen handelt es sich also um „Aliens“.
Wie seht ihr das? Sind Aliens fester Teil von WoW und es geht gar nicht ohne?
Community amüsiert sich köstlich: Dass die Unwissenheit dem Thread-Ersteller gar nicht so richtig auffällt, sorgt für eine Menge amüsierter Kommentare und auch schon einiger Memes, die als Konter für diesen Beitrag erstellt werden:
- „Wir reisen im nächsten Patch auf eine Troll-Insel, betrachte deinen Wunsch als erfüllt.“ – Rocketeer_99
- „Yeah, lol. 2/3 von seinen Beispielen sind Aliens. Aber auch Orcs sind Aliens, also sollten wir das in Warcraft vielleicht einfach akzeptieren, es ist eben eine große Welt.“ – DrainTheMuck
Cortyn meint: Ich verstehe natürlich vollkommen, was der Thread-Ersteller mit seiner Aussage ausdrücken möchte. Bei all den großen, kosmischen Bedrohungen der letzten Erweiterungen sehnen sich viele wieder nach einem Azeroth, das ein wenig ursprünglicher und weniger „außerazerothianisch“ wirken mag – und da kommen eben Erinnerungen an klassische Dungeons mit ehemaligen Bedrohungen hoch, selbst wenn es sich bei diesen Bedrohungen ebenfalls um Kreaturen von anderen Welten handelt.
Immerhin sieht es aktuell so aus, als wäre das ohnehin die Richtung, in die World of Warcraft gerade strebt. Denn wenn man alle Hinweise beachtet, dann scheint es so zu sein, als würde WoW gerade auf einen großen „Reset“ zusteuern und die Ära von WoW 2.0 beginnen.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

Kommentare