WoW startet “Season of Mastery”, ein Classic+ mit Hardcore-Modus – Was ändert sich?

Die Saison der Meisterschaft beginnt in World of Warcraft Classic. Wir verraten euch, was euch erwartet und wie sich das Spielgefühl unterscheiden wird.

Für viele Spieler war World of Warcraft Classic eine willkommene Abwechslung, doch die Freude ist rasch verflogen. Zu eintönig, zu einschränkend oder schlicht langweilig war das Gameplay für viele, die sich nach Neuerungen oder härteren Herausforderungen sehnten.

Blizzard hat auf diese Spieler gehört und startet nun die „Saison der Meisterschaft“. Das sind quasi „frische“ Realms für WoW Classic, in denen es eine ganze Reihe von Anpassungen gibt.

Wann genau geht es los? Der Start für die Saison der Meisterschaft findet um 0:00 Uhr in der Nacht vom 16. auf den 17. November statt – also bereits morgen Nacht. Wer vorhat, direkt zu Beginn durchzustarten, sollte vielleicht schon den einen oder anderen Energy-Drink kaltstellen.

Was braucht man, um mitzuspielen? Im Grunde nichts außer einem aktiven WoW-Abo. Die Saison der Meisterschaft und der Zugang zu diesen Realms ist im normalen Abo von WoW enthalten.

WoW Classic Saison der meisterschaft Uhrzeiten
Bei uns fällt der Startschuss um Mitternacht.

Wie läuft der Release der Phasen ab? Im Grunde ganz ähnlich, wie schon beim normalen Classic-Launch – aber deutlich beschleunigt. Rund alle 2 Monate soll eine neue Phase beginnen, sodass nach einem Jahr alle Inhalte verfügbar sind. Allerdings laufen einige Phasen ein wenig anders ab, so ist PvP mit Schlachtfeldern direkt zum Start verfügbar. Der Ablauf ist wie folgt.

  • Phase 1: Molten Core, Onyxia, Maraudon, Düsterbruch PvP-Ehre-System und Schlachtfelder
  • Phase 2: Weltbosse Azuregos und Kazzak
  • Phase 3: Pechschwingenhort, Dunkelmondjahrmarkt (und damit die Kartensets)
  • Phase 4: Zul’Gurub, Alptraumdrachen (Weltbosse)
  • Phase 5: Ahn’Qiraj und die Kriegsanstrengungen
  • Phase 6: Geißel-Invasionen und Naxxramas

Konkrete Termine für den Start der Phasen gibt es noch nicht.

Alle Änderungen in der „Season of Mastery“

Neben der beschleunigten Veröffentlichung der Inhalte, gibt es aber auch zahlreiche Anpassungen am Spiel. Viele Neuerungen aus dem „modernen“ World of Warcraft wurden übernommen, nervige Eigenheiten entfernt und Bosse härter gemacht. Hier sind die wichtigsten Eckdaten.

Versammlungssteine: Vor Dungeons und Raids findet ihr Versammlungssteine, die in ihrer Funktion erweitert wurden. Sie können nun benutzt werden, um andere Gruppenmitglieder zu beschwören und so ihre Reisezeit zu verkürzen.

Mehr Erfahrungspunkte: Ein Buff sorgt dafür, dass Dungeon- und Elite-Quests 40 % mehr Erfahrungspunkte gewähren und somit deutlich lukrativer sind.

Mehr Ehre: Die Berechnung der wöchentlichen Ehrenpunkte wurde angepasst. Spieler sammeln Ehre quasi mit doppelter Geschwindigkeit, sodass angestrebte Ziele rascher erreicht werden können.

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Mehr Ehre im PvP – das lohnt sich direkt zum Start.

Mehr Handwerksmaterialien: Einige besonders begehrte Handwerksmaterialien tauchen in der Saison der Meisterschaft verstärkt auf. So kann schwarzer Lotus als Bonus-Drop in fast allen hochstufigen Kräutern gefunden werden. Pestblüten haben mehr Spawn-Punkte und wichtige Ressourcen wie Elementarfeuer, Elementarerde und Elementarluft lassen sich leichter und zuverlässiger farmen.

Überarbeitung der Bosse: Viele Bosse im Geschmolzenen Kern (und wohl auch anderen Inhalten) sind stärker geworden oder haben zusätzliche Fähigkeiten bekommen. Alle bereits bekannten Änderungen am ersten Raid “Molten Core” haben wir euch hier vorgestellt. Dadurch sollen die Kämpfe spannender sein und ein koordiniertes Team erfordern.

Kein Debuff-Limit mehr: In WoW Classic gab es ein Debuff-Limit von 16 Slots. Mehr negative Effekte konnten auf einem Feind nicht aktiv sein. Das wird in der Saison der Meisterschaft entfernt. Somit können einige Spezialisierungen, wie Schatten-Priester oder Gebrechen-Hexer ihr volles Potenzial entfalten und rauben nicht mehr anderen Klassen ihre Debuff-Slots.

Weltbuffs sind schwächer: Die besonders beliebten Weltbuffs, wie etwa der „Schlachtruf der Drachentöter“ und alle ähnlichen Effekte können in Schlachtzügen nicht mehr verwendet werden und sind dort deaktiviert. Die Auswirkungen sind je nach Klasse unterschiedlich, aber besonders Krieger und Schurken leiden darunter und rücken somit näher an andere DPS-Klassen heran.

Taschendiebstahl wird generft: Für Schurken war es sehr lukrativ, die Schwarzfelstiefen immer und immer wieder zu durchstreifen und mit Taschendiebstahl eine Menge Items anzuhäufen. Das ist künftig nicht mehr nötig, denn nach zu viel Raub bekommt der Schurke einen Debuff, wodurch künftiger Taschendiebstahl für 30 Minuten nur noch „Fussel“ bringt.

Magier haben es schwerer, wenn sie Boosten wollen: Das „Magier-Boosting“ war in Classic ein großes Problem, vor allem in einigen Dungeons. In der Saison der Meisterschaft wird das erschwert, denn viele Kreaturen können sich immun gegen Verlangsamung machen und so Solo-Magiern die Lebenslichter ganz schnell auspusten.

Hardcore-Modus für besonders ehrgeizige Spieler

Auch wenn es in der Saison der Meisterschaft – wie auch in ganz World of Warcraft – keinen „Perma-Death“ gibt, so haben die Entwickler doch einen NPC eingebaut, der allen Spielern zur Verfügung steht, die so eine Leistung erbringen wollen.

Im Hardcore-Modus geht es darum, WoW zu spielen, ohne dass der Charakter jemals stirbt. Sollte euer Charakter noch nie gestorben sein, dann könnt ihr einen NPC aufsuchen (Unterstadt, Apothekarium oder Eisenschmiede, Halle der Forscher). Dieser gewährt euch den Buff „Eiserne Seele“ (Soul of Iron). Ein Zeichen dafür, dass ihr bisher noch nicht gestorben seid.

Solltet ihr sterben – ganz egal wie und warum – verliert ihr diesen Buff für immer und könnt ihn mit diesem Charakter nicht erneut erhalten. Stattdessen habt ihr dann einen Debuff, die „Angeschlagene Seele“ (Tarnished Soul), die eure Charakterwerte um 1 % verringert.

Diesen Debuff könnt ihr allerdings auf Wunsch entfernen oder auch wieder aktivieren (etwa als Erkennungsmerkmal, dass ihr es versucht habt), wenn ihr den NPC erneut aufsucht.

Werdet ihr WoW Classic in der Saison der Meisterschaft noch eine Chance geben? Oder ist das nichts für euch?

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Rosco

Mit SoM geht es für mich persönlich in die richtige Richtung, ich würde eventuell wieder einsteigen wenn sich etwas SIGNIFIKANT an der Klassenbalance ändert. Wenn auch die „Memespecs“ wie zB Ret-Paladine oder Eulen brauchbarer werden. Was mich definitiv wieder zu Classic ziehen würde ist zusätzlicher Classic Content wie neue Raids oder neue Dungeons.
Nochmal brauch ich fast normales Classic nicht mehr, zumal ich Blizzard momentan absolut nicht mit meinem Geld unterstützen möchte.

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