WoW: Blizzard hält Belohnungen zurück, will erst genau prüfen, wer geschummelt hat

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Auf eine Belohnung in World of Warcraft warten die besten 1 % der Welt noch immer. Denn Blizzard muss erst einmal die Booster rausfiltern.

In World of Warcraft Midnight gibt es besondere Belohnungen, wenn man zu den Allerbesten gehört. Denn wer es in die Top 1 % aller „Mythisch+“-Wertungen schafft, für den winkt ein ganz besonderes Reittier, die Umbralasche.

Doch obwohl Saison 1 von Midnight schon seit einigen Wochen vorbei ist, hat Blizzard diese Belohnungen noch nicht vergeben. Den Grund dafür verrieten die Entwickler nun in einem Interview: Man will erstmal alle Leute rausfiltern, die geschummelt und für den Erfolg mit Geld bezahlt haben.

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Was wurde gesagt? In einem Interview mit dem Magazin PCGamer sprach der Game Director von WoW, Ion Hazzikostas, darüber, dass Blizzard gerade die ganzen „Mythisch+“-Bewertungen der besten Spieler der Welt durchschaut und nach Auffälligkeiten sucht.

Das Team bereinigt [die Wertungen] gerade für Saison 1 und wird mehr Informationen mit der Community teilen und genauer erklären, wie wir da vorgegangen sind und auch, was die finalen Ergebnisse sind.

Damit spielt er direkt darauf an, dass einige sich ihre hohe Wertung nicht selbst erspielt haben, sondern andere Spielerinnen und Spieler dafür bezahlt haben, durch die härtesten Dungeons gezogen zu werden – also spricht er hier von Boosting.

Boosting ist erlaubt, aber nur in gewissen Grenzen

Was ist das Problem beim Boosting dieser Art? Normalerweise stellt Boosting kein großes Problem dar, weil es niemandem etwas „wegnimmt“ und man schlicht für den Erhalt eines Gegenstandes oder Titels zahlt.

Das ist jedoch anders bei den Belohnungen, die nur Leute bekommen, die zu den Top 1 % gehören. Denn jeder, der sich da boosten lässt, nimmt einer anderen Person die Belohnung weg, die sie sich legitim erspielt hätte.

Hinzu kommt, dass diese Art der Belohnung für eine Menge Stress sorgen kann. Denn anstatt sich einfach eine fixe Wertung zu erspielen, wie etwa „3.400“ oder so, muss man bis zur letzten Sekunde bangen, wo denn die Grenze liegt, dass man zu den besten 1 % gehört. Das sorgt gerade in den letzten Tagen einer Saison für eine Menge Stress und den empfundenen Zwang, bis zum letzten Tag unzählige Dungeons zu laufen, wenn man Titel oder Reittier haben will.

In Shadowlands hatte Blizzard die Regeln für Boosting, das erlaubt ist, genauer definiert.

Was ist erlaubt und was ist verboten? Genau das ist die große Frage. Viele machen sich nun Sorgen, was denn beim Boosting überhaupt erlaubt ist und was verboten. Denn grundsätzlich ist Boosting in World of Warcraft erlaubt. Wer lediglich mit Gold bezahlt, um dafür eine bestimmte Gegenleistung zu erhalten – wie etwa das Ziehen durch einen Dungeon oder Raid – der sollte auf der sicheren Seite sein. Dafür hat Blizzard vor einigen Jahren sogar extra den „Handel – Dienste“-Channel eingeführt. Grundsätzlich sind solche Aktivitäten also erlaubt.

Nicht erlaubt ist es jedoch, wenn es sich um sogenannte „Boosting-Communitys“ handelt, die über mehrere Realms hinweg agieren und etwa auf vielen Realms Werbung für ihre Dienste machen. Solche Angebote sollten immer nur von dem Charakter genannt werden, der auch vorhat, die Leistung anzubieten.

Ebenfalls strikt verboten ist alles, was irgendwie den Einsatz von Echtgeld enthält (oft auch „RMT“ oder „Real Money Trading“ genannt).

Cortyn meint: Boosting war schon immer in gewisser Weise ein Teil von World of Warcraft. Seien es Krieger, die einen Dungeon nur tanken, wenn sie dafür ein paar Goldmünzen bekommen, Boosting in Arena-Matches oder das Erlangen eines besonders schicken Reittiers eines harten Bosses. Das ist seit Vanilla Teil des Spiels – mal ausgeprägter und mal geringer.

Das Problem ist, dass die Regeln für Boosting ein wenig schwammig sind, sobald es um Inhalte geht, die eben nicht an das Erreichen eines bestimmten Wertes geknüpft sind, sondern nur ein kleiner, prozentualer Anteil der Community erlangen kann.

Denn normalerweise gibt es beim Boosting keinen großen Schaden, doch diesmal ist das anders. Daher ist es gut, wenn Blizzard sich noch einmal ganz genau überlegt, welche Regeln sie anwenden wollen und ob die Umsetzung eine Verschärfung benötigt. Denn der Schaden für die Integrität des Spiels wäre sonst wohl ähnlich groß, wie Game Master, die einfach für ihre liebsten Spieler die Bosse umhauen.

Quelle(n):
  1. pcgamer.com

Kommentare

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1 Kommentar
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seska1973

Oh.. da haben sicherlich einige viel Red Bull reingezogen oder andere “Wachhalte drinks” nur für diese Belohnung

Kein wunder das Sie “genau hinschauen wollen”

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