WoW-Streamer Asmongold rechnet mit Blizzard ab und bekommt viel Zuspruch

Der WoW-Streamer Asmongold geht hart mit Blizzard ins Gericht. Aber dieses Mal hat er ein paar ziemlich gute Argumente.

Asmongold ist einer der größten Streamer im Bereich World of Warcraft und gilt oft als umstritten. Während ein Teil seiner Zuschauer seine Art mag und ihn gerne verfolgt, können auch viele mit seinen Streams und Aussagen nichts anfangen.

Jetzt hat er in einem Video allerdings recht ruhig und sachlich über ein Problem in WoW gesprochen, das er seit Jahren beobachtet. Er erhält viel Zuspruch aus der Community und wünscht sich für Shadowlands, dass Blizzard endlich einen anderen Weg einschlägt.

Worüber spricht Asmongold? Im Video thematisiert Asmongold einige Probleme mit World of Warcraft, die sich in der Vergangenheit immer wieder wiederholt haben. Er spricht dabei über das jüngst eingefügte System eines Verderbnis-Händlers. Das sei eine Mechanik, die Spieler sich schon während des Tests von Patch 8.3 gewünscht haben.

Solche (für ihn) offensichtlichen Verbesserungen sollten von Beginn an im Spiel sein und nicht erst nach vielen Monaten, wenn die Community ein unfertiges oder unfaires Feature bereits lange ertragen musste.

Welche Beispiele nennt er? Asmongold hat „mehr als ein Dutzend“ solcher Fälle gefunden, in denen Blizzard Systeme nachträglich so anpasst und verändert, bis Spieler wieder neue Anreize haben, um sie zu nutzen. Die Systeme sind am Anfang absichtlich auf einen großen Zufallsfaktor getrimmt und erst später werden sie fairer und interessanter. Hier ein paar seiner Beispiele:

  • Dublonen für Insel-Expeditonen: Belohnungen für Expeditionen konnten damals nicht gezielt gekauft werden, sondern man musste auf viel Glück hoffen. Dublonen erfüllten quasi keinen wirklichen Nutzen.
  • Accountweite Essenzen: Spieler müssten für Twinks unzählige Inhalte wiederholen, um an starke Essenzen zu kommen. Erst sehr spät erfüllte Blizzard den Wunsch, leichter an Essenzen für Zweitcharakter zu kommen.
  • Paragon-System in BfA: Legion hatte dieses Feature bereits und es kam gut an. Es gab keinen Grund, das Paragon-System nicht zum Start von BfA im Spiel zu haben – das hatten auch wir auf MeinMMO kritisiert.
  • Das Legendary-System in Legion: Mit dem großen Zufallsfaktor sorgte das System für viel Frust und dazu, dass Spieler sehr lange grinden mussten, um endlich ihr Wunsch-Legendary zu bekommen. Später konnte man diese Items gezielt kaufen.

All diese Dinge wären Verbesserungen, die sich die Community bereits zur Einführung der Systeme gewünscht hatte:

„Der Gedanke, dass Spieler nicht wissen, was sie wollen, ist einfach nicht wahr. Das Problem ist, dass Blizzard den Spielern das gibt, was Blizzard will, dass die Spieler wollen und nicht das, was die Spieler wirklich wollen. Und ich glaube, die Entscheidungen hier werden gefällt anhand der Teilnahme [an den Systemen] und nicht anhand des Vergnügens [der Spieler].“

Die Mounts aus den Inseln waren zu Beginn sehr, sehr schwer zu bekommen. Jetzt helfen Dublonen.

Das wirft Asmongold Blizzard vor: Der Streamer ist der Ansicht, dass Blizzard mit Absicht Systeme zurückhält, die WoW zu einem besseren Spiel machen würden. Seine Vermutung ist, dass Blizzard hier nur reine Zahlen und die Teilnahme der Spieler an den entsprechenden Systemen auswertet.

Sobald man etwa sehen würde, dass nicht mehr genug Spieler die Daily-Quests in Uldum und dem Tal der Ewigen Blüten absolvieren, schreitet Blizzard ein. Das war zuerst der Fall bei der Steigerung der erhaltenen Menge an Manifestierten Visionen, dann bei der Einführung von Echos von Ny’alotha für Twinks und nun für den Verderbnis-Händler.

Als treuer Spieler, der die Systeme in ihrem Urzustand spielt, fühlt er sich von Blizzard veräppelt. Wenn er weiß, dass diese mangelhaften Systeme ohnehin nach einer Weile endlich tauglich gemacht werden, wenn nur genug Spieler die Lust daran verlieren, macht das keinen Spaß.

Er fühlt sich als Beta-Tester für Systeme, deren Feedback aus dem richtigen Beta-Test offenbar ignoriert wurden.

Verderbnis-Effekte nach Wahl waren lange gewünscht – endlich wurde es wahr.

Das sagt die Community: In der Community von WoW gilt Asmongold als eher umstritten, doch in diesem Punkt bekommt er viel Zuspruch. Im Subreddit schreiben die Leute etwa:

„Ich stimme [Asmongold] stark zu. Blizzard hat das schon für eine lange Zeit gemacht und inzwischen ist es verdammt offensichtlich, warum. Ich hoffe, dass sie endlich wieder langfristig für Shadowlands denken und nicht unfertige Inhalte absichtlich veröffentlichen.“

Hughch auf Reddit

„Zu lang, nicht gesehen: Blizzard hat ihre lang erprobte Tätigkeit weitergeführt, Dinge anhand von Tabellen und Zahlen zu balancen, anstatt ein System zu erschaffen, das sich gut anfühlt.“

Maezriel_ auf Reddit

„Ich will ehrlich mit euch sein – ich fühl mich wie ein Idiot, weil ich WoW spiele. Wie ein Esel, ein Hamster in einem Hamsterrad, wie ein NPC.

Ich bin einfach so ausgelaugt davon. Sie bringen mich dazu, all diese Aufgaben zu machen, die mir gar keinen Spaß bereiten, sodass ich gelegentlich ein bisschen Spaß haben kann. Ich zahle 15 Euro, damit ich einen zweiten Job habe.“

AlpacaWoolHat auf Reddit

Doch wie steht ihr zu diesem Thema? Gebt ihr Asmongold in der Sache recht? Oder sieht er das falsch?

Quelle(n): reddit.com/r/wow/
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Scaver
1 Monat zuvor

Der Streamer ist der Ansicht, dass Blizzard mit Absicht Systeme zurückhält, die WoW zu einem besseren Spiel machen würden. Seine Vermutung ist, dass Blizzard hier nur reine Zahlen und die Teilnahme der Spieler an den entsprechenden Systemen auswertet.

Richtig, das ist auch so und darum hat Blizzard auch nie ein Geheimnis gemacht.
Das sind normale Geschäftspraktiken eins gewinnorientierten Unternehmens. Jemand wie Asmongold müsste doch wissen, dass Blizzard in erster Linie WoW zum Geld verdienen betreibt!

Als treuer Spieler, der die Systeme in ihrem Urzustand spielt, fühlt er sich von Blizzard veräppelt.

Er fühlt sich als Beta-Tester für Systeme, deren Feedback aus dem richtigen Beta-Test offenbar ignoriert wurden.

Der gute (und nach meiner Meinung sehr dumme) Mensch scheint noch nichts von „Langzeitmotivation“ und „Catch-Up“ Mechanismen gehört zu haben. Und das als „größter“ WoW Streamer. Arme Welt!
Wenn es ihm (und anderen) nicht passt, sollen sie die Systeme nicht spielen, bis die Catch-Up Mechaniken eingefügt werden.
Würden solche Mechanismen direkt zum Start eingeführt, würde dieser Content maximal eine Monat halten und nicht einen Tag länger, weil dann jeder BIS hätte und es dann 80-90% nicht mehr spielen.
Wie immer ist das nur Rumgeheule von Leuten, die (nicht) mehr bereit sind, in einem MMORPG auch was für seine Belohnungen zu tun (Items farmen etc.) und alles direkt in den A** geschoben bekommen… wieso BIS nicht direkt beim Händler für Gold ohne Voraussetzungen kaufen können? Oder gleich für Echtgeld im Blizzard Store?

Wie gesagt, Blizzard veröffentlicht keine unfertigen Inhalte. Diese Inhalte kann man nur auf mehrere Arten anbieten. Blizzard nimmt hier immer die Variante, die die meiste Langzeitmotivation bietet und achtez dann auf das Feedback und schaut sich die Zahlen an. Später, wenn nötig, werden Catch-Up Mechaniken eingeführt, damit eben Nachzügler (neue Spieler, Widereinsteiger, Gelegenheitsspieler) oder jene die auf das Farmen keinen Bock hatten, doch noch an die Items etc. kommen können.

Man ist als Spieler kein Beta Tester für unfertige Inhalte, sondern man ist ganz normaler Spieler, der Content spielt, der durch verschiedene Hindernisse (Time Gates, Dropraten etc.) eine Langzeitmotivation bietet.
Zudem hat man auch Vorteile… man hatte was Neues zu tun, man hatte Spaß daran (wenn nicht, ist man eh falsch im Spiel, dazu unten mehr), man bekommt seine Items, auch BIS, ganz oder zum Großteil lange vor der Einführung der Catch-Up Mechaniken.
Schließlich ist es das, was die Leute wollen, Content der lange spielbar ist und nicht nach wenigen Wochen schon komplett durch ist! Denn dann heulen exakt die selben Leute, dass es keinen Content mehr gibt.

Und wenn ich dann solche Aussagen lesen:

Sie bringen mich dazu, all diese Aufgaben zu machen, die mir gar keinen Spaß bereiten, sodass ich gelegentlich ein bisschen Spaß haben kann. Ich zahle 15 Euro, damit ich einen zweiten Job habe.

Dann spiel es halt nicht, wenn es dir keinen Spaß macht! Wie krank muss man sein etwas zu spielen, ggf. sogar Tag für Tag und dafür noch zu bezahlen, wenn es einem keinen Spaß macht? Bei einem Job ok… da kann ich es gerade noch verstehen, wenn man das Geld zum Leben braucht. Aber bei einem Game, einem Hobby?
Wie sagte es Karl Lagerfeld so treffend: „Wer ein Spiel spielt, an dem er kein Spaß hat, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“

Joker#22737
1 Monat zuvor

Kollege wenn du nicht wärst wäre der Unterhaltungswert von Meimo nicht derselbe 😂

BlackSheepGaming
1 Monat zuvor

……..Wie gesagt, Blizzard veröffentlicht keine unfertigen Inhalte. Diese Inhalte kann man nur auf mehrere Arten anbieten. Blizzard nimmt hier immer die Variante, die die meiste Langzeitmotivation bietet und achtez dann auf das Feedback und schaut sich die Zahlen an. Später, wenn nötig, werden Catch-Up Mechaniken eingeführt, damit eben Nachzügler (neue Spieler, Widereinsteiger, Gelegenheitsspieler) oder jene die auf das Farmen keinen Bock hatten, doch noch an die Items etc. kommen können…..

Örm…das ist falsch, belegbar falsch und fast schon lachhaft, so etwas zu behaupten.
Bestes Beispiel sind (im aktuellen AddOn) die „EroberungsInseln“ Ultrarandom, keinerlei „Hintergrundgeschichte“ purerer Grind, technisch extrem schlecht/fehlerhaft umgesetzt (Frag einfach mal die Paladintanks dazu) und dazu Ewigkeiten nicht gefixed/mit sinnvollem Inhalt/Loot gefüllt. Oder die falsch skalierenden Mobs auf der Insel in Legion. Oder die nicht funktionierenden Pets aller Pet Klassen seit LichKing. Oder oder oder…..

Man ist als Spieler kein Beta Tester für unfertige Inhalte, sondern man ist ganz normaler Spieler, der Content spielt, der durch verschiedene Hindernisse (Time Gates, Dropraten etc.) eine Langzeitmotivation bietet.

Auch hier, belegbar falsch. Bestes Beispiel ist und bleibt der BM Jäger aus Legion. ALLE (!) Theroycrafter haben Blizzard gesagt, dass der Alphatier Skill viel zu wenig Fokus bringt um nur irgendwie sinnvolle Prios/Rotas zu fahren (dafür gibt es ja angeblich Beta Tests).
Blizzard hat das so lange ignoriert,, bis irgendwie ein Leggy kam, das genau dieses Problem behob (daaaas aber natürlich random war) und brachte nach 1 1/2 Jahren das Talent als Baseline. Andere Beispiele wären die Druidenrüstung in Mop, die Schamanen Totems in Draenor, die Paladin Wings in Bfa, Krieger Block in WotLK usw. usf.

Wie immer ist das nur Rumgeheule von Leuten, die (nicht) mehr bereit sind, in einem MMORPG auch was für seine Belohnungen zu tun (Items farmen etc.) und alles direkt in den A** geschoben bekommen… wieso BIS nicht direkt beim Händler für Gold ohne Voraussetzungen kaufen können? Oder gleich für Echtgeld im Blizzard Store?

BiS gibt es nicht mehr.
Und über das heulen die Leute (zurecht). BiS ist ein random titanforged/Verderbinsluck Randomdrop, der bei einer Kröte, einem RaidBoss, einer WeeklyKiste direkt nach dem einloggen (soviel dazu, das Blizzard das nicht tut *hust*) oder sonst irgendwo droppen kann, BiS farmen ist nicht mehr möglich.
Es hat auch nichts mehr mit Skill zu tun, nicht einmal mehr mit timesinking wie es zu Classic PVP Zeiten war. es ist einfach purer Zufall. Die Lootstruktur entspricht seit Draenor keinerlei Belohnungssystem mehr.

Ich habe bis einschließlich Legion jede Beta mitgemacht und das was du da sagst ist, abgesehen vom finanziellen Aspekt, belegbar faktisch falsch.

Dazu ignoriert Blizzard bewusst die Informationen von Spielern, die ganz offensichtlich besser über die Inhalte bescheid wissen als die eigenen Programmierer (auch hier, belegbar, ich erinnere an die „Warcraft Logs sind Müll, wir haben unsere eigenen Auswertungen“ zur LichKing Marksman Zeiten (oder Moonkindominanz zu Pandaria, oder Feuermagier zu Draenor, oder Schurkenoverkill dank Leggy in Cataclysm und und und)

Blizzard veröffentlicht fehlerhafte Inhalte (und zwar vitale und spielrelevante Inhalte, keinen juckts, ob irgendwo ein Felsen schwebt…), es benutzt den Spieler aus genau diesem Grund als Beta Tester auf den Live Servern. Blizzard hat das Recht Fehler zu machen, so wie das bei einem Programm dieser Größenordnung auch normal ist. Doch die Art und Weise, wie Blizzard diese Fehler inzwischen leugnet/ignoriert ist inzwischen fast schon einzigartig (sogar, wenn man dabei an Bethesda denkt…..).

Dann spiel es halt nicht, wenn es dir keinen Spaß macht! Wie krank muss man sein etwas zu spielen, ggf. sogar Tag für Tag und dafür noch zu bezahlen, wenn es einem keinen Spaß macht?

Uuuund der nächste Klassiker, wenn man die Fehler des Spiels und das Verhalten des Publishers ignorieren will. Ist es dir noch nicht in den Sinn gekommen, das es Spieler gibt (sofern sie WoW nicht als Solospiel in MMO Umgebung betreiben) die ihren Spaß und ihre Motivation nicht aus dem Spiel sondern aus ihrer FL/Stammgruppe/Raid/Gilde beziehen? Die die Fehler sehen aber a; auf Abhilfe hoffen oder b; sie einfach in Kauf nehmen, weil das gemeinschaftliche Erlebnis größer ist, als die Fehler?
Ist es denn falsch und „krank“ zu hoffen, dass sich Blizzard irgendwann wieder auf das besinnt, was sie mal waren? Nämlich ein finanziell erfolgreiches Unternehmen das gleichzeitig eine sehr enge und gute Bindung zu seiner Playerbase hatte?

Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, an denen GM´s im Raid erschienen sind und bei Problemen geholfen haben, bei denen CM´s inGame zu einer Communitydiskussion gekommen sind, bei der es um grundlegende Dinge wie Eula oder ServerRules ging, ich kann mich an GameDesigner erinnern, die mit den AddOn Autoren über ClassDesign, Skills und Talente diskutiert haben. Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo sich Blizzard für seine Fails noch entschuldigt hat. Und das zu Zeiten, wo es weltweit erheblich mehr Accounts hatte, als es heute der Fall ist.

Deswegen hören viele nicht direkt auf zu spielen, weil sie ein Spiel lieben, das sie teilweise 15 Jahre begleitet hat, mit dem sie erwachsen geworden oder vielleicht auch alt geworden sind, mit dem sie sich verheiratet, getrennt, neuen Job bekommen oder Kinder bekommen haben. Und das sie im Stich gelassen hat. Aber ich befürchte, dass du das nicht verstehen kannst.

Caliino
1 Monat zuvor

Ach, das erinnert mich wieder an Tera mit dem Talentsystem welches es angeblich wegen „Fehler und Balancing-Problemen“ lange Zeit exklusiv auf dem Korea-Servern gab…

Witziger Weise war es da die ganze Zeit aktiv, wurde die ganze Zeit gebalanced und kam erst nach mehr als 2,5 Jahren in die anderen Regionen lol

Aber ja, ich denke auch dass die Publisher bewusst gewisse Patches/Systeme in „schlechtem Zustand“ lassen damit die Spieler dafür „arbeiten“ müssen…

Scaver
1 Monat zuvor

„Schlechter Zustand“ ist sicher Ansichtssache.
Man kann fast jedes System auf verschiedene Arten umsetzen. Wichtig in einem MMORPG ist immer die Langzeitmotivation. Wie motivierend ist es, etwas weiter zu spielen, wenn man nach nem Monat schon alles hat, der Content aber min. 6 Monate halten muss, weil die Entwicklung von neuem Content so lange dauert?

Dein Beispiel hingegen ist da eher unpassend. Das System hatte ja Fehler und musste geblanced werden, wie Du es auch selbst geschrieben hast. Und im Westen wollte man das System erst bringen, wenn es „fertig“ ist.
Ich finde dieses Vorgehen sogar gut. Wenn es zuerst in Korea raus kommt und da schon nicht richtig funktioniert, wieso soll man es dann schon in anderen Regionen bringen, wenn eh noch an den Fehlern gearbeitet wird. Dann müssen sich am Ende alle mit dem nicht funktionierenden System rumärgern?
Aber wie gesagt, Du vergleichst ein nicht richtig funktionierendes System aus TERA mit funktionierenden Systemen aus WoW, wo Du Leute nur rumheulen, weil es später „einfacher“ wird und dies nicht sofort so einfach war.

Caliino
1 Monat zuvor

Das System hatte ja Fehler und musste geblanced werden, wie Du es auch selbst geschrieben hast. Und im Westen wollte man das System erst bringen, wenn es „fertig“ ist.
Ich finde dieses Vorgehen sogar gut. Wenn es zuerst in Korea raus kommt und da schon nicht richtig funktioniert, wieso soll man es dann schon in anderen Regionen bringen, wenn eh noch an den Fehlern gearbeitet wird. Dann müssen sich am Ende alle mit dem nicht funktionierenden System rumärgern?

Genau das war es eben nicht:
Was immer wieder geändert wurde, waren die üblichen minimalen Klassenbalancings die in nahezu jedem Patch von jedem beliebigen Onlinespiel vorkommen. Wenn es dadurch (deiner Meinung nach) nicht „fertig“ ist, dann brauchen die gar keine Patches mehr bringen und sollten gekündigt werden wenn sie es nicht schaffen ein System innerhalb von >2,5 Jahren zu „balancen“….

Das eigentliche daraus resultierende Problem:
Sämtlicher nachkommender Content wurde in KR genau darauf angepasst und 1:1 bei uns übernommen, dH. unsere Anforderungen waren in Wirklichkeit weitaus höher um Dungeons clearen zu können als es vom Spiel „angegeben“ wurde.

Zum Thema Langzeitmotivation:
Keine Ahnung wie es jetzt ist, aber als es in Korea raus kam wurde mit 1-1,5 Jahren aktiver Spielzeit gerechnet um es komplett maximieren zu können – also fernab von „nach einem Monat durch“.

Das die Systeme mit der Zeit einfacher werden ist durchaus verständlich und soll auch so bleiben, immerhin sollen die Neulinge auch Anschluss finden.
Und selbst wenn sie nicht sofort auf jedes Beta-Feedback eingehen wollen und sollten:
Dann lass ich es halt mal >1 Monat auf den Live-Servern laufen und schau was die breite Masse dazu sagt. Wenn deren Meinung auch nichts anderes sagt, dann sollte was geändert werden oder die Spieler hören halt genau deswegen auf…..

onions4everyone
1 Monat zuvor

Nur weil Gamer einige Systeme nicht gut finden heißt das nicht das sie ihren Zweck nicht einwandfrei erfüllen.
Gamer sind halt keine Game Designer und meine Güte bin ich froh das die Game Studios teilweise nicht auf die Community hören sondern erst wenn die zahlen es Ihnen sagen wie der statistische Stand des „Ich mag das“ ist.

Einige glauben sie wüssten was sie in nem mit Systemen verwebten Game Design ändern können damits besser wird. Und kaum wer weiß was passiert.

Ich muss mal wieder über diese Community kachen.
Sie jammern rum, dass sie nichts zu tun haben.

Zitat von Kyriae

Mal abgesehen das es glücklicherweise nicht alle aus der Community sind, sieht man natürlich größtenteils nur die die sich beschweren weil selten wer auf ne Platform geht und sagt: „Hey toll gemacht, gefällt mir.“
Auch völlig verständlich, wenn man das für die Artist macht gibts kaum hate, aber wehe du lobst was vom Game Design, da haste die Maulwürfe die aus ihren Löchern kommen und dir sagen wie falsch du liegst.

Scaver
1 Monat zuvor

Ach Du sprichst mir so aus der Seele ^^

Damian
1 Monat zuvor

Wie naiv muss man sein?
Blizzard verkauft in WoW Spielzeit, es geht um nichts anderes, deshalb auch endloses Gegrinde repetitiver Inhalte, weil es mit weniger Arbeit (und damit Kosten!) seitens der Entwickler viel Spielzeit für die Abonnenten füllt (die das ja auch immer wie die Schafe, ohne viel zu mucken, mitmachen!).

Alles in WoW ist darauf ausgelegt, mit geringen Einsatz Abozeit zu füllen, das ist das einzige durchgängige Konzept hinter der Entwicklung, erst wenn die Spielerzahlen einbrechen, wird mal wieder ein kleiner Happen in die Menge geworfen.
Was mich immer wundert, ist wie sehr die Spieler dieses endlose Wiederholen der immer gleichen Inhalte schlucken und nicht schon viel früher ihr Abo kündigen und damit den Druck auf Blizzard erhöhen, neue Konzepte zu entwickeln, z.b. sich verändernde Inhalte (der Turm könnte sowas werden – aber ich bezweifle es), klassenspezifische Quests oder auch 10 x soviele Quests wie bisher…
WoW ist ein Fastfood-Restaurant, welches ungesunde Kost ohne Nährwert anbietet und kein Sterne-Restaurant.

Scaver
1 Monat zuvor

Warum sollte ich mein Abo kündigen. Im vergleich zu diesen Heulsusen gibt es viel mehr Spieler, die den Content der ihnen geboten wird gerne spielen und gerne jeden Tag ein paar Stunden damit verbringen, Gear, Ruf und Co. zu farmen. Denn das ist der SINN eines MMORPGs! Wir spielen hier nicht UNO, Monecraft oder Call of Duty!

Deinen Vergleich mit WoW und dem Fastfood kann ich nicht zustimmen. Ganz im Gegenteil.
Denn das ist es, was Asmongold und die anderen Heulsusen wollen. Schnell und einfach alles bekommen, wie beim Fastfood.
WoW ist eher wie ein Sternemenü. Mehrere Gänge, es benötigt Zeit, die man sich auch nehmen MUSS, man muss auch jeden kleinen Happen genießen und nicht einfach alles runter schlingen!

Damian
1 Monat zuvor

Denn das ist der SINN eines MMORPGs!

Der Sinn eines Games ist, Spaß zu machen, es gibt keinen weiteren Sinn. Was jeder individuelle Spieler unter Spaß versteht, ist doch sehr unterschiedlich. WoW bedient in diesem Zusammenhang relativ früh eigentlich nur noch die Spieler, die es toll finden, die selben Inhalte kontinuierlich zu wiederholen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, WoW breiter aufzustellen (ein bisschen machen sie das ja nun mit den unterschiedlichen Pakten und dem Turm, weil sie scheinbar endlich den Bedarf erkannt haben), so ist z.B. das Leveln in WoW viel zu kurz und völlig entwertet, dabei könnte, wie es andere MMORPG’s auch machen (FF14, ESO, HdRo etc.) der Weg ein Ziel sein.
Warum gibt es in WoW eine so überschaubare Anzahl von Quests (im Verhältnis zu anderen MMORPG’s), warum gibt es kein Housing, wieso ist das Crafting völlig bedeutungslos (auch hier ist FF14, wo jedes Handwerk eine eigene Klasse darstellt, die gelevelt werden will, extrem gut aufgestellt!) und warum wird das Transmoggen wie ein Stiefkind behandelt, wo es doch ein interessantes Kernfeature der Individualisierung sein könnte (z.B. wie in HdRO oder FF14), warum gibt es zum Ende hin eine lächerliche Handvoll Weltquests anstatt eine riesige Auswahl, warum skalieren die Inhalte (wie jetzt im Turm!) nicht je nach Vorliebe des Spielers (von solo bis Gruppe)?
In WoW haben wir eine relativ enge, sehr nährstoffarme Einbahnstraße, die am Ende immer nur auf das eine, nämlich die kontinuierliche Wiederholung der selben Inhalte hinausläuft. Für mich ist das Fastfood, weil eben die wichtigen Nährstoffe fehlen.

Theoretisch könnte Blizzard für einige Spieler direkt die Höchststufe freischalten, weil die es eben mögen, immer das selbe zu machen und ihre täglichen Routinen abzuarbeiten.
Ich gehöre zu den Spielern die die Charakterentwicklung beim Leveln, das langsame und kontinuierliche Freischalten von Fertigkeiten für das Beste und Interessanteste an einem MMORPG halten, mit dem Durchspielen aller Quests und dem Höchstlevel ist der Charakter für mein Gefühl bis zum nächsten Addon eigentlich „fertig“.

Kyriae
1 Monat zuvor

Ich muss mal wieder über diese Community kachen.
Sie jammern rum, dass sie nichts zu tun haben.
Blizzard gibt ihnen was zu tun.
Sie jammern über den Grind (den es übrigens schon immer in WoW gab, so musste man zu BC-Zeiten Ruf grinden und Schlüssel erfarmen um überhaupt in die HC Versionen der Insranzen zu kommen. In WotLK musste man wegen einem Ring grinden wie blöde etc).

Die Community heult, das alkes zu leicht geworden ist.
Blizzard macht es etwas schwerer, die community heult, das es zu schwer ist.

Die Community findet das System von Vanilla soooooooo geil (laufen, suchen, auf den Mob warten(!!!), schwerer Mob kommt, wer zuerst kommt hat ihn, der Rest muss weiter warten bis zum Respawn), Blizzard gibt mit Naz quasi ein Vanilla-Light-System und exakt die selben heulen, das es ja soooo schwer ist.
Die Community weiß selber nicht was sie will und ist ständig nur am heulen. Sie ist missgünstig, neidisch, toxisch

Und es war in WoW schon immer so, dass man für besondere Dinge oder für Verbesserungen was tun muss.

Khorneflakes
1 Monat zuvor

Endlich mal einer der es ausspricht.
Ich weiß gar nicht, wie lange wir gegrindet haben um überhaupt in naxx 40er ne chance zu haben um dann NIEMALS den dungeon abzuschließen weil er einfach zu fucking hart war und da hat keiner von uns rumgeheult, wir waren einfach zu scheiße für den Raid grin

IchhassePvP
IchhassePvP
1 Monat zuvor

In Burning Crusade musste niemand „grinden“!
Man musste nur leveln und ein paar NHC Dungeons laufen, die man sowieso brauchte für halbwegs passables Gear, um in den HC Versionen überhaupt Land zu sehen.
Wer seine Ruf-Quests noch nicht vollständig abgeschlossen hatte, der brauchte sicher den ein oder anderen NHC Dungeon-Run mehr bis auf Respektvoll, nur war das sicherlich kein Grind, weil es schlicht eine Art 2 in 1Tätigkeit war, eben neben dem Gear farmen auch den benötigten Ruf farmen.

Ebenso musste niemand in WotLK „grinden“ für einen Ring.
Auch diesen Ruf farmte man während dem bespielen von ICC, falls du den dortigen Ruf-Ring meintest.

Erst wenn es eine zusätzliche Tätigkeit ist, die man sich eigentlich lieber sparen würde kann man überhaupt erst von einem Grind sprechen.
Die Tätigkeiten die man sowieso nebenher fast schon unbemerkt mit erledigen kann sind daher ganz sicher nicht als Grind zu bezeichnen!

Scaver
1 Monat zuvor

Das Problem ist, das ist nicht DIE Community. Die gibt es in WoW nicht mehr. Die WoW Community besteht aus so vielen unterschiedlichen Sub-Communities, wie keine andere Game-Community!

Die Leute die Du meinst, wollen zum einen durchgehen neuen Content, den aber immer in Null Komma nichts durchspielen. Am besten alle 4-8 Wochen komplett neuer Content mit neuen Gebieten, neuen Quests, neuen Raids, neuem Gear etc. aber man muss das alte auch in maximal 6-7 Wochen schaffen und BIS sein können (weil nach 8 Wochen kommt ja dann der neue Content).
Sie wollen alles und zwar alles auf einmal und am besten noch mit nem goldenen Latexhandschuh in den A***h geschoben bekommen!

Ja , früher musste man auch grinden bis der Arzt kommt und das war auch gut so. Heute ist das ein bisschen too much auch für mich. Aber ich finde das grinden/farmen durchaus noch angebracht. Für alle die es nicht mögen, die können es ja (erstmal) lassen und auf die Catch-Up Mechaniken warten.
Und auch diese Catch-Up Mechaniken finde ich gut, denn sie sind ein Mittel um die veränderten Lebensumstände der Spieler mit zu berücksichtigen (z.B. früher Schüler/Student, heute Berufstätig mit Familie etc.).

IchhassePvP
IchhassePvP
1 Monat zuvor

Es begann mit Mists of Pandaria!

Bzw. ist der Kern der Veränderungen mit Patch 4.3 in Cataclysm ersichtlich, als das ca. 2,5 Addons lang gekannte Marken-System bzw. Tapferkeitspunkte-System durch den LFR als Catch-Up-Mechanik ersetzt wurde.

Mit Mists of Pandaria waren urplötzlich die Items für Tapferkeitspunkte an teils sehr hohe Ruf-Stufen gebunden, was zu einem enormen „Grind-Fest“ führte, welches bis dahin so noch nicht bekannt gewesen ist.

Die Fortsetzung kam mit der Zeitlosen Insel und dem dortigen Münzen- und Token-Grind für Catch-Up-Items, ab diesem Zeitpunkt gab es nicht mal mehr neue Items für Tapferkeits-Punkte.
Warum auch?
Schließlich hatte diese Rolle schon längst der LFR eingenommen der seit Patch 4.3 als Catch-Up-Mechanik diente und mit Patch 5.4 kam noch der Flex-Raid dazu, heute ja bekannt als Normal-Modus.

Ebenfalls begannen mit Mists of Pandaria die ab diesem Zeitpunkt jedes nachfolgende Addon stets vorhandenen „Zwangsveranstaltungen“ in Form der legendären Questreihe.
Später waren das eben die Ring-Questreihe in Warlords of Draenor, der immense Legion Legendary-Grind, ab diesem Zeitpunkt auch der Artefaktmacht-Grind bzw. mit Battle for Azeroth der Azerit-Grind und der Verderbnis-Grind.
Und mit Shadowlands folgt eben der Anima-Grind.

Daneben kam bekanntlich mit Patch 5.2 in Mists of Pandaria noch der Warforged- und Thunderforged-Grind hinzu.
Mit Warlords of Draenor folgte die Jagd nach den zufälligen Sockeln.

Das Kernproblem ist daher schlicht der LFR!

Folglich raus mit dem LFR und raus mit allen „Zwangsveranstaltungen“ und raus mit sämtlichen zufälligen Items!

Es ist ja schön dass diese Probleme auch dem Mr. Asmongold aufgefallen sind, nur wissen das sicherlich hunderttausende Spieler schon sehr viel länger, dass die Systeme erst zum Ende eines Addons hin etwas planbarer werden.
Schließlich wird man seit den World-Quests und den Mythic+ Dungeons mit Legion in extrem kurzer Zeit mit Unmengen an Items zugeschmissen, so dass Loot bedingt durch diese Umstände eben gar nicht zu schnell befriedigend sein darf, um eben Spieler länger sozusagen bei der Stange halten zu können.

Denn andernfalls wären Spieler eben heutzutage zeitig fertig mit dem Ausrüsten ihrer Charaktere, genau darauf zielt Blizzard schließlich ab mit diesen ganzen Systemen, dass die Spieler eben möglichst lange fleißig im Hammsterrad weiter rennen.

Blizzard wird einen Teufel tun und daran irgendetwas ändern, einzig nicht spielen und das Abo kündigen kann daran jemals wieder etwas ändern, wenn das denn eben eine entsprechend riesige Zahl von Kunden so halten würden.

Wer allerdings nur die Foren, seinen Twitch-Kanal oder Reddit damit vollheult und dennoch fröhlich weiterbezahlt und weiterspielt, der wird daran rein gar nichts verändern!

Einzig die klare Rote Karte für Blizzards Methoden ist da eine Hilfe die eines Tages für Verbesserungen des Gesamtkonzeptes des Spiels sorgen kann!

Es gibt vielleicht Spieler die seit dieser Zeit sagen dass sie nun endlich mehr zu tun hätten, nur ich für meinen Teil will wieder eine gewisse Ruhe finden irgendwann im Laufe der Woche und eben bis zum nächsten Mittwoch einfach mal wieder „fertig“ sein mit den „must to do“ Dingen und so mal wieder 2-3 Tage die Zeit für Twinks finden können, ohne stets mit dem Wissen umzuloggen dass ich eigentlich noch den Main-Char weiterverbessern „muss“, durch die geschilderten Grinds.

StreetMagier
1 Monat zuvor

Diese Aktion von den Entwicklern gab es von Anfang an. Und die Spieler haben es nicht bemerkt und waren froh wenn auf Kritik scheinbar reagiert wurde. Was gut läuft wird weiter so gemacht bis es nicht mehr geht und dann gibt es was neues. Und die Spirale geht von vorne los. Im Klassik gab und gibt es so viele Design Entscheidungen die totaler Schwachsinn sind das ich damals nach einem halben Jahr aufhörte.

Robin
1 Monat zuvor

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Dailys machen schon lange keinen Spaß mehr. Etwas Grind gehört ja dazu aber nicht in diesem Ausmaß. Man spielt irgendwann einfach nicht mehr aus Spaß und will den Sch*** einfach nur noch fertig haben.

BlackSheepGaming
1 Monat zuvor

Schlussendlich liegt es immer am Konsumenten. Blizzard reizt die Leidensfähigkeit einer immer noch treuen-(doofen) Community bis zum letzten Quäntchen aus.

Und dabei folgen sie seit Jahren dem gleichen System. Erst alles so zeitintensiv wie möglich machen, um entsprechend aktive Accounts zu haben und kurz bevor es wirklich nicht mehr geht, die entsprechenden Erleichterungen einbauen um das Gefühl zu erreichen, dass die Community einen Wandel erreicht hat.

Und das wird mindestens noch 2, wenn nicht sogar 3 AddOns so weitergehen, bis das Spiel an sich einfach technisch so überaltert sind, das es keinen Neuzuwachs und/oder Rückkehrer gibt. Selbst der grauenerregende Inhalt in BfA hält die Spieler nicht davor ab, ein Add-On langfristig mit Abo Gebühren zu bedienen.

Das grundlegende Problem ist, das die „Konkurrenz“ entweder technisch erheblich schlechter ist (TESO) oder ab ein Setting bedient, das nicht jedem zuträgt (FF) oder selbst mit den Wellen zu kämpfen hat (GW).

Gäbe es echte Konkurrenz (und ich befürchte auch New World wird das nicht sein), sähe WoW heute komplett anders aus.
Da es die aber nicht gibt, wird sich bei WoW nichts ändern, egal wie viel Streamer/Influencer auch „weinen“.

Ahennys
1 Monat zuvor

Ich stimme Dir bis zum Satz „das grundlegende Problem…“zu.Wo TESO technisch schlechter ist als WOW erschließt sich mir nicht so ganz.Bei FF..okay.Sehr Asien lastig.Aber schlechter als WOW?
Zumindest sagen die Abo Zahlen etwas anderes aus.Tatsache ist doch das WOW seit seiner Hochzeit massiv an Mitgliederschwund zu leiden hat.Und hier sind wir dann wieder bei dem gesagten.
Die Frage ist nur „Wie lange will WOW das noch machen?“.Solange es Deppen gibt die Geld geben?Nun man kann es ja versuchen.Aber Erfolg sieht anders aus.

BlackSheepGaming
1 Monat zuvor

Tesos Megaserver Architektur hat einfach eklatante Schwächen (vor allem bei hohem Traffic) , dazu kommen unglaublich viele spielrelevante Bugs (BossBugs, Blocking Bugs in Questreihen, Skillbugs), die über viel zu lange Zeit nicht angegangen werden, PVP ist auf Grund der Serverarchitektur in manchen Gebieten teilweise unmöglich, das Interface ist (selbst mit AddOns) auf einem Stand (vor allem für DoT Klassen) den WoW schon im OriginalClassic besser gelöst hat. Von der Menge der verfügbaren API AddOns mal ganz abgesehen, da ist WoW sowieso einfach unschlagbar.

Deswegen ist TESO aber nicht „schlechter“ (das habe ich vielleicht nicht richtig formuliert) sondern es ist einfach keine Konkurrenz.
FF ist nicht ebenfalls nicht „schlechter“ als WoW, aber das Asia Setting ist für viele einfach abschreckend (und ich gebe offen zu, auch für mich, ich hab es wirklich versucht aber da werde ich wummsruffig…)

Sowohl Teso als auch FF haben durch ihre Eigenheiten einfach nicht die Marktdurchdringung und die damit verbundenen aktiven Accounts (weltweit natürlich)

Im Prinzip bräuchte es viele der Optionen aus Teso (Hosuing, das Craftingsystem uvm) (und auch dessen Stroytelling (respektive das Storytelling, das Blizzard einmal hatte)), ein weltweit durchsetzbares Setting, eine AddOn Philiosphie wie Wow und eine Kundenorientierung, wie man sie bis zu WotLK bei Blizzard hatte hatte…und fertig wäre der „echte“ WoW Killer.
Aber so viel Geld und Manpower wird kein Publisher mehr in die Hand nehmen,

Threepwood
1 Monat zuvor

Er hat mit seinen Beispielen schon recht. QoL Changes kamen bisher fast immer als „neuer“ Timesink, nachdem viele mit den Aktivitäten durch waren.
Allerdings macht das aus Entwicklersicht ja auch ein wenig Sinn, erst ab einem gewissen Zeitpunkt Alts und Wieder-/ Neueinsteigern ein schnelleres Aufholen zu ermöglichen. Blizzard wird ja auch auslesen können, ob das so funktioniert oder nicht. Und ich schätze einfach mal es funktioniert für sie.

Wo ich ihm nicht recht gebe ist, dass die Spieler wissen was sie wollen. Zum Einen ist nur ein Bruchteil in Foren, bei Streamern und reddit aktiv. Dort sind die meisten zwar laut, skillen ihre soziale Inkompetenz weit über Paragon Level hinaus und wissen alles besser. Aber dadurch haben sie nicht (immer) recht und nicht immer tut es einem Spiel gut den „Forderungen“ nachzugeben.
Vor allem Themepark MMORPGs mit Lootspirale müssen einen Drahtseilakt hinlegen, um Spieler (Casual UND Vielspieler) dauerhaft bei der Stange zu halten. Dann, passt wunderbar zu dem letztem Zitat aus dem Artikel, gibts die Spieler, die sich selbst in den Burnout daddeln. Nicht wenige spielen tausende Stunden ein Spiel und das irgendwann nicht mehr des Spielens (als spaßige Freizeitgestaltung) wegen, sondern weils zur Routine gehört, sie effizient sein wollen/ müssen/ nur maximal schnell im Endgame ankommen wollen usw.

Insgesamt ist es mir zu einfach, Blizzard und andere Entwickler, die ähnlich handeln, allein dafür abzustrafen.

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