WoW ändert das Auktionshaus: Was das für Gold-Sammler bedeutet

WoW ändert das Auktionshaus: Was das für Gold-Sammler bedeutet

In World of Warcraft wird das Auktionshaus drastisch überarbeitet. Die Folgen könnten weitreichend sein und für immer verändern, wie ihr Gold verdient.

Wer in World of Warcraft etwas Gold braucht, der farmt einfach Ressourcen wie Kräuter oder Erze, stellt ein paar Tränke her oder verkauft Stoffe im Auktionshaus. Doch das könnte bald quasi keinen Gewinn mehr bringen, befürchten viele Spieler. Denn WoW schließt die Auktionshäuser einer ganzen Region zusammen – also sämtliche europäischen Realms. Wie verdient man künftig noch Gold?

Was passiert gerade mit dem Auktionshaus in WoW? Blizzard hat angekündigt, dass mit dem Patch 9.2.7 eine große Veränderung die Auktionshäuser betrifft. Diese werden künftig über die ganze Region hinweg miteinander verbunden. Das heißt, sämtliche Realms im europäischen Raum können auf einen gemeinsamen Markt zugreifen – zumindest bei „Gegenständen des täglichen Bedarfs“, im englischen „Commodities“.

Das betrifft Handwerksmaterialien, aber auch Verbrauchsgüter wie Tränke, Fläschchen und Bufffood. Nicht betroffen davon sind zum Beispiels Ausrüstungsgegenstände. Diese sind weiterhin nur auf dem jeweiligen Realm verfügbar.

Was sind die Folgen dieser Veränderung? Die exakten Auswirkungen sind noch nicht vollkommen absehbar, aber viele kluge Köpfe machen sich bereits Gedanken darüber und zumindest in einigen Punkten herrscht Einigkeit. Die wichtigsten Änderungen werden wohl sein (via wowhead):

  • Das Farmen von Materialien auf Realms mit niedriger Spielerzahl wird unattraktiv.
  • Die Gewinnspanne beim Herstellen von Verbrauchsgütern wird viel kleiner.
  • Ressourcen aufkaufen und teurer verkaufen wird schwer bis unmöglich.

Der Vorteil ist allerdings, dass Realms künftig nicht mehr von einer Handvoll Spieler „beherrscht“ werden können, die das Auktionshaus für sich vollkommen vereinnahmen. Mit einer vielfach erhöhten Masse an Spielern und damit auch Ressourcen, ist es nahezu unmöglich, einen Markt vollständig zu kontrollieren.

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Das Ende der großen Gold-Berge?

Jedoch hat das auch Auswirkungen auf alle, die ihre Materialien zu halbwegs fairen Preisen verkaufen wollen.

Denn auf jedem Realm kennt man diese Spieler, die selbst vernünftige Preise nochmal drastisch unterbieten – sie wollen ihre Waren einfach loswerden, ganz egal, ob sie dabei sogar einen theoretischen Verlust machen. Bei nur einer Handvoll Spieler pro Realm kann man das ausgleichen. Wenn aber mehrere Hunderte Spieler mit ihren Materialien das Auktionshaus zu Schleuderpreisen fluten und sich dabei dauerhaft unterbieten, wird das die Preise drücken.

Wie ist die Stimmung in der Community? Das kommt wohl ganz darauf an, wen man fragt.

Aus „reiner Verbrauchersicht“, also aus Sicht eines Spielers, der im Auktionshaus lediglich einkauft und dort niemals etwas verkaufen will, ist die Änderung wohl positiv. Denn die Preise für Verbrauchsgüter wie Tränke und Bufffood werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den allermeisten Realms deutlich sinken.

Aus Sicht von Spielern, die ihr Gold bisher über das Farmen von Ressourcen oder das „Flippen“ verdient haben, dürfte die Zusammenlegung ein ziemliches Problem sein. Denn farmbare Materialien werden auf so ziemlich allen Realms wohl im Preis sinken. Der Reingewinn, der durch den An- und Verkauf oder das Farmen zustande kommt, wird wohl drastisch sinken und diese Methoden des Goldfarmens unattraktiv machen.

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Farm-Gruppen von Multiboxern dürften bald noch weniger verdienen – oder den Markt dominieren.

Die große Hoffnung der Farmer ist, dass sich Nachfrage und Angebot wieder ausgleichen wird. Denn wenn sich herausstellt, dass man mit dem Farmen von Kräutern und Erzen keinen großen Gewinn mehr machen kann, dann werden weniger Sammler unterwegs sein, die Menge an verfügbarem Material damit sinken und das letztlich die Preise wieder anheben. Diese Hoffnung wird aber durch die erhöhte Anzahl der „Unterbieter“ gesenkt, die ihr Material einfach zu jedem Preis loswerden wollen.

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Schwarzsehern, die nur das Schlimmste befürchten. So glauben manche, dass die Zusammenlegung des Auktionshauses dafür sorgt, dass die reichen Spieler noch reicher werden. Denn wer mehrere Hunderte Millionen Gold hat, kann womöglich auch einfach den Markt einer ganzen Region bei einzelnen Items beherrschen.

Letztlich bleibt nur eines: Abwarten. Doch wie Spieler am besten Gold verdienen, dürfte sich bald drastisch ändern. Das kann immerhin auch eine positive Änderung sein.

Übrigens: Wenn ihr jetzt noch ein bisschen Gold verdienen wollt, solltet ihr dieses Addon benutzen – denn das wandet Anima in Gold um.

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11 Kommentare
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Krutoj

Wer glaubt, dass diese Änderungen den Walen das Geschäft kaputt macht, der irrt sich.
Die Wale sind so erfolgreich weil sie verstehen, wie die Wirtschaft im Spiel funktioniert. Egal was Blizzard macht, sie werden Wege finden um den Markt zu kontrollieren.

Im Prinzip müssten sich die Wale der einzelnen Server einfach zusammen schließen und eine Art Kartell bilden.

Florian

Bleibt abzuwarten wie das neue überarbeitete Berufesystem im Endeffekt wird. Möglicherweise werden ja Items damit kommen welche einen gewissen Mindestpreis haben welche dann nur für mind. Diesen Preis im Ah landen können. Mal abwarten.

Andy

Sowas in Eso und könnte da auch mal bisschen Gold verdienen.
Sollten allgemein andere Spiele auch so handhaben.

Alexander Ostmann

Hat ESO überhaupt ein Auktionshaus?

Simpo84

Klingt doch fast so als würden dann bald wider mehr Spieler spielen anstatt 24/7 vorm AH zu stehen. 🤣 Cooler war aber wenn endlich der Spam aufhört.

80s-Gamer

Eine Sache ist mal klar. Sowas macht Blizzard nicht, weil sie so nett zu den Spielern sind und selbst nichts davon haben. Es kann nur irgendeine Maßnahme sein, die am Ende der Wurst dazu führt, dass Blizzard irgendwas davon hat. Da die mir jedoch komplett am Poppes vorbei gehen, denke ich nicht weiter darüber nach.

Huehuehue

Also dafür, dass die dir „jedoch komplett am Poppes vorbei gehen“ und „nicht weiter darüber nachdenkst“, kommentierst du ziemlich viel in Themen zu Blizzard und Blizzards Spielen, wie zB. hier.
👍

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Ooupz

Dafür ist die Kommentarfunktion auch dafür da, um sich auszutauschen und seine eigene Meinung zu äußern auch wenn man nicht positiv zum Thema steht, ich weiß das ist für Leute wie dich schwer zu verkraften. 🙂

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Ooupz
Huehuehue

Jeder darf gerne kommentieren, wie er möchte. Bloß ist die Aussage: „Firma XYZ ist mir doch völlig egal“, nicht sehr glaubhaft, wenn dann doch in jedem Thema zu Firma XYZ kommentiert wird aber, um es noch einmal ganz fest zu unterstreichen, dass das auch ganz wirklich der Fall ist und damit es auch jeder versteht, halt immer mit dem Zusatz: „Firma XYZ ist mir doch völlig egal“.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
N0ma

„Wenn aber mehrere Hunderte Spieler mit ihren Materialien das Auktionshaus zu Schleuderpreisen fluten und sich dabei dauerhaft unterbieten, wird das die Preise drücken.“

Nicht zwangsläufig, da sich die Spieler ja auch über einen grösseren Absatzmarkt verteilen. Die Anzahl der unterbotenen Waren wird ja damit nicht steigen nur anders verteilen auf die Realms.

Generell sollte sich nicht allzuviel verschieben, abgesehen von den kleineren Servern die jetzt mit marktgerechten Preisen konfrontiert werden.

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