In den Welten von Warhammer haben sich Vampire zu einer eigenständigen Macht entwickelt. Ihren Ursprung haben sie in einem uralten Reich und dem Wunsch nach ewigen Leben. Bald könnt ihr die erste Vampirin der Welt sogar selbst spielen – und möglicherweise erfahren, was die Blutsauger in Warhammer so gefährlich macht.
Vampire werden oft entweder als charismatische Herrscher dargestellt, die – wenn auch moralisch fragwürdig – ihren Blutdurst einigermaßen gesittet stillen, oder als wilde Bestien ohne Verstand. Insbesondere Medien wie Blade, Van Helsing und Dracula haben die Bilder geprägt.
In Warhammer ist das nicht viel anders, auch wenn es Vampire hier nur in zwei der drei verschiedenen Settings gibt: Fantasy bzw. Old World und Age of Sigmar. Sie unterscheidet jedoch ein wichtiges Details von anderen Vampiren: Die bewusste Gier nach Macht.
Anders als viele Vampire, die ihr aus Filmen oder Spielen kennt, sind Blutopfer für die „Spezies“ in Warhammer nicht nur eine Notwendigkeit. Leben ist für sie nur eine Währung und eine, auf die sie selbst den höchsten Anspruch erheben, sogar schon bevor es Vampire überhaupt gab.
Neferata: Die erste Vampirin ist das Ergebnis eines misslungenen Attentats
Vampire haben ihren Ursprung im uralten Reich Lahmia, oder genauer noch: in Nehekhara, der Heimat der Gruftkönige und der heute wohl bekanntesten Untoten von Warhammer. Falls ihr nur Warhammer 40.000 kennt: Das sind quasi Necrons, aber ohne Metall.
Besessen vom ewigen Leben hat Nagash, der erste Nekromant und einer der größten Magier aller Zeiten ein Lebens-Elixier erschaffen – indem er lebenden Menschen ihre Essenz entzogen hat. Seine Gier nach Macht hat ihn zwar am Ende zu Fall gebracht, seine „Forschung“ hat aber überlebt durch Arkhan den Schwarzen, seinem treusten Gefolgsmann.
Das Wissen um das Elixier gelangte an den Hof von Lahmia und so zu Königin Neferata, die dort mehr oder weniger als „Platzhalterin“ neben ihrem Bruder und Gemahl (nicht nachfragen) herrschte, aber ohne wirkliche Macht.
Durch ihr Verlangen mach Herrschaft und in Zusammenarbeit mit Arkhan, erschuf sie ein neues Lebens-Elixier, dessen Wirkung durch den Konsum menschlichen Blutes gestärkt wurde. Ihr seht schon, wo die Reise hingeht.
Wie Nagash vor ihr, sollte Neferata gestürzt werden, ein Attentat mit dem Gift einer Sphinx sollte dabei helfen. Das Gift wütete zwar in Neferatas Körper, aber durch das Elixier und dunkle Rituale Arkhans starb sie nicht, sondern wurde als Untote wiedergeboren mit einem nahezu unstillbaren Blutdurst: die erste Vampirin.


Die zwölf „Ersten Kinder“ und der Blutkuss – Wie entstehen neue Vampire?
Als Herrscherin war Neferata bewusst, dass sie Unterstützer bräuchte und hat ihr Elixier an elf Vertraute weitergegeben, die „Ersten Kinder.“ Diese Zwölf (sie selbst eingerechnet) sind der Ursprung eines jeden Vampirs auf der ganzen Welt – auch der berühmten Blutlinie der von Carsteins, deren Vater Vlad unter den zwölf ersten war.
Die Zwölf haben jedoch schnell festgestellt, dass sie das Elixier nicht brauchen, um neue Vampire zu erschaffen. Was sie als den „Blutkuss“ kennen, sorgt für die Verwandlung eines Sterblichen in einen Vampir.
Über das Ritual selbst ist nichts bekannt und es wird von allen Vampiren geheimgehalten. Vom Namen her lässt sich jedoch ableiten, dass es sich ähnlich verhalten dürfte wie das, was wir von anderen Vampiren kennen: der Schöpfer gibt seinem Kind vom eigenen Blut zu trinken und verwandelt es so. Neferata selbst hat das einst bei ihrer Cousine versucht. Aber die nehekanische Göttin der Magie, Asaph, hat das jedoch persönlich verhindert.
Anders als bei anderen Spezies und anders als bei vielen anderen Vampiren, werden die Blutsauger aus Warhammer jedoch immer stärker, je länger sie leben. Da sie nicht altern und nahezu unsterblich sind, sammeln sie stetig mehr Macht an. Nur wenige verfallen ihrem Blutdurst vollkommen. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Vampir ist, desto gefährlicher wird er.
Vampire beherrschen ganze Reiche und die Sterblichen folgen ihnen
Der aktuellste Stand von Warhammer Fantasy – vor der Zerstörung der Reiche – ist, dass etliche Vampire große Landstriche der Welt beherrschen. Insbesondere die von Carsteins als Herrscher über Sylvania und andere Ländereien spielen eine politisch große Rolle.
Allerdings hat die Gier nach dem ewigen Leben über die Jahrtausende nicht nachgelassen. Zur Verdeutlichung: Die ganze Sache mit Neferata und Nagash ist etwa 4.000-5.000 Jahre her. Obwohl Untote und Vampire im Speziellen oft im Krieg mit den Menschen liegen (was in Warhammer nun eher Regel als Ausnahme ist), suchen viele Menschen nach der Stärke der Blutsauger.
Kulte wie die der Nekromanten Heinrich Kemmler oder Helman Ghorst handeln oder verbünden sich sogar aktiv mit den Vampir-Lords, um in deren Geheimnisse eingeweiht zu werden.
Der Vampir-Fluch hat sich dabei sogar auf See ausgebreitet: Es gibt eine ganze Armada an untoten Vampir-Piraten in Warhammer, auch hier teilweise mit noch lebendigen, menschlichen Gefolgschaften.
Ein Vampir hat die Welt dem Untergang geweiht, weil sein Stolz verletzt war
Zwar gelten Vampire in Warhammer als die mächtigsten Untoten, weil sie ihre Intelligenz im Untod noch behalten, aber das Gleiche gilt offenbar für ihre menschlichen Schwächen. Das beste Beispiel ist Mannfred von Carstein, der Mann, der die Welt von Warhammer Fantasy hat untergehen lassen.
Mannfred galt – und gilt – als einer der gerissensten Menschen und Vampire überhaupt. Während des Rituals, welches verhindern sollte, dass das Chaos die Welt verschlingt, hat er jedoch einen der wichtigsten Zauberer hinterrücks ermordet und das nur, wegen seines verletzten Egos.
Vampire selbst haben den Fall übrigens überlebt und es gibt ihre Herrscher – darunter Neferata – noch immer in Age of Sigmar. Hier haben sie sich als die „Seelenbrand-Grabesfürsten“ neu formiert.
Wie stellt ihr euch ein Blutkuss-Ritual vor? Hättet ihr Neferatas Angebot damals angenommen oder nicht? Und über welche Spezies in Warhammer wollt ihr mehr erfahren? Schreibt uns einen Kommentar!
Neferata selbst wird übrigens Teil des kostenlosen Updates, das den DLC „Lord of the Endtimes“ für Total War: Warhammer 3 begleitet und das am 24. September 2026 erscheint. Nagash wird ebenfalls spielbar sein, allerdings kostenpflichtig.
Ich persönlich freue mich unheimlich auf den DLC und das nicht nur wegen der neuen Lords. Schon im Update stecken Änderungen, auf die ich seit vielen Jahren warte und die längst überfällig sind: Ich verdiene schon lange, der König der Untoten zu sein – Total War: Warhammer 3 macht das bald möglich
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